allgemein


J. T.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einstieg in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und behandeln zentrale Themen wie Unternehmen, Planung, Eigenkapital, Fremdkapital, Investitionen und Management. Sie umfassen auch rechtliche Aspekte, verschiedene Produktivitäten und die Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen der BWL vertraut machen möchten, um betriebliche Entscheidungen zu verstehen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu analysieren.
Karten
416
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
26.12.2013 / 16.06.2018

Lernkarten

Top-Down-Bottom-Up-Planung: 

auch Gegenstromplanung genannt, bezeichnet aufgrund der gegenläufigen Informatiosströme

Vorteil der Top-Down-Planung:

Nachteil der Top-Down-Planung:

die Unternehmensleitung kann durch zentrale Vorgaben die Entwicklungsrichtung des Unternehmens aktiv steuern.

die Unternehmensleitung erstellt evtl. unrealistische Planungen .

Vorteil der Bottom-Up-Planung:

Nachteil der Bottom-Up-Planung:

Die MA der unteren Planungsebene werden aktiv in den Planungsprozess eingebunden, das erhöht die Motivation und ergibt meist eine realistischere Planung.

Teilplanungen sind wvtl. nicht hinreichend aufeinander abgestimmt.

Vorteil der Top-Down-Button-Up-Planung:

Nachteil der Top-Down-Button-Up-Planung:

höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein in sich schlüssiges System von Teilplänen erstellt wird.

hoher zeitlicher Aufwand, hohe Planungskosten

Rollierende Planung

Zum Zeitpunkt t0 wird eine initiale Planung der ersten sechs Perioden vorgenommen. Zu Beginn der Folgeperiode erfolgt eine Revidierung der vorausgegangenen Planung. Dabei werden die in der Zwischenzeit gewonnenen neuen Daten berücksichtigt. Diese Aktualisierung der ursprünglichen Planung im Rahmen der zweiten Planung bezieht sich ebenfalls auf sechs Perioden, also auf den Zeitraum von t1 bis t7. Analog werden die dritte und alle weiteren Planungen vorgenommen.

Revolvierende Planung

hier erfolgt eine fortlaufende Überarbeitung der Planung. es wird eine monatliche oder quartalsweise Anpassung vorgenommen, so dass neue Erkenntnisse in den Plan aufgenommen werden können. Erheblicher Aufwand!

Das Ausgleichsgesetz der Planung nach Gutenberg besagt,

dass ein Engpass, also ein Teilbereich, der andere Teilbereiche in ihrem Handeln einschränkt, das Augenmerk aller Teilpläne sein sollte. Da bei heutigen Unternehmen meist der Absatz den Engpass darstellt, sollte sich nach dieser Definition die Planung auf den Kunden konzentrieren und daher marketingorientiert sein.

Ausgleichsgesetz der Planung: Simultane Lösung (Totalmodell)

Simultane Planung aller betrieblichen Teilfunktionen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Investition und Finanzierung) unter Berücksichtigung aller wechselseitigen Abhängigkeiten

Ausgleichsgesetz der Planung: Sukzessive Lösung (Partialmodell)

Sequentielle Planung betrieblicher Teilfunktionen, wobei die Planungsdaten eines Teilplans zur Vorgabe für die jeweils nachgelagerten Teilpläne werden.

Kurzfristige Tendenz des Ausgleichsgesetzes der Planung

Tendenz, die betriebliche Gesamtplanung auf den Engpassbereich einzuspielen. Der jeweils schwächste Teilbereich dominiert das Gesamtsystem der betrieblichen Planung

Langfristige Tendenz des Ausgleichsgesetzes der Planung

Tendenz, den Engpassbereich an das Niveau der anderen betrieblichen Teilbereiche anzupassen, d.h. dass der Minimumsektor langfristig überwunden werden soll.

Ziele strategischer Planung

- Bestandssicherung

- Risikominimierung

- Wettberwerbsfähigkeit

- Erfolgssicherung

- Erfolgsoptimierung

Teilprozess Realisation - Disposition:

Treffen von Entscheidungen die sich vorab nicht durch allgemein gültige Regeln erfassen lassen. Die Anzahl der dispositiven Entscheidungen sollte sich auf ein Minimum von wesentlichen Fragestellungen begrenzen

Teilprozess Realisation - Organisation:

Struktur und Prozesse durch die Sachverhalte einheitlich geregelt werden. Man unterscheidet Aufbauorganisation und Ablauforganisation.

Aufbauorganisation eines Unternehmens (als Teil der Organisation, des Teilprozesses Realisation)

- hierarchische Gliederung des Unternehmens in Organisationseinheiten (horizontale Dezentralisierung)

- Delegation von Genehmigungs- und Entscheidungskompetenzen im Rahmen einer Instanzhierarchie (vertikale Dezentralisierung)

Ablauforganisation eines Unternehmens (als Teil der Organisation, Teilprozess realisation)

Gesamtheit von Prozessen zur Regelung von wiederkehrenden und vergleichbaren Arbeitsabläufen.

Hierarchische Kriterien für die Gliederung der Aufbauorganisation

- funktionale Organisation

- Regionale Organisation: sitzorientiert, zuständigkeitsorientiert

- divisionale Organisation: spartenorientiert, kundengruppenorientiert

Aufgaben der Ablauforganisation

- Arbeitsanweisungen

- Bereitstellung von Informationen

- Sachmittelausstattung

Ziele der Ablauforganisation

- Effizienz

- Effektivität

- Risikominimierung

Management-by-Konzepte

- Management by exception

- Management by delegation

- Management by objectives

Management by systems

Management by exceptions

Führung durch Abweichungskontrolle und Eingreifen in Ausnahmefällen. Mitarbeiter arbeiten selbständig, solange keine Toleranzüberschreitungen oder nicht vorhersehbare Ereignisse eintreten. Ziele, Sollwerte und Bewertungsmaßstäbe sind festgelegt.

Management by delegation

Führung durch Aufgabenübertragung an Mitarbeiter. Der Vorgesetzte konzentriert sich nur noch auf die Erfolgskontrolle und steht für Fragen zur Verfügung. Die Verantwortung liegt bei ihm.

Management by objectives

Führung durch Zielvereinbahrung. Ziele für jede Organisationseinheit/Mitarbeiter werden gemeinsam festgelegt, Erfüllung der Ziele kontrolliert

Management by systems

Führung durch Systemsteuerung. Betriebliche Abläufe sollen durch ein System von Netzwerken und Regelkreisen selbstregulierend organisiert werden.

Personalmanagement

Personalplanung und Personalführung

Personalmanagement

Personalplanung und Personalführung

Personalplanung beinhaltet

Bedarfsplanung

Beschaffungsplanung

Abbauplanung

Einsatzplanung

Entwicklungsplanung

Personalführung beinhaltet

Entlohnung

freiwillige betriebliche SOzialleistungen

Erfolgsbeteiligungen

Betriebsklima

Führungsstil

Rationalität der Planung wird eingeschränkt durch:

- Ungewissheit bzgl zukünftiger Umweltzustände

- Unvollkommenheit menschlicher Tätigkeit

Die Planung dient:

Die Realisation ergibt:

- die Generierung von Soll-Objekten

- Ist-Objekte

Überwachung beinhaltet

Prüfung (durch Finanzbehörden, Wirtschaftsprüfer, interne Revision...)

Kontrolle (durch Vorgesetzte, Mitarbeiter, technische Einrichtungen...)

Überwachung Begriffsdefinition

Prozess zur Ermittlung von möglichen Normabweichungen

Prüfung 

Prozessunabhängige Ermittlung von möglichen Normabweichungen (Prozessunabhängig weil Prüfer nicht in Prozessablauf integriert ist. Er ist nicht verantwortlich für Prozessergebnis, er ist nur verantwortlich für Prüfungsergebnis)

Kontrolle

Prozessabhängige Ermittlung von möglichen Normabweichungen (Prozessabhängig weil der Kontrollträger in den Prozessablauf eingebunden ist. Er ist verantwortlich für das Prozessergebnis UND das Kontrollergebnis)

Funktionen von Prüfung und Kontrolle

- Informationsfunktion (Rechenschaft, Dokumentation)

- Sicherungsfunktion (Präventivfunktion, Korrekturfunktion)

- Entscheidungsfunktion (Erfahrungsfunktion, Entlohnungsfunktion)

Zeitbezug der Überwachungshandlungen:

- Soll: Ex ante - aus vorheriger Sicht, Betrachtung der Planwerte

- Wird: Ex interim - dazwischen, Ist-Zustand ist im Werden begriffen aber noch nicht abgeschlossen

- Ist: Ex post - nachträglich, nach abgeschlossener Realisierung liegen Ist-Objekte vor.

Zielkontrolle (Überwachung)

Kontrolle, ob die eigenen Normwerte mit anderen externen Vergleichswerten übereinstimmen. Es geht um die Plausibilisierung der eigenen Planwerte.

Realisationskontrolle (Überwachung)

Kontrolle des Soll-Objektes mit dem Ist-Objekt. Ermittlung von negativen oder positiven Abweichungen, ermöglicht Analyse von Ursachen, dient der zukünftigen Planung.

Fortschrittskontrolle (Überwachung)

Kontrolle des Soll-Objektes mit dem im Werden begriffenen, aber noch nicht fertigen Ist-Objekt. Eignet sich besonders für Aktivitäten, mt längeren Zeiträumen zwischen Planung und Realisierung. Dient dem frühzeitigen Aufdecken von Abweichungen, ermöglicht Gegensteuerungen

Betriebs- und Zeitreihenvergleich (Überwachung)

Vergleich von Ist-Objekten mit anderen Ist-Objekten, die sich entweder auf andere Betriebe oder Vorperioden beziehen.

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