allgemein


J. T.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einstieg in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und behandeln zentrale Themen wie Unternehmen, Planung, Eigenkapital, Fremdkapital, Investitionen und Management. Sie umfassen auch rechtliche Aspekte, verschiedene Produktivitäten und die Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen der BWL vertraut machen möchten, um betriebliche Entscheidungen zu verstehen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu analysieren.
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Allemand
Créé / Mis à jour
26.12.2013 / 16.06.2018

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Abgrenzungskriterien von Eigenkapital und Fremdkapital: Vergütung

Eigenkapital: Gewinn des Unternehmens, außerdem durch Steigerung des Beteiligungwertes; kein Rechtsanspruch auf Vergütung.

Fremdkapital: Fremdkapitalzinsen; vertraglicher Rechtsanspruch auf Vergütung

Abgrenzungskriterien von Eigenkapital und Fremdkapital: Rangigkeit bei Liquidation

Eigenkapital: Nachrangig zu bedienen

Fremdkapital: Vorrangig zu bedienen

Innenfinanzierung

Die Versorgung mit finanziellen Mitteln erfolgt über den betrieblichen Leistungserstellungs- und Leistungsverwertungsprozess durch Absatz der betrieblichen Produkte und Leistungen. Die finanziellen Mittel werden vom Unternehmen erzeugt.

Unterscheidung in 4 Formen der Innenfinanzierung:

- Finanzierung aus Vermögensumschichtung

- Finanzierung aus Abschreibungsrückflüssen

- Finanzierung aus Rückstellungsbildung

- Selbstfinanzierung (aus Gewinnen)

Finanzierung aus Vermögensumschichtung

Erfolgt durch - Aktivtausch,

- Veräußerung von Vermögensgegenständen und dadurch Erzielung von Einzahlungen

- Geldwerdung des Vermögens (oft nur außerplanmäßige Freisetzung gemeint)

Finanzierung aus Abschreibungsrückflüssen

Kalkulation von Abschreibungsgegenwerten in Herstellungskosten und Produktionspreis und Rückfluss über den Umsatzprozess

Verfügung bis zur Re-Investition

Finanzierung aus Rückstellungsbildung

Kalkulation von Rückstellungsbildung in Herstellungskosten und Produktpreis und Einzahlung über den Umsatzprozess

Verfügung bis zur Zahlungsverpflichtung

kann eindeutig der Fremdfinanzierung zugeordnet werden

Selbstfinanzierung (aus Gewinnen)

- erzielte Gewinne des Unternehmens werden nicht an die Eigenkapitalgeber ausgeschüttet

- finanzielle Mittel stehen für die Mittelverwendung zur Verfügung

kann eindeutig der Eigenfinanzierung zugeordnet werden.

Außenfinanzierung kann unterteilt werden in:

- Einlagenfinanzierung (kann der Eigenfinanzierung zugeordnet werden)

- Beteiligungsfinanzierung  (kann der Eigenfinanzierung zugeordnet werden)

- Kreditfinanzierung  (kann der Fremdfinanzierung zugeordnet werden)

Investitionen im weiteren Sinne

Verwendung finanzieller Mittel, unabhängig von Bilanzierbarkeit der Investitionen

- Anlagevermögen - Umlaufvermögen - Dienstleistungen - Personal(entwicklung) etc.

Investitionen im engeren Sinne

Beschränkung auf Verwendung finanzieller Mittel für Anlagevermögen (Bilanzierbarkeit)

Investitionsarten: Investitionsobjekt

In was wird investiert?

- Realinvestitionen (Sachinvestitionen)

- Finanzinvestitionen

- Immaterielle Investitionen

Investitionsarten: Investitionszweck und -ziel

Zu welchem Zweck wird investiert?

- Errichtungsinvestition (Gründungsinvestition)

- Erweiterungsinvestition (Nettoinvestition)

-Ersatzinvestition (Re-Investition)

- Rationalisierungsinvestition

Realinvestitionen/Sachinvestitionen

alle Investitionen in materielle Vermögensgegenstände. Das Sachanlagevermögen ist eine Unterposition des betrieblichen Anlagevermögens. Es enthält also Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen dauerhaft dienen.

Typische Realinvestitionen: Gebäude, Maschinen und Anlagen, Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Finanzinvestitionen

Mittelverwendung zum Erwerb von Forderungsrechten und Beteiligungsrechten. Das sind in der Regel Wertpapiere (Anleihen, Aktien), Investmentfonds, Gewährung von Krediten, Beteiligung am Unternehmen.

Bei strategischer Finanzinvestition werden I. unter langfristigen Gesichtspunkten vorgenommen (Bsp Investition in eine Tochtergesellschaft)

Bei operativer Finanzinvestition geht es um kurz- bis mittelfristiger Anlage liquider Mittel. (Bsp Geldmarktfonds, Wertpapiere)

Immaterielle Investitionen

Mittelverwendung in immaterielle Vermögensgegenstände. Bsp ANschaffung von Nutzungsrechten, Patenten, Lizenzen, Software

Errichtungsinvestition/Gründungsinvestition

Wenn ein Unternehmen neu gegründet/errichtet wird. Investition in die erstmalige Beschaffung von Betriebsmitteln. Alle Investitionen, die bis zur Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebs vorgenommen werden, können hierzu gezählt werden.

Erweiterungsinvestition/Nettoinvestition

alle Investitionen, die die bisherigen Kapazitäten des Unternehmens erweitern. z. B. zusätzliche Gebäude, zusätzliche Maschinen und Anlagen... Die bereits vorhandenen Kapazitäten werden quantitativ erweitert.

Ersatzinvestitionen/Re-Investitionen

Investitionen in den Austausch von abgenutzten Vermögensgegenständen. Hierdurch wird die betriebliche Kapazität aufrecht erhalten. Werden auch als laufende Investitionen bezeichnet.

Rationalisierungsinvestitionen

Austausch von Vermögensgegenständen, die noch nicht komplett verschlissen sind und eigentlich noch einsetzbar sind. Es handelt sich um eine qualitative Verbesserung der betrieblichen Kapazität. Eine Rationalisierungsinvestition erhöht die Effizienz.

Investitionsplanung

- Analyse und Prüfung von Investitionsalternativen

- Bestimmung des optimalen Investitionsprogrammes

- Koordination und Kontrolle der Investitionsvorgänge

Investitionsrechnung

Zusammenfassung aller rechnerischen Verfahren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit einzelner Investitionsalternativen.

Das betriebliche Rechnungswesen...

kann als die systematische Erfassung, Aufbereitung und Verdichtung, sowie die Dokumentation und Information über finanzielle, monetäre, mengen- und wertmäßige Größen innerhalb vergangener oder zukünftiger Perioden beschriebn werden.

5 wesentliche Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens:

- Dispositionsfunktion

- Kontrollfunktion

- Informationsfunktion

- Dokumentationsfunktion

- Zahlungsbemessungsfunktion

Dispositionsfunktion des betrieblichen Rechnungswesens

beinhaltet die Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen für die betrieblichen Entscheidungen. z. B. Unterlagen zur Kalkulation von Verkaufspreisen oder zur Einschätzung von Investitionen.

Die Dispositionsfunktion ist dem internen Rechnungswesen zuzuordnen.

Kontrollfunktion  des betrieblichen Rechnungswesens

Aufgabe, den Erfolg der getroffenen Entscheidungen oder die Erreichung von betrieblichen Zielen und Kennzahlen zu kontrollieren. Bspw. geplante Wirtschaftlichkeits- oder Rentabilitätskennzahlen

Die Kontrollfunktion ist dem internen Rechnungswesen zuzuordnen

Informationsfunktion  des betrieblichen Rechnungswesens

Aufgabe, verschiedenen Adressaten Informationen über das Unternehmen zur Verfügung zu stellen. (z. B. Gläubigern, Gesellschaftern, potentiellen Investoren, Stakeholdern)

Die Informationsfunktion ist dem externen Rechnungswesen zuzuordnen.

Dokumentationsfunktion  des betrieblichen Rechnungswesens

Aufgabe, alle Geschäftsvorfälle des UNternehmens vollständig aufzuzeichnen um bei Bedarf bestimmte Geschäftsvorfälle nachweisen oder rekonstruieren zu können. z. B. bei rechtlichen Auseinandersetzungen oder im Insolvenzfall.

Die Dokumentationsfunktion ist dem externen Rechnungswesen zuzuordnen.

Zahlungsbemessungsfunktion  des betrieblichen Rechnungswesens

Aufgabe, die für die Besteuerung des Unternehmens zugrunde liegenden Bemessungsgrundlage (also den Gewinn) für die Finanzbehörden zu bestimmen. Auch Aufgabe, die ausschüttbaren Gewinne zu ermitteln.

Die Zahlungsbemessungsfunktion wird dem externen Rechnungswesen zugeordnet.

Chronologische Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle

im Grundbuch/Journal

Sachliche Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle

im Hauptbuch auf Konten erfasst

Bilanzierung

Jahresabschlusserstellung, Ableitung des Jahresabschlusses aus der Buchführung

Jahresabschluss besteht aus

Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung.

Abhängig von der Rechtsform zusätzlich Anhang oder Lagebericht

Die Bilanz

stellt das Vermögen und die Schulden eines Unternehmens an einem Stichtag dar. 

Linke Seite der Bilanz - Aktiva-Seite - wird das Vermögen ausgewiesen (unterschieden in Anlagevermögen und Umlaufvermögen)

Rechte Seite der Bilanz - Passiva-Seite - werden Schulden/Fremdkapital des Unternehmens ausgewiesen. Schulden sind Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Außerdem ist das Eigenkapital auf der Passiva-Seite.

Einzelabschluss

Jahresabschluss eines einzelnen Unternehmens

Konzernabschluss

Jahresabschluss eines Unternehmens, das mindestens ein Tochterunternehmen beherrscht.

Der Konzernabschluss berücksichtigt nur solche Geschäftsvorfalle, die mit konzernexternen Unternehmen vorgenommen werden.

IFRS

international financial reporting standards

Internes Rechnungswesen

es gibt keine Rechtsvorschriften, es erfolgt freiwillig

Hauptadressaten von Informationen sind die Entscheidungsträger des Unternehmens.

Das interne Rechnungswesen wird auch als Controlling oder Management Accounting bezeichnet.

Die 5 Dimensionen des Begriffes Wissenschaft

Tätigkeit

Eigenschaft

Ergebnis

Institution

Wertung

Die 3 Erkenntnisziele wissenschaftlicher Tätigkeit

Deskription - Beschreibung

Explanation - Erklärung

Präskription - Vorschrift

Étudier