Biometrie
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Flashcards
Begrifflichkeiten: Morbiditätsmaße, Mortalitätsmaße und Letalität
"3.Std."
Morbiditätsmaße: Prävalenz; Inzidenz
Mortalitätsmaße: Gesamt-Mortalität; Ursachen-spezifische Mortalität
Letalität: Todesrisiko von Erkrankten
Was bedeute Prävalenz?
"3.Std."
Die Prävalenz gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein zufällig ausgewähltes Individuum an einem gewissen Stichtag t an der betrachteten Krankheit erkrankt ist.
d.h.
p=M/N wobei M=Anzahl erkrankter Individuen und N=Anzahl der Individuen in Population am Stichtag
Bemerkungen:
- Die Prävalenz ist ein Anteil bzw. eine Prozentzahl und nimmt Werte von 0 bis 1 bzw. 0 bis 100% an
- Die Prävalenz kann als Wahrscheinlichkeit interpretiert werden, mit der ein zufällig aus der Population unter Risiko entnommenes Tier krank ist
- Die Prävalenz basiert auf dem Stichtagskonzept
Was bedeutet Inzidenz?
"3.Std."
Die (kumulative) Inzidenz (CI) gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein zufällig ausgewähltes Individuum der Population innerhalb einer zeitlich begrenzten Periode an einer Krankheit neu erkrankt.
d.h. CI=I/N0 wobei I=Anzahl in Zeitperiode neu erkrankter Individuen und N0=Anzahl gesunder Individuen zu Beginn der Periode
Bemerkunge:
- Die Inzidenz basiert auf dem Zeitbereichskonzept: ist eine Rate, d.h. der Anteil Ereignisse pro Risikopopulation in Zeiteinheit
- Es zählen nur neue Erkrankungen im Zeitbereich
- Die Risikopopulation ist im einfachsten Fall die Anzahl empfänglicher Individuen zu Beginn des Zeitbereichs (Intervalls): Bsp. Euterentzündung (Mastitis): Anzahl Kühe in Betrieb zu Beginn der Studie
- die Definiton einer Neu-Erkrankungen ist abhängig von der Art der Erkrankung
- bei Infektionserkrankungen müssen empfängliche und immune Tiere unterschieden werden
- bei (kurzen) Krankheitsverläufen ist eine unabhängige Wieder-Erkrankung möglich: Inzidenz ist keine Wahrscheilichkeit (%) mehr; Bsp. 2 Neu-Erkrankungen pro Tier und Monat
Prävalenz vs. Inzidenz: Bemerkung
"3.Std."
Bei kurzen und häufigen Krankheiten:
ist die Prävalenz niedrig
ist die Inzidenz hoch
Bei chronischen und seltenen Krankheiten:
ist die Prävalenz (ggf.) hoch
ist die Inzidenz niedrig
Prävalenz und Inzidenz hängen von der Neuerkrankungen sowie der Krankheitsschwere ab.
Wichtig sind:
. Herkunft der Proben
. infektiöse und nicht infektiöse Erkrankungen
. heilbare und nicht heilbare Erkrangungen
. kurz andauernde und chronische Erkrankungen
. Dynamik der Population s.Bild
Geben Sie Beispiele von Epidemologischer Aufgaben und Methoden.
"3.Std."
. Vergleich von Prävalenz und Inzidenz
. Standardisierung
. Ermittlung von Risikofaktoren
. Entwicklung von Ursachen-Wirkungs-Modellen
Die Epidemiologie teilt sich in zwei grössere Aufgabenbereiche:
"Prüfungsfrage Beispiel"
Im Rahmen einer klinischen Studie werden 30 Kälber behandelt und anschließend die Körpertemperatur gemssen. Was ist in dieser Studie die Untersuchungseinheit?
Welches Skalenniveau haben stetige Daten?
"Prüfungsfrage Beispiel"
Die Prävalenz einer Krankheit ist umso kleiner:
"Prüfungsfrage Beispiel"
Welches epidemiologische Maß basiert auf dem Zeitbereichkonzept?
"Prüfungsfrage Beispiel"
Ein Histogramm ist:
"Prüfungsfrage Beispiel"
A und B sind zwei beliebige Ereignisse mit P(A)>0 und P(B)>0. Dann gilt:
"Prüfungsfrage Beispiel"
Welcher empirischer Korrelationskoeffizient nach Bravais-Pearson bezeichnet den stärksten linearen Zusammenhang zwischen zwei stetigen Variablen?
"Prüfungsfrage Beispiel"
Der Median (50%ile) von 100 Messwerten ändert sich nicht, wenn:
"Prüfungsfrage Beispiel"
Wie lautet die Definition von einer Kontigenztafel?
"4.Std."
Trägt man die Anzahlen der Ausprägungen von r Merkmalswerten eines Merkmals X und s Merkamlswerten einer Merkmals Y in einer gemeinsamen Tabelle ab, so enthält man eine r x s-Kontingenztafel. Keine Datenmatrix!!!
Hat man jeweils nur zwei Kategorien, dann spricht man von einer Vierfeldertafel
Assoziationskoeffizient nach Yule: Interpretation
"4.Std."
Hinweis: Geht NUR für Vierfelder-Tabelle!
Es gilt: -1<=AYule<=+1
AYule=> <0, dann sind die Merkmale negativ miteinander assoziiert
=0, dann sind die Merkmale nicht miteinander assoziiert
>0, dann sind die Merkmale positiv miteinander assoziiert
Was ist die Definition vom Risiko?
"4.Std."
Risiko ist die Wahrscheinlichkeit (relative Häufigkeit), dass ein Individuum innerhalb eines bestimmten Zeitraums an einer Krankheit (Endpunkt) erkranken wird, eine Infektion bzw. den Tod erleiden wird.
Was bedeutet Grundrisiko?
"4.Std."
Grundrisiko ist die Wahrscheinlichkeit, an Krankheit X zu erkranken, falls man einem bestimmten "Risikofaktor" NICHT ausgesetzt ist.
z.B Vegetarier (verglichen mit Fleischessern)
Tiere, die nicht mit Zusatzstoffen gefüttert werden
Was bedeutet Risiko unter Exposition?
"4.Std."
Risiko unter Exposition (Expositionsrisiko) ist die Wahrscheinlichketi für ein Individuum, an Krankheit K zu erkranken, falls es einem bestimmten Risikofaktor ausgesetzt ist.
z.B. Personen, die täglich 10 Zigaretten rauchen
Tiere aus konventioneller Tierhaltung
Was bedeutet relatives Risiko?
"4.Std."
Relatives Risiko ist das Verhältnis des Krankheitsrisikos bei Exposition zum Grundrisiko (ohne diese Exposition)
RR=Expositionsrisiko/Grundrisiko=n11/(n11+n01)//n10/(n10+n00)
RR=> >1, falls die Exposition x das Risiko erhöht
=1, falls Risiko bei Exposition gleich Grundrisiko
<1, falls die Exposition x das Risiko verringert
Was bezeichnet Odds?
"4.Std."
Odds bezeichnet die Chance, dass eine Untersuchungseinheit innerhalb eines bestimmten Zeitraum an der zu untersuchenden Krankheit erkranken wird bzw. den Tod erleiden wird
Odds (P)=P/1-P
Was versteht man unter Odds Ratio?
"4.Std."
Definition I: Odds Ratio ist das Verhältnis der Odds zu erkranken bei Exposition zum Odds zu erkranken ohne Exposition
Definition II: Odds Ratio ist das Verhältnis der Odds exponiert zu sein bei Kranken zum Odds exponiert zu sein bei Gesunden
Für das Odds Ratio gilt:
>1, falls die Exposition das Risiko erhöht
=1, falls Risiko bei Exposition gleich Grundrisiko
<1, falls die Exposition das Risiko verringert
Falls OR=1, dann ist AYule=0 und RR=1