Bewegungsapparat Patophys
01 APPP
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Flashcards
Traumatologie:
Gelenkerguss:
Seröses Exsudat im Gelenkspalt, falls infektiös/eitrig: Empyem
Bursitis: Schleimbeutelentzündung:
Definition und Pathogenese:
Entzündliche Reaktion mit seörsem Erguss in Schleimbeutel. die Bursen in ausgesülpten Reserveräumen und Verschiebeschichten der Gelenke werden ,,gereizt'' durch: Verletzungen, Überbeanspruchung, Infektion, metabolische Störungen(Hyperurikämie) oder im Rahmen systemischer Arthritiden.
Bursitis:
Einteilung:
- Schultergelenk: Bursitis subdeltoidea und subacromialis
- Ellenbogengelenk: Bursitis olecrani (student's elbow)
- Hüftgelenk: Bursitis trochanterica und iliopectinea
- Sprunggelenk: Bursitis subachillea
Bursitis:
Klinik:
- Tumor, Rubor, Calor
- Functio Laesa: schmerzbedingte Bewegungseinschränkung
- evtl. tastbare Flukation
Bursitis
Diagnose:
Anamnese und klinische Untersuchungen
Rx: zum Ausschluss von knöchernen Ursachen
Bursitis:
Therapie:
- Konservativ: Kühlen, ruhig stellen mit Gipsschiene oder Druckverband, Reizexposition vermeiden für ca. 7-10 Tagen
- Medikamente: NSAR, evtl. Punktion und Kortikoidenstillation
- Operativ: Bursektomie und postoperative Ruhigstellung des Gelenks für 10d.
Bursitis:
Komplikationen:
Gelenkinfektion bei Punktion oder OP
Kontusion:
Gelenkprellung/-Stauchung durch stumpfe Gewalteinwirkung mit evtl. blutigem Gelenkerguss (Hämarthros) bei Einriss der inneren Gelenkhaut (Synovialis) oder Vereltzung der Gelenkstrukturen
Distorsion:
Gelenkzerrung mit Kapselzerrung und evtl. Teilriss/Riss von Bändern
Luxation / Subluxation:
Ausrenkung/Verrenkung eines Gelenks mit unvollständiger resp. vollständiger Verlagerung der gelenkbildenden Knochen (Kopf/Pfanne) und Kapsel- oder Bandverletzung.
Kontusion / Distorsion / Luxation:
Therapie:
Bandstabile Verletzungen erfordern in der Regel operatives Vorgehen
Bandstabile können konservativ behandelt werden.
Malleolarbandruptur:
Definiton:
Bandläsionen des OSG betreffen vorwiegend das Aussenband und enstehen durch ein Supinationsdrauma (Distorsion), bei kompletter Ruptur aller drei Aussenbänder liegt ein Sprunggelenkskluxation mit Knorpelläsion vor.
Malleolarbandruptur:
Klinik:
Schwellung, Druckschmerzen, evtl. Hämatom. Der Schweregrad der Verletzung muss nicht mit dem ausmass der Schwellung korrelieren.
Malleolarbandruptur:
Diagnostik:
Anamnese
Rx und Stabilitätsprüfung
Malleolarbandruptur:
Therapie:
Konservativ: Kühlung, Hochlagerung und Schonung/Immobilisierung
Operatives Vorgehen: nur bei Ruptur aller Bänder, bei Begleitverletzungen oder bei Sportlern und Berufen mit ausgeprägter Sprunggelenkbelastung (z.B. Dachdecker)
Achillessehnenruptur:
anatmoie:
Die stärkste Sehne des Menschen ist dynamischen Dehnungskräften von bis zum 8-fachen Körpergewicht ausgesetzt.
Achillessehnenruptur:
Definition/ Pathogenese:
Meistens durch indirektes Trauma verursachter Riss der Achillessehne während Sport( Stop and go) oder ausrutschen. Mit zunehmendem Alter begünstigt durch degenerative Sehnenveränderungen, welche eine Abnahme der Elastizität und Belastbarkeit mit sich bringen.
Achillessehnenruptur:
Epidemiologie:
- Inzidenz: ca. 20/100'000/ Jahr, m >> w
- Prädisposition: Sportliche Männer zwischen 30 und 50J. degenerativ > 50.J
Achillessehnenruptur:
Klinik:
- Peitschenartiger reissender Schmerz im Augenblick des oft hörbaren Risses
- Tastbare, druckschmerzhafte Delle und Schonhinken
- Lokale schwellung und Hämatom
Achillessehnenruptur:
Diagnose:
- Anamnese: Verletzungshergang
- Klinsche Untersuchung: Stark reduzierte Kraft der Plantarflexion plus Klinik
- Thromposen Test: Wadenkeifen => Plantarflexion
- Sonographie: Risslücke
- Rx: Ossäre Verletzungen und Begleitverletzungen ausschliessen
Achillessehnenruptur:
Therapie:
- Konservativ: Fixierung in Spitzfusstellung mit Gips oder Spezialschuh nach Sonographischer Überprüfung der annäherung der Sehnenenden, Thromboseprophylaxe, Beginn Krafttraining ab 4.Wochen, Sportfähig nach 3-4 Monaten
- Operativ: Falls sonographisch keine Annäherung der Sehnenenden in Spitzfusstellung erfolgt sofortige Operation
- Postoperativ: Frühfunktionelle Nachbehandlung mit Spezialschuh (Orthese) mit abnehmender Spitzfussstellung und zunehmender Physiotherapie.
Alltagsbelastungen nach 3 Monaten, Extrembelastungen nach 6 Monaten
Alte Ruptur: Sehnenplastik
Achillessehnenruptur:
Prognose:
Bei nicht Leistungssportlern hat die konservative Therapie die fast gleich gute Prognose wie die operative und wird deshalb überwiegend angewendet. Bei Leistungssportlern wird operatives Vorgehen bevorzugt.
Achillessehnenruptur:
Komplikationen.
- Reruptur (2% der Fälle, meistens in den ersten 3 Monaten)
- Tiefe Beinvenentrhombose
- Sehnenansatzverkalkung
- Operativ: Nervläsionen, Wundheilungsstörungen
Meniskusverletzungen:
Anatomie/Physiologie:
Die aus Faserknorpel bestehenden Menisken bilden zwei bewegliche Gelenkspfannen auf dem Tibiaplateau. Bei Flexion/Extension gleiten beide rück- und vorwärts, bei Innenrotation gleitet der mediale Meniskus vorwärts, der laterale rückwärts, bei Aussenrotation umgekehrt. Der mediale Meniskus ist am medialen Seitenband fixiert, was seine Beweglichkeit einschränkt.
Meniskusverletzungen:
Ätiologie:
- Degenerative Läsion durch Bagatelltrauma
- Torsionstrauma, Verdrehen des belasteten und gebeugten Kniegelenks
- Typische Verletzung des medialen Meniskus (95%) bei kräftiger Streckung des belasteten aussenrotierten Kniegelenks( und fixiertem Unterschenkel)
Meniskusverletzungen:
Epidemiologie:
- Inzidenz: 70/100'00/J, m > w, v.a. junge Sportler oder degenerativ mit 50 weist ca. jeder Dritte einen Meniskusschaden auf ( meist beschwerdefrei)
Meniskusverletzungen:
Klinik:
Schonhaltung in Beugestellung, Streckungsschmerz, Streckhemmung, Schwellung und Gelenkerguss mit ,,tanzender Patella''
evtl. Hämarthros
Meniskusverletzungen
Diagnose:
- Anamnese
- Klinische Untersuchung: Lokaler Druckschmerz, Spezifische Bewegungstests( Steinmann-Zeichen, Böhler-Zeichen, McMurray-Test. Apley-Zeichen, Payr-Zeichen)
- Rx: zum Ausschluss ossärer Läsionen
- MRT: Zur Darstellung der Menisken
- Arthroskopie: Diagnose, Therapie
Meniskusverletzungen
Therapie:
Konservativ
- bei erstmaliger Einklemmung Repositionsversuch
- bei geringen Beschwerden: Physiotherapie, NSAR, evtl. Glukokotikoideninjektion
Operativ:
- Arthroskopie mit partieller Meniskektomie oder Naht oder Meniskusrandglättung
- kollagenes Meniskusimplantat bei vollst. Zerstörung im Versuchsstadiom
Postoperativ:
- Unterarmgehstützen zur Entlastung für einige Tage
- Zunehmende Belastung und Physiotherapie
- Sport nach 3 Monaten
Meniskusverletzungen
Komplikationen:
- Rezidivierende Gelenkergüsse
- Bleibender Meniskusschaden
- Frühzeitige Gonarthrose
- Baker Zyste
- Operationskomplikationen:
- Gefäss- und Nevenverletzungen
- Infektion
- tiefe Beinvenenthrombose
Meniskusverletzungen
Komplikationen:
- Rezidivierende Gelenkergüsse
- Bleibender Meniskusschaden
- Frühzeitige Gonarthrose
- Baker Zyste
- Operationskomplikationen:
- Gefäss- und Nevenverletzungen
- Infektion
- tiefe Beinvenenthrombose
Meniskusverletzungen:
Differenzialdiagnose:
- Meniskusfehlbildung ( Normvariante)
- Gelenkkörper (HOFFA-Fettkörper)
- Gelenkkapseleinklemmung
- Chondropathie
Epikonylopathie / Epikondyalgie:
Definition und Pathogenese:
Durch Mikrotrauma ( zahlreiche, einzelne geringe, stereotype Belastungen) verursachte Reizung von Sehneninsertionsstellen, z.B. Epikondylen beim Ellenbogen. Typisch: Mausarm, Tennisarm oder Golfer-Ellenbogen.
Epikonylopathie / Epikondyalgie:
Epidemiologie:
Betrifft ca. 50% der Tenisspieler
Epikonylopathie / Epikondyalgie:
Klinik:
Lokaler Belastungs- und Ruheschmerz
Epikonylopathie / Epikondylagie:
Diagnose:
Anamnese, Bewegungsschmerz, Druckschmerz
Epikonylopathie / Epikondyalgie:
Therapie:
- Akut: Kühlung, Sportpause und Schonung
- Physikalisch: Ultraschall, Stosswellentherapie und Wärme
- Physiotherapie: Muskeldehnung, Querfriktionsmassage, Kopmression mit Bandage/Orthese
- Medikamentös: NSAR oder logale Glukokortikoidinfiltration ( evtl. Botox-Injektion)
- Operativ: bei langfristigem Versagen der konservativen Therapie
- Wiederaufnahme des Sports mit angepasstem Training und Material nach 2-3 Monaten
Epikonylopathie / Epikondylagie:
Prognose:
Guter Verlauf bei ca 90 % der Fälle