Biolandbau
Vorlesung UWIS ETH Biolandbau
Vorlesung UWIS ETH Biolandbau
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Lernkarten
Was sind häufige ursachen für wurzelunkräuter?
- hoher getreideanteil, kleiner feldfutteranteil
- einjäriges statt mehrjäriges kleegras
- Konkurrenzschwache Kulturen
- fehlen von tiefwurzelnden kulturen
Wichige Ökosystemdienstleistungen im Agrarland:
- Sichert Bestäubung
- schädlinge in Schach halten
- Fruchtbarere Böden
- Stabilisiert Boden
- genetische Biodiversität ist grundlage für Züchten
Wie lässt sich Biodiversität auf dem Landwirtschaftsbetreib fördern?
- Biodiversitätsförderflächen
- In den Produktionsflächen mit: faunafreundlichen Mähverfahren, minimaler einsatz pestizid und dünger, feldlerchenfenster, zwischenfruchtflächen & untersaat
- nachhaltige Anbausysteme: lowinput, bio, emissionsarme maschinen
- mehr wissen
- gesamtbetreibliche Planung
Nenne Aufwertungen in der offenen Ackerfläche
- Kleinflächen auf ackerkulturen
- weite reihen im getreide
- mais mit kleegras untersaat,
- überweinternde zwischenkulturen
Nenne Aufwertungen fürs Grünland:
- Getaffelte Wiesennutzung
- Einsatz Balkenmäher
- Verzicht auf silage
- Doppelzäune (dazwischen können sich pflanzen breit machen und bilden ein biodiverses habitat)
WElche Faktoren spieln im Porjekt vielfalt mit Punkten eine Rolle?
- ökologischer Ausgleich
- Betreibscharakteristika
- massnahmen in der produktionsfläche
- betriebsumgebung
Welche Impulse gibt es für die Evolution?
1. Aus dem Inneren der Pflanze:
- Erbgut
- Mutationen
- Epigenetik
2. Aus der Umgebung der Pflanze:
- Bedingungen wie bodenstruktur, freuchtigkeit usw.
- nachbarpflanzen
- mikroorganismen
- Fauna (nützlinge schädlinge)
Welchen Ansatz verfolgt der Biolandbau? Welche anforderung muss die züchtung für bio erreichen?
den Umgebungsansatz:
- Verzicht auf Beizmittel: resistente sorten
- Verzicht auf herbizide: --> Pflanze muss schnelle Jugendentwicklung, gute Durchwurzelung, gute Beschockung, toleranz gegenüber striegeleinsatz haben
- Verzicht auf Fungizide/Insektizide: --> resistente/tolerante Sorten, quantittativ vererbte Resistenzen
- Verzicht auf Halmverkürzer: --> standfeste Sorten
- Verzicht auf schnell-löslichen mineralischen Dünger: --> nährstoffeffiziente Sorten --> mit gut ausgeprägtem Wurzelsystem & Symbiose mit Bodenmikroorganimsen (mykorrhiza)
Wie sieht die sortenwahl im Biolandbau aus?
Dreistufig:
1. Sorten aus Konventioneller Züchtung (status quo bei meisten sorten)
2. Züchtung für den ökologischen Landbau: berücksichtigung der Zuchtziele des Biolandbaus, selektion teilweise unter biobedingungen, letzter vermehrungsschitt under biobedingungen
3. Ökologische Pflanzenzüchtung: --> aussschliesslich für biolandbau gezüchtet, alle selektionsschritte unter bio. züchtungstechnik biokonform
Bei Fruchtfolge: Welche Pflanzen gehören in eine Gruppe?
- Korn, erbsen, Hafer
- hirse kartoffeln, lein, mais
- raps, sonnenblumen, weizen, zurckerrüben
Im biolandbau auch kunstwiese als fruchtfolge
Welche Fruchtfolgeregeln gibt es zur selbstregulation von Schadorganismne?
- damit fruchtfolgekrankheiten nich überhand nehmen --> anbaupausen zwischen den Wirtspflanzen
- empfindliche Wirtspflanzen der Fruchtfolge voran stellen
- Lebendiger Boden + kompost unterdrücken krankheiten
- Konkurrenzstarke Kulturen (klreegras) <-- evt auch als untersaat
- wechsel von sommer zu wintergetreide vermindert förderung von herbstkeimenden samenunkräutern und gräsern
- wechsel von blatt zu halmfrüchten vermeidet zunahme einzelner unkrautarten und schaderreger
Fruchtfolgeregeln zur Erhaltung der ERtragsfähigkeit des boden:
Ziel 1:
Erhatlung des humusgehalts des Bodens
wieso:
- - da nährstoffquelle
- - ernährung und habitat von Mikroorganimsen
- - verbesserung der physikalischen eigenschaften des bodens (wasserspeicherung, wasserinfiltration, krümelbildung
massnahmen: Zufuhr Hofdünger, Anbau von Zwischenfrüchten oder Gründüngungen, Ernterückstände auf feld lassen, wenig intense bodenbearbeitung (wenig pflügen)
angemessene nährstoffversorgung anstreben
N oft ertragslimiteiren --> Vorfrucht Leguminose plfnazen oder zufuhr organischer Dünger, oder Mikroorganismen im boden fördern
N-Verluste tief halten durch: bodenbegrünung im herbst, winterfrühling, förderung guter Bodenstruktur, bodenverlust entegegenwirken
p und K entzug ausgleichen durch recycling von kompost und hofdünger
Gib einige Beispiele von Fruchtfolgen im Biolandbau:
Kombination von Baltt und halmfrüchten mit mehrjähriger Klee/Grasmischung:
Ackerbaubetonte Fruchtfole:
- Kleegras- Ansaatwiese
- Kleegras- Ansaatwiese
- kartoffeln
- Winterweizen
- Silomais
- Sommergerste
Futterbaubetonte Fruchtfolge:
- Kleegras- Ansaatwiese
- Kleegras-Ansaatwiese
- kleegras-Ansaatwiese
- Silomais
- Sommerhafer
- Wintergerste
Anfoderungen an Fruchfolge im Ackerbau
ÖLN: Min 4 versch. Ackerkulturen in der Fruchtfolge, Nachweis der einhaltung der vorgeschribnene anbaupause
Biosuisse: zwischen zwei Hauptkulturen der gleichen art min 1 jahr anbaupause, min 20% der fläche begrünt
min 50% der offenen ackerflächen im winter begrünt
Grundsäzte Pflanzenernährung im Bioanbau
- Verbot von Snhetischen N-düngern
- keine Bodenunabhäniggne hydrokulturen
- kein klärschlamm, nur homogenisierte Schlachtabfälle
- betrachtung des agrarökosystem als geschlossenen nährstoffkreisluaf
Was kam beim Dokversuch raus im Bezug auf Pflanzenernährung?
Ertragsbegrenzung durch Stickstoff und Kalium ABER nicht durch Phosphor!!!
Stapelmist
Vorteile:
- Geringere Stickstoffverluste bei aufbereitung
- geringer aufwand für herstellung
- rasche stickstoffwirkung (nur bei stroharmen mist)
Nachtiele:
- schlechtere N-Wirkung auf dem feld
- viel stroh bewirkt stickstoffsperre
- hemmung wurzelwachstum
- bildung von schädlichen fäulnisstoffen
Kompost:
Vorteile
- länger anhaltende Wirkung
- bessere stickstoffwirkung
- fördert humusaufbau und bodenleben
- tötet unkrautsamen und krankheitskeime ab,
- kleinere ausbringmenge
- gut verträglich für pflanzen
Nachteile
- grössere N-verluste bei aufbereitung
- langsamere mineralisierung im frühjahr,
- hoher aufwand der kompostierung
Was war das fazit der Hofdünger versuche?
- N Verluste im Stall (hängt vom Stallsystem und Stallhygiene ab)
- N-Wirkung unterschiedlicher Miste im Boden: Kompostierter mist 16% besser als mit gestapeltem Mist 5 %
- N- wirkung kompost nimmt über jahre zu
Was sind die Häufigsten Nutztierkrankheiten`?
- Kinderkrankheiten bei Jungtieren (Allgemeine Infektionskrankheiten, Atmungstrakt, Durchfallerkrankungen)
- Krankheiten fast ständig laktierender oder reproduzierender Mütter (leber stoffwechel verdauung, fruchtbarkeit-genitaltrakt, eutererkranhungen, bewerungsorgane
- parasitosen
Was sind Kinderkrankheiten bei Nutztieren?
-Nutztierkinder häufig einem frühzeitigen Standortwechsel unterzogen: kälber schon nach 3-4 wochen.
- schlechtere immunologische ausrüstung als menschen
Was ist resistenztourismus?
tiere werden durch ganz europa verfrachtet --> so breiten sich krankheiten und resistenzen sehr schnell über eine grosse fläche aus!!
Wurmbefall
wurmbefall bei nutztieren ein noch grösseres und globaleres problem als antibiotika, allerdings nicht bekannt
Einige Facts über Tiere und Bio
-organisch biologisch äussert sich nicht zur tierhaltung --> gesunder boden--> bio-pflanzenb--> gesundes futter --> gesundes tier
- züchten nur mit besten tieren weiter --> aber auch mit besten pathogenen
Was ist pro-Q
Präventive Bestandesmedizin --> nicht einfach antibiotika abgeben.
--> eutergesundheit fördern
--> langlebigkeit der kühe fördern, damit diese wenn krank nicht einfach zum schlachter
--> homöophatisches behandlungskonzept, allerdings homöophatie nicht allerweltsheilmittel!
Ergebnisse von Pro-Q
- Auch ohne antibiotika gesunder Bestand
- Mittlere Laktationsnummer nimmt sogar zu!
- milchleistung bleibt gleich
- pro Q bereit zur praxiseinführung
Komplementärmedizin: Phytotherpaie
Phyotherapie: sehr alte form, heute allerdings viel zu wenig untersucht, meist nur studien aus südeuropa
- Nutzpflanzen meist auf primäre pflanzeninhaltsstoffe gezüchtet (fett, eiweiss, kohlenhydrate) sekundäre inhaltsstoffe wie heilwirksame substanzen vernachlässigt, nur ein bruchteil dieser stoffe ist erforscht.
- Auszüge aus pflanzen immer vielstoffgemische: --> im traditionellen Verständnis der medizin schwierig --> potenter gegenüber resistenzen
Was ist homöophatie
kommt vom grichischen gleich
ist eine Regulationstherapie
Beruht auf 3 Säulen: 1. Ähnlichkeitsregel, 2. Arzneimittelprüfung, 3. Potenzierung
In homöopathischen Mitteln keine Rückstände von Wirkstoffen --> deshalb auch keine Resitenzen
3 Säulen regel der Homöopathei:
1. Säule: ähnlichkeit: Mittel ruft beim gesunden menschen ähnliche symptome hervor wie die eigentliche krankheit
2. Arzneimittelprüfung: wird am gesunden menschen druchgeführt und ergibt das arzneimittelbild --> Sehr schwierig bei tieren!!
3. Potenzierung: Arzneimittel werden in festen Schritten verdünnt.
möglichkeiten der homöopathie?
- akute chronische krankheiten
- infektionskrankheiten
- Stoffwechselstörungen/ hormonelle störungen
- unterstützung selbstheilung.
-- > homöophatie braucht ienen rekaitonsfähigen organismus!! kurz vor dem tod bringt es nix mehr.
Umwandlungseffizienz bei Wiederkäuern?
Umwandlung von Energie im Gras zu für den Menschen verwertbare energie:
- Milch 45% der Energie in Proteine der MIlch gespeichert
- Fleisch 15%
Nennen sie zwei Erfolgreiche Strategien:
1. Hohe Leistung pro Stallplatz --> Ganzjahres Silage fütterung --> hoher energiegehalt --> 10 Tonnen milch pro jahr pro kuh
2. Vollweide: verzicht auf höchstleistung bei kuh, tiefstmögliche kosten --> maximierung Weideanteil
Auf Betriebsebene nur eines von beiden, in einer Region beides vertreten
Woher stammen die Anforderungnen für Tierhaltung?
- Tierschutzverordnung
- Tierschutzgesetz
- Empfehlung FAT
- Bioverordnung des Bundes
- Richtlinien der Labelorganisationen
Wie wird Tierschutz definiert?
Quantitativer Tierschutz:
- Stallmasse
- Auslauf, Weide
- Höchts- bzw. Mindestalter
- Fristen
--> Scharfe grenze, ist weit entwickelt
Qualitativ:
- Vitatlität, Gesundheit
- Soziale Werte
- Wohlbefinden
- Ethische Werte
--> unscharfe Grenzen, definitino steht in dne Anfängen
Gib beispiele für Qualittativer Tierschutz:
- unbrauchbares Leben: Männliche Küken werden getötet <-- verhindern
- Reproduktionstechniken: Klonen, künstliche Besamung) <-- regulieren
--> qual. Tierschutz nur zum Teil definiert
Was ist das Ziel einer Biokuh?
Verbesserung der Funktionalen Merkmale (gesundheit, Langlebigkeit, fruchtbarkeit) ohne dass die Milchleistung darunter leidet.