bhv M 4.4 Ethologie des Hundes
Verhaltensforschung des Hundes
Verhaltensforschung des Hundes
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Flashcards
Neugeborenenphase
Welpen sind blind und taub
Suchen nach Milchquelle ( ! erste Belohnungserfahrung durch Erfolge)
Welpen nicht an Zitzen anlegen
Keine Körpertemperaturregelung - Bewegung bis wärmender Kontakt (Mutter Geschwister)
Entwicklung Geruchs-, Geschmacks- Tast- und Temperatur- und Gleichgewichts- Sinn
Übergangsphase
13ter Tag bis 3te Woche
Öffnen der Augen und des Gehörgangs
Mehr Infos über Umwelt an Gehirn
Regelung Körpertemperatur
Entwicklung Fortbewegung
Beginnende Neugierde & Reaktion (auf Wurfgeschwister)
Entwicklung Nervensystem
Wichtig: Welpen oft berühren, in andere Lagen bringen, viel Menschenkontakt,
Sozialisierungsphase Sensible Phase
3te Woche - 3 Monate 3te Woche - 2 Monate
Mehrfachsozialisation
Hunde haben die Fähigkeit mit mehreren Arten zu sozialisieren, wenn sie genügend Kontakte in der Sozialisierungsphase haben (nicht so andere Tiere z.B. handaufgezogenes Reh schaut später andere Wildtiere/Rehe)
Sozialisierung mit Hunden
Das Erkennen der Signale anderer Hunde ist nicht angeboren
! Ausdrucksformen verschiedener Rassen (Boxer Pekinese)
Welpe lernt im Spiel mit Mutter & Geschwistern
Dieses Lernen muß nach 8 Wochen fortgesetzt werden (Welpengruppe)
Erlernen der Beißhemmung
Der Hund lernt durch die Konsequezen/Antworten der anderen
Sozialisation mit Menschen
Ab der 3ten Woche nähern sich Welpen dem Menschen
Neugier steigt bis zur 5ten Woche & fällt dann wieder ab
Ab der 5ten Woche beginnt die Entwicklung von Angst ggü Unbekanntem
- also Gewöhnung an Geräusche etc. vorher
Ab der 14ten Woche ist die Sozialisierung mit Menschen nicht mehr möglich
Hunde müssen Ihr Bild vom Menschen generalisieren (alles was möglich ist bis hin zum Blinden Skater Gehstock)
- am besten in der Sensiblen Phase
Sozialisation mit anderen Tieren
Vorbeugen vor Angst
Vorbeugen von Jagdverhalten
Gewöhnung an Kaninchen Rehe (Kuschelzoo mit Hundeerlaubnis)
! Katzen
- muß im Junghundealter fortgesetzt werden
Welpen beim Züchter
Es ist sehr wichtig einen erfahrenen und belehrten Züchter zu finden,
der um die Lernphasen der Hunde weiß
und die Verantwortung übernimmt dem Welpen schon so viel wie möglich bekannt zu machen
- später immer schwieriger
- P: Zeitaufwand
Habituation
= Gewöhnung
an
Umwelt
Eindrücke Geräusche Autofahren Busfahren.....
- muß im Junghundealter fortgesetzt werden
Sozialisierung Juvenile Phase
Ab der 12-16ten Woche finden nur noch "normale" Lernprozesse statt
Ab der 12ten Woche beginnt der dann juvenile Hund bestimmte Menschen Umweltsituationen zu meiden
Auch in dieser Zeit gemachte Erfahrungen haben noch tiefgreifende Auswirkungen
Erlernen von Strategien zur Konfliktlösung
Kämpfen Fliehen Erstarren Beschwichtigen
Fight Flight Freeze Appease (Fiddle about)
- Appease !!!
- Fluchtverhalten kann sich nicht ausbilden wenn es keine Rückzugsmöglichkeiten gibt
Stress
Reaktion des Organismus auf äußere oder innere Bedrohung
und die Konzentration der Kräfte & Energie, die Gefahrensituation zu bewältigen
siehe 4 F's (Fight Flight Freeze Appease (Fiddle about))
Eustress Distress
positiver Stress negativer Stress
Deprivation
Entbehrung Entzug Verlust Isolierung
(Zwingerzucht, Welpenindustrie, Wild lebende Hunde (bezüglich Mensch)
Das Gehirn entwickelt sich durch Sinnesreize
zu wenig Reize (nicht gebrauchte Nervenbahnen werden abgebaut)
Reduzierung der Vernetzung
Abbau flexibler Reaktionen
mehr Ängstlichkeit
Stressanfälligkeit
Neigung zu stereotypem Verhalten (anomale Verhaltensweisen - Weben mit Kopf (Pferd) Fixieren von "Schatten")
bei Aufregung
Oftmals hyperaktiv, da sich hemmende Bereiche im Gehirn nicht entwickeln konnten)
! Nicht reversibel (weder Training noch Habituation)
- Stresssystem permanent aktiv - Tierschutzrelevanz !
Hund Wolf
Caniden Verwandte
Anpassung an unterschiedliche Nischen (Mensch Wildnis)
und darum sehr unterschiedliche Verhaltens-weisen und -entwicklungen
Dominanztheorie
Die Dominanztheorie wurde entwickelt,
um die Beziehung zwischen Mitgliedern von organisierten Tiergesellschaften
beschreiben und vorhersagen zu können
!! Dominanz ist keine Eigenschaft
Sie wurde aus der Hackordnung der Hühner entwickelt
und auf andere Tiergruppen als "Prinzip" übertragen
Das dominante "alpha"-Tier wurde sobald es Schwächen Zeigte vom "beta"-Tier abgelöst
Im "Rudel" herrscht ständiger Kampf um die Machtposition
Es gibt auch "omega"-Tiere
Dominanztheorie & Hund
Aufgrund der früheren Gehegeforschungsergebnisse bei Wölfen,
kam man zu der Annahme daß sich diese ebenso gemäß der Dominanztheorie verhalten.
Die ist nach der heutigen Forschung im Freiland nicht mehr haltbar.
Genauso wenig wie die Übertragung auf Hunde !
Bei "altgeprägten" Hundetrainern existieren immer noch Aussagen wie:
"Die Führung ist zu schwach"
"Sie müssen der "alpha" sein"
"Er will Sie dominieren"
"Sie müssen der Chef sein"
Die Unterstellung hierbei ist: Hunde wollen sozial aufsteigen
Knurren & Fletschen
Knurren wird als selbstsichere Herausforderung beim Kampf angesehen.
= aber auch Beschwichtigung und Furcht Signal
Also oftmals mangelndes Vertrauen denn mangelnder Respekt (! aber der "Rüpel")
- Vertrauen schaffen, statt Situation eskalieren lassen
Rangordnungsproblem !?
Es gibt keines
da es keine Rangordnung gibt !!
Also:
Ängstlichkeit
- Vertrauen schaffen (Der Halter räumt die Angstsituationen aus dem Weg - übernimmt die Verantwortung
Schützend Vorstellen - Aus dem Weg gehen...)
Pöbelei
- Aus dem Weg gehen - ngar nicht erst die Möglichkeit geben "SCHADE SCHADE"
Ressource Holding Potential RHP
ist die bessere Beschreibung des Kräfteverhältnisses der Tiere in der Gruppe
Es beschreibt die Fähigkeit, eine Ressource zu halten !
Ressource kann vieles sein:
Futter - Genügend Bewegungsfreiheit - Territorium - Spielzeug - Halter/Eifersucht - Sexualpartner
Kosten-Nutzen-Abwägung
deshalb wird oftmals eher taktiert, gedroht, geblufft
Besitzer verteidigt meist verbissener als der der die Ressource haben will
Literatur
James O'Heare "Die Dominanztheorie bei Hunden"
Barry Eaton "Dominanz Tatsache oder fixe Idee"
Anders Hallgren "Das Alpha-Syndrom"