Betriebswirtschaft, Buchhaltung
Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Grundlagen zur Buchhaltung
Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Grundlagen zur Buchhaltung
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Lernkarten
Ziel und Aufgabe der Betriebsbuchhaltung
Die Hauptaufgabe der Betriebsbuchhaltung ist es, den betrieblichen Aufwand möglichts verursachungsgerecht den einzelnen Kostenträger zuzurechnen.
> FInanzbuchhaltung: Die Erfoglsrechnung weist den Gewinn oder Verlust einer Unternehmung aus. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit nur durch eine Grösse ausgewiesen.
> Betriebsbuchhaltung: Weist die Wirtschaftlichkeit differenziert nach klar abgegrenzten Geschäftsbereichen (Kostenstellen) aus.
Sachliche Abgrenzungen in der Finanzbuchhaltung
> Abschreibungen: nach finanzwirtschaftlichen Überlegungen, Steuer-,Dividendenpolitik ect.
> Zinsen: Verbuchung des effektiv angefallenenZinsaufwands gemäss der Finanzierung
> Soziallohn: Erfassung des effektiven Sozialaufwands pro Aufwandart (AHV-Beiträge, Kinderzuagen)
> Diverse: In der Finanz-BH erfasster Aufwand, dem keine Kosten gegenüberstehen
Sachliche Abgrenzungen in der Betriebsbuchhaltung
> Abschreibungen: Verbuchung des echten Substanzabgangs (> Kalkulatorische Abschreibung)
> Zinsen: Berechnung der Zinskosten aufgrund der Investition (> Kalulatorische Zinsen)
> Soziallohn: Aufwandarten werden in % zu den Löhnen abgedeckt (> Kalkulatorische Sozial)
> Diverse: In der Betriebs-BH berechnete Kosten, dem kein AUfwand gegenübersteht
Die Aufgabe und das Ziel der Kostenstellenrechnung
Aufgabe:
> sagt wo die Kosten angefallen sind
> hat die Aufgabe, die Gemeinkosten ab Kostenartenrechnung zu übernehmen
> um sie so verursachergerecht wie möglich den einzelnen Kostenträgern zuzurechnen
Ziel:
> Kontrollfunktion aufgrund Ist-Soll-Vergleiche (Verantwortung durch den Kostenstellenleiter)
> Zentrales Element für den Planungsprozess
> Ableitung von Kosten- und Zuschlagssätze
Management als Prozess
> Planung
> Organisation
> Führung
> Kontrolle
Ein System von Aufgaben zum Gestalten, Lenken und Weiterentwickeln zweckorientierter, soziotechnischer Organisationen
Die Elemente einer Organisation
> Soziales System: Menschen innerhalb der Organisation; Menschen stehen miteinander in Beziehung
> Formale Struktur: Orientierungsregeln; Strukturierung des Geschäftssystems
> Zielorientierung: Erreichung von Zielen durch Arbeitsteilung und Koordination
Die Inhalte einer Aufbauorganisation
> Aufgaben für Personen (Stellenbildung)
> Verbingung von Stellen durch Leitungsbeziehungen
> Bereitstellung von Informationen
> Einrichtung von Kommunikationsbeziehungen
> Bereitstellung von Sachmitteln
Strukturelemente einer Organisation
Linienstellen:
> Ausführungsstelle (ohne Leitungskompetenz)
> Leitungsstelle (mit Fremdentscheidungs-, Weisungs- und Kontrollkompetenzen
Unterstützende Stellen:
> Stabstellen (Leitungshilfstellen mit fachspez. Aufgaben ohne Fremdentscheidungs- und Weisungskompetenzen
> Assistenzstellen (Generalisierte Leitungsstellen mit fallweisen Aufgaben ohne Fremdentscheiungs- und Weisungskompetenzen)
> Dienstleistungsstellen (Führen Unterstützungsaufgaben für mehrere Leistungsstellen durch)
Einlinien-Organisation
Grundsätze: Einheit der Leitung; Einheit des Auftraggebers
Vorteile: Klare Kompetenz- und Verantwortlichkeitsbereich; Klare Anordnung; Koordination und Kontrolle einfach; Sicherheit bei Vorgesetzten und Untergebenen; Tüchtige Linienchefs werden gefördert
Nachteile: Unvereinbarkeit mit Spezialisierung der Leitung; Schwerfälligkeit, Bürokratiesierung, unterdimensionale Kommunikationsstruktur, Betonung der Hierachie, Starrheit, Überlastung der Linierspitze; Lange Kommunikationswege, Informationsfilterung; Unvereinbarkeit mit zeitgemässen menschlichen Anforderungen
Stab-Linien-Organisation
Grundsätze: Einheit der Leitung; Spezialisierung der Stäbe (ohne Kompetenz gegenüber Linie)
Vorteile: Einheit der Leitung trotz gewisser Spezialisierung; Entlastung der Linieninstanzen; Fachkundige Entscheidungsvorbereitung; Ausgleich zwischen Spezialistendenken und übergeordneten Zusammenhängen
Nachteile: Stab als Alternative zu richtiger Organisation (Wasserkopf); Stab als Vorwand mangelnhafter Delegation; Stab als "graue Eminenz" (Macht ohne Verantwortung); Stab als Konkurrenz zur Linie (Friktinsmöglichkeiten)
Funktionale Organisation
Grundsätze: Spezialisierung; Direkter Weg, Mehrfachunterstellung
Vorteile: Fachkundige Entscheidungen; Entbürokratisierung: kurze Kommunikationswege, Fachkompetenz wichtiger als hierarchische Stellung, grössere Leistungskapazität; Psychologischer Vorteil der funktionalen Autorität
Nachteile: Kompetenzüberschreitungen kaum vermeidbar; Unsicherheit bei Vorgesetzen vun Untergebenen; Komplizierte Kommunikationsstruktur; Fehlender Blick für das ganze beim Spezialisten (Ressort-Denken, Überbewertung der eigenen Aufgabe)
Matrix Organisation
Grundsätze: Spezialisierung nach Dimensionen; Gleichberechtigung der Dimensionen
Vorteile: Sachgerechte Teamentscheidung; Übersichtlich, klare Koordination; Institutionalisierter Konflikt zwischen Dimensionen; Psychologischer Vorteil der funktionalen Autorität
Nachteile: Kompetenzabgrenzung aufwändig; Grossser Kommunikationsbedarf; Kaum nachvollziehbare Entscheidungsprozesse; Gefahr zu vieler Kompromisse; Weniger Allein-Verantwortung für Dimensionsleiter
Ziele der Ablauforganisation
> Maximierung der Kapazitätsauslastung: Auslastung von Mitarbeitern/Stellen; Auslastung von Sachmitteln (Maschinen)
> Minimierung der Durchlaufzeiten: kurze Bearbeitungszeiten, kurze Transportzeiten, kurze Liegezeiten
Die Geschäftsprozessoptimierung (GPO)
Die Zielsetzung der GPO ist die nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens durch Ausrichtung aller wesentlichen Arbeitsabläufe an den Kundenanforderungen
Die SWOT Analyse
Strengths (Stärken)
Weaknesses (Schwächen)
Opportunities (Möglichkeiten)
THreats (Bedrohungen)
> Mit den eigenen Stärken bestehende Chancen nutzen (Bsp. mit bestehendem Produk einen neuen Absatzmarkt erschliessen)
> Eigene Schwächen beseitigen, um bestehende Chancen zu nutzen (Bsp. neues Produkt entwickeln, um Kundenanforderung zu erfüllen)
> Mit den eigenen Stärken bestehende Gefahren abwehren (durch Werbung für bestehendes Produkt einem neien Wettbewerber zurückdrängen)
> Eigene Schwächen beseitigen, um drohende Gefahren bestehen zu können (Qualitätsmangel des eigenen PRodukts beheben, um einen Wettbewerber zurückzudrängen)
BRP vs GPO
BPR:
> Wirkung auf die existierende Organisation: tiefgreifende Veränderung; Ersatz der alten Organisation, völlige Neukonzeption
> Veränderung der Organisation: Quantensprünge des Wnadels, d.h.radikale Veränderung
> Methode der Prozessbeschreibung: Prozessverstehen, d.h. Verzicht auf Details
GPO
> Wirkung auf die existierende Organisation: Verbesserung/Optimierung der bestehenden Organisation
> Veränderung der Organisation: Organisationsentwicklung auch in kleinen Schritten, moderate Veränderung
> Methode der Przessbeschreibung: Prozess-Analyse durch formale, detaillierte Beschreibung