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475
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.09.2026 / 25.09.2026

Lernkarten

Ab welcher Dosisleistung beginnt bei einem A-Einsatz der Gefahrenbereich?

• 25 µSv/h

Mit welchen Größen kann man den Begriff Erfahrung umschreiben?

• Dienstzeit (Zugehörigkeit)
• Alter (Dienstalter)
• Erlebnisse (Einsatzerfahrungen)

Nennen Sie fünf unterschiedliche Pläne, die für die Feuerwehr im Einsatz als Hilfsmittel dienen können.

• Feuerwehrplan
◦ Objektplan
◦ Übersichtsplan
◦ Geschossplan
◦ Sonderpläne
• Einsatzplan
• Notfallpläne für Störfallbetriebe
• Feuerwehrlaufkarten
• Stadtplan
• Sprinklerplan
• Hydrantenplan

Zur Erfüllung von Führungsaufgaben ist die Anwendung eines Führungssystems notwendig. Aus welchen Bestandteilen setzt sich das Führungssystem zusammen?

• Führungsorganisation
• Führungsvorgang
• Führungsmittel

Die FwDV 100 beschreibt vier Führungsstufen. Nennen und erklären Sie diese Führungsstufen kurz.

• Führungsstufe A
◦ Ohne Führungseinheit
◦ Bis zu zwei Gruppen
• Führungsstufe B
◦ Führungstrupp oder -staffel
◦ Bei Einsätzen mit Zug oder Verband
• Führungsstufe C
◦ Führungsgruppe
◦ Bei Einsätzen mehrerer Verbände
• Führungsstufe D
◦ Führungsgruppe oder -stab
◦ Bei Großschadensereignissen oder mehreren Einsatzstellen

Alarmstichwort: Gasaustritt aus Linienbus Ein mit 30 Fahrgästen besetzter Linienbus ist gegen eine Höhenbegrenzung einer Unterführung gefahren. Es handelt sich um einen mit Wasserstoff betriebenen Linienbus. Im Dachbereich sind die Brennstoffzellen und neun Wasserstoffdruckgasbehälter (Composite-Druckgasflaschen p = 350 bar) untergebracht. Der Stahlträger der Höhenbegrenzung hat vier Flaschenventile abgerissen, es strömt Wasserstoff laut zischend ab. Welche Gefahren und welche Gesundheitsgefahren gehen von dem Gas Wasserstoff aus? Nennen sie vier Punkte. Welche grundlegenden einsatztaktischen Maßnahmen treffen Sie? Nennen Sie mindestens zehn Punkte.

• Gefahren:
◦ Erfrierungsgefahr → tiefgekühltes Gas
◦ Explosionsgefahr → Bildung von Knallgas
◦ Hoher Zündbereich
◦ Unsichtbare Flamme
◦ Sehr laut beim Austritt
◦ Erstickungsgefahr durch O2-Verdrängung
• Maßnahmen:
◦ Abstand → Absperren → Brandschutz
◦ Ex-Messungen → Kontrolle mit WBK
◦ Vermeidung von Zündquellen
◦ Verwendung von Ex-geschützen Geräten
◦ Gefahrenhinweis
◦ Informationen vom Betreiber
◦ Lüftereinsatz

Alarmstichwort: Starke Rauchentwicklung aus Dach von Supermarkt Alarmzeit: 23:46 Uhr. Der Supermarkt ist ein „Gebäude geringer Höhe“ (eingeschossig) in den Dimensionen 45 m x 25 m. Keine Brandwände vorhanden. Tragende Wände sind F 30. Der Lagerbereich ist bis zur Unterdecke mit F 90-AB Trennwänden abgetrennt. Keine Entrauchungsanlage oder BMA vorhanden. Bei der Dachkonstruktion handelt es sich um ein Pultdach mit Nagelplattenbinder. Was versteht man unter einem Nagelplattenbinder und welches Verhalten zeigt dieser im Brandfall? Welche einsatztaktischen Grundsätze berücksichtigen Sie bei diesem Szenario? Nennen sie fünf.

• Nagelplattenbinder
◦ Vorgefertigte Dachkonstruktion mit stumpfen Verbindungen
durch Nagelplatten (Blechstück mit ausgestanzten Dornen)
fixiert, keine Zimmermannsausführung!
◦ Widerstandsdauer im Brandfall: F 0 (Festigkeitsverlust der
Nagelplatten → akute Einsturzgefahr!)
• Einsatztaktische Grundsätze
◦ Keine Einsatzkräfte ins Gebäude schicken
◦ Räumung
◦ Abstand
◦ Riegelstellung/ Abschirmung der Umgebung
◦ Löschangriff von außen
◦ Wenn möglich: Entrauchung

Auf dem Dach einer Scheune ist eine Photovoltaik-Anlage zur Netzeinspeisung installiert. Die Modulfläche beträgt 400 m2. Im Anbau sind die Wechselrichter, die AC-Sicherung und eine allpolige DC-Freischaltstelle untergebracht. Der Besitzer bemerkt eine Rauchentwicklung und einen Lichtbogen an einer Modulfläche. Die Kabeldurchführung am Dachfirst beginnt zu brennen. Welche besonderen Gefahren gehen von dieser Photovoltaik-Anlage für die Einsatzkräfte aus? Beschreiben Sie fünf.

• Elektrische Spannung
• Zusatzlasten (erhöhte Dachlast → Einsturz/Absturz der Konstruktion)
• Abplatzungen der Modulflächen
• Herabfallende Teile
• Brandausbreitung
• Giftiger Brandrauch

Nach einem größeren Brandeinsatz kehren Sie mit Ihrem Löschzug zur Feuerwache zurück. In welche drei Bereiche lassen sich die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft sinnvoll gliedern? Nennen Sie aus jedem Bereich drei konkrete Maßnahmen.

• Fahrzeug:
◦ Tanken
◦ Reinigen
◦ Wassertank befüllen
• Gerät:
◦ Tanken
◦ Prüfen
◦ Reinigen
◦ Austauschen
• Mannschaft:
◦ Waschen
◦ Verpflegen
◦ Regenerieren
◦ schlafen

Alarmstichwort: Person im Aufzug Sie werden zu vom Büroleiter empfangen mit den Worten: „Da sind Personen im Aufzug stecken geblieben!“ Was werden Sie konkret erkunden? Nennen Sie fünf Punkte. Welche Maßnahmen veranlassen Sie? Nennen Sie mindestens sieben Maßnahmen.

• Erkundung von:
◦ Lage Aufzugskabine
◦ Lage Maschinenraum
◦ Anzahl betroffener Personen
◦ Kontrolle aller Zugänge
◦ Antriebsart
• Maßnahmen:
◦ Hauptschalter betätigen
◦ Personen betreuen
◦ Außerbetriebnahme
◦ Kabine verfahren (außer Schnellläufer)
◦ Information Betreiber
◦ Kennzeichnung
◦ Verriegelung der Schachttüren kontrollieren, kennzeichnen

Alarmstichwort: THL Atom in einem Labor der TU München In dem Labor der Gefahrengruppe III A ist dem Doktoranden ein Gefäß mit einem radioaktiven Nuklid auf den Boden gefallen. Vermutlich wurde der Stoff freigesetzt. Der Doktorand hat aus eigener Kraft das Labor verlassen. Welche Fragen klären Sie als Einsatzleiter um eine Lagefeststellung an Einsatzstellen mit atomaren Gefahrstoffen vornehmen zu können? Nennen Sie mindestens fünf Punkte.

• Personen in Gefahr?
• Kontamination des Doktoranden?
• Ausbreitung?
• Art des Nuklids?
• Lüftung vorhanden?
• Wirkung des Nuklids?
• Dosisleistung?
• Strahlungsart?

Wie ist ihr Vorgehen bei der Erkundung eines Laborunfalls mit vermuteter Freisetzung von radioaktiven Stoffen eines Labors mit Gefahrengruppe III A? Welche Messgeräte der Gruppe „sonstige Sonderausrüstung“ setzen Sie ein? Welchen Dosisrichtwert legen Sie fest?

• Vorgehen:
◦ Personendosimeter
◦ Zur Menschenrettung Form I
◦ Kontaminationsschutz Form II oder III
◦ Fachkundige Person hinzuziehen
• Sonstige Sonderausrüstung:
◦ Dosisleistungsmesser und Dosisleistungswarner (oft
Kombigerät)
• Dosisrichtwert
◦ 25 µSv/h (Eingrenzung Gefahrenbereich)

Die Normung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Feuerwehrtechnik. Beschreiben Sie exemplarisch vier Vorteile der Normung.

• Einheitlichkeit
• Qualitätssicherung
• Vergleichbarkeit
• Verbraucherfreundlichkeit
• Einhaltung Sicherheitsstandards
• Wirtschaftlichkeit

Wer vertritt die Interessen der Feuerwehr in den nationalen Normungsgremien?

• Fachnormenausschuss Feuerwehr FNFW

Sind Normen rechtsverbindlich? Erläutern Sie ihre Antwort.

• Sie haben Rechtscharakter, wenn sie gefordert werden

Die DIN beschreibt für Feuerwehrfahrzeuge eine maximale Achslast. Welche maximale Achslast dürfen Löschfahrzeuge und Hubrettungsfahrzeuge nicht überschreiten? Welchen Bezug zur Einsatzpraxis hat diese Regelung?

• max. 10 t
• Aufstell- und Bewegungsflächen für die Feuerwehr sind im
vorbeugenden Brandschutz (VBG) mit 10 t Achslast definiert

Welche genormten Fahrzeuge kennen Sie für den Gefahrguteinsatz?

• Gerätewagen Gefahrgut
• Gerätewagen Dekon
• Gerätewagen Messtechnik

Welche Pumpen können Sie im Gefahrguteinsatz verwenden? Nennen Sie fünf Pumpen.

• Umfüllpumpe
• Gefahrgutpumpe
• Gefahrguttauchpumpe
• ELRO-Pumpe
• Handmembranpumpe
• Kraftstoffpumpe
• Fasspumpe

Für welche Gefahrengruppen nach FwDV 500 sind Einsatzpläne zu erstellen?

• Gefahrengruppe II und III

Vor welchen Stoffen schützt Körperschutz Form I nicht?

• Flüssig
• Gasförmig

Wodurch unterscheidet sich der CSA Typ 1b-ET vom Typ 1a-ET?

• 1a: innenliegender PA
• 1b: außenliegender PA

Benennen Sie das Stufenkonzept zur Informationsgewinnung von ABC-Stoffen an der Einsatzstelle?

• Sofortinformationen
• Kurzinformationen
• Detailinformationen
• Experteninformationen

Erläutern Sie das Stufenkonzept zur Personendekontamination.

• Not-Dekontamination:
◦ Sofort ab dem ersten Trupp im Gefahrenbereich
sicherzustellen z.B. durch Schnellangriffsschlauch
• Standard-Dekon:
◦ Bei jedem ABC-Einsatz unter CSA, Spritzschutz- oder
Kontaminationsanzug
• Erweiterte Dekon:
◦ Für Einsätze bei denen die Standard-Dekon nicht mehr
ausreicht
◦ Dekon-Maßnahmen für größere Anzahl von Menschen

Wann ist ein Dekon-Platz einzurichten?

• Gefahr der Kontamination
• Sobald Personen im Gefahrenbereich tätig sind

Ab welcher aufgenommenen Dosis sind Einsatzkräfte ärztlich zu überwachen?

• Ab 15 mSv

Welche Risikogruppen kennt die Biostoffverordnung und wie sind sie definiert?

• Risikogruppe 1
◦ Erkrankung unwahrscheinlich
• Risikogruppe 2
◦ Erkrankung möglich
◦ Verbreitung unwahrscheinlich
◦ Behandlung möglich
• Risikogruppe 3
◦ Schwere Erkrankung möglich
◦ Ernste Gefahr für Beschäftigte
◦ Verbreitung möglich
◦ Vorbeugung, Behandlung möglich
• Risikogruppe 4
◦ Schwere Erkrankung
◦ Ernste Gefahr für Beschäftigte
◦ Verbreitung groß
◦ Vorbeugung/ Behandlung nicht möglich

Wer gilt als fachkundige Person im Sinne der FwDV 500 bei Einsätzen im Bereich der Gefahrengruppe III B?

• Laborleiter
• Projektleiter
• Beauftragter für biologische Sicherheit

Welche Menge Kohlenstoffdioxid benötigt man als Raumschutz pro m3?

• 1 kg/m3

Welche Inhalte soll ein Befehl des Zugführers nach FwDV 3 an die Einheitsführer mindestens erhalten? Welche weiteren Informationen sind je nach Lage vom Zugführer hinzuzufügen?

• Mindestens:
◦ Lage
◦ Einheit
◦ Auftrag
• Optional:
◦ Durchführungshinweise
◦ Kommunikation
◦ Versorgung

Nennen Sie grundsätzlich „neue“ Gefahren und Probleme bei der Befreiung eingeklemmter Personen in Neufahrzeugen.

• Mehrere Batterien
• Elektrische Verstellmöglichkeiten
• Hohe Anzahl an Airbags
• Hochfeste Stähle
• Alternative Antriebe
• Automatische Verstelleinrichtungen beim Abstellen (Sitze)
• Automatische Verriegelung
• Evtl. kein Zündschlüssel

Was verstehen Sie unter der „golden hour of shock“ und in wie fern sind Sie als Feuerwehr-Einsatzleiter in dieses Problem involviert?

• Die Zeit, die max. vergehen sollte, bis der Patient von Unfallzeitpunkt
in einen Schockraum kommt
• Die Feuerwehr hat für die Befreiung des Patienten nur ein Zeitfenster
von ca. 20 Minuten
• Golden hour of shock
◦ 20 Minuten Anfahrt der Einsatzkräfte
◦ 20 Minuten Befreiung des Patienten
◦ 20 Minuten Abtransport ins Krankenhaus

Welche Unterschiede sehen Sie bei der Rettung aus einem verunfallten LKW im Vergleich zur Rettung aus einem verunfallten PKW?

• Unterschiedliche Höhen
• Gewicht des Fahrzeuges
• Ladung
• Aufhängung der Fahrerkabine
• Fehlende Knautschzone
• Automatischer Sitz
• Anderer Unfallmechanismus

Welche Wassergefährdungsklassen kennen Sie und welche Bedeutung haben diese?

• WGK 1 Schwach wassergefährdend
• WGK 2 Wassergefährdend
• WGK 3 Stark wassergefährdend
• Dient zur Ableitung von Anforderungen an Lagerhaltung und
Umgang, nicht aber Güterverkehr

In welche Zonen werden explosionsgefährdete Bereiche eingeteilt?

• Zone 0 Ständige Explosionsgefahr
• Zone 1 Gelegentliche Explosionsgefahr
• Zone 2 Normal keine, wenn nur kurzzeitige Explosionsgefahr

Was bedeuten folgende Abkürzungen und Begriffe? • CNG • NGT • LPG • Hybrid

• CNG: Compressed Natural Gas (Erdgas)
• NGT: Natural Gas Technology (Erdgas – Mercedes)
• LPG: Liquefied Petroleum Gas (Flüssiggas)
• Hybrid: Kombination (Kombination zweier Antriebe, meist
Elektro und Verbrenner)

Mit welcher Spannung müssen Sie bei Fahrzeugen mit Elektromotor rechnen? Woran lassen sich bei Hybridfahrzeugen Kabelverbindungen mit höheren Spannungen erkennen?

• 400 V Gleichspannung (DC)
• 600 V Wechselspannung (AC)
• Orange Kabel

Ein Feuerwehrmann Ihrer Einheit erhält einen Stromschlag an einem PKW mit Elektromotor. Welche Gefahr besteht und was veranlassen Sie?

• Verbrennungen
• Herz-Rhythmus-Störung
• Vorstellung beim Arzt
• Dienstunfallanzeige
• Einsatznachbesprechung

Was sagt Ihnen die 30-60-90-Regel?

• Airbag-Abstände
◦ 30 cm vom Seitenairbag
◦ 60 cm vom Fahrerairbag
◦ 90 cm vom Beifahrerairbag

Nach welcher Rechtsgrundlage kommt ein Örtlicher Einsatzleiter zum Einsatz? Welche beiden Einsatzmöglichkeiten sieht das Gesetz vor und wie wirken diese sich auf die Weisungsbefugnis des ÖEL aus?

• BayKSG
• Art. 6: Unterstellung aller beteiligten Einsatzkräfte
• Art. 15: Unterstellung aller beteiligten Einsatzkräfte außer Polizei

In welche Fachbereiche untergliedert sich der FNFW?

• Handbetriebene Geräte zur Brandbekämpfung
• Brandmelde- und Feueralarmanlagen und elektrische Betriebsmittel
• Ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen
• Ausrüstung für die Feuerwehr
• Sicherheit und Schutz des Gemeinwesens

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