Betriebswirtschaftslehre
allgemein
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Lernkarten
produktionsbezogene Standortfaktoren
Verfügbarkeit von technischen Anlagen, Umweltbedingungen (Klima, Geologie)
absatzbezogene Standortfaktoren
Kaufkraft und Kunden, Konkurrenz und Wettbewerber
staatlich determinierte Standortfaktoren
öffentliche Umgebungsparameter, z. B. Abgabenlast (Steuern, Gebühren), Zuschüsse und Subventionen, behördliche Auflagen (z. B. Umweltauflagen)
Führungsaufgaben: Leitung (originärer Faktor)
Zielbildung
Entscheidung
Führungsaufgaben: Administration (derivative Faktoren)
Planung
Realisation
Kontrolle
Koordination
derivativ (Definition allgemein)
beschreibt Sachverhalte oder Dinge, die direkt aus anderen Zuständen abgeleitet werden können. Man spricht auch von derivativen Produkten, die Kopien anderer Produkte darstellen. Am Finanzmarkt sind beispielsweise solche Rohstoffpreise derivativ, die an andere Preisentwicklungen gekoppelt sind und sich nicht unabhängig verhalten.
Zweck von unternehmerischen Zielen
Maßgaben für unternehmerisches Handeln und Sollvorgaben für zukünftige Ergebnisse zu liefern
Formalziele
sind Erfolgsziele als Ausfluss des ökonomischen Prinzips
Sachziele
sind inhaltliche Ziele und Vorgaben für konkretes Handeln
Zielkonzeption
(die Ordnung der Ziele nach ihrem Gegenstand)
Erfolgsziele
Leistungsziele (Produktziele)
Liquiditätsziele
Zielhierarchie/Zielränge
Oberziel (oberste Zielsetzung für die gesamte Unternehmung)
Zwischenziele (Mittelziele) Konkretisierung der Oberziele für abgrenzbare Teilbereiche
Unterziele (Konkretisierung der Zwischenziele für Abteilungen/Mitarbeiter)
Komplementäre Ziele
die Erreichung eines Ziels unterstützt gleichzeitig die Erfüllung eines anderen Ziels
Bsp: Ziel 1 - Erhöhung des Gewinns
Ziel 2 - Personalkostensenkung
Konkurrierende Ziele
die Erreichung eines Ziels verhindert gleichzeitig die Erfüllung eines anderen Zieles
Bsp: Ziel 1- Allg. Personalkostensenkung
Ziel 2- Attraktivitätssteigerung als AG
Indifferente Ziele
die Erreichung eines Ziels hat keinen Einfluss auf die Erfüllung eines anderen Ziels
Bsp: Ziel1- Personalkostensenkung Standort A
Ziel2- Arbeitszeitflexibilisierung Standort B
Verfügungsrechte
auch property rights oder Eigentumsrechte genannt
Usus - das Nutzungsrecht
Recht, die Nutzung einer Sache zu kontrollieren.
Bsp Auto: Auto selber fahren oder unentgeltlich Dritten überlassen.
Bsp Eigenkapital: Direkte Leitungsausübung pder Delegation der Leitungsausübung
Usus fructus - Das Fruchtentziehungsrecht
Recht, die Vorteile aus einer Sache zu ziehen.
Bsp Auto: Auto entgeltlich verleihen
Bsp Eigenkapital: Gewinne erwirtschaften und Entscheidung über die Gewinnverwendung
Abusus - Das Veränderungsrecht
Recht, eine Sache in der Erscheinung zu verändern
Bsp Auto: Auto umbauen oder lackieren
Bsp Eigenkapital: An konstitutiven und zielbildenden Entscheidungen mitwirken
Ius abutendi - Das Veräußerungsrecht
Recht, eine Sache vollständig oder in Teilen zu veräußern.
Bsp Auto: Auto vollständig oder Teile davon verkaufen
Bsp Eigenkapital: Eigenkapital (Anteile) am Unternehmen vollständig oder in Teilen veräußern
Verwässerung von Verfügungsrechten:
- durch Streuung am Bsp Eigenkapital (Anteile in Form von Aktien, viele Aktionäre, daher durch Streuung verwässert) (Beim Einzelunternehmer nicht)
- durch Delegation am Bsp Eigenkapital (große Teile der Verfügungsrechte an Management übertragen, daher durch Delegation verwässert) (Beim Einzelunternehmen nicht!)
NGO
non governmental organisation
Nichtergierungsorganisationen (z. B, Naturschutzverbände, Verbraucherschutzgruppen, politische Aktivisten)
Partizipationsansprüche
- originärer Anspruch
- derivativer Anspruch
- fakultativer Anspruch
Originärer Partizipationsanspruch besteht, wenn...
Eigenkapitalgeber ihre Verfügungsrechte an Manager delegieren und trotzdem bei bestimmten wichtigen Entscheidungen berücksichtigt werden möchten.
Originärer Partizipationsanspruch besteht, wenn...
Eigenkapitalgeber ihre Verfügungsrechte an Manager delegieren und trotzdem bei bestimmten wichtigen Entscheidungen berücksichtigt werden möchten.
Derivativer Partizipationsanspruch besteht, wenn...
weitere Gruppen an wichtigen Entscheidungen aufgrund von gesetzlichen Regelungen oder aufgrund vertraglicher Beziehungen beteiligt werden müssen. Die Anspruchsgruppen besitzen keine Eigentumsrechte. Es betrifft z. B. Arbeitnehmer, Fremdkapitalgeber
Fakultativer Anspruch besteht, wenn...
Gruppen , die weder originäre noch derivative Ansprüche besitzen, partizipieren wollen. Z. B. Kunden, Lieferanten, Staat, NGOs, Bevölkerung
Shareholder
Anteilseigner
Anteilseigner (Shareholder)
auch als Prinzipale bezeichnet
Manager
werden auch als Agenten bezeichnet
Asymmetrische Informationsverteilung bei Prinzipalen und Agenten
Die Agenten, als die Träger der Verfügungsrechte, besitzen vollständige Infos über die von ihnen stellvertretend ausgeübten Verfügungsrechte.
Die Prinzipale besitzen nur noch begrenzte Infos aufgrund von Delegation der Verfügungsrechte.
ex ante
vor Vertragsabschluss
ex post
nach Vertragsabschluss
4 potentielle Prinzipal-Agenten-Probleme, entstehen durch:
- hidden characteristics/verborgene Eigenschaften
- hidden action/verborgenes Handeln
- hidden intention/verborgene Absicht
- hidden information/verborgene Information
Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden characteristics"
- Qualitätsunsicherheit ex ante
- P. kann die Eigenschaften des A. nicht einschätzen
- Mögliche Folge: adverse selection/Fehlauswahl
- Agency costs (für folgende Lösung): Signalling, Screening, self-selection
Signalling
Aussenden von Signalen durch den Agenten, z. B. Schul- und Berufsausbildung, Praktika, berufliche Erfahrung, positive Referenzen...
Screening
Sichten und Auswählen geeigneter Kandidaten durch den Eigentümer. Es können Personalberater hinzugezogen werden und Auswahlverfahren durchgeführt werden.
self-selection
Anbieten verschiedener Vertragsoptionen, die dem Agenten zur Auswahl angeboten werden.
Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden action"
- Verhaltensunsicherheit ex post
- P. kann die Eigenschaften des A. nicht beobachten und auch hinterher nicht beweisen.
- Mögliche Gefahr: moral hazard/moralisches Risiko, shirking/Drückebergerei
- agency costs für Lösung: monitoring (Überwachung der Agenten durch geeignete Instanzen), Interessenangleichung (Vertragsgestaltung mit Anreiz und Sanktionsmechanismen)
Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden intention"
- Verhaltensunsicherheit ex post
- P. kann die Eigenschaften des A. beobachten und bewerten aber nicht verhindern.
- Mögliche Gefahr: hold-up/Überfall (A. kann die Verfügungsrechte zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der P. ausnutzen)
- agency costs bei Lösung: Monitoring, Interessenangleichung
Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden information"
- Verhaltensunsicherheiten ex post
- P. kann die Eigenschaften des A. beobachten aber die Konsequenzen nicht alleine beurteilen.
- Mgl. Gefahr: moral hazard (A. kann die Verfügungsrechte nachlässig ausüben)
costly state verification, ein Monitoring der Agenten ist mit hohen Kosten verbunden.
Lösung durch: Monitoring und Interessenangleichung