allgemein


J. T.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einstieg in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und behandeln zentrale Themen wie Unternehmen, Planung, Eigenkapital, Fremdkapital, Investitionen und Management. Sie umfassen auch rechtliche Aspekte, verschiedene Produktivitäten und die Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen der BWL vertraut machen möchten, um betriebliche Entscheidungen zu verstehen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu analysieren.
Flashcards
416
Students
3
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
26.12.2013 / 16.06.2018

Flashcards

Aufsichtsrat

zwingend vorgeschriebenes Organ von Aktiengesellschaften (und Genossenschaften)

Aufgabe des Aufsichtsrats:

Überwachung der Geschäftsführung

Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht

Bericht darüber in der Hauptversammlung

Zusammensetzung des Aufsichtsrats:

Vertreter der Arbeitnehmer

Vertreter der Anteilseigner

1 unabhängiger Finanzexperte

Wirtschaftsprüfer

wird gewählt vom Aufsichtsrat und beauftragt ihn mit der Prüfung des Jahresabschlusses der AG

DCGK

Deutsche Corporate Governance Kodex

enthält Regeln zur Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung

richtet sich primär an börsennotierte AGs

Grundsätze der Unternehmensleitung (DCGK)

enthält die Regeln für den Vorstand

Grundsätze der Unternehmensüberwachung (DCGK)

enthält die Regeln für den Aufsichtsrat

Magisches Dreieck der Zielabstimmung:

Ökonomische Ziele -> Ökonomisches Prinzip

Soziale Ziele -> Humanitätsprinzip

Ökologische Ziele -> Umweltschonungsprinzip

Wozu dienen Koordinationsmodelle?

Sie dienen der Präskription, d. h. der Vorgabe von Handlungsempfehlungen für das Gestalten und Entscheiden bei Interessenskonflikten.

Shareholder-Value

Wert des Eigenkapitals

Zwei Arten der Vergütung der Eigentümer:

- über Zahlung von Dividenden

- über Kurssteigerung wertmäßig am Erfolg des Unternehmens partizipieren

 

Gewinnthesaurierung

Einbehaltung von Gewinnen zur Selbstfinanzierung eines Unternehmens. 

Deskriptiv-explanative Komponente des Shareholder-Value-Konzeptes:

Shareholder Value; Wert des Eigenkapitals:

Dividendenzahlungen

Kurssteigerungen

Präskriptive Komponente des Shareholder-Value-Konzeptes:

Strategische Ausrichtung (Oberstes Formalziel):

Shareholder Value maximieren (Erwirtschaften von Gewinn)

Gewinn- und Kursvolatilität minimieren (stabilisierenden Einfluss auf Kurse ausüben)

Wie kann das Management die Interessen der Aktionäre wahren?

- durch Setzen einer Anreizstruktur

- durch Interessenangleichung

Positiver Anreiz durch Aktienoptionen:

Möglichkeit, Aktien zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vorab festgelegten Kaufpreis zu erwerben. 

Entweder sofort zu höherem Aktienkurs wieder verkaufen, dann ist Differenz von Kaufpreis und Verkaufpreis eine zusätzliche Bonifikation. Oder Aktien behalten, wenn man an weitere Wertsteigerung des Unternehmens glaubt.

Negativer Anreiz

Androhung einer Abberufung oder Übernahme von einem anderen Unternehmen (Takeover)

Stakeholder 

1. Definition aus juristischer Perspektive: 

2. Definition aus ökonomischer Perspektive: 

1. Anspruchsberechtigter

2. Mitglied einer Interessengruppe

Stakeholder-Value-Konzept

(auch Stakrholder Capitalism Model)

fordert, dass neben den Ansprüchen der Shareholder explizit die Interessen aller Stakeholder bei Eintscheidungen im/für das Unternehmen berücksichtigt werden.

Wesentliche Stakeholder sind:

Management, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Bevölkerung, Staat, NGOs

Bewertung des Shareholder-Value-Konzeptes:

vergleichbar mit US-amerikanischer Perspektive:

Schwache Gewerkschaften, reduzierte AN-Rechte, Fremdfinanzierung über Anleihmärkte, Laissez-Faire-Kapitalismus

Ökonomische Bewertung des Shareholder-Value-Konzeptes:

Einfach umsetz- und quantifizierbar

Risiko der Kurzfristorientierung

Bewertung des Stakeholder-Value-Konzeptes:

vergleichbar mit kontinentaleuropäischer Persoektive:

Starke Gewerkschaften, ausgeprägte AN-Rechte, Fremdfinanzierung über Bankkredite, Regulierung und Wirtschaftslenkung

Ökonomische Bewertung des Stakeholder-Value-Konzeptes

Schwer umsetz- und quantifizierbar

Chance der Langfristorientierung

Welches Konzept präferieren Investoren?

das Shareholder-Value-Konzept.

Teilprozesse des Führungsprozesses:

- Planung

- Realisation

- Kontrolle

Teilprozess Planung:

Gedankliche Vorbereitung zielgerichteter Entscheidungen

Teilprozess Realisation:

Generelle Organisation des betrieblichen Geschehens und Disposition im nicht geplanten Einzelfall

Teilprozess Kontrolle:

Überwachung der Führungsprozesse durch Erstellung und Auswertung von Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleich)

Die Planung beinhaltet:

1. Planungsgegenstand: WAS wird geplant?

2. Planungsobjekt: WER ist mit der Planung befasst?

3. Planungsdaten: Auf WELCHER Grundlage wird geplant?

4. Planungszeitraum: Für WELCHE Zeiträume wird geplant?

Phasenschema der Planung:

Zielbildung/-identifikation -> Problemanalyse -> Alternativenermittlung -> Alternativenbewertung

Zielbildung/-identifikation als Teil der Planung:

Jeder Planungsprozess beginnt mit der Zielbildung/-identifikation. Ziele können schon vorgegeben oder noch zu entwickeln sein.

Problemanalyse als Teilprozess der Planung:

Hier erfolgt eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes und eine Prognose der zu erwartenden Umweltzustände und der sich daraus ergebenden Planungsdaten.

Alternativenermittlung als Teilprozess der Planung:

Hier werden mögliche Handlungsalternativen zur Erreichung des Ziels identifiziert.

Alternativenbewertung als Teilprozess der Planung:

Hier werden die identifizierten Handlungsoptionen zum Zwecke der Entscheidungsfindung untersucht.

Strategische Planung:

langfristiger Planungshorizont von 5 Jahren,

sie ist der Unternehmensleitung vorbehalten.

Taktische Planung:

hier beträgt der Planungshorizont 2 - 5 Jahre.

Sie wird von mittlerer Führungsebene durchgeführt.

Operative Planung:

kurzfristiger Planungshorizont von max. 1 Jahr,

sie wird der unteren Führungsebene durch einzelne Aufgaben übertragen.

Top-Down-Planung:

retrograde Planung, weil erst ein Planungsendergebnis für die gesamte Unternehmung festgelegt wird. Die niedrigeren untergeordneten Planungen müssen derart planen, dass die ihren Teilplanungsbeitrag zum Gesamtplan erbringen.

Bottom-Up-Planung:

Progressive Planung weil vom Ursprung der wirtschaftlichen Aktivitäten vorwärtsschreitend bis zum Gesamtbild geplant wird.

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