Betriebswirtschaftslehre
allgemein
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Cartes-fiches
Aufsichtsrat
zwingend vorgeschriebenes Organ von Aktiengesellschaften (und Genossenschaften)
Aufgabe des Aufsichtsrats:
Überwachung der Geschäftsführung
Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht
Bericht darüber in der Hauptversammlung
Zusammensetzung des Aufsichtsrats:
Vertreter der Arbeitnehmer
Vertreter der Anteilseigner
1 unabhängiger Finanzexperte
Wirtschaftsprüfer
wird gewählt vom Aufsichtsrat und beauftragt ihn mit der Prüfung des Jahresabschlusses der AG
DCGK
Deutsche Corporate Governance Kodex
enthält Regeln zur Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung
richtet sich primär an börsennotierte AGs
Grundsätze der Unternehmensleitung (DCGK)
enthält die Regeln für den Vorstand
Grundsätze der Unternehmensüberwachung (DCGK)
enthält die Regeln für den Aufsichtsrat
Magisches Dreieck der Zielabstimmung:
Ökonomische Ziele -> Ökonomisches Prinzip
Soziale Ziele -> Humanitätsprinzip
Ökologische Ziele -> Umweltschonungsprinzip
Wozu dienen Koordinationsmodelle?
Sie dienen der Präskription, d. h. der Vorgabe von Handlungsempfehlungen für das Gestalten und Entscheiden bei Interessenskonflikten.
Shareholder-Value
Wert des Eigenkapitals
Zwei Arten der Vergütung der Eigentümer:
- über Zahlung von Dividenden
- über Kurssteigerung wertmäßig am Erfolg des Unternehmens partizipieren
Gewinnthesaurierung
Einbehaltung von Gewinnen zur Selbstfinanzierung eines Unternehmens.
Deskriptiv-explanative Komponente des Shareholder-Value-Konzeptes:
Shareholder Value; Wert des Eigenkapitals:
Dividendenzahlungen
Kurssteigerungen
Präskriptive Komponente des Shareholder-Value-Konzeptes:
Strategische Ausrichtung (Oberstes Formalziel):
Shareholder Value maximieren (Erwirtschaften von Gewinn)
Gewinn- und Kursvolatilität minimieren (stabilisierenden Einfluss auf Kurse ausüben)
Wie kann das Management die Interessen der Aktionäre wahren?
- durch Setzen einer Anreizstruktur
- durch Interessenangleichung
Positiver Anreiz durch Aktienoptionen:
Möglichkeit, Aktien zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vorab festgelegten Kaufpreis zu erwerben.
Entweder sofort zu höherem Aktienkurs wieder verkaufen, dann ist Differenz von Kaufpreis und Verkaufpreis eine zusätzliche Bonifikation. Oder Aktien behalten, wenn man an weitere Wertsteigerung des Unternehmens glaubt.
Negativer Anreiz
Androhung einer Abberufung oder Übernahme von einem anderen Unternehmen (Takeover)
Stakeholder
1. Definition aus juristischer Perspektive:
2. Definition aus ökonomischer Perspektive:
1. Anspruchsberechtigter
2. Mitglied einer Interessengruppe
Stakeholder-Value-Konzept
(auch Stakrholder Capitalism Model)
fordert, dass neben den Ansprüchen der Shareholder explizit die Interessen aller Stakeholder bei Eintscheidungen im/für das Unternehmen berücksichtigt werden.
Wesentliche Stakeholder sind:
Management, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Bevölkerung, Staat, NGOs
Bewertung des Shareholder-Value-Konzeptes:
vergleichbar mit US-amerikanischer Perspektive:
Schwache Gewerkschaften, reduzierte AN-Rechte, Fremdfinanzierung über Anleihmärkte, Laissez-Faire-Kapitalismus
Ökonomische Bewertung des Shareholder-Value-Konzeptes:
Einfach umsetz- und quantifizierbar
Risiko der Kurzfristorientierung
Bewertung des Stakeholder-Value-Konzeptes:
vergleichbar mit kontinentaleuropäischer Persoektive:
Starke Gewerkschaften, ausgeprägte AN-Rechte, Fremdfinanzierung über Bankkredite, Regulierung und Wirtschaftslenkung
Ökonomische Bewertung des Stakeholder-Value-Konzeptes
Schwer umsetz- und quantifizierbar
Chance der Langfristorientierung
Welches Konzept präferieren Investoren?
das Shareholder-Value-Konzept.
Teilprozesse des Führungsprozesses:
- Planung
- Realisation
- Kontrolle
Teilprozess Planung:
Gedankliche Vorbereitung zielgerichteter Entscheidungen
Teilprozess Realisation:
Generelle Organisation des betrieblichen Geschehens und Disposition im nicht geplanten Einzelfall
Teilprozess Kontrolle:
Überwachung der Führungsprozesse durch Erstellung und Auswertung von Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleich)
Die Planung beinhaltet:
1. Planungsgegenstand: WAS wird geplant?
2. Planungsobjekt: WER ist mit der Planung befasst?
3. Planungsdaten: Auf WELCHER Grundlage wird geplant?
4. Planungszeitraum: Für WELCHE Zeiträume wird geplant?
Phasenschema der Planung:
Zielbildung/-identifikation -> Problemanalyse -> Alternativenermittlung -> Alternativenbewertung
Zielbildung/-identifikation als Teil der Planung:
Jeder Planungsprozess beginnt mit der Zielbildung/-identifikation. Ziele können schon vorgegeben oder noch zu entwickeln sein.
Problemanalyse als Teilprozess der Planung:
Hier erfolgt eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes und eine Prognose der zu erwartenden Umweltzustände und der sich daraus ergebenden Planungsdaten.
Alternativenermittlung als Teilprozess der Planung:
Hier werden mögliche Handlungsalternativen zur Erreichung des Ziels identifiziert.
Alternativenbewertung als Teilprozess der Planung:
Hier werden die identifizierten Handlungsoptionen zum Zwecke der Entscheidungsfindung untersucht.
Strategische Planung:
langfristiger Planungshorizont von 5 Jahren,
sie ist der Unternehmensleitung vorbehalten.
Taktische Planung:
hier beträgt der Planungshorizont 2 - 5 Jahre.
Sie wird von mittlerer Führungsebene durchgeführt.
Operative Planung:
kurzfristiger Planungshorizont von max. 1 Jahr,
sie wird der unteren Führungsebene durch einzelne Aufgaben übertragen.
Top-Down-Planung:
retrograde Planung, weil erst ein Planungsendergebnis für die gesamte Unternehmung festgelegt wird. Die niedrigeren untergeordneten Planungen müssen derart planen, dass die ihren Teilplanungsbeitrag zum Gesamtplan erbringen.
Bottom-Up-Planung:
Progressive Planung weil vom Ursprung der wirtschaftlichen Aktivitäten vorwärtsschreitend bis zum Gesamtbild geplant wird.