01 APPP


D. S.
Diese Lernkarten behandeln pathologische Zustände des Bewegungsapparats auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Erkrankungen wie Osteoporose, Arthritis, Arthrose und Meniskusverletzungen, wobei Themen wie Pathogenese, Diagnose, Therapie und Prognose behandelt werden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über die Behandlung und Diagnose von Gelenk- und Knochenerkrankungen vertiefen möchten.
Flashcards
118
Students
5
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
21.01.2016 / 28.06.2020

Flashcards

Traumatologie: 
Gelenkerguss: 

Seröses Exsudat im Gelenkspalt, falls infektiös/eitrig: Empyem 

Bursitis: Schleimbeutelentzündung: 
Definition und Pathogenese: 

Entzündliche Reaktion mit seörsem Erguss in Schleimbeutel. die Bursen in ausgesülpten Reserveräumen und Verschiebeschichten der Gelenke werden ,,gereizt'' durch: Verletzungen, Überbeanspruchung, Infektion, metabolische Störungen(Hyperurikämie) oder im Rahmen systemischer Arthritiden. 

Bursitis: 
Einteilung: 

- Schultergelenk: Bursitis subdeltoidea und subacromialis
- Ellenbogengelenk: Bursitis olecrani (student's elbow)
- Hüftgelenk: Bursitis trochanterica und iliopectinea
- Sprunggelenk: Bursitis subachillea 

Bursitis:
Klinik: 

- Tumor, Rubor, Calor
- Functio Laesa: schmerzbedingte Bewegungseinschränkung
- evtl. tastbare Flukation 

Bursitis 
Diagnose: 

Anamnese und klinische Untersuchungen
Rx: zum Ausschluss von knöchernen Ursachen 

Bursitis: 
Therapie: 

- Konservativ: Kühlen, ruhig stellen mit Gipsschiene oder Druckverband, Reizexposition vermeiden für ca. 7-10 Tagen

- Medikamente: NSAR, evtl. Punktion und Kortikoidenstillation

- Operativ: Bursektomie und postoperative Ruhigstellung des Gelenks für 10d. 

Bursitis: 
Komplikationen: 

Gelenkinfektion bei Punktion oder OP 

Kontusion: 

Gelenkprellung/-Stauchung durch stumpfe Gewalteinwirkung mit evtl. blutigem Gelenkerguss (Hämarthros) bei Einriss der inneren Gelenkhaut (Synovialis) oder Vereltzung der Gelenkstrukturen 

Distorsion: 

Gelenkzerrung mit Kapselzerrung und evtl. Teilriss/Riss von Bändern 

Luxation / Subluxation: 

Ausrenkung/Verrenkung eines Gelenks mit unvollständiger resp. vollständiger Verlagerung der gelenkbildenden Knochen (Kopf/Pfanne) und Kapsel- oder Bandverletzung.

Kontusion / Distorsion / Luxation:
Therapie: 

Bandstabile Verletzungen erfordern in der Regel operatives Vorgehen

Bandstabile können konservativ behandelt werden. 

Malleolarbandruptur: 
Definiton: 

Bandläsionen des OSG betreffen vorwiegend das Aussenband und enstehen durch ein Supinationsdrauma (Distorsion), bei kompletter Ruptur aller drei Aussenbänder liegt ein Sprunggelenkskluxation mit Knorpelläsion vor. 

Malleolarbandruptur: 
Klinik: 

Schwellung, Druckschmerzen, evtl. Hämatom. Der Schweregrad der Verletzung muss nicht mit dem ausmass der Schwellung korrelieren. 

Malleolarbandruptur: 
Diagnostik: 

Anamnese
Rx und Stabilitätsprüfung 

Malleolarbandruptur: 
Therapie: 

Konservativ: Kühlung, Hochlagerung und Schonung/Immobilisierung

Operatives Vorgehen: nur bei Ruptur aller Bänder, bei Begleitverletzungen oder bei Sportlern und Berufen mit ausgeprägter Sprunggelenkbelastung (z.B. Dachdecker) 

Achillessehnenruptur: 
anatmoie: 

Die stärkste Sehne des Menschen ist dynamischen Dehnungskräften von bis zum 8-fachen Körpergewicht ausgesetzt. 

Achillessehnenruptur:
Definition/ Pathogenese: 

Meistens durch indirektes Trauma verursachter Riss der Achillessehne während Sport( Stop and go) oder ausrutschen. Mit zunehmendem Alter begünstigt durch degenerative Sehnenveränderungen, welche eine Abnahme der Elastizität und Belastbarkeit mit sich bringen. 

Achillessehnenruptur:
Epidemiologie: 

- Inzidenz: ca. 20/100'000/ Jahr, m >> w
- Prädisposition: Sportliche Männer zwischen 30 und 50J. degenerativ > 50.J 

Achillessehnenruptur: 
Klinik: 

- Peitschenartiger reissender Schmerz im Augenblick des oft hörbaren Risses
- Tastbare, druckschmerzhafte Delle und Schonhinken
- Lokale schwellung und Hämatom 

Achillessehnenruptur:
Diagnose: 

- Anamnese: Verletzungshergang
- Klinsche Untersuchung: Stark reduzierte Kraft der Plantarflexion plus Klinik
- Thromposen Test: Wadenkeifen => Plantarflexion
- Sonographie: Risslücke
- Rx: Ossäre Verletzungen und Begleitverletzungen ausschliessen 

Achillessehnenruptur:
Therapie: 

- Konservativ: Fixierung in Spitzfusstellung mit Gips oder Spezialschuh nach Sonographischer Überprüfung der annäherung der Sehnenenden, Thromboseprophylaxe, Beginn Krafttraining ab 4.Wochen, Sportfähig nach 3-4 Monaten

- Operativ: Falls sonographisch keine Annäherung der Sehnenenden in Spitzfusstellung erfolgt sofortige Operation

- Postoperativ: Frühfunktionelle Nachbehandlung mit Spezialschuh (Orthese) mit abnehmender Spitzfussstellung und zunehmender Physiotherapie. 
Alltagsbelastungen nach 3 Monaten, Extrembelastungen nach 6 Monaten

Alte Ruptur: Sehnenplastik 

Achillessehnenruptur: 
Prognose: 

Bei nicht Leistungssportlern hat die konservative Therapie die fast gleich gute Prognose wie die operative und wird deshalb überwiegend angewendet. Bei Leistungssportlern wird operatives Vorgehen bevorzugt. 

Achillessehnenruptur:
Komplikationen. 

- Reruptur (2% der Fälle, meistens in den ersten 3 Monaten)

- Tiefe Beinvenentrhombose

- Sehnenansatzverkalkung

- Operativ: Nervläsionen, Wundheilungsstörungen 

Meniskusverletzungen: 
Anatomie/Physiologie: 

Die aus Faserknorpel bestehenden Menisken bilden zwei bewegliche Gelenkspfannen auf dem Tibiaplateau. Bei Flexion/Extension gleiten beide rück- und vorwärts, bei Innenrotation gleitet der mediale Meniskus vorwärts, der laterale rückwärts, bei Aussenrotation umgekehrt. Der mediale Meniskus ist am medialen Seitenband fixiert, was seine Beweglichkeit einschränkt. 

Meniskusverletzungen:
Ätiologie: 

- Degenerative Läsion durch Bagatelltrauma
- Torsionstrauma, Verdrehen des belasteten und gebeugten Kniegelenks
- Typische Verletzung des medialen Meniskus (95%) bei kräftiger Streckung des belasteten aussenrotierten Kniegelenks( und fixiertem Unterschenkel)  

Meniskusverletzungen:
Epidemiologie: 

- Inzidenz: 70/100'00/J, m > w, v.a. junge Sportler oder degenerativ mit 50 weist ca. jeder Dritte einen Meniskusschaden auf ( meist beschwerdefrei) 

Meniskusverletzungen:
Klinik: 

Schonhaltung in Beugestellung, Streckungsschmerz, Streckhemmung, Schwellung und Gelenkerguss mit ,,tanzender Patella''
evtl. Hämarthros 

Meniskusverletzungen
Diagnose: 

- Anamnese
- Klinische Untersuchung: Lokaler Druckschmerz, Spezifische Bewegungstests( Steinmann-Zeichen, Böhler-Zeichen, McMurray-Test. Apley-Zeichen, Payr-Zeichen)
- Rx: zum Ausschluss ossärer Läsionen
- MRT: Zur Darstellung der Menisken
- Arthroskopie: Diagnose, Therapie

Meniskusverletzungen
Therapie: 

Konservativ
- bei erstmaliger Einklemmung Repositionsversuch
- bei geringen Beschwerden: Physiotherapie, NSAR, evtl. Glukokotikoideninjektion

Operativ:
- Arthroskopie mit partieller Meniskektomie oder Naht oder Meniskusrandglättung
- kollagenes Meniskusimplantat bei vollst. Zerstörung im Versuchsstadiom 

Postoperativ:
- Unterarmgehstützen zur Entlastung für einige Tage
- Zunehmende Belastung und Physiotherapie
- Sport nach 3 Monaten 

Meniskusverletzungen
Komplikationen: 

- Rezidivierende Gelenkergüsse
- Bleibender Meniskusschaden
- Frühzeitige Gonarthrose
- Baker Zyste

- Operationskomplikationen:
- Gefäss- und Nevenverletzungen
- Infektion
- tiefe Beinvenenthrombose 

Meniskusverletzungen
Komplikationen: 

- Rezidivierende Gelenkergüsse
- Bleibender Meniskusschaden
- Frühzeitige Gonarthrose
- Baker Zyste

- Operationskomplikationen:
- Gefäss- und Nevenverletzungen
- Infektion
- tiefe Beinvenenthrombose 

Meniskusverletzungen:
Differenzialdiagnose: 

- Meniskusfehlbildung ( Normvariante)
- Gelenkkörper (HOFFA-Fettkörper)
- Gelenkkapseleinklemmung
- Chondropathie 

Epikonylopathie / Epikondyalgie: 
Definition und Pathogenese: 

Durch Mikrotrauma ( zahlreiche, einzelne geringe, stereotype Belastungen) verursachte Reizung von Sehneninsertionsstellen, z.B. Epikondylen beim Ellenbogen. Typisch: Mausarm, Tennisarm oder Golfer-Ellenbogen. 

Epikonylopathie / Epikondyalgie: 
Epidemiologie: 

Betrifft ca. 50% der Tenisspieler 

Epikonylopathie / Epikondyalgie: 
Klinik: 

Lokaler Belastungs- und Ruheschmerz 

Epikonylopathie / Epikondylagie: 
Diagnose: 

Anamnese, Bewegungsschmerz, Druckschmerz 

Epikonylopathie / Epikondyalgie: 
Therapie: 

- Akut: Kühlung, Sportpause und Schonung
- Physikalisch: Ultraschall, Stosswellentherapie und Wärme
- Physiotherapie: Muskeldehnung, Querfriktionsmassage, Kopmression mit Bandage/Orthese
- Medikamentös: NSAR oder logale Glukokortikoidinfiltration ( evtl. Botox-Injektion)
- Operativ: bei langfristigem Versagen der konservativen Therapie
- Wiederaufnahme des Sports mit angepasstem Training und Material nach 2-3 Monaten 

Epikonylopathie / Epikondylagie: 
Prognose: 

Guter Verlauf bei ca 90 % der Fälle 

Study