Biochemie

Eiweisse

Eiweisse


S. P.
Diese Lernkarten decken biochemische Prozesse auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf Enzymregulation, Proteinbiosynthese, und Stoffwechselwege. Sie behandeln wichtige Themen wie den Harnstoffzyklus, die Rolle von Glutamat und Glutamin, sowie die Funktion verschiedener Enzymgruppen. Ideal für Medizinstudenten, die sich auf biochemische Mechanismen und deren klinische Relevanz vorbereiten.
Cartes-fiches
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3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
25.06.2013 / 18.11.2014

Cartes-fiches

Sekundärstruktur

- durch Wechselwirkungen zw. NH- und Carbonyl (CO)-Gruppe

- a-Helix: zylinderförmig, H2O-Brückenbindungen sind intramolekular

- B-Faltblatt: Zick-Zack-Form, intramolekular und intermolekular

- B-Kehren + O-Schleifen dienen Richtungswechsel bzw. Wechsel von Helix zu Faltblatt

Tertiärstruktur

- dreidimensional

- kovalente + nicht-kovalente Bindungen zw. AS-Seitenketten (z.B. Disulfidbrücken zweier S-Gruppen)

- hydrophobe Seitenketten nach Innen (H2O-Abstossung). hydrophile nach Aussen => Hydrathülle um Protein, die Tertiärstruktur stabilisiert

-

Quartärstruktur

- Funktionseinheiten mehrere Tertiärstrukturen schliessen sich zusammen

- z.B. Enzymkomplexe, Hämoglobin, Ribosomen etc.

Protein-Funktionen

- Biokatalys: Enzyme

- Kommunikation: Signalstoffe (Hormone)

- Transport: da wasserlöslich gut im Blut transportierbar -> lipophile Seitenketten können hydrophobe Stoffe binden und so im Inneren transportieren (z.B. Hämogl. O2)

- Stützfunktion: fadenförmige, längliche Proteine Rolle bei Haut + Haar (Kollagen)

- aktive Bewegung: Muskelproteine Aktin + Myosin

- Immunsystem: Antikörper

- Blutgerinnung: Gerinnungsfaktoren sind Proteine

- Puffer: NH- oder COOH-Gruppe ist protoniert resp. deprotoniert

Bindungen nach abnehmender Stärke

1. Peptidbindungen

2. Disulfidbrücken (z.B. Cys-Resten)

3. ionische Wechselwirkungen

4. Wechselwirkungen zw. polaren Gruppen (H2O-Brücken)

5. hydrophobe Wechselwirkungen (aliphatische AS, keine Anziehung sondern Abstossung)

Enzyme

- stabilisieren Übergangszustände

- erniderigen Aktivierungsenergie -> pro Zeiteinheit mehr Teile Energiebarriere überwinden

- Schloss-Schlüssel - Prinzip = substratspezifisch

- Cofaktoren z.B. anorganische Metallionen (z.B. Mg), organische Nicht-Protein - Moleküle

- Multienzymkomplex: Diffusionsweg kürzer, hydrophobes Mikromilieu stabilisiert Zwischenprodukte

- Enzymdefekt oft schon Kind, da Gendefekt

Schrittmacherreaktion

langsamster Teilschritt einer Reaktionsfolge = geschwindigkeitsbestimmende

Schlüsselenzyme

- geschwindigkeitsbestimmend

- irreversibel Reaktionen

- Reaktionsgeschwindigkeit nicht von Substratmenge abhängig, sonder von Enzymaktivität

- reguliert durch allosterische Regulation (soviel Produkte wie nötig, Zelle nicht überarbeitet)

Oxidoreduktasen (Klasse I)

Elektronen von donor abgegeben (Oxidation) und von Akzeptor aufgenommen (Reduktion). Akzeptor im katabolen Stoffwechsel oft NAD+ bzw. FAD, im anabolen NADPH.

- Dehydrogenasen: übertragen Elektronen mit Protonen

- Oxygenasen: baut O ein -> danach Hydroxy-Gruppe

- Oxidasen: Elektronen, die bei Oxidation frei werden auf O übertragen (Produkt H2O, oder Wasserstoffperoxyd)

Transferasen (Klasse II)

übertragen funktionelle Gruppen

- Aminotransferasen: NH-Gruppe (donor) auf a-Ketosäure (Akzeptor) übertragen. (ALT, AST). benötigen PALP

- Kinasen: P von ATP auf Substrat übertragen.

- Glykosyltransferasen: UDP-Zucker (aktiviert) auf OH-Gruppe von Proteinen übertragen (ER + Golgi)

- Phosphorylasen: spalten Zuckermoleküle ab + übertragen auf freies! P

Hydrolasen (Klasse III)

spalten Moleküle mit H2O (Hydrolyse), oder verknüpfen Moleküle unter H2O-Ausscheidung (Kondensation)

- Peptidasen+Proteasen: spalten Peptidbindungen. Endo = spalten innerhalb Peptidkette, Exo = spaltet an Ende

- Esterasen: spalten Esterbindungen, Phosphatase = unter H2O-Einlagerung P ab. Nukleasen = an DNA- + RNA-Abbau.

- Glykosidasen: spalten glykosidische Bindung, Hilfe von H2O

Lyasen (Klasse IV)

- Synthasen knüfpen kleine Moleküle (CO2, H2O) an Doppelbindungen von grossen.

- Synthetasen spalten Molekül-Gruppen ab -> Doppelbindungen

- Dexarboxylasen: spalten COOH-Gruppen ab

- Hydratasen: lagern H2O an

- Dehydratasen: spalten H2O ab

Isomerasen (Klasse V)

wandeln eine Strukturform in ander um.

- Epimerasen: wandeln Epimer um (z.B. von links nach rechts)

- Mutasen: verschieben funktionelle Gruppen (z.B. von C3 nach C2)

Ligasen (Klasse VI)

verknüpfen Moleküle mit Energie aus hydrolytischer Spaltung

- Carboxylasen: fügen CO2 als COOH-Gruppe ein

Enzymregulation:

klassische Hemmung + Aktivierung

- v.a. bei Schrittmacherenzymen

- Moleküle binden an allosterische Zentren -> Änderung der 3-dimensionalen Konformation

- kompetive Hemmung: änhnliches + natürliches Substrat konkurieren um Bindung an aktivem Zentrum.

- nicht-kompetiv: Inhibitor bindet an regulatorische Untereinheit -> ändert Enzymkonformation. Substratumsetzung noch möglich, jedoch langsamer

- unkompetive: Substrat bindet -> Änderung Tertiär-bzw. Quartärstruktur -> neue Bindungsstelle, an welche Inhibitor bindet

- Allosterie: Inhibitor bindet an funktionelle Untereinheit -> Aktivität von funktionellem Zentrum wird beeinflusst

Enzymregulation: kovalente Modifikation + Interkonvertierung

 

- nidermolekulare Gruppe anfügen -> Aktivität gesenkt bzw. gesteigert. z.B. Phosphorylierung. ATP-abhängig (Kinasen) Fasutregelung:

anaboler Stoffwechsel der KH: Phosphorylierung = Inaktivierung, Dephosphorylierung = Aktiviert

katabol: Phosphorylierung = aktiviert, Dephosphorylierung = inaktiviert

 

Enzymregulation: Zymogene

inaktive Vorstufen (Verdauungsenzyme)

Peptidsequenz abspalten -> aktivierte Form.

Vorgang ist irreversibel.

oft folgt nach 1. Aktivierung Kaskade = weitere Zymogene werden aktiviert

Enzymregulation: Isoenzyme

ähnliche Struktur, katalysieren gleiche Reaktion

Enzymregulation: Enzym-Turnover (Enzym-Umsatz)

Enzymkonz. massgeblich.

Einerseits beeinflusst durch Transkription, andererseits durch Enzymhalbwertszeit.

Proteinsynthese

1. Transkription= Info von DNA auf mRNA übertragen

2. Translation= an Ribosomen in AS-Sequenz übersetzen (Code-Sonne)

- danach noch Modifizierungen nötig, damit Proteine aktiv werden z.B. Faltungen, Glykolysierung, Proteolyse

Proteinbiosyntese

sekretorischer Weg

- Teile der Synthese im ER + Golgi-Apparat

- Ribosom dockt an ER -> weitere Translation im ER-Lumen

- von ER in Vesikel zu Golgi -> weitere Modifikation -> Exozytosse

- Exportproteine, Membranproteine, ER + Golgi-Proteine, lysosomale Proteine

 

Proteinbiosynthese

zytosolischer Weg

- gesamte Synthese im Zytosol

- Proteine für Zytosol, Mitochondrien, Zellkern, Peroxisomen.

Glykolysierung

vor Glykolysierung aktivierung über UTP (KH)

- O-glykosidisch (über OH-Gruppe), an Rest von Serin bzw. Threonin. in Zisternen des Golgi. kein Dol-P, da Anheftung direkt an ES

- N-glykosidisch (über NH-Gruppe), an Rest von Asparagin. Im ER alle gleichen Rest, im Golgi dann spezifischer. Dol-P nötig.  mannosereicher Typ = ausschliesslich Mannose, kompleser = viel Mannose + andere Zucker

Proteolyse

Signalsequenz entfernen (z.B. Aktivierung der Verdauungsenzymen)

Proteinabbau

- intrazelluläre Proteine von eigener Zelle, Plasmaproteine von Leber (Nieren)

- Proteinabbauende Enzyme: Peptidasen (spalten unter H2O-Anlagerung). Exo- von Ende (Carboxypeptidasen = C-Terminus, Amminopeptidasen = N-Terminus) Endo

- Peptidasen als inaktive Vorstufen (Zymogene), da sonst Selbstverdauung, weil Körper zu grossem Teil aus EW

- Proteasomen: EW muss mit Ubiquitin markiert sein. Ubiquitin kann wieder verwendet werden, da nicht abgebaut

- Glykoprotein in Lysosomen der Leberzellen abgebaut

Harnstoffzyklus

NH4 + + HCO3- + 3ATP + Aspartat + 2H2O ⇒

Harnstoff    + 2ATP (NADH/H+) + AMP + 4P + Fumarat

- in der Leber in 5 Reaktionen aus NH3 Harnstoff

- Schritt 1+2 im Mito, 3-5 im Zytosol

- in Peripherie N auf Glutamat -> Glutamin -> transportiert N zu Leber, dort Glutamin zu Glutamat

- N erst zu Harnstoff, wenn Körper keine verwendung mehr

Harnstoffzyklus

Glutamat desaminiert -> a-Ketoglutarat + NH3 (=1N für Harnstoff). 2N von Asparat

1. im Mito: Nh3 + CO2 binden =Schritmacherreaktion, allosterisch reguliert. nach weiterer Reaktion (2), welche 2 ATP benötigt, via Trägerprotein von Mito in Zyto

3. im Zyto: Reaktion braucht 1 ATP -> alle ATP für Harnstoff verbraucht (insgesamt 3 nötig)

4. Fumarat abgespalten (über Malat + Oxalacetat wieder zu Fumarat)

5. H2O-Anlagerung an Arginin -> Isoharnstoff -> spontan zu Harnstoff

Harnstoffbilanz

Verbraucht:

- NH3, Aspartat, CO2, 3 ATP

Benötigt:

- Ornithin, Citrullin, Argininosuccinat, Arginin

Gewonnen: 1 NADH/H+ (=2,5 ATP) deshalb eigentlich nur 1 ATP verbraucht

Stickstoff

- erst zu Harnstoff, wenn Körper nicht mehr benötigt

- Verwendung von N:

Enzyme, nehmen N von Glutamin. z.B. N für Arginin-Biosyynthese, für Kreatin-Biosynthese

Zellen, die häufig teilen benötigen viel N (N für Zellteilung) -> Darmzellen und Nierenzellen nehmen deshalb viel Glutamin auf

Ammoniak (NH3)

- im Blut protoniert = Ammoniumion -> gut wasserlöslich, kann nicht in Membranen eindringen und dort neurotoxisch wirken

- NH3 hoch reaktiv -> bindet an aktives zentrum von Enzymen -> unwirksam

biogene Amine

decarboxylierte AS (CO2 abgespaltet)

beim Abbau entsteht H2O2 (Wasserstoffperoxid), da 2H auf O2 übertrgen. Enzym MAO.

MAO-A = baut im ZNS Adrenalin + Serotonin ab

MAO-B = baut in Leber + Hirn Dopamin ab

wichtige biogene Amine

GABA: aus Glutamat, (im ZNS v.a. im Rückenmark)

Histamin: aus Histidin, Gewebshormon

Dopamin: aus Phenylalanin + Tyrosin, Neurotransmitter

Serotonin: aus Tryptophan, Neurotransmitter + Gewebshormon

Taurin: aus Cystein, verbessert Wasserlöslichkeit von schlecht löslichen Stoffen (z.B. Gallensäure)

Ethanolamin: aus Serin, für Biosynthese Membran-Phospholipiden.

Étudier