Biologische Grundlagen


A. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die biologischen Grundlagen der Psychologie auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie die Funktion von Neuronen, die Rolle des Thalamus und Hypothalamus, sowie die Verarbeitung von Reizen durch Sinneszellen und den Kortex ab. Die Karteikarten behandeln auch die Klassifikation von Nervenfasern, die Mechanismen der Erregungsübertragung und die Bedeutung von Hormonen und Transmittern. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende der Psychologie und Biologie, die ein tiefes Verständnis der biologischen Prozesse hinter psychologischen Phänomenen erlangen möchten.
Karten
285
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
14.10.2015 / 10.02.2016

Lernkarten

spezifische Immunabwehr

wird erlernt

Antigene

Moleküle, die an jeweils spezifische Antikörper binden können

führen zu einer schnelleren und effektiveren Abwehrreaktion (Schutzimpfungen)

Immunkompetente Zellen

- B-Lymphozyten

- T-Lymphozyten

- natürliche Killerzellen

HPA-Achse

Achse Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde (hypothalamus-pituitary-adrenocortical-axis)

Stress-Achse

- das sympathische Nervensystem und das Hormonsystem werden beeinflusst

Die Bewertung von Emotionen und Verhaltensplanung werden im _______ gesteuert.

Präfrontalkortex

2 Arten des Lernens:

- nicht-assoziative Variante

- assoziatives Lernen

nicht-assoziatives Lernen:

- beschreibt Prozesse der Gewöhnung und Anpassung an Reize od. Reizkonstellationen

assoziatives Lernen:

Lernvarianten bei denen verschiedene Reize miteinander verknüpft (assoziiert) werden.

Sensitivierung

erneute Reaktion auf einen Ursprungsreiz; kann sogar stärker sein als das Ursprungsniveau

Kontiguität

kurzes Intervall zwischen konditioniertem und unkonditioniertem Reiz

2. Reiz: konditionierter Reiz, tritt kurz vor dem unkonditioniertem Reiz auf

operantes/ instrumentelles Konditionieren

 

Effekte der Reaktion auf einen Reiz hin spielen eine Rolle

angenheme Reize => Verhalten häufiger => Verstärkung (Belohnung) / Lernen am Erfolg

Hebb-Regel

Assoziationsstärkeregel für zwei Neuronen: what fieres together wires together

Langzeitpotenzierung (Long term potentiation LTP)

Wiederholte, erfolgreiche Erregungsübertragung von einer Nervenzelle auf die andere führt zu einem Wachstumsprozess od. einer metabolischen Veränderung in einer od. beiden dieser Zele

Verbindung führt zu schnelleren und effizienteren Erregungsübertragung, wenn der gleiche Reiz wieder wahrgenommen wird => Bahnung

Genommutationen

Änderung der Chromosomenzahl, wobei sowozhl der komplette Chromosomensatz vervielfacht sein kann oder nu reinzelne Chromosomen von der Normalzahl abweichen können (zB. Trisomie 21)

Chromosomenmutationen

Mehrere Gene sind von der Mutation betroffen durch Deletion (Verlust eines Chromosomstücks), Duplikation (Verdopplung eines Chromosomstücks), Inversion (Umkehr der Chromosomenstruktur) oder Translokation (Austausch eines Chromosomenstücks (zB. Williams Syndrom, wird durch eine Deletion auf Chromosom 7 verursacht)

Punktmutation

welche Mutationsmöglichkeiten?

ein Gen ist von Mutation betroffen.

Mutationsmöglichkeiten: a) Basensubstitution b) Basendeletion c) Baseninsertion

Basendeletion und -insertion kann dazu führen, dass sich das Ableseraster eines Genes verschiebt und dann ein defektes Protein kodiert wird.

Basensubstitution

Austausch eines Nukleotids kann, muss aber nicht zur Kodierung einer anderen Aminosäure führen

Basendeletion

Ausfall einzelner Nukleotide

Baseninsertion

Einschub einzelner Nukleotide

Beispiele für Punktpermutation:

Chorea Huntignton, Spinale Muskelatropie

Ethologie

Verhaltensforschung; durch systematische Beobachtungen werden Prinzipien des Verhaltens von Tieren erforscht

Heritabilitätsquotient

Varianzverhältnis;

Verhältnis aus genetisch determinierter Varianz zur Summe aus genetisch determinierter Varianz und umweltbedinger Varianz

"Vererbung" ist dann vollständig genetisch determiniert, wenn die ______ Varianz = Null ist

umweltbedingte

Es wird kaum noch von Soziobiologie gesprochen, sondern von:

evolutionärer Psychologie

Oligodendrozyten

Die Gliazellen des zentralen Nervensystems; sie sorgen unter anderem dafür, dass durchtrennte Nervenzellaxone anders als im peripheren Nervengewebe nicht mehr auswachsen und regenerieren können.

Pyramidenzellen findet man im _____.

Neokortex

Ruhepotential

elektrische Spannung zwischen dem Inneren eines Neurons und der Zellumgebung, -70 mV

innerhalb des Neurons liegt ein Überschuss an negative geladenen Ionen im Vergleich zu aussen

 

Welche Ionen können die Membran frei passieren? Welche nicht?

Kalium- und Chloridionen passieren leicht; Natriumionen nur schwer, negativ geladene Proteinionen gar nicht

Natrium-Kalium-Pumpe

bestimmte Proteine  in der Membran der Nervenzelle können Moleküle aktiv entgegen ihrer elektrochemischen Gradienten transportieren; pro Zeiteinheit 50% mehr Natriumionen nach aussen als Kaliumionen nach innen

Alles-oder-Nichts-Prinzip

unabhängig davon wie weit die Schwelle der Depolarisation überschritten wird, wird das Aktionspotential ausgelöst

Reizintensitäten von Aktionspotentialen hängen ab von

der Frequenz (Anzahl der Aktionspotentiale)

Repolarisation

Wiederherstellung des Ruhepotentials nach einem Aktionspotential

Wann wir das Ruhemembranpotential unterschritten?

Im Nachpotential

In welcher Phase ist der Bereich an dem das Aktionspotential stattgefunden hat für eine gewisse Zeit nicht wieder erregbar?

Refraktärphase

Erreichen dünne oder dicke Nervenfasern, bzw. Nerfenfasern mit oder ohne Myelinscheide höhere Geschwindigkeiten?

dicke erreichen höhere Geschwindigkeiten; bis auf die dünnsten Nervenfasern sind alle von einer Myelinscheide umgeben, also erreichen die mit Myelinscheide höhere Geschwindigkeiten als die marklosen Fasern

saltatorische Erregung

Myelinscheide ist an einigen Stellen von Einschnürungen unterbrochen (Ranviersche Schnüre); die Erregung "springt" von Einschnürung zu Einschnürung, dadurch wird hohe Geschwindigkeit erreicht

Klassifikation der Nervenfasern wird nach 3 Kriterien geordnet:

- Dicke

- Geschwindigkeit

- Myelinscheide mit Schnürringen

inhibitorisches postsynaptisches Potential (IPSP)

Hyperpolarisation; Erregung wird gehemmt, deutlich höhere Erregungssschwelle

Depolarisation

Errengsschwelle wird deutlich gesenkt, exzitatorisches postsynaptisches Potential (EPSP); Erregung wird erhöht

räumliche Summation

über mehrere Synapsen werden erregende Impulse abgegeben, bzw. exzitatorische postsynaptische Potentiale ausgelöst, die sich gegenseitig verstärken und ein Aktionspotential auslösen (im Zielneuron)

Voraussetzung => Konvergenz = Zusammentreffen mehrerer Nerfenfasern auf einem Zielneuron

Lernen