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Flashcards
475
Students
1
Language
German
Category
Technology
Level
Other
Created / Updated
25.09.2026 / 25.09.2026

Flashcards

Was sagt Ihnen die Einheitstemperaturkurve (ETK)? Was wird durch sie geregelt?

• Die ETK legt die Prüf- und Beurteilungsgrundlage für das
Brandverhalten von Bauteilen fest
• Die Zeit in Minuten bis zum Versagen eines Bauteils im Rahmen eines
standardisierten Brandes wird auf die Feuerwiderstandsdauer-
Einteilung der Norm DIN 4102 (F30, F60, F90, F120, F180) abgerundet
• Jeder Feuerwiderstandsdauer kann ein Temperaturwert zugeordnet
werden

Welche Baustoffklassen nach DIN 4102 gibt es und was sagen diese aus?

• Die Baustoffklassen sagen etwas über das Brandverhalten von
Baustoffen aus
• Baustoffklasse A: nicht-brennbare Baustoffe
◦ A1: ohne brennbare Bestandteile
◦ A2: mit geringfügiger Menge an brennbaren Bestandteilen
• Baustoffklasse B: brennbare Baustoffe
◦ B1: schwer entflammbar, nicht selbständig weiterbrennend
◦ B2: normal entflammbar, selbstständig weiterbrennend
◦ B3: leicht entflammbar, selbstständig weiterbrennend

Was sagt Ihnen die DIN EN 13501?

• In der DIN EN 13501 sind auf europäischer Instanz die
Baustoffklassen neu eingeteilt und das Brandverhalten von
Baustoffen noch umfassender und feiner aufgegliedert worden
• Zudem auch Aussagen über Rauch- und Abtropfeigenschaften von
Baustoffen
• Die DIN EN 13501 hat DIN 4102 abgelöst

Was können Sie über die Längenausdehnung eines 15 m- Stahlträgers bei einer Erhitzung von 350 K berichten?

• Längenausdehnung um ca. 6 cm (6,3 cm)
• Länge Stahlträger x Temperatur x Längenausdehnung Stahl
• 15 m x 350 K x 12 m x 10-6 = 0,063 m
• (Längenausdehnung Stahl: 1,2 mm je Meter je 100 K
Temperaturanstieg)

Was ist Stahlbeton und wo liegen seine Vor- und Nachteile?

• Künstlicher Verbundwerkstoff aus Beton und Bewehrungsstahl
• Vorteile
◦ hohe Druck- und Zugfestigkeit
◦ nicht brennbar
◦ hoher Feuerwiderstand
◦ bei entsprechender Abmessung: extreme Festigkeit
• Nachteile
◦ hohes Eigengewicht

Was ist Spannbeton und wo liegen seine Vor- und Nachteile?

• Stahlbeton mit zusätzlich vorgespannter Bewehrung aus hochfestem
Spannstahl, zur Aufnahme von Zugkräften
• Vorteile
◦ feingliedrige, leichte Bauteile möglich
◦ große Spannweite ohne Stützen
◦ dynamische Belastungen können besser aufgenommen werden
• Nachteile
◦ Eindringen von Wasser in Spannhülsen kann zu Korrosion und
daraus folgendem Versagen der Konstruktion führen
◦ Ab 350 C° lässt Vorspannung im Spanndraht nach, spontanes
Totalversagen der Konstruktion möglich

Wie werden Bauteile nach den Anforderungen an ihre Feuerwiderstandsfähigkeit unterschieden?

• Feuerhemmende Bauteile
• Hochfeuerhemmende Bauteile
• Feuerbeständige Bauteile

Auf was bezieht sich die Feuerwiderstandsfähigkeit?

• Die Feuerwiderstandsfähigkeit bezieht sich bei tragenden und
aussteifenden Bauteilen auf deren Standsicherheit im Brandfall
• Bei raumabschließenden Bauteilen auf deren Widerstand gegen
Brandausbreitung

Was sagen die Feuerwiderstandsklassen F nach DIN 4102 hinsichtlich ihrer Feuerwiderstandsdauer und der bauaufsichtlichen Benennung aus?

• F30 30 min. Feuerwiderstandsdauer feuerhemmend
• F60 60 min. Feuerwiderstandsdauer hochfeuerhemmend
• F90 90 min. Feuerwiderstandsdauer feuerbeständig
• F120 120 min. Feuerwiderstandsdauer feuerbeständig
• F180 180 min. Feuerwiderstandsdauer hochfeuerbeständig

Erläutern Sie kurz folgende Bauteile/Bauteilarten a. Brandwände b. Trennwände c. Dächer

• a. Brandwände
◦ Trennung/Abgrenzung von Brandabschnitten
◦ Verhinderung der Ausbreitung von Feuer auf andere Gebäude/Gebäudeteile für
definierten Zeitraum
◦ Baustoffe der Baustoffklassse A
◦ Min. F90 (feuerbeständig)
◦ Stoßbeanspruchung
◦ Raumabschluss
◦ Temperaturanstieg auf abgekehrter Seite max. 180 K
• b. Trennwände
◦ Raumabschließendes Bauteil zur Trennung von Nutzungseinheiten oder Räumen mit
besonderer Gefahr
◦ Feuerwiderstandsklasse der tragenden/aussteifenden Bauteile (min. F30)
• c. Dächer
◦ Satteldach, Walmdach, Sheddach, Pultdach, Krüppelwalmdach, Mansarddach

Erläutern Sie kurz die Bauteile/Bauteilarten „Tragende Wände und Stützen“!

• Müssen im Brandfall ausreichend lang standsicher sein
• Anforderungen oberirdisch:
◦ GK1: ohne Anforderung
◦ GK2: feuerhemmend
◦ GK3: feuerhemmend
◦ GK4: hochfeuerhemmend
◦ GK5 feuerbeständig
• Anforderungen unterirdisch:
◦ GK1 – GK2: feuerhemmend
◦ GK3 – GK 5: feuerbeständig

Erläutern Sie kurz die Bauteile/Bauteilarten „Brandschutztüren und -tore“ sowie „Brandschutzverglasung“!

• Brandschutztüren und -tore:
• Dicht-schließende Türen: kein Feuerwiderstand, dreiseitige Dichtung
• Rauchschutztüren: vierseitig umlaufende Dichtung
• Brandschutztüren T30: definierter Feuerwiderstand, dreiseitige Dichtung
• Brandschutztüre T30RS: definierter Feuerwiderstand, umlaufende Dichtung
• Brandschutztor: definierter Feuerwiderstand, dreiseitige Dichtung
• Brandschutzverglasung:
• F-Verglasung: gegen Flammen, Rauch und Hitzestrahlung
• G-Verglasung: gegen Flammen und Rauch

Wie werden Gebäude eingeteilt?

• In die Gebäudeklassen 1 – 5
• Sonderbauten
• Standardbauten
• Garagen

Welche Sonderbauverordnungen und -richtlinien gibt es?

• Verkaufsstättenverordnung (VkV)
• Versammlungsstättenverordnung (VStättV)
• Beherbergungsstättenverordnung (BStättV)
• Industriebaurichtlinie (IndBauRL)
• Hochhausrichtlinie (erst seit Kurzem in Bayer eingeführt)
• Garagenstellplatzverordnung (GaStellV)
Man unterscheidet geregelte und nicht-geregelte Sonderbauten. Geregelt
sind alle mit jeweiliger Richtlinie oder Verordnung. Alle anderen sind nicht
geregelt.

Was sind die bauordnungsrechtlichen Schutzziele des Brandschutzes nach Art. 12 BayBO?

• Der Entstehung eines Brandes vorbeugen
• Der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorbeugen
• Die Rettung von Menschen und Tieren ermöglichen
• Wirksame Löscharbeiten ermöglichen

Wie ist der zweite Rettungsweg in Standardbauten sicherzustellen?

• Der zweite Rettungsweg kann
◦ eine weitere notwendige Treppe oder
◦ eine mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stelle
der Nutzungseinheiten sein

Wann ist bei Sonderbauten der zweite Rettungsweg über Rettungsgeräte der Feuerwehr zulässig?

• möglich, wenn keine Bedenken wegen Personenrettung bestehen
• Bedenken können sein:
◦ Viele Personen auf diesen Rettungsweg angewiesen
◦ Zu rettender Personenkreis nicht in der Lage Leitern der
Feuerwehr zu besteigen
◦ Geschosse aufgrund Höhe nicht mehr mit Feuerwehrleitern
erreicht werden können
• In der Regel bei Sonderbauten zwei bauliche Rettungswege
• In der Regel kein Mitwirken der Feuerwehr bei Personenrettung

Wie ist im Standard- und Sonderbau die Rettungsweglänge definiert?

• Im Standardbau von jeder Stelle eines Aufenthaltsraumes oder
Kellergeschosses muss mindestens ein Ausgang in einen notwendigen
Treppenraum oder ins Freie führen
• Wegstrecke max. 35 m
• Land- und Forstwirtschaft ausgeschlossen!
• Im Sonderbau sind Rettungswege abhängig von den jeweiligen gültigen
Richtlinien und Verordnungen z.B.
◦ Mittel-/Großgaragen:30/50 m (offen/geschlossen) von jeder Stelle
zu notwendiger Treppe / ins Freie
◦ Versammlungsstätte: 30 m bis Ausgang
◦ Verkaufsstätte: 130 m bis ins Freie
◦ Industriebauten: 70m bis notwendiger Treppenraum /ins Freie,
wenn BMA, Löschanlage, Raumhöhe ≥ 10 m

Welche Vorgaben gibt es für Rettungswegfenster nach BayBO?

• Wenn als zweiter Rettungsweg: min. 0,6 m Breite und 1 m Höhe
• Von Innen zu öffnen
• Horizontal gemessen max. 1 m von Traufkante entfernt (Dach-
/Gaubenfenster)
• Innen Brüstungshöhe max. 1,2 m

Wie müssen Aufstell- und Bewegungsflächen der Feuerwehr ausgelegt sein?

• Aufstell- und Bewegungsflächen müssen so befestigt sein, dass
Feuerwehrfahrzeuge mit einer Achslast von bis zu 10 t und einem
zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 16 t diese befahren können

Wann sind Aufstell- und Bewegungsflächen für die Feuerwehr gefordert und in welcher Größe?

• Wenn zweiter Rettungsweg über Rettungsgeräte der Feuerwehr führt
• Wenn ein Gebäude (auch in Teilen) mehr als 50 m von den
öffentlichen Verkehrsflächen entfernt ist
• Die Bewegungsfläche muss min. 7 m x 12 m je Feuerwehrfahrzeug
groß sein
• Aufstellfläche ist in Abhängigkeit ihrer Lage (längs/rechtswinklig)
3,5 m breit mit rechts und/oder links einem entsprechend breiten
hindernisfreien Geländestreifens und einer Länge bis 11 m

Feuerwehrdurchfahrten müssen mit welchen, lichten Bemaßungen ausgeführt werden? Welche weiteren Anforderungen gibt es?

• Die lichte Breite der Zu- und Durchfahrt muss min. 3 m und die lichte
Höhe min. 3,5 m betragen
• Bei Durchfahrtslängen > 12 m beträgt die lichte Breite min. 3,5 m
• Wände und Decken von Durchfahrten müssen min. feuerbeständig
ausgeführt sein

Was ist mit der baurechtlichen Forderung „in bestimmte Räume darf kein Rauch eindringen“ gemeint?

• Hier sind Maßnahmen zur Rauchfreihaltung gemeint
• Rauchableitung wird nicht verlangt

Welche Faktoren sind für eine Räumung (Evakuierung) vieler Menschen aus großen Gebäuden wichtig?

• Zeit
• Vermeidung von Staus
• Anordnung (Lage und Anzahl) und Breite der Ausgänge

Wer ist im Brandfall in Sonderbauten für die rechtzeitige Räumung (Evakuierung) zuständig?

• Der Betreiber ist für den ordnungsgemäßen Ablauf der Räumungs-
und Evakuierungsmaßnahmen verantwortlich

Was ist der Unterschied zwischen Räumung und Evakuierung?

• Räumung
◦ Personen müssen ihren augenblicklichen Aufenthaltsort für
die Dauer einer bestimmten Tätigkeit z.B. des Löscheinsatzes
der Feuerwehr verlassen und können zu späterem Zeitpunkt
wieder an diesen zurückkehren
◦ Ungeplantes Verlassen eines Bereiches
• Evakuierung
◦ Personen werden längerfristig, anderweitig untergebracht,
versorgt und betreut, da vorliegende Situation dies erfordert
◦ „geplanter“ Vorgang z.B. Feuerwehreinsatz bei Bombenfund

Kann im Rahmen eines Brandes die Aufgabe eines Raumes, einer Nutzungseinheit, eines Brandabschnittes oder des Gebäudes als „wirksame Löscharbeiten“ bezeichnet werden?

• Ja! Wenn aufgrund der Brandentwicklung besagte Bereiche
aufgegeben werden müssen und die benachbarten Räume,
Nutzungseinheiten, Brandabschnitte, Brandbekämpfungsabschnitte,
Gebäude durch die Feuerwehr geschützt werden konnten

Was sagt der Art. 54 Abs.3 BayBO aus und welche Bedeutung hat dieser für den vorbeugenden Brandschutz?

• Im Einzelfall können weitergehende Anforderungen zur Abwehr
erheblicher Gefahren und im Sonderbau auch zur Abwehr von
Nachteilen erlassen werden
• „Jokerartikel“ in der BayBO nachdem der VBG Anforderungen
durchsetzen kann, die in den eigentlichen Artikeln nicht ausdrücklich
beschrieben sind

Erläutern Sie den Begriff „Sicherheitstreppenraum“!

• Darstellung des ersten und zweiten Rettungsweges (Hochhaus)
• Zugang über Schleuse oder das Freie
• Überdruckbelüftung bei innenliegenden Sicherheitstreppenräumen
• Sicherheitsbeleuchtung
• In der Bauart einer Brandwand (F90)

Nennen Sie die Merkmale eines notwendigen Flures!

• Keine Brandlasten
• Trennwände zu anderen Nutzungseinheiten in F30
• Verglasung F30
• Rauchabschnitte max. 30 m mit RS-Türen
• Türen zu Nutzungseinheiten dichtschließend
• Stichflure bei Sicherheitstreppenräumen max. 15 m

Welche Bauteilarten gibt es?

• Tragende Bauteile
• Nicht-Tragende Bauteile
• Aussteifende Bauteile
• Raumabschließende Bauteile
• Sonderbauteile
• Dekotrationsbauteile

Was sind die Schutzziele einer BMA? (DIN 14675)

• Entdeckung des Brandes in der Entstehungsphase
• Lokalisierung des Brandortes
• Räumung des betroffenen Bereichs durch schnelle Alarmierung der
betroffenen Menschen mit Signal- und Warneinrichtungen
• Automatische Auslösung von Brandschutzeinrichtungen
• Frühzeitige Alarmierung der Rettungskräfte

Was sind die Schutzziele des vorbeugenden Brandschutzes? Nennen Sie je zwei Beispiele!

• Entstehung eines Brandes vorbeugen
◦ Bauteile in bestimmter Ausführung/Dimensionierung (z.B. F90)
◦ Blitzschutzanlagen / konforme elektrische Installation
• Ausbreitung von Rauch und Feuer vorbeugen
◦ Abschottungsprinzip
◦ Brandschutzklappen / -türen / - wände
• Menschen- und Tierrettung ermöglichen
◦ Sicherheitstreppenräume
◦ Notwendige Flure / Treppenräume
◦ Anleiterstellen
• Wirksame Löscharbeiten ermöglichen
◦ Wandhydranten/ Steigleitungen
◦ BMA
◦ Löschanlagen

Aus welchen Bereichen besteht der vorbeugende Brandschutz?

• Baulicher Brandschutz
◦ Rettungswege, Trennwände, Brandwände, Decken, etc.
• Anlagentechnischer (systemtechnischer) Brandschutz
◦ Brandmeldeanlagen, Feuerlöschanlagen, etc.
• Organisatorischer Brandschutz
◦ Brandschutzordnung, Brandschutzbeauftrage, etc.

Was sind die Hauptbestandteile von Biogas?

• Methan CH4
◦ Ca. 55 – 65 % (Abhängig vom gährenden Material)
• Kohlenstoffdioxid C02
◦ Ca. 25 – 45 %
In geringen Mengen:
• Ammoniak NH3
• Schwefelwasserstoff H2S
• Sauerstoff O2
• Stickstoff N2
• Wasserstoff H2

Welche Gaseigenschaften sind bei Biogas zu beachten?

• Dichteverhältnis zu Luft beträgt 0,9
◦ gute Durchmischung mit Umgebungsluft
◦ Gefahr: explosives Gemisch im gesamten Arbeitsbereich!
• Rohbiogas ist ein Atemgift

Welche Sicherheitseinrichtungen sind an Biogasanlagen vorhanden?

• Not-Aus für Storm (außen an BHKW (Blockheizkraftwerk))
• Gas-Absperrhahn
• Über- und Unterdruckventile
• Notfackel

In welche Brandabschnitte wird eine Windkraftanlage unterteilt?

• Brandabschnitt 1: Maschine/Generator
• Brandabschnitt 2: Turm
• Brandabschnitt 3: Traforaum

Was ist im Brandfall bei Windkraftanlagen zu beachten?

• Löschen nicht möglich
• Großräumige Absperrmaßnahmen!
• Brandausbreitung unwahrscheinlich

Was ist im Brandfall bei Holzfeuerungsanlagen zu beachten?

• Vergleichbar mit Heustock oder Silo
• Löschmethoden:
◦ Abtragen des Brandgutes
◦ Inertisierung mit Stickstoff
• Zum Löschen: KEINE Verwendung von Wasser!

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