Biolandbau

Vorlesung UWIS ETH Biolandbau

Vorlesung UWIS ETH Biolandbau


Oliver Gross
Diese Lernkarten behandeln den Biolandbau auf Universitätsniveau und beleuchten dessen Prinzipien, Methoden und Herausforderungen. Sie vertiefen sich in Themen wie Fruchtfolge, Bodenmanagement, Biodiversität und die Kritik am Biolandbau. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Landwirte, die sich mit nachhaltiger Landwirtschaft und deren volkswirtschaftlichen Auswirkungen auseinandersetzen möchten.
Karten
125
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.05.2016 / 30.05.2016

Lernkarten

Weshalb kein Embroy transfer im Biolandbau?

- Embroyonen sind entstehende lebewesen, daran wird nicht rumgefummelt

- setzt hormonelle eingriffe voruas!

- mit alten Züchtungsmethoden genügend grosse fortschritte --> ET unnötig

Gib die Ziele für Zèchtung in Bio an:

  • gute MIlchleistung
  • 6 Laktationen
  • 5-6000 kg milch pro jahr
  • euter hoch aufgehängt und gespalten
  • grosses fassungsvermögen
  • gesundes, trockenens Fundament (gelenke)

Wie sieht eine Artgerechte Wiederkäuerfütterung aus?

Erlaubt und artgerecht.

  • Gras
  • heu, emd
  • grassilage
  • maissilage
  • getreide
  • pflanzliche Proteinträger
  • pflanzliche fette, unverändert

Nicht erlaubt, nicht artgerecht: 

  • Gehärtete Fette panesnstabil
  • reine Aminosäuren
  • chemisch veränderte Energieträger
  • NPN-Substanzen
  • tiereische Proteinträger

Weiter Anforderungen an die Fütterugn:

 

- keine Konkurrenz zu menschlicher nahrung

- nur in bewilligten ausnahme fällen nicht biofutter erlaubt

- min 90% raufutter

Wie sieht die Vermarktung von IP-Produkten aus

Fleisch: Direkt über schlachthof, ip handelt keine tiere

Getreide: Ip Suisse 145 Getreidenahmestellen und mehr als 30 mühlen. Ip plant mit detailhändler abnahme und gibt das an die mühlen und sammelstellen weiter welche diese infos an bauern weitergeben

rest direkt über einen partner

Wie werden Prämiern im IP gemacht?

Im Bio eigener Markt welcher die Preise Festlegt.

Ip orientiert sich am marktpreis, schaut dass es rund 7-12 % mehr gibt als marktpreis

Anforderung an die Fleischproduktion?

- Keine Anbindehaltung (RAUS)
- Besonders tierfreudnliche Stallhaltung (BTS)
- Eingestreute Liegefläche
- Mind. 1000 l MIlch für kalb
- höheres Platzangebot und Bewegungsfreiheit, Beschäftigungsbereich
- 15 lux tageslicht
- nur 20% werden provilaktisch mit antibiotika behandelt,

WEitere Anforderungen für IP

- Biodiversitäts flächen: entsprechend den Regualtionen welcher Bund schon erlassen hat --> gibt dann auch subventionen & strukturvielfalt garantieren

- IP muss bei den Produkten mehrwert bieten da teurer: beim tierschutz langsam von deutschland überholt. deshalb ip grossen wert auf biodiversität und klimafreundliche produktion, das ist der Mehrwert der ip produkte gegebnüber normalen produkten

Zukunft von IP?

- Antibiotika regulierung!

- Soja nur noch aus nachhaltigem anbau erlauben oder ganz verbieten

- punktesystem im Klimaschutz einführen

- IP App im bereich tierhaltung ausbauen

Biolabel und ökonomie?

Bio das einzige Marktsegement welches seit 20 jahren kontinuierlich wächst. noch kleinen amrktanteil aber stettg wachsend. schweiz anteilsmässig führend

Wieso haben Biofachhandel einen grösseren anteil an ausländischen Produkten?

Biofachhandel müssen alles in Bioqualität anbieten. müssen also vieles importieren wass es in der schweiz nicht gibt.

Coop kann einfach alles anbieten was in der schweiz in bioqualität hergestellt werden und das was fehlt mit normalen produkten ergänzen

Wichtig: Biofachhandel hat es verpennt eine guten kundenkontakt aufzubauen

 

Was sind die wichtigestn beweggründe für den Kauf von produkten?

1. Regionalität

2. Saisonal

3. bio

4. Fairtrade

Was sind hauptgründe das bioprodukte gekauft bzw nicht gekauft werden

für gekauf: 

  • Gesünder für mich
  • besser für die umwelt

nicht gekauft:

  • Zu teuer --> grosser Preisdruck bei bio angekommen auch wegen einkaufstourismus im ausland
  • wird nicht geglaubt, dass bio so angebaut wird wie angegeben wird!

Zusammenfassung

  1. Biokonsum in der Schweiz am höchsten
  2. bionachfrage wächst seit jahren stärker als nationales angebot
  3. duopol coop und migros beherschen markt
  4. Gesunde ernährung, Klimafreundlichkeit, Tierwohl sind wichtigste kaufgründe
  5. zunehmende auslandeinkäufe steigern preisdruck --> druck auf strikte biorichtlinien, da diese zum teil nicht mehr einhaltbar!
  6. Weiterentwicklung des Biolandbaus hauptsächlich von den konsumenten geprägt

WElches sind die Grundsätze in der Schweizerischen (gesetzlichen) Bioverordnung

- Herkunft der Zutaten (biozutaten) --> getrennte warenflüsse von bio und nicht bio

- einschränkung von Zusatzstoffen --> positivliste: erlaubte stoffe werden angegeben

- Was draufsteht ist drin (wahrhaftigkeit)

- Schonende verarbietung

Label im Vergleich

Naturaplan und mbio

Unabhängige Labelkontrolle: nein und ja
Geltungsbereich: im inland/ausland gleich und Inland gleich/ausland nur eu bio verordnung
Verarbeitung: produktspezifische richtlinien (beschränkt) und nicht beschrnäkt
Verpackung: keine Alu/PVC verpackungen und keine Alu verpakcungen
Sozialstandards: Ja und BSCI
Transport: kein Flug und nichts angegeben

Ist bio teuere?

mit externen effekten wie gesundheit des konsumenten und produktion ist bio meistens günstiger als normal

Welche spannungsfelder gibt es in der Agrarpolitik?

Aus ökologischer Sicht:

  • Pestitzidsteuer (reduktion pestitzideinsatz)
  • Tierbesatz und Futtermittelimport beschränken (Nitratbelastung)
  • Treibhausgasreduktion (massnahmenkomplex nötig)
  • Biodiverstitätsverlust (spezielle resultatorientierte Förderung

Aus ökonomischer Sicht:

  • Druck durch freihandelsabkommen (Qualitätsstrategie konkretisieren
  • Druck auf Kulturland (Kulturlandschutz)

Welche Politischen Inititativen sind 2015 hängig?

SBV initiative zur Ernährungssicherheit --> gegenentwurf vom Bundesrat ist in vernehmlassung

Initiative zur Ernährungssouveränität der Bauerngewerkschaft --> förderung der einheimischen Landwirtschaft

Initiative Fair Food --> standards für tierwohl, umwelt und ressourcenschonung und faire arbeitsbedingungen müssen auch für importierte landwirtschaftlich güter gelten!

Was sind die zukünftigen Herausforderungen an die Landwirtshaft?

60% der Ökosystemdienstleistungen sind wegen Nahrungsmittelproduktion degradiert

30% der fruchtbaren böden wurden zwischen 1950 und 1990 zerstört. aktuell 6-10 mio hektar verlust pro jahr

Landwirtschaft verbraucht 70% des geförderten Wassers

Belastet ökosysteme mit stickstof und phosphor
Verlust an Biodiversität
Klimawandel --> grenzen für einen sicheren und stabilen Planeten sind schon lange überschritten

Weitere Herausforderungen der Landwirtschaft:

- Peak Phosphor

- Industrialisierung und Konzentration der Nutztierhaltund zu irreperablen schäden am klima, biodiversität und wasser

- Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an den Klimawandel ungenügend. In Afrika und Asien sogar sehr schlecht

- neue Ansätze in der Forschung gefragt: Erhaltung Ökosystemdienstleistungen, Interdisziplinarität, kleinbauern, frauen

Was kann der Biolandbau zu diesen Problemen beitragen:

Kann viele der Probleme Lösen: höheres einkommen für kleinbauern, ökosystemdienstleistungen stärken, externalitäten verkleiner,

ABER: Kann globale Nahrungsmittelproduktion nicht um 50% steigern (was benötigt werden würde um den aktuellen Bedarf der menschen für mehr menschen in der zukunft zu decken -> menschen müssten weniger wegwerfen), kann auch nich erträge der cash crops stabilisieren und sichern

Wie sind die Ertragsunterschiede zwischen Bio und Konv?

Bio immer weniger ertrag --> sehr vom Stickstoff eintrag abhängig

- Beim raps grösster unterschied. Kartoffeln ebenfalls, da sehr anfällig gegen über phytophtera gegen die man im biolandbau nichts machen kann

- Mais kleine unterschiede, Soja fast keine unterschiede

--> Problem: alle sorten nur für konv. landbau gezüchtet --> umbedingt züchtung für bio um diesen gap zu schliessen.

 

oft gemachte Kritik am Biolandbau

  1. volkswirtschaftlich teurer weg, funktioniert nur mit direktzahlung
  2. nutzt aus dogmatischen gründen tech fortschitt nicht
  3. --> ziel müsste sein ökologischer ansatz mit neuer tech zu verbinden: gentech in bio und nanotech usw.
  4. bio nutzt boden nicht effizient genug, da weniger ertrag
  5. relativ zum ertrag gesehen ist konventionell ökologischer als bio, da mehr ertrag pro fläche

ABER: Für alle kritiken gilt: externalitäten wurden nicht beachtet!! Ressourcen wie Phosphor sind endlich!! <-- dann viele dieser kritik nichtig

weitere postulierte Kritik am Biolandbau

- Pro ertrag gesehen hat konv. landbau den besseren biodiversitäts effekt <-- bullshit: biodiversität ist keine einheit des ertrags sondern der Fläche! bei bezug auf fläche bio viel besser!

-

Welche Massnahmen müssen gemacht werden um mit diesen Challenges und Kritiken umgehen?

- Weiterentwicklung der Direktzahlung: public money for public goods: Bauern müssen für geld etwas liefern: besonders umweltfreundliche produktionsarten, pflege der kulturlandschaft, sichere versorgung, erhaltung der nat. lebensgrundlagen --> effiziente verwendung der direktzahlungen

Welche weiteren Massnahmen (alternativen) zu Direktzahlungen gibt es?

- Internalisieren von negativen Externalitäten (grundwasserqualität, gesundheitskosten, ghg emissionen, biodiversitätsverluste, verlust bodenfruchtbarkeit)

- Steuern (fett-, energie-, stickstoffsteuer)

- Umweltforschriften erhöhen (Öko und Tierwohlvorschriften bei der WTO einführen)

- Verstärkt private nachhaltikeitsstandards nutzen

Wie hoch sind die externen kosten beim konventionellen Landbau?

300 € pro hektar!!

Was ist das grösste Nachhaltigkeitspbolem in der Landwirtschaft?

Extrem viel essen wird ewggeworfen von 4600 produzierten kalorien werden nur 2000 gegessen. auch im biolandbau

Schlussfolgerung Biolandbau aus volkswirschaftlicher sicht:

WICHTIG

  • Biolandbau produziert mehr öffentliche güter als konventioneller Landbau
  • Bio internalisiert in hohem Masse Umweltkosten
  • Ökologische Mehrleistung pro fläche wesentlich höher als pro ertrag. Bei letzerem kann konv besser sein.
  • Biolandbau funktioniert volkswirtschaftlich nur mit anderen massnahmen zusammen
  • Effizienz im biolandbau muss stärker beachtet werden
  • landwirtschaft und ernährung muss suffizient werden

Was wird zur Umstellung auf Bio benötigt?

Familie und bereitschaft der FAmilie muss vorhanden sein --> mehr arbeit

Motivation

Gute ausbildung

Bereitschaft vieles umzustellen

Welche Betreiblichen Aspekte Spielen eine Rolle bei der Umstellung auf bio?

- Günstige Voraussetzung bei Existenzsicherung: (Keine Schulden, Betreibsgrösse, Bodeneigenschaften, Hofdüngerlagerkapazität, grosszügige Hofsitution; Pacht/oder Bezistzverhältnis usw. )

- Standortangepasste Bewirtschaftung

- mittlerer Tierbesatz

- Hofnahe Weideflächen

- nähe zu Abnhemern

Welches sind wirtschaftliche vor und nachteile bei umstellung auf bio?

 

Nachteile:

  • Ertragseinbussen
  • Leistungsrückgang beim Tierbesatz
  • höhere Futtermittelkosten
  • Mehrarbeit
  • Verlust von Marktfruchtfläche da grösserer Futtermittelfläche

Vorteile:

  • Höhere Produzentenpreise
  • höhere Direktzahlungen
  • geringere kosten für dünger und pflanzenschutzmittel
  • Höhere Wertschöpfung dank direktverkauf/ hofverarbeitung
  • evt. Ausbau Spezialkulturen

Welche möglichkeiten zur Einkommensverbesserung haben Biobauern?

  • Optimierung der Betreibsorganisation
  • Kostenreduktion durch kooperation mit anderen Betrieben, Mashcinenringe
  • staatliche Transferzahlungen, ABgeltung für spezielle ökologische oder tierschutzleistungen
  • Alternative formen der INtensivierung (spezialkulturen, verarbeitung, vermarktung)

Zusammenfassung betreibswirtschaft:

- Systembedingte Unterschiede im Biolandbau sind einkommenswirksam

- Geringere Naturalerträge (- 10 bis -40% ) werden durch Mehrpreise (+10% bis +50%) und kosteneinsparungen (dünger, pestitzide usw) kompensiert

- Biobetreibe verdienen gleich viel oder mehr als IP/ÖLN-Betriebe

- Biobetriebe wettbewerbsfähig!

Welche beiden Methoden gibt es um ökologische und ökonomische Performance ienes Betreibs zu vergleichen?

- Normativer Vergleich: z.B. Minimum standards, Spezifsiche Umweltstnadards

- positiver Vergleich: vergleich von realen farmen --> über oder unter standard

Für was steht Safa und was sind die Guidelines?

Safa= sustainable assessment of Food and agriculture

Guidelines: Internationally accepted, holistic approach, developed in a multistakeholder process

Wie ist Safa aufgebaut

4 Dimensionen(good governance, environmental integrety, economic resilience, social well-being)

21 Themen

58 subthemen mit spezifischen Nachhaltigkeitszielen

für was steht smart:

Sustainable monitoring and assessment routine

operationalisiert die Safa Guidelines--> gibt für alles einen Score zwischen 0 und 100 punkte

Wie wird ein Smartscore berechnet?

Siehe grafik:

Sum of impacts= maximal achiavble points => X

sum of impacts * actual perforance= achieved points => Y

total Score in this sub level: (X/Y) *100 --> hier: (2.08/4.69)*100= 0.4436

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