Biologie

Humanbio

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Giuseppe Del Vecchio
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Biologie des menschlichen Körpers. Sie decken Themen wie den Aufbau und die Funktion von Zellen, Organen und Geweben ab, wobei besonderes Augenmerk auf den Stoffwechsel, die Atmung und die Verdauung gelegt wird. Die Karteikarten erklären auch die Rolle von Molekülen wie Glucose, Eiweißen und Aminosäuren sowie die Bedeutung von Wasser und Ionen für den Körper. Ideal für Schüler, die die Grundlagen der Biologie verstehen möchten, um ihre Kenntnisse über die menschlichen Organe und deren Funktionen zu vertiefen.
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Allemand
Catégorie
Biologie
Créé / Mis à jour
28.02.2013 / 08.03.2022

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Motoneuron

Ein Motoneuron ist ein Neuron, dessen bis 1 m langes Axon vom Zellkörper im Rückenmark zu einer motorischen Einheit eines Skelettmuskels führt.

Motorische Endplatte

Die motorische Endplatte ist die Synapse zwischen einem Axonast des Motoneurons und einer Muskelfaser. Sie hat eine sehr grosse «Kontaktfläche».

Myelinhülle

Die Myelinhülle ist eine isolierende Hülle aus vielen Membranschichten, welche die meisten Axone umgibt. Sie besteht aus einzelnen, durch Ranvier-Schnürringe unterbrochenen Abschnitten. Myelinisierte Axone leiten Erregungen etwa 100-mal schneller als Axone ohne Myelinhülle.

Nachhirn

Das Nachhirn bildet den Übergang zwischen Gehirn und Rückenmark. Es dient der Regulation vegetativer Funktionen (Verdauung, Atmung, Kreislauf) und enthält auf- und absteigende Bahnen.

Natrium/Kaliumpumpe

Die Natrium/Kalium-Pumpe ist eine --> lonenpumpe, die Natrium-Ionen und Kalium-Ionen aktiv (unter Spaltung von ATP) transportiert. Für drei exportierte Na+ importiert sie zwei K+.

Nerv

Ein Nerv ist ein Bündel von --> Nervenfasern mit einer Bindegewebshülle und Blutgefässen.

Nervenfaser

Eine Nervenfaser ist das meist myelinisierte Axon der Nervenzellen.

Nervengifte

Viele Nervengifte wirken an Synapsen. Sie können Lähmung oder Dauerkontraktion verursachen, indem sie Ausschüttung, Wirkung oder Abbau des Transmitters hemmen.

Nervenzellen

--> Neuronen: Neuronen (Nervenzellen) können nervöse Erregungen bilden, leiten und verarbeiten. Sie verändern ihr Membranpotenzial, indem sie den Öffnungszustand der lonenkanäle verändern. Neuronen bestehen aus Zellkörper, --> Dendriten und --> Axon.

Nervöse Erregung

Nervöse Erregungen werden von Sinnes- und Nervenzellen als Reaktion auf Reize oder spontan gebildet und geleitet. Nervöse Erregung bedeutet am Zellkörper: eine Änderung des --> Membranpotenzials, am Axon: eine Salve von --> Aktionspotenzialen und an Synapsen: Ausschüttung und Diffusion eines --> Transmitters.

Netzhaut

Die Netzhaut ist die innerste Schicht des Augapfels. Sie enthält die lichtempfindlichen --> Zapfen und --> Stäbchen (aussen), Schaltzellen (Mitte) und wegführende Nervenzellen (innen).

Neuronen

Neuronen (Nervenzellen) können nervöse Erregungen bilden, leiten und verarbeiten. Sie verändern ihr Membranpotenzial, indem sie den Öffnungszustand der lonenkanäle verändern. Neuronen bestehen aus Zellkörper, --> Dendriten und --> Axon.

Parasympathikus

Der Parasympathikus bildet mit seinem Antagonisten, dem Sympathikus, das --> vegetative NS. Der Parasympathikus fördert die Regeneration und den Aufbau von Reserven. Er beschleunigt z. B. die Verdauung und hemmt Atmung und Kreislauf. Die Ganglien des Parasympathikus liegen nahe bei den Erfolgsorganen. Sie erhalten ihre Befehle vom Vagus-Nerv oder aus dem untersten Teil des Rückenmarks. Transmitter ist Acetylcholin.

Glaskörper

Der Glaskörper ist die glasklare, gallertige Masse im Inneren des Augapfels.

Glatte Muskulatur

Die glatte Muskulatur (Eingeweidemuskulatur) ist in die Wände innerer Organe eingebaut und wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert und koordiniert. Sie besteht aus spindelförmigen Zellen, der Zellkern steht in der Mitte, die Muskelfibrillen sind nicht gebündelt.

Gliazellen

Gliazellen (glia, gr.: Leim) bilden mit den 10-mal grösseren --> Neuronen das Nervengewebe. Sie stützen und schützen die Neuronen, kontrollieren ihre Versorgung und unterstützen sie bei der Arbeit.

Graue Substanz

Die graue Substanz von Gehirn, Rückenmark und Ganglien enthält die Zellkörper der Nervenzellen.

Hormonsystem

Das Hormonsystem regelt und koordiniert zusammen mit dem vegetativen NS die Arbeit der inneren Organe und die Entwicklung des Körpers.

Hornhaut des Auges

Die durchsichtige Hornhaut besteht aus Bindegewebsfasern und einem Epithel; Blutgefässe fehlen. Die Hornhaut schützt das Auge und wirkt als Sammellinse (Brechkraft 43 dpt).

Ganglion

Ein Ganglion ist ein Knötchen mit Zellkörpern von Nervenzellen.

Gehirn

Das Gehirn ist die übergeordnete Zentrale des Nervensystems. Es liegt von den drei Hirnhäuten und von Liquor umgeben in der Schädelkapsel, wiegt durchschnittlich 1400 g und enthält etwa 50 Milliarden Nervenzellen. Es besteht aus Nach-, Mittel-, Zwischen-, Klein- und Grosshirn.

Gelber Fleck

Der ca. 2 mm2 grosse gelbe Fleck in der Mitte der Netzhaut ist der Bereich des schärfsten Sehens. Hier ist die Dichte der Sehzellen am höchsten und das Licht fällt direkt auf die Zapfen.

Peripheres NS

Das periphere NS umfasst die Nervengewebe ausserhalb von Gehirn und Rückenmark (peripheres gr.: rings umgeben). Seine Nerven verbinden die Organe mit dem --> ZNS.

Postsynaptisches Potenzial, PSP

Das postsynaptische Potenzial (post, lat.: nach) ist das Membranpotenzial an der postsynaptischen Membran der --> Synapse. Es ändert sich durch die Anlagerung des --> Transmitters. Bei erregenden Synapsen wird es durch Öffnen von Natrium-Kanälen und Na+ -Einstrom schwächer. Bei hemmenden Synapsen wird es durch Öffnen von Chlorid-Kanälen und Cl- -Einstrom stärker.

Ranvier-Schnürring

Die Ranvier-Schnürringe sind die nicht isolierten Lücken zwischen den Abschnitten der --> Myelinhülle (benannt nach dem Anatomen L. Ranvier, 1835-1922).

Reflex

Reflexe sind die einfachsten Reaktionen. Sie laufen nach Reizeinwirkung unabhängig von inneren Faktoren (Motivation, Stimmung etc.) ab. Die Erregung gelangt von den Sinneszellen über den Reflexbogen direkt zum Erfolgsorgan. Reflexe schützen den Körper (Lidschluss, Husten) und stabilisieren seine Haltung (Muskeldehnungsreflexe). Bei Eigenreflexen liegen die Sensoren im Erfolgsorgan, bei Fremdreflexen nicht.

Reflexbogen

Der Reflexbogen ist der einfachste Funktionskreis des ZNS. Er besteht bei Eigenreflexen aus einem sensorischen und einem motorischen Neuron. Bei Fremdreflexen liegt dazwischen noch mindestens ein Schaltneuron.

refraktär

Nach einem --> Aktionspotenzial ist die Membran an der Stelle für 2-10 ms refraktär, d.h., sie kann kein weiteres Aktionspotenzial aufbauen. Die spannungsabhängigen lonenkanäle sind blockiert.

Reize

Reize lösen in Sinneszellen nervöse Erregungen aus. Sie verursachen Vorgänge, die zur Änderung des --> Membranpotenzials und, wenn diese stark genug ist, zu --> Aktionspotenzialen führen.

Reizstärke

Ein Reiz muss eine gewisse Stärke haben, um im Sensor Aktionspotenziale auszulösen. Mit der Reizstärke steigt die Frequenz der Aktionspotenziale. Bei Dauerreizen findet eine --> Adaption statt.

Rhodopsin

--> Sehpurpur: Sehpurpur (Rhodopsin) ist der lichtempfindliche Farbstoff in den Stäbchen und Zapfen. Es besteht aus dem Retinal, das an ein Membranprotein (Opsin) gebunden ist. Das Opsin ist in den Stäbchen und in den drei Zapfentypen verschieden gebaut. Belichtung wandelt Rhodopsin zu Metarhodopsin um und bringt dadurch Reaktionen in Gang, die zur Änderung des Membranpotenzials und zu Aktionspotenzialen führen.

Rückenmark

Das Rückenmark (RM) ist ein ca. 50 cm langer, 1 cm dicker Strang, der vom liquorgefüllten Kissen der drei RM-Häute umgeben im Wirbelkanal liegt. Zwischen den Wirbeln tritt jeweils links und rechts je ein --> Spinalnerv aus.

Ruhepotenzial

Das Ruhepotenzial ist das --> Membranpotenzial am nicht erregten --> Axon. Es beträgt ca. -70 mV und wird durch die --> Natrium/Kalium-Pumpe aufrechterhalten.

Schwann-Zellen

Schwann-Zellen sind flache, mehrfach um das Axon gewickelte Gliazellen, welche die Myelinhülle der Axone peripherer Nerven bilden (benannt nach dem Anatomen T. Schwann, 1810-1882).

Sehpurpur

Sehpurpur (Rhodopsin) ist der lichtempfindliche Farbstoff in den Stäbchen und Zapfen. Es besteht aus dem Retinal, das an ein Membranprotein (Opsin) gebunden ist. Das Opsin ist in den Stäbchen und in den drei Zapfentypen verschieden gebaut. Belichtung wandelt Rhodopsin zu Metarhodopsin um und bringt dadurch Reaktionen in Gang, die zur Änderung des Membranpotenzials und zu Aktionspotenzialen führen.

Sehbahnen

In den Sehbahnen ziehen Nervenfasern von den Augen via Zwischenhirn zu den Grosshirnhälften. Die Fasern der nasennahen Netzhauthälften ziehen zur gegenüberliegenden Grosshirnhälfte, die anderen wechseln die Seite nicht. Das linke Grosshirn sieht Objekte rechts und umgekehrt.

Sensoren

Sensoren oder Sinneszellen reagieren auf überschwellige Reize einer bestimmten Art mit Bildung nervöser Erregungen. Der Reiz löst Vorgänge aus, die zur Veränderung des Membranpotenzials am Zellkörper und zu Aktionspotenzialen im Axon führen.

sensorisch

Die Sinne betreffend. Sensorische Neuronen leiten sensorische Erregungen von Sinneszellen zum ZNS.

Sinnesmodalitäten

Sinnesmodalitäten sind Wahrnehmungen wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.

Sinnesorgane

Sinnesorgane liefern dem NS die Informationen über die Umwelt und die Bedingungen im Körper, die den Reaktionen und der Regulation der Körperfunktionen zugrunde liegen. Viele besitzen einen Apparat zur Bearbeitung und Übertragung der Reize auf die Sinneszellen.

Étudier