Biologie

Humanbio

Humanbio

Giuseppe Del Vecchio
Lernen

Giuseppe Del Vecchio
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Biologie des menschlichen Körpers. Sie decken Themen wie den Aufbau und die Funktion von Zellen, Organen und Geweben ab, wobei besonderes Augenmerk auf den Stoffwechsel, die Atmung und die Verdauung gelegt wird. Die Karteikarten erklären auch die Rolle von Molekülen wie Glucose, Eiweißen und Aminosäuren sowie die Bedeutung von Wasser und Ionen für den Körper. Ideal für Schüler, die die Grundlagen der Biologie verstehen möchten, um ihre Kenntnisse über die menschlichen Organe und deren Funktionen zu vertiefen.
Karten
263
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
28.02.2013 / 08.03.2022

Lernkarten

Brechkraft

Die Brechkraft (in Dioptrien) ist der Kehrwert der Brennweite (in m) einer Linse.

Brennweite

Die Brennweite ist die Distanz zwischen Linsenebene und Brennpunkt einer Linse.

Dendriten

Dendriten (dendron, gr.: Baum) sind die kurzen verzweigten Plasmafortsätze der Neuronen, welche nervöse Erregungen übernehmen und zum Zellkörper leiten.

Depolarisierung

Bei der Depolarisierung wird das Membranpotenzial durch lonenwanderung (meist Einwanderung von Natrium-Ionen) schwächer, d. h., sein Wert geht von -X mV gegen 0 mV.

efferent

Efferent sind Nervenbahnen, die vom ZNS in die Peripherie führen (effere, lat.: hinausführen).

Eingeweidemuskeln

--> Glatte Muskulatur: Die glatte Muskulatur (Eingeweidemuskulatur) ist in die Wände innerer Organe eingebaut und wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert und koordiniert. Sie besteht aus spindelförmigen Zellen, der Zellkern steht in der Mitte, die Muskelfibrillen sind nicht gebündelt.

Sinnesqualitäten

Innerhalb einer Sinnesmodalität können verschiedene Oualitäten unterschieden werden, beim Sehen z. B. die Farben, beim Hören die Tonhöhen.

Spinalnerven

Spinalnerven verbinden Rückenmark und Organe. Sie treten jeweils zwischen zwei Wirbeln links und rechts aus. Durch die hintere Wurzel führen die sensorischen Neuronen zum RM, ihre Zeilkörper liegen in den -> Spinalganglien. Durch die vordere Wurzel ziehen die motorischen Fasern von den Zellkörpern der grauen Substanz des Rückenmarks zur Peripherie.

Stäbchen

Die Stäbchen sind die für das Schwarzweisssehen zuständigen Lichtsinneszellen in der Aussenschicht der Netzhaut. Sie sind empfindlicher als die Zapfen, arbeiten also auch im Halbdunkel.

Sympathikus

Der Sympathikus bildet mit seinem Antagonisten, dem Parasympathikus, das -> vegetative NS. Der Sympathikus erhöht die Leistung des Körpers nach aussen in Stresssituationen. Er beschleunigt z. B. Atmung und Kreislauf und hemmt die Verdauung. Die Axone der sympathischen Neuronen führen vom Rückenmark in die Ganglien der beiden Grenzstränge links und rechts neben der Wirbelsäule. Ein Transmitter ist Adrenalin.

Synapse

Die Synapse (synapsis, gr.: Verbindung) besteht aus der präsynaptischen Membran des Axonendköpfchens, dem synaptischen Spalt und der postsynaptischen Membran der folgenden Zelle. Die Erregung wird durch den -> Transmitter vom Axon auf die folgende Zelle übertragen.

Transmitter

Der Transmitter transportiert die nervöse Erregung über den synaptischen Spalt. Er wird im Axonendbläschen in Vesikeln bereitgestellt, beim Eintreffen von Aktionspotenzialen in den Spalt ausgeschüttet und von Rezeptoren der postsynaptischen Membran gebunden. Das führt durch Öffnen von lonenkanälen zur Änderung des -> postsynaptischen Potenzials. Der Transmitter wird schnell abtransportiert oder gespalten. Beispiele: Acetylcholin, Glutamat.

Vegetatives NS

Das vegetative oder unwillkürliche Nervensystem regelt in Zusammenarbeit mit dem Hormonsystem die Funktion der inneren Organe unwillkürlich und weitgehend autonom. Es überwacht den Stoff-, Wärme- und Energiehaushalt und befehligt die glatte Muskulatur sowie die meisten Drüsen. Seine Zentren liegen im Zwischen- und im Nachhirn. Das vegetative NS besteht aus zwei antagonistisch wirkenden Systemen: -> Sympathikus und -> Parasympathikus.

Wahrnehmung

Wahrnehmung ist eine Leistung des Grosshirns, bei der die Meldungen der Sinnesorgane, die im zugehörigen sensorischen Feld eintreffen, mithilfe von Informationen aus den zugeordneten Assoziationsfeldern interpretiert werden.

Weisse Substanz

Die weisse Substanz des ZNS besteht aus den Axonen mit ihren weissen Myelinhüllen.

Weitsichtigkeit

Weitsichtige sehen nahe Objekte auch bei nahakkommodierter Linse unscharf; die Bildebene liegt hinter der Netzhaut. Ursache kann ein zu kurzer Augapfel oder (bei Altersweitsichtigkeit) eine zu geringe Brechkraft der Linse sein. Weitsichtigkeit wird durch Sammellinsen kompensiert.

Zapfen

Zapfen sind die für das Farbensehen zuständigen Lichtsinneszellen in der Aussenschicht der Netzhaut. Es gibt drei Typen (Rot-, Grün- und Blauzapfen), die sich in der Empfindlichkeit für Licht verschiedener Wellenlängen unterscheiden. Meist werden alle drei Zapfentypen mehr oder weniger Stark erregt. Das Verhältnis ihrer Erregungsintensitäten ist je nach Farbton verschieden.

Zentralnervensystem

Das Zentralnervensystem (ZNS) umfasst Gehirn und Rückenmark und wird dem -> peripheren NS gegenübergestellt.

Adaption

Sensoren adaptieren an Dauerreize (adaptare, lat.: anpassen). Die Frequenz der Aktionspotenziale, die ein Dauerreiz konstanter Stärke auslöst, nimmt mit der Zeit ab. Die Adaption des Auges an unterschiedliche Helligkeit geschieht schnell durch Verändern der Pupillenweite und langsam durch Verändern der Sehpurpurmenge.

Adrenalin

Das Hormon Adrenalin wird vom Nebennierenmark auf Befehl des Sympathikus produziert und hat -> Sympathikuswirkung: Es erhöht u.a. die Leistung des Kreislaufs und den Blutzuckerspiegel.

Akkommodation

Bei der Akkommodation wird die Brechkraft der Linse der Entfernung des Objekts so angepasst, dass das Objekt auf die Netzhaut scharf abgebildet wird (accommodation, frz.: Anpassung). Bei Fernakkommodation ist der Ciliarmuskel entspannt, die Linse ist flach, ihre Brechkraft gering. Bei Nahakkommodation ist der Ciliarmuskel kontrahiert, die Linse ist kugelig, ihre Brechkraft hoch.

Aktionspotenzial

Ein Aktionspotenzial von etwa +30 mV entsteht am Axon durch Einstrom von Natrium-Ionen. Spannungsabhängige Na+ -Kanäle öffnen sich, wenn das Ruhepotenzial unter den Schwellenwert sinkt. Die Frequenz der Aktionspotenziale ist das Mass für die Stärke der Erregung.

Animales NS

Das animale oder willkürliche Nervensystem ist zuständig für bewusste Wahrnehmungen und willkürliche Aktivitäten wie Bewegungen der Skelettmuskulatur. Ggs.: -> vegetatives NS.

Augenlinse

Die Linse besteht aus elastischen Fasern und einem Epithel, Blutgefässe fehlen. Sie ist durch die Zonulafasern am Ciliarkörper aufgehängt. Ihre Brechkraft kann durch Kontraktion des ringförmigen Ciliarmuskels von 16 und auf max. 28 dpt erhöht werden ( -> Akkommodation).

Augenmuskeln

Die sechs Augenmuskeln ermöglichen die koordinierte Bewegung der beiden Augäpfel, die nötig ist, um das betrachtete Objekt in beiden Augen auf den gelben Fleck abzubilden.

Axon

Das Axon (axon, gr.: Achse) ist der Plasmafortsatz des Neurons, der Erregungen in Form von -> Aktionspotenzialen vom Zellkörper zur folgenden -> Synapse leitet. Das Axon verzweigt sich am Ende meist in mehrere Ästchen, von denen jedes mit einem kleinen Endköpfchen endet.

Traubenzucker

C6H12O6, -> Glucose: Glucose oder Traubenzucker ist der Einfachzucker, der als Energieträger und Ausgangsstoff vieler Synthesen im Zentrum des Stoffwechsels steht. Sie wird mit der Nahrung aufgenommen oder aus anderen organischen Nahrungsbestandteilen hergestellt und als -> Glykogen gespeichert.

Tunnelproteine

Tunnelproteine sind Eiweiss-Moleküle in der Membran, die Tunnel für den Transport von Teilchen durch die Lipidschicht bilden.

Venen

Venen sind Gefässe, die das Blut fast ohne Druck zum Herzen zurückführen. Ihre Wand ist dünner als die der Arterien. In grossen herzfernen Körpervenen verhindern Venenklappen das Rückwärtsfliessen des Bluts. Zum Transport des Bluts tragen benachbarte Skelettmuskeln und Arterien bei.

venös

Venöses Blut ist sauerstoffarm und dunkelrot. 1 Liter venöses Blut enthält im Mittel noch 140 mL Sauerstoffgas, das Hämoglobin ist noch zu 70% mit Sauerstoff beladen.

Verdauung

Bei der Verdauung wird die Nahrung mechanisch und chemisch in resorbierbare Stoff zerlegt. Die organischen Makromoleküle werden mit Verdauungsenzymen in ihre Bausteine gespalten (Eiweisse in Aminosäuren, Kohlenhydrate in Einfachzucker, Fette in Fettsäuren und Glycerin).

Verdauungssystem

Das Verdauungssystem dient der ^Verdauung. Es besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber und Bauchspeicheldrüse.

Vielfachzucker

Vielfachzucker sind Kohlenhydrate, deren Makromoleküle lange, z. T. verzweigte Ketten aus vielen Glucose-Molekülen sind: Stärke, Glykogen und Cellulose.

Vitalkapazität

Die Vitalkapazität ist das Luftvolumen der Lunge, das ausgetauscht werden kann (5-5.5 L).

Vitamine

Vitamine sind essenzielle Nahrungsbestandteile, die im Stoffwechsel in kleinen Mengen benötigt werden, aber nicht hergestellt werden können. Die meisten sind als Cofaktoren an der Arbeit von Enzymen beteiligt. Vitamine oder ihre Vorstufen (Provitamine) werden in der Natur von Pflanzen oder Mikroorganismen hergestellt. Man unterscheidet fettlösliche (A, D, E und K) und wasserlösliehe (B und C). Unterversorgung kann zu Mangel-Krankheiten führen.

Wasser

Wasser ist der mengenmässig dominierende Bestandteil des Körpers (50-70 %). Reaktionen und Transportvorgänge finden meist in wässrigen Lösungen statt. Nieren, Lunge, Haut und Darm scheiden täglich 2.5 L Wasser aus. Von den ca. 45 L Wasser im Körper sind 30 L in den Zellen, 12 L zwischen den Zellen und 3 L im Blut. Nieren, Lunge, Haut und Darm scheiden zusammen täglich 2.5 L Wasser aus.

Zellatmung

Die Zellatmung oder innere Atmung ist die in der Zelle ablaufende Oxidation der Glucose mit Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Die freigesetzte Energie dient zum Aufbau von ATP.

Zellen

Die Zelle ist die einfachste Struktur, die selbstständig lebensfähig sein kann. Sie enthält einen Bauplan und eine Betriebsanleitung in Form von DNA. Alle Zellen stimmen in ihrer grundsätzlichen Organisation überein (Bio1). Die ca. 10^14 Zellen des Menschen sind 0.004-0.20 mm gross.

ATP

AdenosinTriPhosphat ist eine energiereiche Verbindung, die bei der --> Zellatmung aus --> ADP + P aufgebaut wird. Ihre Spaltung in ADP und P liefert der Zelle die nötige Energie.

Ballaststoffe

Unverdauliche Stoffe wie Cellulose, die mit dem Kot durch den After ausgeschieden werden.

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