Betriebswirtschaftslehre
allgemein
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Abgrenzungskriterien von Eigenkapital und Fremdkapital: Vergütung
Eigenkapital: Gewinn des Unternehmens, außerdem durch Steigerung des Beteiligungwertes; kein Rechtsanspruch auf Vergütung.
Fremdkapital: Fremdkapitalzinsen; vertraglicher Rechtsanspruch auf Vergütung
Abgrenzungskriterien von Eigenkapital und Fremdkapital: Rangigkeit bei Liquidation
Eigenkapital: Nachrangig zu bedienen
Fremdkapital: Vorrangig zu bedienen
Innenfinanzierung
Die Versorgung mit finanziellen Mitteln erfolgt über den betrieblichen Leistungserstellungs- und Leistungsverwertungsprozess durch Absatz der betrieblichen Produkte und Leistungen. Die finanziellen Mittel werden vom Unternehmen erzeugt.
Unterscheidung in 4 Formen der Innenfinanzierung:
- Finanzierung aus Vermögensumschichtung
- Finanzierung aus Abschreibungsrückflüssen
- Finanzierung aus Rückstellungsbildung
- Selbstfinanzierung (aus Gewinnen)
Finanzierung aus Vermögensumschichtung
Erfolgt durch - Aktivtausch,
- Veräußerung von Vermögensgegenständen und dadurch Erzielung von Einzahlungen
- Geldwerdung des Vermögens (oft nur außerplanmäßige Freisetzung gemeint)
Finanzierung aus Abschreibungsrückflüssen
Kalkulation von Abschreibungsgegenwerten in Herstellungskosten und Produktionspreis und Rückfluss über den Umsatzprozess
Verfügung bis zur Re-Investition
Finanzierung aus Rückstellungsbildung
Kalkulation von Rückstellungsbildung in Herstellungskosten und Produktpreis und Einzahlung über den Umsatzprozess
Verfügung bis zur Zahlungsverpflichtung
kann eindeutig der Fremdfinanzierung zugeordnet werden
Selbstfinanzierung (aus Gewinnen)
- erzielte Gewinne des Unternehmens werden nicht an die Eigenkapitalgeber ausgeschüttet
- finanzielle Mittel stehen für die Mittelverwendung zur Verfügung
kann eindeutig der Eigenfinanzierung zugeordnet werden.
Außenfinanzierung kann unterteilt werden in:
- Einlagenfinanzierung (kann der Eigenfinanzierung zugeordnet werden)
- Beteiligungsfinanzierung (kann der Eigenfinanzierung zugeordnet werden)
- Kreditfinanzierung (kann der Fremdfinanzierung zugeordnet werden)
Investitionen im weiteren Sinne
Verwendung finanzieller Mittel, unabhängig von Bilanzierbarkeit der Investitionen
- Anlagevermögen - Umlaufvermögen - Dienstleistungen - Personal(entwicklung) etc.
Investitionen im engeren Sinne
Beschränkung auf Verwendung finanzieller Mittel für Anlagevermögen (Bilanzierbarkeit)
Investitionsarten: Investitionsobjekt
In was wird investiert?
- Realinvestitionen (Sachinvestitionen)
- Finanzinvestitionen
- Immaterielle Investitionen
Investitionsarten: Investitionszweck und -ziel
Zu welchem Zweck wird investiert?
- Errichtungsinvestition (Gründungsinvestition)
- Erweiterungsinvestition (Nettoinvestition)
-Ersatzinvestition (Re-Investition)
- Rationalisierungsinvestition
Realinvestitionen/Sachinvestitionen
alle Investitionen in materielle Vermögensgegenstände. Das Sachanlagevermögen ist eine Unterposition des betrieblichen Anlagevermögens. Es enthält also Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen dauerhaft dienen.
Typische Realinvestitionen: Gebäude, Maschinen und Anlagen, Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Finanzinvestitionen
Mittelverwendung zum Erwerb von Forderungsrechten und Beteiligungsrechten. Das sind in der Regel Wertpapiere (Anleihen, Aktien), Investmentfonds, Gewährung von Krediten, Beteiligung am Unternehmen.
Bei strategischer Finanzinvestition werden I. unter langfristigen Gesichtspunkten vorgenommen (Bsp Investition in eine Tochtergesellschaft)
Bei operativer Finanzinvestition geht es um kurz- bis mittelfristiger Anlage liquider Mittel. (Bsp Geldmarktfonds, Wertpapiere)
Immaterielle Investitionen
Mittelverwendung in immaterielle Vermögensgegenstände. Bsp ANschaffung von Nutzungsrechten, Patenten, Lizenzen, Software
Errichtungsinvestition/Gründungsinvestition
Wenn ein Unternehmen neu gegründet/errichtet wird. Investition in die erstmalige Beschaffung von Betriebsmitteln. Alle Investitionen, die bis zur Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebs vorgenommen werden, können hierzu gezählt werden.
Erweiterungsinvestition/Nettoinvestition
alle Investitionen, die die bisherigen Kapazitäten des Unternehmens erweitern. z. B. zusätzliche Gebäude, zusätzliche Maschinen und Anlagen... Die bereits vorhandenen Kapazitäten werden quantitativ erweitert.
Ersatzinvestitionen/Re-Investitionen
Investitionen in den Austausch von abgenutzten Vermögensgegenständen. Hierdurch wird die betriebliche Kapazität aufrecht erhalten. Werden auch als laufende Investitionen bezeichnet.
Rationalisierungsinvestitionen
Austausch von Vermögensgegenständen, die noch nicht komplett verschlissen sind und eigentlich noch einsetzbar sind. Es handelt sich um eine qualitative Verbesserung der betrieblichen Kapazität. Eine Rationalisierungsinvestition erhöht die Effizienz.
Investitionsplanung
- Analyse und Prüfung von Investitionsalternativen
- Bestimmung des optimalen Investitionsprogrammes
- Koordination und Kontrolle der Investitionsvorgänge
Investitionsrechnung
Zusammenfassung aller rechnerischen Verfahren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit einzelner Investitionsalternativen.
Das betriebliche Rechnungswesen...
kann als die systematische Erfassung, Aufbereitung und Verdichtung, sowie die Dokumentation und Information über finanzielle, monetäre, mengen- und wertmäßige Größen innerhalb vergangener oder zukünftiger Perioden beschriebn werden.
5 wesentliche Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens:
- Dispositionsfunktion
- Kontrollfunktion
- Informationsfunktion
- Dokumentationsfunktion
- Zahlungsbemessungsfunktion
Dispositionsfunktion des betrieblichen Rechnungswesens
beinhaltet die Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen für die betrieblichen Entscheidungen. z. B. Unterlagen zur Kalkulation von Verkaufspreisen oder zur Einschätzung von Investitionen.
Die Dispositionsfunktion ist dem internen Rechnungswesen zuzuordnen.
Kontrollfunktion des betrieblichen Rechnungswesens
Aufgabe, den Erfolg der getroffenen Entscheidungen oder die Erreichung von betrieblichen Zielen und Kennzahlen zu kontrollieren. Bspw. geplante Wirtschaftlichkeits- oder Rentabilitätskennzahlen
Die Kontrollfunktion ist dem internen Rechnungswesen zuzuordnen
Informationsfunktion des betrieblichen Rechnungswesens
Aufgabe, verschiedenen Adressaten Informationen über das Unternehmen zur Verfügung zu stellen. (z. B. Gläubigern, Gesellschaftern, potentiellen Investoren, Stakeholdern)
Die Informationsfunktion ist dem externen Rechnungswesen zuzuordnen.
Dokumentationsfunktion des betrieblichen Rechnungswesens
Aufgabe, alle Geschäftsvorfälle des UNternehmens vollständig aufzuzeichnen um bei Bedarf bestimmte Geschäftsvorfälle nachweisen oder rekonstruieren zu können. z. B. bei rechtlichen Auseinandersetzungen oder im Insolvenzfall.
Die Dokumentationsfunktion ist dem externen Rechnungswesen zuzuordnen.
Zahlungsbemessungsfunktion des betrieblichen Rechnungswesens
Aufgabe, die für die Besteuerung des Unternehmens zugrunde liegenden Bemessungsgrundlage (also den Gewinn) für die Finanzbehörden zu bestimmen. Auch Aufgabe, die ausschüttbaren Gewinne zu ermitteln.
Die Zahlungsbemessungsfunktion wird dem externen Rechnungswesen zugeordnet.
Chronologische Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle
im Grundbuch/Journal
Sachliche Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle
im Hauptbuch auf Konten erfasst
Bilanzierung
Jahresabschlusserstellung, Ableitung des Jahresabschlusses aus der Buchführung
Jahresabschluss besteht aus
Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung.
Abhängig von der Rechtsform zusätzlich Anhang oder Lagebericht
Die Bilanz
stellt das Vermögen und die Schulden eines Unternehmens an einem Stichtag dar.
Linke Seite der Bilanz - Aktiva-Seite - wird das Vermögen ausgewiesen (unterschieden in Anlagevermögen und Umlaufvermögen)
Rechte Seite der Bilanz - Passiva-Seite - werden Schulden/Fremdkapital des Unternehmens ausgewiesen. Schulden sind Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Außerdem ist das Eigenkapital auf der Passiva-Seite.
Einzelabschluss
Jahresabschluss eines einzelnen Unternehmens
Konzernabschluss
Jahresabschluss eines Unternehmens, das mindestens ein Tochterunternehmen beherrscht.
Der Konzernabschluss berücksichtigt nur solche Geschäftsvorfalle, die mit konzernexternen Unternehmen vorgenommen werden.
IFRS
international financial reporting standards
Internes Rechnungswesen
es gibt keine Rechtsvorschriften, es erfolgt freiwillig
Hauptadressaten von Informationen sind die Entscheidungsträger des Unternehmens.
Das interne Rechnungswesen wird auch als Controlling oder Management Accounting bezeichnet.
Die 5 Dimensionen des Begriffes Wissenschaft
Tätigkeit
Eigenschaft
Ergebnis
Institution
Wertung
Die 3 Erkenntnisziele wissenschaftlicher Tätigkeit
Deskription - Beschreibung
Explanation - Erklärung
Präskription - Vorschrift