Biophysik

Einführung in die Biophysik Universität zu Lübeck Prof. Hübner

Einführung in die Biophysik Universität zu Lübeck Prof. Hübner


Lina Schad
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biophysik auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Proteine, thermodynamische Zustände und spektroskopische Methoden. Sie behandeln Themen wie die Abhängigkeit von Potentialen, die Rolle von Dipolen und die Analyse von Proteinzuständen. Ideal für Studierende der Physik oder Biophysik, die sich mit den grundlegenden Prinzipien und Anwendungen in diesem Bereich vertraut machen möchten.
Flashcards
71
Students
5
Language
German
Category
Physics
Level
University
Created / Updated
19.02.2015 / 16.02.2021

Flashcards

Bei einem Farbstoff sinkt die Rate der internen Konversion aufgrund einer Veränderung des Lösungsmittels. Wie ändern sich

  • Quantenausbeute der Fluoreszenz
  • Floureszenzlebensdauer

in diesem Fall (werden größer/kleiner)?

  • \(Y_{Fl}\) wird größer
  • \(T_{Fl}\) wird größer

Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen der freien Enthalpie \(G\) und dem chemischen Potential \(\mu_i\)!

Das chemische potential eines Stoffes, einer Phase, ..., ist eine Änderung der freien Enthalpie bei einer Änderung der Stoffmenge dieser Komponente bei konstantem Druck und konstanter Temperatur

Verhältnis Gyrationsradius und hydrodynamischer Radius

\(r_H > r_G\)

Um welchen Faktor muss die Zahl der Monomere einer Gaußkette vergrößert werden, damit sich der hydrodynamische Radius verdoppelt?

Die Zahl der Monomere muss vervierfacht werden.

1. Hauptsatz der Thermodynamik

Formel

  • \(dU = \delta kH \delta Q \)
  • \(\delta W = -pdV\)
    • für Kompression \(dV\) negativ (\(\delta W\) positiv)
    • gilt nur für den Prozess der Volumenänderung eines Stoffes in dem ien konstanter Druck herrscht

geschlossenes System

Definition

  • kein Stoff- bzw. Materieaustausch mit der Umgebung möglich
  • Energieaustausch möglich (z.B. Wärme)
  • verschlossenes Reagenzglas

isoliertes System

Definition

  • kein Stoff- bzw. Materieaustausch möglich
  • kein Energieaustausch möglich
  • isolierter, verschlossener Behälter

offenes System

Definition

  • Stoff- bzw. Materieaustausch möglich
  • Energieaustausch möglich
  • z.B. offenes Reagenzglas

2. Hauptsatz der Thermodynamik

Formel

\(d Q_{rev} = TdS\)

Entropie

  • \(S\)
  • Maß für Unordnung

Entropie

Formel

\(S = Nk_B\ln \Omega\)

mit \(\Omega\): Zustandssumme (Zahl der Realisierungsmöglichkeiten eines Makrozustands

Innere Energie

  • \(dU = -pdV+TdS\)
  • Gleichgewicht: \(dU = 0\)
    • \(\to V; S =\) konstant

Freie Energie

  • \(F = U-TS\)
  • \(dF = dU-TdS-SdT \\ = -pdV \text{ mit } T \text{ konstant}\)

Enthalpie

Formel

  • \(H = U + pV\)
  • \(dH = dU+pdV+Vdp\\ = TdS \text{ mit } p \text{ konst.}\)

Freie Enthalpie

  • \(G = U-TS+pV\)
  • \(dG = -SdT+Vdp\)

Entropie Protein

Verhältnis nativ : entfaltet

\(S_{Protein}^{nativ} < S_{Protein}^{entfaltet}\)

Entropie Protein

Verhältnis nativ : entfaltet

Begründung

gefaltetes Protein hat weniger Konformationsfreiheit

Enthalpie Protein

Verhältnis nativ : entfaltet

\(H_{Protein}^{nativ} < H_{Protein}^{entfaltet}\)

Enthalpie Protein

Verhältnis nativ : entfaltet

Begründung

Bindungsenergien im gefalteten Zustand

Entropie Wasser

Verhältnis nativ : entfaltet

\(S_{Wasser}^{nativ} > S_{Wasser}^{entfaltet}\)

Entropie Wasser

Verhältnis nativ : entfaltet

Begründung

Für nativen Zustand des Proteins gibt es mehr Freihet als für die Wassermoleküle (auch H-Brücken mit Protein möglich)

Kashas Rule

Konsequenz für die Abhängigkeit des Fluoreszenzspektrums von der Absorption

Wegen Kashas Rule ist das Emmissionsspektrum unabhängig von der Absorption.

Nennen Sie drei thermodynamische Phasen von Lipidmembranen und ordnen Sie diese nach ihrem Auftreten mit steigender Temperatur

\(\underset{\underset{\text{Temperatur}}{\longrightarrow}}{\text{Gelphase}\to\text{Rippelphase}\to \text{fluide Phase}}\)

0-0 Übergang der Absorption

von \(S_0\) unterster Zustand zu \(S_1\)unterster Zustand

0-1 Übergang der Emission

Von \(S_1\) unterster Zustand zu \(S_0\) zweiter von unten

Übergänge Emission

\(S_1\) zu \(S_0\)

Übergänge Absorption

\(S_0\) zu  \(S_1\)

Polymer

Definition

  • Kette von Untereinheiten (Monomere)
  • in der Regel mehr oder weniger flexibel zueinander angeordnet

Freely jointed chain

(FJC)

  • Gauß-Kette
  • Modell das Wechselwirkungen zwischen den Monomeren vernachlässigt
  • an mehr Stellen flexibel als WLC

Worm-like-chain (WLC)

  • beschreibt näherungsweise einen an definierten Stellen flexiblen Stab
  • Rotierbarkeit der Kettensegmente ist eingeschränkt beschrieben durch Persistenzlänge
  • nur an manchen Stellen flexibel im Gegensatz zur FJC

Persistenzlänge

Länge innerhalb derer die Richtunginformation bestehen bleibt

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