Biometrie

Biometrie

Biometrie


C. H.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Biometrie auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln zentrale Themen wie Odds Ratio, Risiko, Prävalenz, Inzidenz, und verschiedene epidemiologische Maße sowie deren Berechnung und Interpretation. Die Karteikarten umfassen auch die Darstellung von Daten in Histogrammen und Säulendiagrammen sowie die Analyse von Kontingenztafeln. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende der Biometrie und Epidemiologie, die ein tiefes Verständnis der statistischen Methoden und Konzepte in der biomedizinischen Forschung erlangen möchten.
Flashcards
62
Students
1
Language
German
Category
Maths
Level
University
Created / Updated
24.05.2015 / 26.05.2015

Flashcards

Begrifflichkeiten: Morbiditätsmaße, Mortalitätsmaße und Letalität

 

"3.Std."

Morbiditätsmaße: Prävalenz; Inzidenz

Mortalitätsmaße: Gesamt-Mortalität; Ursachen-spezifische Mortalität

Letalität: Todesrisiko von Erkrankten

Was bedeute Prävalenz?

 

"3.Std."

Die Prävalenz gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein zufällig ausgewähltes Individuum an einem gewissen Stichtag t an der betrachteten Krankheit erkrankt ist.

d.h.

p=M/N wobei M=Anzahl erkrankter Individuen und N=Anzahl der Individuen in Population am Stichtag

Bemerkungen:

- Die Prävalenz ist ein Anteil bzw. eine Prozentzahl und nimmt Werte von 0 bis 1 bzw. 0 bis 100% an

- Die Prävalenz kann als Wahrscheinlichkeit interpretiert werden, mit der ein zufällig aus der Population unter Risiko entnommenes Tier krank ist

- Die Prävalenz basiert auf dem Stichtagskonzept

Was bedeutet Inzidenz?

 

"3.Std."

Die (kumulative) Inzidenz (CI) gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein zufällig ausgewähltes Individuum der Population innerhalb einer zeitlich begrenzten Periode an einer Krankheit neu erkrankt.

d.h. CI=I/N0 wobei I=Anzahl in Zeitperiode neu erkrankter Individuen und N0=Anzahl gesunder Individuen zu Beginn der Periode

Bemerkunge:

- Die Inzidenz basiert auf dem Zeitbereichskonzept: ist eine Rate, d.h. der Anteil Ereignisse pro Risikopopulation in Zeiteinheit

- Es zählen nur neue Erkrankungen im Zeitbereich

- Die Risikopopulation ist im einfachsten Fall die Anzahl empfänglicher Individuen zu Beginn des Zeitbereichs (Intervalls): Bsp. Euterentzündung (Mastitis): Anzahl Kühe in Betrieb zu Beginn der Studie

- die Definiton einer Neu-Erkrankungen ist abhängig von der Art der Erkrankung

- bei Infektionserkrankungen müssen empfängliche und immune Tiere unterschieden werden

- bei (kurzen) Krankheitsverläufen ist eine unabhängige Wieder-Erkrankung möglich: Inzidenz ist keine Wahrscheilichkeit (%) mehr; Bsp. 2 Neu-Erkrankungen pro Tier und Monat

Prävalenz vs. Inzidenz: Bemerkung

 

"3.Std."

Bei kurzen und häufigen Krankheiten:

ist die Prävalenz niedrig

ist die Inzidenz hoch

Bei chronischen und seltenen Krankheiten:

ist die Prävalenz (ggf.) hoch

ist die Inzidenz niedrig

Prävalenz und Inzidenz hängen von der Neuerkrankungen sowie der Krankheitsschwere ab.

Wichtig sind:

. Herkunft der Proben

. infektiöse und nicht infektiöse Erkrankungen

. heilbare und nicht heilbare Erkrangungen

. kurz andauernde und chronische Erkrankungen

. Dynamik der Population s.Bild

Geben Sie Beispiele von Epidemologischer Aufgaben und Methoden.

 

"3.Std."

. Vergleich von Prävalenz und Inzidenz

. Standardisierung

. Ermittlung von Risikofaktoren

. Entwicklung von Ursachen-Wirkungs-Modellen

 

Die Epidemiologie teilt sich in zwei grössere Aufgabenbereiche:

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Im Rahmen einer klinischen Studie werden 30 Kälber behandelt und anschließend die Körpertemperatur gemssen. Was ist in dieser Studie die Untersuchungseinheit?

Welches Skalenniveau haben stetige Daten?

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Die Prävalenz einer Krankheit ist umso kleiner:

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Welches epidemiologische Maß basiert auf dem Zeitbereichkonzept?

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Ein Histogramm ist:

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

A und B sind zwei beliebige Ereignisse mit P(A)>0 und P(B)>0. Dann gilt:

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Welcher empirischer Korrelationskoeffizient nach Bravais-Pearson bezeichnet den stärksten linearen Zusammenhang zwischen zwei stetigen Variablen?

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Der Median (50%ile) von 100 Messwerten ändert sich nicht, wenn:

 

"Prüfungsfrage Beispiel"

Wie lautet die Definition von einer Kontigenztafel?

 

"4.Std."

Trägt man die Anzahlen der Ausprägungen von r Merkmalswerten eines Merkmals X und s Merkamlswerten einer Merkmals Y in einer gemeinsamen Tabelle ab, so enthält man eine r x s-Kontingenztafel. Keine Datenmatrix!!!

Hat man jeweils nur zwei Kategorien, dann spricht man von einer Vierfeldertafel

Assoziationskoeffizient nach Yule: Interpretation

 

"4.Std."

Hinweis: Geht NUR für Vierfelder-Tabelle!

Es gilt: -1<=AYule<=+1

AYule=> <0, dann sind die Merkmale negativ miteinander assoziiert

=0, dann sind die Merkmale nicht miteinander assoziiert

>0, dann sind die Merkmale positiv miteinander assoziiert

Was ist die Definition vom Risiko?

 

"4.Std."

Risiko ist die Wahrscheinlichkeit (relative Häufigkeit), dass ein Individuum innerhalb eines bestimmten Zeitraums an einer Krankheit (Endpunkt) erkranken wird, eine Infektion bzw. den Tod erleiden wird.

Was bedeutet Grundrisiko?

 

"4.Std."

Grundrisiko ist die Wahrscheinlichkeit, an Krankheit X zu erkranken, falls man einem bestimmten "Risikofaktor" NICHT ausgesetzt ist.

z.B Vegetarier (verglichen mit Fleischessern)

Tiere, die nicht mit Zusatzstoffen gefüttert werden

Was bedeutet Risiko unter Exposition?

 

"4.Std."

Risiko unter Exposition (Expositionsrisiko) ist die Wahrscheinlichketi für ein Individuum, an Krankheit K zu erkranken, falls es einem bestimmten Risikofaktor ausgesetzt ist.

z.B. Personen, die täglich 10 Zigaretten rauchen

Tiere aus konventioneller Tierhaltung

Was bedeutet relatives Risiko?

 

"4.Std."

Relatives Risiko ist das Verhältnis des Krankheitsrisikos bei Exposition zum Grundrisiko (ohne diese Exposition)

RR=Expositionsrisiko/Grundrisiko=n11/(n11+n01)//n10/(n10+n00)

RR=> >1, falls die Exposition x das Risiko erhöht

=1, falls Risiko bei Exposition gleich Grundrisiko

<1, falls die Exposition x das Risiko verringert

Was bezeichnet Odds?

 

"4.Std."

Odds bezeichnet die Chance, dass eine Untersuchungseinheit innerhalb eines bestimmten Zeitraum an der zu untersuchenden Krankheit erkranken wird bzw. den Tod erleiden wird

Odds (P)=P/1-P

Was versteht man unter Odds Ratio?

 

"4.Std."

Definition I: Odds Ratio ist das Verhältnis der Odds zu erkranken bei Exposition zum Odds zu erkranken ohne Exposition

Definition II: Odds Ratio ist das Verhältnis der Odds exponiert zu sein bei Kranken zum Odds exponiert zu sein bei Gesunden

Für das Odds Ratio gilt:

>1, falls die Exposition das Risiko erhöht

=1, falls Risiko bei Exposition gleich Grundrisiko

<1, falls die Exposition das Risiko verringert

Falls OR=1, dann ist AYule=0 und RR=1

Study