bhv M 4.4 Ethologie des Hundes
Verhaltensforschung des Hundes
Verhaltensforschung des Hundes
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Flashcards
Stress
Reaktion des Organismus auf äußere oder innere Bedrohung
und die Konzentration der Kräfte & Energie, die Gefahrensituation zu bewältigen
siehe 4 F's (Fight Flight Freeze Appease (Fiddle about))
Eustress Distress
positiver Stress negativer Stress
Deprivation
Entbehrung Entzug Verlust Isolierung
(Zwingerzucht, Welpenindustrie, Wild lebende Hunde (bezüglich Mensch)
Das Gehirn entwickelt sich durch Sinnesreize
zu wenig Reize (nicht gebrauchte Nervenbahnen werden abgebaut)
Reduzierung der Vernetzung
Abbau flexibler Reaktionen
mehr Ängstlichkeit
Stressanfälligkeit
Neigung zu stereotypem Verhalten (anomale Verhaltensweisen - Weben mit Kopf (Pferd) Fixieren von "Schatten")
bei Aufregung
Oftmals hyperaktiv, da sich hemmende Bereiche im Gehirn nicht entwickeln konnten)
! Nicht reversibel (weder Training noch Habituation)
- Stresssystem permanent aktiv - Tierschutzrelevanz !
Hund Wolf
Caniden Verwandte
Anpassung an unterschiedliche Nischen (Mensch Wildnis)
und darum sehr unterschiedliche Verhaltens-weisen und -entwicklungen
Dominanztheorie
Die Dominanztheorie wurde entwickelt,
um die Beziehung zwischen Mitgliedern von organisierten Tiergesellschaften
beschreiben und vorhersagen zu können
!! Dominanz ist keine Eigenschaft
Sie wurde aus der Hackordnung der Hühner entwickelt
und auf andere Tiergruppen als "Prinzip" übertragen
Das dominante "alpha"-Tier wurde sobald es Schwächen Zeigte vom "beta"-Tier abgelöst
Im "Rudel" herrscht ständiger Kampf um die Machtposition
Es gibt auch "omega"-Tiere
Dominanztheorie & Hund
Aufgrund der früheren Gehegeforschungsergebnisse bei Wölfen,
kam man zu der Annahme daß sich diese ebenso gemäß der Dominanztheorie verhalten.
Die ist nach der heutigen Forschung im Freiland nicht mehr haltbar.
Genauso wenig wie die Übertragung auf Hunde !
Bei "altgeprägten" Hundetrainern existieren immer noch Aussagen wie:
"Die Führung ist zu schwach"
"Sie müssen der "alpha" sein"
"Er will Sie dominieren"
"Sie müssen der Chef sein"
Die Unterstellung hierbei ist: Hunde wollen sozial aufsteigen
Knurren & Fletschen
Knurren wird als selbstsichere Herausforderung beim Kampf angesehen.
= aber auch Beschwichtigung und Furcht Signal
Also oftmals mangelndes Vertrauen denn mangelnder Respekt (! aber der "Rüpel")
- Vertrauen schaffen, statt Situation eskalieren lassen
Rangordnungsproblem !?
Es gibt keines
da es keine Rangordnung gibt !!
Also:
Ängstlichkeit
- Vertrauen schaffen (Der Halter räumt die Angstsituationen aus dem Weg - übernimmt die Verantwortung
Schützend Vorstellen - Aus dem Weg gehen...)
Pöbelei
- Aus dem Weg gehen - ngar nicht erst die Möglichkeit geben "SCHADE SCHADE"
Ressource Holding Potential RHP
ist die bessere Beschreibung des Kräfteverhältnisses der Tiere in der Gruppe
Es beschreibt die Fähigkeit, eine Ressource zu halten !
Ressource kann vieles sein:
Futter - Genügend Bewegungsfreiheit - Territorium - Spielzeug - Halter/Eifersucht - Sexualpartner
Kosten-Nutzen-Abwägung
deshalb wird oftmals eher taktiert, gedroht, geblufft
Besitzer verteidigt meist verbissener als der der die Ressource haben will
Literatur
James O'Heare "Die Dominanztheorie bei Hunden"
Barry Eaton "Dominanz Tatsache oder fixe Idee"
Anders Hallgren "Das Alpha-Syndrom"