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bhv M 4.4 Ethologie des Hundes

Verhaltensforschung des Hundes

Verhaltensforschung des Hundes

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Kartei Details

Karten 34
Lernende 21
Sprache Deutsch
Kategorie Biologie
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 26.05.2014 / 27.02.2024
Lizenzierung Keine Angabe
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der Hund ist ... der Menschenversteher

der Menschenversteher

der Hund biologische Einordnung

Reich: Vielzellige Tiere

Stamm: Gewebetiere

Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Unterklasse: Höhere Sägetiere (nicht Ur- und Beutel-)

Überordnung: Laurasiatheria (vom früheren Superkontinent Laurasia - molekulargenetische Ähnlichkeiten)

                       (Taxa (Ordnungen): Insektenfresser Fledertiere Unpaarhufer(Pferd Tapir Nashorn)

                       Paarhufer (Schwein Kamel) Wale Schuppentiere Raubtiere (Carnivora - Mensch = Omnivora)

Ordnung: Carnivora (Raubtiere)

Familie: Can(o)idae (Hundeartige)

Gattung: Canis

Art: (forma) familiaris (vs lupus (Fuchs) aureus (Schakal) latrans (Kojote))

Unterart = Rasse (künstlich entstanden durch Zucht)

Domestikation

Die ersten Haustiere

Älteste Knochenfunde in Europa vor 14000 Jahren

Der Hund ist die einzige domestizierte Canidenart (Katze? kein Canidae sondern Felidae)

Wahrscheinlich Selbst-Domestizierung des Wolfes durch Annäherrung an menschliche Wohngebiete Die Ur-Dorf-Wölfe haben eine genetische Neigung zu kürzerer Fluchtdistanz Diese "Dorfhunde" hatten keine Rudelstruktur (sie lebten alleine oder in losen Verbänden)

"Pemba"-Hunde (Insel vor Ostafrika) heutige "Dorfhunde"

Der Hund und der Wolf haben sich über Jahrtausende auseinanderentwickelt

Veränderung durch Domestikation: Aussehen, Fortpflanzungsverhältnisse, Verhalten und die Sozialstruktur (allgemein bei domestizierten Tieren) -- Rassenzucht

 

 

Domestikationseffekt

Merkmalsänderung durch Domestikation

Abnahme der Gehirnmasse um 20-30% (vor allem Regionen für Sinneseindrücke) Auch kleinerer Schädel (Wolfskopf größer als Menschenkopf) Verkleinerung der Zähne, Auftreten von Hängeohren, Ringelrute, Geschecktes Fell

Verstärkung der für den Menschen nützlichen Eigenschaften (Belllen, Hirteneigenschaften, Milch, Fleischmasse, Fell, Wolle)

Änderung der Ausprägungung von Verhaltensweisen (weniger Aggressivität, Ängstlichkeit)

Farbveränderung (weg von Tarnfarben zu vielfältigen Farben)

Domestikationsexperiment Silberfuchs

Vulpes vulpes fulvus

Dmitri Beljajew

Ziel: umgänglichere Füchse zur Fellerzeugung

Einziges Auswahlkriterium: Fluchtdistanz zum Menschen

Nach 15 Generationen: positives Reagieren auf Mensch, 2 Läufigkeiten im Jahr, Aktive Suche nach Nähe, Futter aus der Hand, Rückenrollen zum Bauch kraulen, Fiepten und winselten wie Hunde

Die äußere Erscheinung veränderte sich gleichzeitig mit den Charaktereigenschaften

Äußerlich: P.: Fellfarbänderung & Hängende Ohren, Stehende verkürzte Rute

Verhalten: Verminderter Fluchtinsinkt, Verringerter interindividueller Abstand, Verringerte Aktivität, Rasche Anpassung an neue Umgebungen, Weniger Reaktion auf neue Reize, Sensibilität auf menschliche Kommunikation, LERNFÄHIGKEIT

Hunde und Menschenfamilie

!! Hund-Mensch Gemeinschaften bilden kein Rudel (biologisches Prinzip: es gibt keine Rudelstrukturen unter Artfremden)

Es gibt keine Übertragbarkeit von Verhalten von heute frei lebenden Hunden oder Wölfen auf die Mensch-Hund-Gemeinschaft
 

 

Hunde und die Hundewiese

Auch hier gelten keine Prinzipien des Rudelverhaltens, da:

keine genetische Einheit (keine Familie)

leben nicht zusammen

fremde Tiere können regelmäßig dazukommen

Hunde"gruppen" beim Menschen

Ebenfalls kein Rudel / Rudelverhalten

Regelmäßig nicht genetisch verwandt

das gleiche bei Tierheim Pension HuTa (regelmäßig neue Hunde)