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Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.09.2026 / 25.09.2026

Lernkarten

Nennen Sie die Verwaltungsgerichtlichen Klagearten?

• Anfechtungsklage
◦ Richtet sich gegen einen belastenden VA
◦ alle Einsatzbezogenen VA’s
• Verpflichtungsklage
◦ Kläger begehrt einen begünstigenden VA
◦ Anerkennung WF
◦ VBG Themen
• Allg. Feststellungsklage
◦ Rechtskräftige Feststellung
• Allg. Leistungsklage
◦ Kein VA
◦ Begehren eines sonstigen Verwaltungshandelns

Welche Personengruppen fallen unter den Begriff „Angehörige des öffentlichen Dienstes“?

• Beamte
• Tarifbeschäftigte
• Soldaten
• Richter

Erläutern Sie den Begriff des öffentlichen Dienstes.

• Öffentlicher Dienst ist das berufliche Rechtsverhältnis, in dem
jemand einer juristischen Person des öffentlichen Rechts unter
Eingliederung in ihre Organisation zur ständigen Leistung von
Diensten verpflichtet ist.

Nennen Sie juristische Personen des öffentlichen Rechts.

• Körperschaften des öffentlichen Rechts sind z.B.
◦ Gemeinde
◦ Kreisfreie Städte
◦ Landkreise
◦ Bezirke des Freistaates Bayern
◦ Der Freistaat Bayern
◦ Anstalten sowie Stiftungen des öffentlichen Rechts
◦ …
◦ …

Je nach der Rechtsnatur lassen sich die Rechtsverhältnisse von im öffentlichen Dienst Beschäftigten im Wesentlichen in zwei große Beschäftigungsgruppen einteilen. Nennen Sie diese beiden Gruppen.

• Öffentlich-rechtliche Rechtsverhältnisse, die Beamten
• Privat-rechtliche Rechtsverhältnisse, die Tarifbeschäftigten

Wie wird ein Beamtenverhältnis bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechts begründet?

• Das Beamtenverhältnis wird durch einen einseitigen Verwaltungsakt
– der Ernennung – begründet.

Sind Richter Beamte?

• Die Aufgabe der Richter ist die Rechtsprechung.
• Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen
• Richter sind keine Beamte

In einem öffentlichen Verkehrsmittel wird ein Fahrgast von einem Kontrolleur (A) der Nahverkehr GmbH kontrolliert. Der Fahrgast führt keinen Fahrausweis mit sich. Da sich der Fahrgast nicht ausweisen kann, stellt ein Polizeibeamter (B) die Personalien des „Schwarzfahrers“ fest. Welche der mit A und B genannten Personen ist im öffentlichen Dienst beschäftigt? Ordnen Sie diese Personen einer Beschäftigungsgruppe zu.

• Der Kontrolleur A ist bei der Nahverkehr GmbH tätig, also einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung und somit einer Rechtsform
des Privatrechts. Öffentlicher Dienst liegt somit nicht vor.
• Der Polizeibeamte B ist Beamter des Freistaates Bayern. Der Freistaat
Bayern ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und somit
öffentlicher Dienst.

Einem Beamten erwachsen aus seiner Stellung besondere Pflichten. Nennen Sie mindestens zwei Pflichten des Beamten, welche zu den Dienstpflichten gezählt werden.

• Treuepflicht
• Pflicht zur Unparteilichkeit
• Streikverbot
• Diensteid
• Mäßigung und Zurückhaltung bei politischer Tätigkeit

In Art.6 Abs.1 Bayerisches Disziplinargesetz (BayDG) sind die gegen Beamte möglichen Disziplinarmaßnahmen abschließend und in gestufter Reihenfolge aufgeführt. Nennen Sie diese Disziplinarmaßnahmen in beliebiger Reihenfolge.

• Verweis
• Geldbuße
• Kürzung der Dienstbezüge
• Zurückstufung
• Entfernung aus dem Beamtenverhältnis

Die Disziplinargerichtsbarkeit ist Teil der Verwaltungsgerichtsbarkeit. In der ersten Instanz sind für dieses gerichtliche Disziplinarverfahren die Verwaltungsgerichte zuständig, bei denen Kammern für Disziplinarsachen gebildet worden sind. Nennen Sie diese Verwaltungsgerichte.

• Es handelt sich hierbei um die Verwaltungsgerichte in
◦ Ansbach
◦ München
◦ Regensburg
(Augsburg, Bayreuth und Würzburg haben diese Kammern nicht)

Mit Inkrafttreten des neuen Dienstrechts in Bayern im Jahre 2011 wurde die hohe Anzahl an Laufbahnen zu insgesamt sechs Fachlaufbahnen gebündelt. Nennen Sie diese Fachlaufbahn, welcher der feuerwehrtechnische Dienst zugeordnet ist.

• Der feuerwehrtechnische Dienst wurde der Fachlaufbahn
Naturwissenschaft und Technik, Schwerpunkt Feuerwehrwesen
zugeordnet

Wer ist Dienstherr eines kommunalen Feuerwehrbeamten?

• Dienstherr ist die jeweilige Gemeinde bzw. Stadt

Wer ist Dienstvorgesetzter eines kommunalen Feuerwehrbeamten?

• Dienstvorgesetzter ist der jeweilige 1. Bürgermeister bzw.
Oberbürgermeister

Muss der Beamte jede dienstliche Anordnung seines Vorgesetzten ausführen?

• Grundsätzlich hat der Beamte den Anordnungen seines Vorgesetzten
Folge zu leisten. Bei Bedenken gegen die Rechtsmäßigkeit (nicht:
Zweckmäßigkeit) muss der Beamte sich an seinen Vorgesetzten oder
den nächsthöheren Vorgesetzten wenden und seine Bedenken gegen
die Rechtsmäßigkeit der Anordnung vorbringen.
• Bestätigt der nächsthöhere Vorgesetzte die Anordnung, so hat der
Beamte sie auszuführen und ist von der eigenen Verantwortung
befreit.
• Dies gilt nicht bei strafbaren Handlungen

Was ist Führen? Definieren Sie!

• Unter Führen versteht man die direkte und indirekte
Verhaltensbeeinflussung zur Realisierung von Zielen

Welche Führungsstile kennen Sie? Erläutern Sie kurz!

• Autokratischer Führungsstil
◦ Hohes Maß an Autorität ausüben
◦ Keine Eigeninitiative oder Meinung zugelassen
• Autoritärer- bzw. hierarchischer Führungsstil
◦ Vorgesetzter sagt was gemacht wird
◦ Untergebener wird nicht einbezogen, hat kein Mitspracherecht
◦ Hohes Maß an Gehorsam wird erwartet, kein Widerspruch geduldet
◦ Fehler werden bestraft, kein Helfen
• Vorteile:
◦ Hohe Entscheidungsgeschwindigkeit, Übersicht und Kontrolle
◦ Kurzfristige Leistungssteigerung
• Nachteile:
◦ Mangelnde Motivation
◦ Einschränkung der Freiheit
◦ Gefahr der Fehlentscheidung durch Vorgesetzte
◦ Talente werden nicht entdeckt

Welche Führungsstile kennen Sie? Erläutern Sie kurz!

• Laisser-faire Führungsstil:
◦ Jeder macht was er will
◦ Viele Freiheiten vom Unternehmen/Vorgesetzen
◦ Vorgesetzter greift nicht ein
◦ Vorteil: Steigerung der Kreativität
◦ Nachteile:
▪ Kompetenzgerangel, Rivalitäten
▪ Disziplinlosigkeit, Schlechtes Arbeitsklima
• Situativer Führungsstil: Abhängig vom Reifegrad der Mitarbeiter
◦ Aufgabenbezogen (geringer Reifegrad)
▪ Detaillierte Anweisung geben
▪ Formulierung klarer Erwartungen und Vorgaben
◦ Personenbezogen: (höherer Reifegrad)
▪ Großer Wert auf guten persönlichen Kontakt
▪ Anbieten von Unterstützung
▪ Lob und Ermunterungen der Mitarbeiter

Wie oft sollte ein Mitarbeitergespräch jährlich stattfinden? Welche Inhalte sind sinnvoll?

• Mitarbeitergespräch sollte 1 x jährlich stattfinden, mit eventuell
zusätzlichen Review-Terminen
• Oder bei Bedarf
• Inhalte:
◦ Zielvereinbarungen
◦ Leistungsbeurteilungen
◦ Weiterbildungen
◦ Persönliche Rückmeldungen
◦ Entwicklungsmöglichkeiten
◦ Offene Fragen

Wie sollte ein Mitarbeitergespräch durchgeführt werden?

• Darstellung der Gesprächsziele
• Rückblick, beidseitige kritische Analyse
• Formulierung von Entwicklungspotential (vor allem von Arbeitgeberseite
aus)
• Bewerbung um neue Aufgabenstellungen/Ziele
• Vereinbarung notwendiger Zwischenschritte
• Beidseitige Zusammenfassung bisheriger Ergebnisse
• Nächste Schritte
• Wichtig:
◦ Ruhige Atmosphäre
◦ Kein Zeitdruck
◦ Zeitfenster im Vorfeld bekannt
◦ Gegenseitige Wertschätzung

Welche Arten von Belastungsstörungen kennen Sie?

• Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
• Akute Belastungsstörung
• Anpassungsstörung

Nennen Sie Merkmale einer posttraumatischen Belastungsstörung!

• Erleben eines Traumas
• Unwillkürliche und belastende Erinnerung an Trauma im wachen und schlafenden
Zustand, wiederkehrende/eindringliche Erinnerung
• Bilder, Gedanken, Wahrnehmungen, Flashbacks, Träume
• Intensive emotionale körperliche Reaktion
• Vermeidungsverhalten und allgemeiner emotionaler Taubheitszustand
• Reduziertes Interesse an Aktivitäten wie vor Ereignis
• Anhaltende physiologische Übererregung
• Erhöhte Reizbarkeit und Vigilanz (Wachheit)
• Ein- und Durchschlafstörungen, Konzentrationsprobleme
• Beginn: wenige Wochen nach Ereignis
• Symptome dauern länger als 1 Monat an
• ALLE Symptome müssen gemeinsam vorliegen!

Nenne Sie Merkmale einer akuten Belastungsstörung!

• Vorrübergehende Störung auf außergewöhnliche physische oder
psychische Belastung
• Symptombeginn im Allgemeinen innerhalb von Minuten nach
Ereignis
• Abklingen innerhalb von Stunden bis Tage
• Symptomatik gemischt und wechselnd
• „Betäubung“
• Bewusstseinseinengung
• Eingeschränkte Aufmerksamkeit
• Unfähigkeit Reize zu verarbeiten
• Desorientiertheit

Nennen Sie Merkmale einer Anpassungsstörung!

• Durch Stressoren möglich, unterhalb der Akutebene
• Subjektives Leiden und emotionale Beeinträchtigung mit
Einschränkung der sozialen Funktionen und Leistungen, auf
Lebensveränderungen oder Lebensereignisse
• Einzelne oder mehrere Belastungsfaktoren
• Wiederkehrend oder kontinuierlich auftretend
• Beginn meist innerhalb eines Monats bis 3 Monate nach Ereignis
• Dauer nicht länger als 6 Monate
• Keine spezifischen Symptome (Depressionen, Angstzustände, Störung
des Sozialverhaltens)

Welche Möglichkeiten der Hilfe gibt es bei Belastungsstörungen?

• Führungskraft als offener Gesprächs- und Ansprechpartner
• Zwischen Betroffenen und entsprechenden Angeboten/Fachleuten
vermitteln
• SKB-Team (BF München)
• Krisenintervention
• Prävention.
◦ Aktive Bewältigungs- und Belastungsthematisierung schon im
Vorfeld
◦ Einsatznachbesprechungen
◦ Entlastung von betroffenen Mitarbeitern

Wie und wann soll eine Einsatz- und Übungsnachbesprechung ablaufen bzw. abgehalten werden? Warum wird sie gemacht?

• Wenn möglich: unmittelbar nach Einsatz oder Übung
• Alle Mitarbeiter die beteiligt waren (NUR Beteiligte!!)
• Feedbacknehmer sollte
◦ Feedback erbitten
◦ Lernbereit zuhören (keine Rechtfertigungen)
◦ Aktiv zuhören (Verständnisfragen erlaubt)
◦ Bei Feedbackgeber bedanken
• Feedbackgeber sollte
◦ Nur Feedback geben wenn erwünscht
◦ Nur eigene Wahrnehmungen
◦ Keine Spekulationen
◦ Ich-Perspektive
◦ Konkret bleiben, nicht verallgemeinern
◦ Auch Positives rückmelden
◦ Feedbacknehmer direkt ansprechen
• Warum Einsatznachbesprechung:
◦ Unklarheiten aufdecken
◦ Legenden und Gerüchten vorbeugen
◦ Konflikte vermeiden
◦ Positives Feedback
o

Welche Arten von Gesprächen kennen Sie?

• Beurteilungsgespräch
• Mitarbeitergespräch
• Kritikgespräch
• Motivationsgespräch

Auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert die dienstliche Beurteilung? Nennen Sie nur das Gesetz und erläutern Sie.

• Auf dem Grundgesetz (GG Art. 33)
• „dem Dienstherrn obliegt die Pflicht für eine möglichst objektive,
sachgerechte, vorurteils- und widerspruchsfreie Beurteilung zu
sorgen“

Nach welchem Prinzip wird Beurteilt? Welche Beurteilungskriterien werden angewendet?

• Nach dem Leistungsprinzip
• Es wird nach:
◦ Fachlicher Leistung
◦ Eignung
◦ Befähigung beurteilt

Welchen Zweck soll die Beurteilung haben? Nennen Sie stichwortartige Punkte.

• Welches Bild beim Vorgesetzen vorliegt
• Motivation zur bestmöglichen Entfaltung
• Regelmäßig vergleichender Überblick
• Instrument bei Personalführung und -planung
• Grundlage für:
◦ Dienstliche Verwendung
◦ Berufliches Fortkommen

Was ist das Ziel einer Beurteilung? Definieren Sie.

• Dienstliche Beurteilungen haben zum Ziel, ein aussagefähiges,
objektives und vergleichbares Bild der Leistung und Befähigung der
Beamten zu gewinnen. Sie sind eine unverzichtbare Grundlage für
personen- und sachgerechte Personalentscheidungen.

Welche Arten von Beurteilungen kennen Sie und wie oft finden sie statt?

• Periodische Beurteilungen
◦ Leistungsbeurteilung alle 4 Jahre
• Probezeitbeurteilung
◦ Zum Ende der Probezeit
• Zwischenbeurteilung
◦ Bedarfsgerecht, z.B. beim Dienststellenwechsel

Welchen Stellenwert hat eine Beurteilung bei einer Bewerbung für eine Tätigkeit in einer höheren Besoldungsgruppe?

• Sie ist grundsätzlich ein ausschlaggebender Faktor
• Sie ist vergleichender Maßstab verschiedener Kollegen

Nennen Sie Grundsätze der Beurteilung.

• Objektive Gesichtspunkte
◦ Gleichmäßigkeit
◦ Gerechtigkeit
◦ Sachlichkeit
• Verantwortungsbewusstsein
• Einfühlungsvermögen
• Unvoreingenommenheit
• Gewissenhaftigkeit
• Den Tatsachen entsprechen
• Zutreffendes, umfassendes, ausgewogenes Bild
• Stärken und Schwächen zum Ausdruck bringen

Wer ist Beteiligter an einer Beurteilung?

• Der Oberbürgermeister für die Dienststellenleiter
• Der Leiter der Feuerwehr für die Beamten seiner Dienststelle
• Die Beurteilungskommission

Aus wem setzt sich die Beurteilungskommission zusammen?

• für die Beurteilung zuständigen Vorgesetzten
• Dienststellenleiter
• Leiter des Personalamtes

Wie ist der Weg/Ablauf einer Beurteilung?

• Beurteilungsentwurf (vom direkten Vorgesetzten)
• Abstimmung der Beurteilung (Wachabteilung, Wache)
• Beurteilungskommission
• Unterschrift des Beurteilungsentwurfes durch Dienststellenleiter
• Bekanntgabe des Beurteilungsentwurfes (durch Vorgesetzten)
• Durchführung des Beurteilungsgesprächs
• Einspruchsfrist beträgt 2 Wochen
• Eröffnung der endgültigen Beurteilung

Wer wird bei einer Beurteilung miteinander verglichen?

• Es werden immer Beamte einer Besoldungsgruppe miteinander
verglichen

Was ist der Unterschied zwischen fachlicher Leistung und Eignung/Befähigung?

• Fachliche Leistung beschreibt:
◦ Durchgeführte Arbeiten
◦ Arbeitserfolge
◦ Führungsverhalten
• Eignung/Befähigung beschreibt:
◦ Das Leistungspotential
◦ Zeigt auf, was in Zukunft erreicht werden kann
Die Fachliche Leistung ist in der Regel der wichtigste Bereich

Welche Möglichkeiten des Widerspruches kennen Sie?

• Widerspruch
• Widerspruchsbescheid
• Verwaltungsklage

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