allgemein


J. T.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einstieg in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und behandeln zentrale Themen wie Unternehmen, Planung, Eigenkapital, Fremdkapital, Investitionen und Management. Sie umfassen auch rechtliche Aspekte, verschiedene Produktivitäten und die Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen der BWL vertraut machen möchten, um betriebliche Entscheidungen zu verstehen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu analysieren.
Karten
416
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
26.12.2013 / 16.06.2018

Lernkarten

produktionsbezogene Standortfaktoren

Verfügbarkeit von technischen Anlagen, Umweltbedingungen (Klima, Geologie)

absatzbezogene Standortfaktoren

Kaufkraft und Kunden, Konkurrenz und Wettbewerber

staatlich determinierte Standortfaktoren

öffentliche Umgebungsparameter, z. B. Abgabenlast (Steuern, Gebühren), Zuschüsse und Subventionen, behördliche Auflagen (z. B. Umweltauflagen)

Führungsaufgaben: Leitung (originärer Faktor)

Zielbildung

Entscheidung

Führungsaufgaben: Administration (derivative Faktoren)

Planung

Realisation

Kontrolle

Koordination

derivativ (Definition allgemein)

beschreibt Sachverhalte oder Dinge, die direkt aus anderen Zuständen abgeleitet werden können. Man spricht auch von derivativen Produkten, die Kopien anderer Produkte darstellen. Am Finanzmarkt sind beispielsweise solche Rohstoffpreise derivativ, die an andere Preisentwicklungen gekoppelt sind und sich nicht unabhängig verhalten.

Zweck von unternehmerischen Zielen 

Maßgaben für unternehmerisches Handeln und Sollvorgaben für zukünftige Ergebnisse zu liefern

Formalziele

sind Erfolgsziele als Ausfluss des ökonomischen Prinzips

Sachziele

sind inhaltliche Ziele und Vorgaben für konkretes Handeln

Zielkonzeption

(die Ordnung der Ziele nach ihrem Gegenstand)

Erfolgsziele

Leistungsziele (Produktziele)

Liquiditätsziele

Zielhierarchie/Zielränge

Oberziel (oberste Zielsetzung für die gesamte Unternehmung)

Zwischenziele (Mittelziele) Konkretisierung der Oberziele für abgrenzbare Teilbereiche

Unterziele (Konkretisierung der Zwischenziele für Abteilungen/Mitarbeiter)

Komplementäre Ziele

die Erreichung eines Ziels unterstützt gleichzeitig die Erfüllung eines anderen Ziels

Bsp: Ziel 1 - Erhöhung des Gewinns

         Ziel 2 - Personalkostensenkung

Konkurrierende Ziele

die Erreichung eines Ziels verhindert gleichzeitig die Erfüllung eines anderen Zieles

Bsp: Ziel 1- Allg. Personalkostensenkung

         Ziel 2- Attraktivitätssteigerung als AG

Indifferente Ziele

die Erreichung eines Ziels hat keinen Einfluss auf die Erfüllung eines anderen Ziels

Bsp: Ziel1- Personalkostensenkung Standort A

         Ziel2- Arbeitszeitflexibilisierung Standort B

Verfügungsrechte

auch property rights oder Eigentumsrechte genannt

Usus - das Nutzungsrecht

Recht, die Nutzung einer Sache zu kontrollieren.

Bsp Auto: Auto selber fahren oder unentgeltlich Dritten überlassen.

Bsp Eigenkapital: Direkte Leitungsausübung pder Delegation der Leitungsausübung

Usus fructus - Das Fruchtentziehungsrecht

Recht, die Vorteile aus einer Sache zu ziehen.

Bsp Auto: Auto entgeltlich verleihen

Bsp Eigenkapital: Gewinne erwirtschaften und Entscheidung über die Gewinnverwendung

Abusus - Das Veränderungsrecht

Recht, eine Sache in der Erscheinung zu verändern

Bsp Auto: Auto umbauen oder lackieren

Bsp Eigenkapital: An konstitutiven und zielbildenden Entscheidungen mitwirken

Ius abutendi - Das Veräußerungsrecht

Recht, eine Sache vollständig oder in Teilen zu veräußern.

Bsp Auto: Auto vollständig oder Teile davon verkaufen

Bsp Eigenkapital: Eigenkapital (Anteile) am Unternehmen vollständig oder in Teilen veräußern

Verwässerung von Verfügungsrechten:

- durch Streuung am Bsp Eigenkapital (Anteile in Form von Aktien, viele Aktionäre, daher durch Streuung verwässert) (Beim Einzelunternehmer nicht)

- durch Delegation am Bsp Eigenkapital (große Teile der Verfügungsrechte an Management übertragen, daher durch Delegation verwässert) (Beim Einzelunternehmen nicht!)

NGO

non governmental organisation

Nichtergierungsorganisationen (z. B, Naturschutzverbände, Verbraucherschutzgruppen, politische Aktivisten)

Partizipationsansprüche

- originärer Anspruch

- derivativer Anspruch

- fakultativer Anspruch

Originärer Partizipationsanspruch besteht, wenn...

Eigenkapitalgeber ihre Verfügungsrechte an Manager delegieren und trotzdem bei bestimmten wichtigen Entscheidungen berücksichtigt werden möchten.

Originärer Partizipationsanspruch besteht, wenn...

Eigenkapitalgeber ihre Verfügungsrechte an Manager delegieren und trotzdem bei bestimmten wichtigen Entscheidungen berücksichtigt werden möchten.

Derivativer Partizipationsanspruch besteht, wenn...

weitere Gruppen an wichtigen Entscheidungen aufgrund von gesetzlichen Regelungen oder aufgrund vertraglicher Beziehungen beteiligt werden müssen. Die Anspruchsgruppen besitzen keine Eigentumsrechte. Es betrifft z. B. Arbeitnehmer, Fremdkapitalgeber

Fakultativer Anspruch besteht, wenn...

Gruppen , die weder originäre noch derivative Ansprüche besitzen, partizipieren wollen. Z. B. Kunden, Lieferanten, Staat, NGOs, Bevölkerung

Shareholder

Anteilseigner

Anteilseigner (Shareholder)

auch als Prinzipale bezeichnet

Manager 

werden auch als Agenten bezeichnet

Asymmetrische Informationsverteilung bei Prinzipalen und Agenten

Die Agenten, als die Träger der Verfügungsrechte, besitzen vollständige Infos über die von ihnen stellvertretend ausgeübten Verfügungsrechte.

Die Prinzipale besitzen nur noch begrenzte Infos aufgrund von Delegation der Verfügungsrechte.

ex ante

vor Vertragsabschluss

ex post

nach Vertragsabschluss

4 potentielle Prinzipal-Agenten-Probleme, entstehen durch:

- hidden characteristics/verborgene Eigenschaften

- hidden action/verborgenes Handeln

- hidden intention/verborgene Absicht

- hidden information/verborgene Information

Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden characteristics"

- Qualitätsunsicherheit ex ante

- P. kann die Eigenschaften des A. nicht einschätzen

- Mögliche Folge: adverse selection/Fehlauswahl

- Agency costs (für folgende Lösung): Signalling, Screening, self-selection

Signalling

Aussenden von Signalen durch den Agenten, z. B. Schul- und Berufsausbildung, Praktika, berufliche Erfahrung, positive Referenzen...

Screening

Sichten und Auswählen geeigneter Kandidaten durch den Eigentümer. Es können Personalberater hinzugezogen werden und Auswahlverfahren durchgeführt werden.

self-selection

Anbieten verschiedener Vertragsoptionen, die dem Agenten zur Auswahl angeboten werden.

Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden action"

- Verhaltensunsicherheit ex post

- P. kann die Eigenschaften des A. nicht beobachten und auch hinterher nicht beweisen.

- Mögliche Gefahr: moral hazard/moralisches Risiko, shirking/Drückebergerei

- agency costs für Lösung: monitoring (Überwachung der Agenten durch geeignete Instanzen), Interessenangleichung (Vertragsgestaltung mit Anreiz und Sanktionsmechanismen)

 

Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden intention"

- Verhaltensunsicherheit ex post

- P. kann die Eigenschaften des A. beobachten und bewerten aber nicht verhindern.

- Mögliche Gefahr: hold-up/Überfall (A. kann die Verfügungsrechte zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der P. ausnutzen)

- agency costs bei Lösung: Monitoring, Interessenangleichung

Prinzipal-Agenten-Problem durch "hidden information"

- Verhaltensunsicherheiten ex post

- P. kann die Eigenschaften des A. beobachten aber die Konsequenzen nicht alleine beurteilen.

- Mgl. Gefahr: moral hazard (A. kann die Verfügungsrechte nachlässig ausüben)

 costly state verification, ein Monitoring der Agenten ist mit hohen Kosten verbunden.

Lösung durch: Monitoring und Interessenangleichung

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