Biolandbau
Vorlesung UWIS ETH Biolandbau
Vorlesung UWIS ETH Biolandbau
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Flashcards
Auf welchen Ebenen kann eine Nachhaltigkeitsbeurteilung Durchgeführt werden?
Auf drei Ebenen:
- Produktebene
- Betreibsebene
- Sektor ebene
Nenne für die Drei Ebenen die möglichen Bewertungsmethoden:
Produktebene: LCA
Betreibsebene: Rise (Response-Inducing Sustainability Evaluation), SMART (Sustainability Monitoring and Assessment Routine)
Sektorebene: Sector-level Monitoring (SOL-m, FARMIS)
Was macht die RISE bewertung in der Grundlage?
Beurteilt die Nachhaltigkeit eines Landwirtschaftlichen Betriebs in Bezug auf:
- Ökologie
- Ökonomie
- Soziale Aspekte
vergibt für alles Punkte
Diese Methode ist Weltweit anwendbar
Welche Themen Umfasst eine RISE bewertung? Wie sind diese Zusammengefasst?
Natürliche Ressourcen: Energie & Klima, Wassernutzung, Bodennutzung, Biodiversität
Agronomie: Betriebsmittel & Umweltschutz, Tierhaltung
Ökonomie: Wirtschaftliche Lebensfähigkeit, Betriebsführung
Soziale Situation: Arbeitsqualität, Lebensqualität
4 Gebiete --> 10 Themen
Nach welchen Prinzipien von der IFOAM (Biolandbau-Weltorganisation) arbeitet dei Biolandwirtschaft?
- Prinzip der Gesundheit (Boden, Pflanzen, Tiere, Mensch und ganzer Planet)
- Prinzip der Ökologie
- Prinzip der Fairness/Gerechtigkeit
- Prinzip der Sorgfalt/Vorsorge
Welche allgemeinen Anforderungen an den Biolandbau?
- Gesamtbetriebsumstellung nicht erforderlich (nur bei einigen Privaten Standards), Keine Parallelproduktion erlaubt!!! nicht konv. Weizen und Bioweizen zur selben Zeit anbauen, aber konv Weizen und Bioerdbeeren im gleichen Betrieb möglich!
- Separierung Bio und nicht bio Produkte
- Keine Vermischung --> strenges Qualitäts-Management
- unabhängige Kontrolle und Zertifizierung
- Deklarationspflicht, min 95% der Zutaten eines Produkts müssen Biosein damit Biolable
- Verwenden des offiziellen EU logos
Welche Methoden zur Düngung sind erlaubt?
- Mist
- Gülle
- kompost
- Organische Handelsdünger
- Ernterückstände
- Gründüngung
- Verzicht auf leicht lösliche, chmisch-synthetische handelsdünger
Welche Regeln bestehen für den Pflanzenbau?
- Saatgut aus Bio-Produktion
- Keine GVO Sorten
Welche methoden zur Unkrautregulierung sind erlaubt?
- Standortgerechter Anbau, Sortenwahl, Fruchtfolge und Saatzeitpunkt
- Striegel, Hacke, Bürste <-- mechanisch
- Geeignete Bodenbearbeitung
- handarbeit
- Abflammgeräte
- VERBOTEN: herbizide
Welche Methoden sind zum Pflanzenschutz erlaubt?
- Standortgerechter Anbau, angepasste Fruchtfolge, resistente Sorten
- Förderung von Nützlingen (Buntbrache, Ackerlandstreiben, Hekcen
- Gezielter Einsatz von Nützlingen
- Einsatz natürlicher mittel: Pflanzenextrakte, mineralische mittel (Schwefel, Kupfer 4kg/haund Jahr)
- Vorsorgeprinzip für neue Wirkstoffe und Technologien!!
--> bekämpfung nur wenn Kultur unmittelbar bedroht ist!
Regeln für Tierzucht und Fütterung
- Robuste Rassen, Langlebige Tiere, Gute Futterverwerten, Weide
- Sehr gutes Biofutter
- Alternative Heilungsmethoden (homöopathie, phytotherapie, akupunktur)
- Raufutter, Kraft-futter begrenzt!
Auf was wird in der Tierzucht und fütterung verzichtet im Biolandbau?
- Embryotransver, gentech verän. Organismen
- vorbeugende Medizinische Eingriffe (Antibiotiak
- Leistungsförderer und Antibiotika im futtermittel
Welche Regeln gelten in der Tierhaltung?
- Einstreu
- wenn möglich Freilaufställe
- Tägliche Weide während Vegetationsperiode (nicht im Winter)
- Auslauf im Winter
Regeln in der Verarbeitung
- integrität und Vitalqualität soll erhalten bleiben
- Verarbeitung bio und nichtbio, entweder räumlich oder zeitlich getrennt
- zutaten min 95% aus bio
- keine Zutat darf nur zum Teil aus biolandbau kommen und zum rest aus konv
- restriktive Liste von Zusatzstoffen (40 statt 300)
Was sind innovationen im Ökolandbau?
soziale Innovation
ökologische innovation
technologische innovation
Welchen Weg geht Bio 3.0?
Zwische Wir sind Teil der nachhaltigen Ernährung und Wir bedinen vielfältige Nischen- und Qualitätsmärkte
Welche neuen Elemente Betont Bio 3.0?
nachhaltigkeitsbewertung
differenzierte authentische kommunikation mit verbrauchern
partnerschaften für gemeinsame politische Anliegen.
--> sehtzt stark auf innovationen (neue Grundlagenforschung)
Auf welche Punkte legt der Biolandbau beim Pflanzenschutz sein Hauptaugenmerk?
Vorbeugender Schutz:
- tolerante/resistente Sorten
- anbau und Pflegeverahren
- Förderung von natürlichen Gegenspielern
Welche Kulturmassnahmen können zum Pflanzenschutz getroffen werden?
- Boden Fruchtbar halten (schonende bearbeitung, zufuhr org. substanz, bodenbedeckung)
- harmonische Ernährung der Pflanzen (mist einarbeiten statt nur unterpflügen
- Auswahl der Kulturart
Sorten und Saatgut (Mischung von sorten mit gutem ertrag und resistenten sorten--> im schnitt höherer ertrag
- Anbaumassnahmen (Fruchtfolge, Pflanzendichte)
Welche weiteren methoden gibt es Zum pflanzenschutz?
- Ausrotteung des Zwischenwirts
- Warmwasserbehandlung des Saatguts
- Aufhängen von Duftstreiben
- Nützlinge (Marienkäfer und pilze)
Was versteht man unter Habitatmanagement?
Wenn das habitat in einer Kultur so angepasst wird, dass sich schädlinge nicht wohlfühlen.
Bsp: push and pull-Methode:
in der Kultur wird eine unterkulturangebaut, welche mit volatilen stoffen schädlinge fernhält. am rand einer Kultur wird mit einer dritten kultur der schädling angezogen (also von der Kultur weg
Was ist die Pflanzenschutzstrategie in IP?
Schädling --> Schadschwelle --> Behandlung
ökonomische Schadschwelle ist abhängig von Ertrag und Produktpreis, Einfluss natürlicher Regulationsmechanismen ist für Schadschwelle nicht relevant, Wechselwirkung mit anderen Schädlingen ist nicht relevant
Was ist wichtig beim Pflanzenschutz? denken
Immer im ganzen System denken! z.b. spinosad gegen apfelwickler tötet auch schlupfwespe, welche dann nicht mehr die Balttlaus tötet --> grosser blattlaus befall
Wie sieht die Pflanzenschutzstrategie im bio aus? (Grafik)
gib beispiele auf jeder stufe:
- Naturschutz Nachhaltigkeit: --> förderung der Biodiversität --> Weniger Schädlinge
- Standort und Sortenwahl, Kulturmassnahmen --> Abstand zur Vorjahreskulutr von 500 meter, gegen Schnecken nur morgens bewässern
- Funktionelle Biodiversität: geziehltes Einsetzen von nützlingen, buntbrachen für das fördern von nützlingen
- Biocontorl:
- Mikroorganismen gezielt einsetzen, z.B. selektive Granuloseviren gegen den Apfelwikler.
- makroorganismen: Trichogramma als eiparasit im kohl (Schlupfwespe)
- insektizide, Pheromone,
- Insektizide: müssen ins system mit den Nützlingen passen!,
- Pflanzenstärkungsmittel: Pflanzenstärkungsmittel (z..b Gesteinsmehl auf Blätter schreckt shcädlinge ab)
- Fallen und Verwirrung: Pheromondispenser: verwirrt insekten in der Paarungszeit
- Physikalische Massnahmen: netze --> probleme mit unkrautbekämpfung
Was sind die Zukünftigen Probleme der Landwirtschaft?
- steigende Weltbevölkerung
- 60% der ökosystemfunktionen sind verschlechtert
- 30% der anbaufähigen Böden sind errodiert
- sehr energieintensiv
- Adaption an klimawandel ist nicht ausreichend
Was war das Ziel des DOK-Experiments
Schweizerischer Part von Langzeit Felduntersuchungen zum Biolandbau, gestartet in 1978 in therwil.
Hauptziel: Vergleich von biodynamisch, bioorganisch, konventionell mit Vieh und konentionell ohne vieh (konv. mineralisch)
--> Vergleich heisst nicht nur ertrag sondern auch auswirkung auf boden usw.
Laut Dok: wie sieht der Durchschnittsertrag im vergleich aus? wieso sieht das resultat so aus wie es aussieht?
Bio -25% bei einjährigen Kulturen, nur -10% bei mehrjärigen kulturen
Sorten welche heute verwendet werden wurden speziell für konventionellen Landbau gezüchtet. über die lezten Jahre gesehen hat es keinen züchtungserfolg bei bio gegeben. Alte sorten genau gleich ertrag wie neue sorten--> UMBEDINGT FÜR BIO ZÜCHTEN
Hat der Ertrag etwas zu tun mit den Mikroorganismen im boden?
Ja da gibt es einen Starken zusammenhang: in Bio je mehr ertrag desto mehr bodenorganismen (mikroorganismen) welche die gedüngten Nährstoffe umwandeln, damit sie die Pflanzen brauchen können.
Beim Konv.landbau braucht es diese Mikroorganismen nicht, da der konv. dünger schon die richtige form für die pflanzen hat.
Welche Resultate aus dem DOK Ergebnissen konnten gemacht werden bezüglich auf die Biodiversität?
höhere biodiversität in allen bereichen, auch bei den Pilzen wie mycorrhiza
farming systems trial: was kam dabei raus?
Biolandwirtschaft viel trockenresitstenter als konventionelle --> viel höherer ertrag in trockenen jahren
Was sind gründe für Bodenerosion?
- unbedeckte Bodenoberfläche (wind wasser greifen an)
- schlechte bodenstruktur --> wasser versickert nicht, fliesst an oberfläche ab und nimmt boden mit
- verdichten --> gleich wie oben
- gefälle --> verschlimmert situation bei wassererosion
Welche Bodenbearbietungsmethoden gibt es? sortiert nach abnehmender intenstität(tiefe)
- traditioneller Pflug
- On land pflug --> sehr genau fahren --> nicht durchgesetzt
- schälpflug, kehrt boden nicht um --> benötigt weiterer bearbeitungsschritt mit kreiselegge
- Flachgrubber: bearbeitet nur oberste schicht--> im biolandbau zu favorisieren
Wichtig: grosse maschinen sind nicht unbedingt schlecht für boden, da meistens über meherer Stützräder verteilt.
Welche auswirkugnen haben die verschiednen Intensitäten in der Bodenbearbeitung?
für direktsaat wird gylphosphat verwendet (meistens) wäre in bio aber möglich, allerdings nur eingeschränkt
für regenwürmer sind gezogene geräte am besten
Was sind vor und nachteile des Pflügens?
Vorteile
- bessere durchlüftung --> mehr mikrobielle aktivität
- bekämpfung von unkräutern
- saubere einarbeitung
- verbesserte bearbeitbarkeit
- grösserer wurzelraum
- gelichsmässiges anreichern mit nährstoffen
Nachteile:
- hoher arbeitsaufwand und energieverbrach
- höhere humusabbau & vergraben unkrautsamen
- vergraben von org. material
- schädigung von bodenorganismen
- höhere verschlämmungs und verkrustungsgefahr
- pflugsohlenbildung
Führt reduzierte Bearbeitung zu ernteausfällen?
mit der richtigen Kultur und bearbeitung sogar mehr erträge da bodenparameter besser zwäg sind. oft mals in der praxis aber wegen mangelndem wissen falsch gemacht.
Was sind vor und nachteile der direktsaat?
vorteile:
- - gute tragfähigkeit des bod
- keine erosion
- humusaufbau
- keine fahrspuren
- keine unkrautregulierung nötig
Nachteile:
- verzögerte mineralisierung
- langsambe abtrockung --> erst im mai kann gesät werden
- schnecken
- investition in maschinen
- n-düngung
Ertrag mittlerweile gleich wie mit konventionellen massnahmen.
Sind beikräuter nutzen oder schaden?
gewisse beikräuter mindern den ertrag und müssen deshalb entfernt werden. im bio nur handbearbeitung oder mechanisch --> hoher arbeitsaufwand deshalb auch teurer.
Welche vorbeugenden Massnahmen gibt es beim prinzip der mechanischen Unkrautregulierung?
- Günstiger Fruchtwechsel (min 20% begrünung im jahr, gattungen abwechseln, nicht immer die gleiche folge sonst übernehmen unkräuter die überhand)
- Sortern/Artenwahl --> solche die schnelle jugendentwicklung und Raschem Bestandesschluss haben, damit unkräuter gar nicht wachsen.
- Versamung verhindern: Blacken --> samenständer entfernen z.b., distel ganze pflanze
- Saatdichte, dichter sähen damit gestriegelt werden kann (wenn kulturpflanze dann mitkommt nicht so schlimm.
- saatzeitpunkt: erst sähen wenn der boden genügend warm ist, damit kulturen schnell wachsen können (mais nicht vor mitte mai
- Kunstwiise: je länger diese Steht destoweniger unkräuter.
Welche wege gibt es eine verbesserte Bodenbedeckung zu erhalten?
Mischkulturen: weizen mit Erbsen decken boden zu 100%--> keine unkräuter
möglichst dichte bestände