Betriebswirtschaftslehre
allgemein
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Flashcards
Produkteliminierung
Produkte werden aus dem Angebot herausgenommen. Diese Entscheidung muss sorgfältig abgewogen werden. Grundsätzlich kommen hierfür Produkte in Frage, die einen negativen Gewinnbeitrag erzielen.
Preispolitik
Ist ein absatzpolitisches Instrument.
Analyse, Planung, Durchführung und Bewertung von Aktivitäten in Bezug auf die Preisinstrumente.
Wesentliche Elemente der Preispolitik
- Preisbestimmung
- Preisdifferenzierung
Preisbestimmung
- kostenorientiert: Verkaufspreis orientiert sich an Herstellungskosten)
- nachfrageorientiert: an der Nachfragesituation definierter Wert des Produktes auf dem Absatzmarkt
- konkurrenz- und branchenorientiert
Preisdifferenzierung
- räumliche Differenzierung: z. B, Medikamente im In- und Ausland
- kundenbezogene Differenzierung: Unterschiedliche Abrechnung bei GKV- und PKV-Patienten
- zeitliche Differenzierung: z. B. Tarife nach Saison bei Reisen
- mengenbezogene Differenzierung: kleine und große Produktpackung
Kommunikationspolitik
eines der vier Aktionsinstrumente des Marketing-Mixes. Gegenstand ist die Gestaltung aller marktgerichteten Informationen in den Bereichen Werbung, Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit und persönlicher Verkauf.
Strategie, um Käufer auf die Produkte aufmerksam zu machen.
Verkaufsförderung/sales promotion
- Handelspromotion/trade promotion: Bsp Aufsteller, Display für Schaufenster, Verkaufsbriefe etc.
- Konsumentenpromotion/consumer promotion: Bsp Warenproben, Gewinnspiele am Verkaufsort, Sonderangebote, Treuerabatte
- Verkaufspersonalpromotion/staff promotion: Bsp Schulungen, Prämienaktionen
Werbung ist in der Regel ... und .... orientiert.
Werbung ist in der Regel breit gestreut und langfristig orientiert.
Verkaufsförderung ist ... und .... orientiert.
Verkaufsförderung ist gezielt und kurzfristig orientiert.
Beispiele für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit/public relations
- öffentliche Berichterstattung, Kommunikation über das betriebliche Geschehen (Pressekonferenzen etc.)
- Aufbau von Kontakten zu Meinungsführern, Multiplikatoren und Entscheidungsträgern (Tag der offenen Tür, Sport- und Kultursponsoring)
- Interne Kommunikation, soll den Mitarbeitern ein positives Image und die Identität des Unternehmens vermitteln.
Distributionspolitik
Eines der Aktionsinstrumente des Marketing-Mix. Es geht um die Gestaltung des Vertriebssystems, die Wahl der Absatzwege, der Einsatz von Verkaufstechniken.
Absatzmittler
sind innerhalb der Distributionspolitik des Marketing Unternehmen, die in der Absatzkette von Herstellern zum Endkunden tätig werden. Sie sind rechtlich und wirtschaftlich selbständige Absatzorgane. Absatzmittler ist der Einzelhandel (er erwirbt Ware und verkauft sie an Endverbraucher) und der Großhandel (er erwirbt Ware und verkauft sie an gewerbliche Abnehmer)
Absatzhelfer
sind rechtlich selbständige Organe, die unterstützend im Distributionsprozess wirken und dafür vom Hersteller eine Vergütung erhalten. Sie erwerben KEIN Eigentum an der Ware. Bsp für Absatzhelfer: Agenturen, Handelsvertreter, Makler, Komissionäre
Kommissionar
ist ein selbständiger Kaufmann, der Waren oder Wertpapiere nicht auf eigene Rechnung sondern gegen eine Provision verkauft.
Indirekter Vertrieb als Distributionsweg:
Als Distributionsorgane treten Absatzmittler auf.
Einstufiger indirekter Vertrieb, wenn nur ein Absatzmittler involviert ist
Mehrstufiger indirekter Vertrieb, wenn mehrere Absatzmittler involviert ist.
Auch Absatzhelfer können in den indirekten Vertrieb involviert sein.
Direkter Vertrieb als Distributionsweg
Entweder direkt vom Hersteller zum Endkunden.
Absatzhelfer können auch in den direkten Absatzweg in den Absatzprozess involviert sein.
die "4 P" der Absatzpolitik:
4 absatzpolitische Instrumente:
- product, place, promotion, price
Unternehmenszusammenschlüsse
alle vertraglichen oder gesellschaftsrechtlichen Verbindungen bisher unabhängiger Unternehmen.
2 Kriterien der Verbindung von Unternehmen
- Bindungsintensität: hier unterscheidet man zwischen Kooperation und Konzentration
- Bindungsrichtung: hier unterscheidet man horizontale und vertikale Zusammenschlüsse und Konglomerate
Acquisition
Kauf bzw. Übernahme eines anderen Unternehmen
Kooperationen
ihnen liegen vertragliche Beziehungen zugrunde. Es handelt sich um eine freiwillige Zusammenarbeit von Unternehmen, die rechtlich und wirtschaftlich selbständig bleiben.
Kooperationsformen:
- Gelegenheitsgesellschaft
- Interessengemeinschaft
- Kartell
Gemeinschaftsunternehmen, auch "Joint Venture" genannt
Konzentrationen
es handelt sich um gesellschaftsrechtliche Verbindungen. Es stellt sich die Frage, auf welcher Wertschöpfungs- bzw. WIrtschaftsstufe sich die zusammenschließende Unternehmen befinden. Die Unternehmen verlieren ihre wirtschaftliche und/oder rechtliche Selbständigkeit.
Konzentrationsformen:
- Beteiligung
- Unterordnungskonzern
- Gleichordnungskonzern
- Fusion
Konglomerate
hier erfolgt eine Kooperation oder Konzentration von Unternehmen, die in unterschiedlichen Wertschöpfungsketten eingebunden sind. Bsp: Stahlunternehmen übernummt eine Fluggesellschaft.
Horizontale Bindungsrichtung
hier erfolgt die Kooperation oder Konzentration auf gleicher Wertschöpfungsstufe innerhalb einer Wertschöpfungskette. Bsp: Fusion einer Fluggesellschaft mit einer anderen Fluggesellschaft.
Vertikale Bindungsrichtung
hier erfolgt die Kooperation oder Konzentration auf vor- oder nachgelagerter Wertschöpfungsstufe innerhalb einer Wertschöpfungskette. Bsp: Eine Werbeagentur übernummt ein Marktforschungsinstitut.
Unterscheidung von Rückwärtsintegration und Vorwärtsintegration bei der vertikalen Bindungsrichtung:
- Rückwärtsintegration: Verbindung mit einem Unternehmen, das auf einer vorgelagerten Wertschöpfungsstufe tätig ist. Bsp: Automobilhersteller übernimmt einen Zulieferbetrieb, der Fahrzeugsitze herstellt.
- Vorwärtsintegration: Verbindung mit einem Unternehmen, das auf einer nachgelagerten Wertschöpfungsstufe tätig ist. Bsp: Unternehmen war bisher auf Akutkrankenhäuser spezialisiert und übernummt jetzt ein Unternehmen, das Reha-Kliniken betreibt.
Globalziele der Unternehmenszusammenschlüsse:
- Rationalisierung: Steigerung der Wirtschaftlichkeit (Größenvorteile, Kostensenkungen)
- Diversifikation: Management von Risiken (Risikoteilung, Risikostreuung)
- (Macht-)Konzentration: Steigerung der Marktmacht (Marktstellung, Wettbewerb, Lobbyismus)
Funktionalziele von Unternehmenszusammenschlüssen
- Beschaffung: Bündelung von Beschaffungsmengen -> quantitative/qualitative Vorteile, reduzierte Beschaffungspreise, optimierte Beschaffungsmengen, verbesserte Vertragsbedingungen, Reduktion Beschaffungsrisiko
- Produktion: Bündelung und Abstimmung von Produktionskapazitäten und -programmen -> Kostensenkung, Risikostreuung
- Absatz: Koordination von Produkt-, Preis-, Vertriebs- und Werbepolitik zum Aufbau von Marktmacht und Risikostreuung -> Optimierung der Kapitalversorgung, Größenvorteile, zentralisierte Kapitaldisposition, Risikoteilung
Kooperationsstrukturen: Unterscheidung von 2 Arten der strategischen Allianz
- Link Alliances: Vertikale Kooperation (Partner auf verschiedenen Wertschöpfungsstufen, Bsp Toll Collect)
- Scale Alliances: Horizontale Kooperation (Partner auf gleicher Wertschöpfungsstufe). Bsp Star Alliance)
Kooperationstypen: Unterscheidung von 2 Typen
- Marktmachtorientierte Kooperation: Ziel ist Aufbau von Marktmacht, Bsp ist das Kartell
- Effizienzorientierte Kooperation: Ziel ist Realisierung von Effizienzgewinnen, Bsp sind Gelegenheitsgesellschaft, Interessengemeinschaft, Joint Venture
Formen der Gelegenheitsgesellschaft (Form der Kooperation)
- Arbeitsgemeinschaft (Arge): gemeinsame Abwicklung von zeitlich befristeten und sachlich abgegrenzten Vorhaben
- Konsortien: werden von Kreditinstituten gebildet, zur gemeinsamen Gewährung von Großkrediten, um sich das Risiko des Kreditausfalls zu teilen. Auch Kreditinstitute bilden in wechselnder Zusammensetzung Konsortien um die Platzierung von Wertpapieren am Kapitalmarkt gemeinsam abzuwickeln.
Außengesellschaft
wird als "echte Arbeitsgemeinschaft" bezeichnet. Ist eine eigenständige Rechtsperson, tritt z. B. als GbR in Erscheinung
Innengesellschaft
wird auch als "unechte Arbeitsgemeinschaft" bezeichnet. Sie besteht nur im Innenverhältnis zwischen dem kooperierenden Unternehmen.
Interessengemeinschaft im weiteren Sinne:
gemeinsames längerfristiges Verfolgen von wirtschaftlichen Interessen. Sie sind nicht transaktionsbezogen.
Der Zusammenschluss geschieht auf vertraglicher Basis. Es gibt eine Gleichberechtigung der teilnehmenden Partner, manchmal die Vorstufe zur Fusion
Interessengemeinschaft im engeren Sinne
sie treten als Gewinn- und Verlustgemeinschaften auf. Hier wird versucht, eine angestrebte Fusion so weit wie möglich durch entsprechende vertragliche Regelungen vorwegzunehmen.
Kartell
Zusammenschluss rechtlich unabhängiger Unternehmen zur Gestaltung/Beeinflussung des Wettbewerbs. Wesensmerkmal ist das Treffen von Absprachen, die Angebot und Nachfrage auf einem definierten Markt beeinflussen sollen.
Kartellarten werden unterschieden...
- nach dem Gegenstand
- nach dem Organisationsgrad
- nach dem rechtlichen Status
Kartellarten nach Gegenstand:
- Preiskartell; Preisabsprache Einheits-, Mindest- oder Höchstpreise können festgelegt werden.
- Konditionenkartell; Absprache von vertraglichen Nebenbedingungen (Zahlungsfristen, Transportbedingungen...)
- Produktionskartell; Produktionstechnische Absprachen
- Absatz- und Beschaffungskartell; dient der geographischen Aufteilung eines Marktgebietes (syn. Gebietskartell)