Betriebswirtschaftslehre
allgemein
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Top-Down-Bottom-Up-Planung:
auch Gegenstromplanung genannt, bezeichnet aufgrund der gegenläufigen Informatiosströme
Vorteil der Top-Down-Planung:
Nachteil der Top-Down-Planung:
die Unternehmensleitung kann durch zentrale Vorgaben die Entwicklungsrichtung des Unternehmens aktiv steuern.
die Unternehmensleitung erstellt evtl. unrealistische Planungen .
Vorteil der Bottom-Up-Planung:
Nachteil der Bottom-Up-Planung:
Die MA der unteren Planungsebene werden aktiv in den Planungsprozess eingebunden, das erhöht die Motivation und ergibt meist eine realistischere Planung.
Teilplanungen sind wvtl. nicht hinreichend aufeinander abgestimmt.
Vorteil der Top-Down-Button-Up-Planung:
Nachteil der Top-Down-Button-Up-Planung:
höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein in sich schlüssiges System von Teilplänen erstellt wird.
hoher zeitlicher Aufwand, hohe Planungskosten
Rollierende Planung
Zum Zeitpunkt t0 wird eine initiale Planung der ersten sechs Perioden vorgenommen. Zu Beginn der Folgeperiode erfolgt eine Revidierung der vorausgegangenen Planung. Dabei werden die in der Zwischenzeit gewonnenen neuen Daten berücksichtigt. Diese Aktualisierung der ursprünglichen Planung im Rahmen der zweiten Planung bezieht sich ebenfalls auf sechs Perioden, also auf den Zeitraum von t1 bis t7. Analog werden die dritte und alle weiteren Planungen vorgenommen.
Revolvierende Planung
hier erfolgt eine fortlaufende Überarbeitung der Planung. es wird eine monatliche oder quartalsweise Anpassung vorgenommen, so dass neue Erkenntnisse in den Plan aufgenommen werden können. Erheblicher Aufwand!
Das Ausgleichsgesetz der Planung nach Gutenberg besagt,
dass ein Engpass, also ein Teilbereich, der andere Teilbereiche in ihrem Handeln einschränkt, das Augenmerk aller Teilpläne sein sollte. Da bei heutigen Unternehmen meist der Absatz den Engpass darstellt, sollte sich nach dieser Definition die Planung auf den Kunden konzentrieren und daher marketingorientiert sein.
Ausgleichsgesetz der Planung: Simultane Lösung (Totalmodell)
Simultane Planung aller betrieblichen Teilfunktionen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Investition und Finanzierung) unter Berücksichtigung aller wechselseitigen Abhängigkeiten
Ausgleichsgesetz der Planung: Sukzessive Lösung (Partialmodell)
Sequentielle Planung betrieblicher Teilfunktionen, wobei die Planungsdaten eines Teilplans zur Vorgabe für die jeweils nachgelagerten Teilpläne werden.
Kurzfristige Tendenz des Ausgleichsgesetzes der Planung
Tendenz, die betriebliche Gesamtplanung auf den Engpassbereich einzuspielen. Der jeweils schwächste Teilbereich dominiert das Gesamtsystem der betrieblichen Planung
Langfristige Tendenz des Ausgleichsgesetzes der Planung
Tendenz, den Engpassbereich an das Niveau der anderen betrieblichen Teilbereiche anzupassen, d.h. dass der Minimumsektor langfristig überwunden werden soll.
Ziele strategischer Planung
- Bestandssicherung
- Risikominimierung
- Wettberwerbsfähigkeit
- Erfolgssicherung
- Erfolgsoptimierung
Teilprozess Realisation - Disposition:
Treffen von Entscheidungen die sich vorab nicht durch allgemein gültige Regeln erfassen lassen. Die Anzahl der dispositiven Entscheidungen sollte sich auf ein Minimum von wesentlichen Fragestellungen begrenzen
Teilprozess Realisation - Organisation:
Struktur und Prozesse durch die Sachverhalte einheitlich geregelt werden. Man unterscheidet Aufbauorganisation und Ablauforganisation.
Aufbauorganisation eines Unternehmens (als Teil der Organisation, des Teilprozesses Realisation)
- hierarchische Gliederung des Unternehmens in Organisationseinheiten (horizontale Dezentralisierung)
- Delegation von Genehmigungs- und Entscheidungskompetenzen im Rahmen einer Instanzhierarchie (vertikale Dezentralisierung)
Ablauforganisation eines Unternehmens (als Teil der Organisation, Teilprozess realisation)
Gesamtheit von Prozessen zur Regelung von wiederkehrenden und vergleichbaren Arbeitsabläufen.
Hierarchische Kriterien für die Gliederung der Aufbauorganisation
- funktionale Organisation
- Regionale Organisation: sitzorientiert, zuständigkeitsorientiert
- divisionale Organisation: spartenorientiert, kundengruppenorientiert
Aufgaben der Ablauforganisation
- Arbeitsanweisungen
- Bereitstellung von Informationen
- Sachmittelausstattung
Ziele der Ablauforganisation
- Effizienz
- Effektivität
- Risikominimierung
Management-by-Konzepte
- Management by exception
- Management by delegation
- Management by objectives
Management by systems
Management by exceptions
Führung durch Abweichungskontrolle und Eingreifen in Ausnahmefällen. Mitarbeiter arbeiten selbständig, solange keine Toleranzüberschreitungen oder nicht vorhersehbare Ereignisse eintreten. Ziele, Sollwerte und Bewertungsmaßstäbe sind festgelegt.
Management by delegation
Führung durch Aufgabenübertragung an Mitarbeiter. Der Vorgesetzte konzentriert sich nur noch auf die Erfolgskontrolle und steht für Fragen zur Verfügung. Die Verantwortung liegt bei ihm.
Management by objectives
Führung durch Zielvereinbahrung. Ziele für jede Organisationseinheit/Mitarbeiter werden gemeinsam festgelegt, Erfüllung der Ziele kontrolliert
Management by systems
Führung durch Systemsteuerung. Betriebliche Abläufe sollen durch ein System von Netzwerken und Regelkreisen selbstregulierend organisiert werden.
Personalmanagement
Personalplanung und Personalführung
Personalmanagement
Personalplanung und Personalführung
Personalplanung beinhaltet
Bedarfsplanung
Beschaffungsplanung
Abbauplanung
Einsatzplanung
Entwicklungsplanung
Personalführung beinhaltet
Entlohnung
freiwillige betriebliche SOzialleistungen
Erfolgsbeteiligungen
Betriebsklima
Führungsstil
Rationalität der Planung wird eingeschränkt durch:
- Ungewissheit bzgl zukünftiger Umweltzustände
- Unvollkommenheit menschlicher Tätigkeit
Die Planung dient:
Die Realisation ergibt:
- die Generierung von Soll-Objekten
- Ist-Objekte
Überwachung beinhaltet
Prüfung (durch Finanzbehörden, Wirtschaftsprüfer, interne Revision...)
Kontrolle (durch Vorgesetzte, Mitarbeiter, technische Einrichtungen...)
Überwachung Begriffsdefinition
Prozess zur Ermittlung von möglichen Normabweichungen
Prüfung
Prozessunabhängige Ermittlung von möglichen Normabweichungen (Prozessunabhängig weil Prüfer nicht in Prozessablauf integriert ist. Er ist nicht verantwortlich für Prozessergebnis, er ist nur verantwortlich für Prüfungsergebnis)
Kontrolle
Prozessabhängige Ermittlung von möglichen Normabweichungen (Prozessabhängig weil der Kontrollträger in den Prozessablauf eingebunden ist. Er ist verantwortlich für das Prozessergebnis UND das Kontrollergebnis)
Funktionen von Prüfung und Kontrolle
- Informationsfunktion (Rechenschaft, Dokumentation)
- Sicherungsfunktion (Präventivfunktion, Korrekturfunktion)
- Entscheidungsfunktion (Erfahrungsfunktion, Entlohnungsfunktion)
Zeitbezug der Überwachungshandlungen:
- Soll: Ex ante - aus vorheriger Sicht, Betrachtung der Planwerte
- Wird: Ex interim - dazwischen, Ist-Zustand ist im Werden begriffen aber noch nicht abgeschlossen
- Ist: Ex post - nachträglich, nach abgeschlossener Realisierung liegen Ist-Objekte vor.
Zielkontrolle (Überwachung)
Kontrolle, ob die eigenen Normwerte mit anderen externen Vergleichswerten übereinstimmen. Es geht um die Plausibilisierung der eigenen Planwerte.
Realisationskontrolle (Überwachung)
Kontrolle des Soll-Objektes mit dem Ist-Objekt. Ermittlung von negativen oder positiven Abweichungen, ermöglicht Analyse von Ursachen, dient der zukünftigen Planung.
Fortschrittskontrolle (Überwachung)
Kontrolle des Soll-Objektes mit dem im Werden begriffenen, aber noch nicht fertigen Ist-Objekt. Eignet sich besonders für Aktivitäten, mt längeren Zeiträumen zwischen Planung und Realisierung. Dient dem frühzeitigen Aufdecken von Abweichungen, ermöglicht Gegensteuerungen
Betriebs- und Zeitreihenvergleich (Überwachung)
Vergleich von Ist-Objekten mit anderen Ist-Objekten, die sich entweder auf andere Betriebe oder Vorperioden beziehen.