Betriebswirtschaft, Buchhaltung

Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Grundlagen zur Buchhaltung

Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Grundlagen zur Buchhaltung


Sira Gorba
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Betriebswirtschaft und Buchhaltung ab, geeignet für Fortgeschrittene. Sie behandeln Themen wie Kostenstellenrechnung, Organisationstypen, Managementprozesse und betriebliche Rechnungswesen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis von betriebswirtschaftlichen Prinzipien vertiefen möchten, insbesondere in den Bereichen Kostenmanagement, Organisationsstrukturen und betriebswirtschaftliche Planung.
Karten
56
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.01.2014 / 09.03.2025

Lernkarten

Ziel und Aufgabe der Betriebsbuchhaltung

Die Hauptaufgabe der Betriebsbuchhaltung ist es, den betrieblichen Aufwand möglichts verursachungsgerecht den einzelnen Kostenträger zuzurechnen.

> FInanzbuchhaltung: Die Erfoglsrechnung weist den Gewinn oder Verlust einer Unternehmung aus. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit nur durch eine Grösse ausgewiesen.

> Betriebsbuchhaltung: Weist die Wirtschaftlichkeit differenziert nach klar abgegrenzten Geschäftsbereichen (Kostenstellen) aus.

Sachliche Abgrenzungen in der Finanzbuchhaltung

> Abschreibungen: nach finanzwirtschaftlichen Überlegungen, Steuer-,Dividendenpolitik ect.

> Zinsen: Verbuchung des effektiv angefallenenZinsaufwands gemäss der Finanzierung

> Soziallohn: Erfassung des effektiven Sozialaufwands pro Aufwandart (AHV-Beiträge, Kinderzuagen)

> Diverse: In der Finanz-BH erfasster Aufwand, dem keine Kosten gegenüberstehen

Sachliche Abgrenzungen in der Betriebsbuchhaltung

> Abschreibungen: Verbuchung des echten Substanzabgangs (> Kalkulatorische Abschreibung)

> Zinsen: Berechnung der Zinskosten aufgrund der Investition (> Kalulatorische Zinsen)

> Soziallohn: Aufwandarten werden in % zu den Löhnen abgedeckt (> Kalkulatorische Sozial)

> Diverse: In der Betriebs-BH berechnete Kosten, dem kein AUfwand gegenübersteht

Die Aufgabe und das Ziel der Kostenstellenrechnung

Aufgabe:

> sagt wo die Kosten angefallen sind

> hat die Aufgabe, die Gemeinkosten ab Kostenartenrechnung zu übernehmen

> um sie so verursachergerecht wie möglich den einzelnen Kostenträgern zuzurechnen

Ziel:

> Kontrollfunktion aufgrund Ist-Soll-Vergleiche (Verantwortung durch den Kostenstellenleiter)

> Zentrales Element für den Planungsprozess

> Ableitung von Kosten- und Zuschlagssätze

Management als Prozess

> Planung

> Organisation

> Führung

> Kontrolle

Ein System von Aufgaben zum Gestalten, Lenken und Weiterentwickeln zweckorientierter, soziotechnischer Organisationen

Die Elemente einer Organisation

> Soziales System: Menschen innerhalb der Organisation; Menschen stehen miteinander in Beziehung

> Formale Struktur: Orientierungsregeln; Strukturierung des Geschäftssystems

> Zielorientierung: Erreichung von Zielen durch Arbeitsteilung und Koordination

Die Inhalte einer Aufbauorganisation

> Aufgaben für Personen (Stellenbildung)

> Verbingung von Stellen durch Leitungsbeziehungen

> Bereitstellung von Informationen

> Einrichtung von Kommunikationsbeziehungen

> Bereitstellung von Sachmitteln

Strukturelemente einer Organisation

Linienstellen: 

> Ausführungsstelle (ohne Leitungskompetenz)

> Leitungsstelle (mit Fremdentscheidungs-, Weisungs- und Kontrollkompetenzen

Unterstützende Stellen:

> Stabstellen (Leitungshilfstellen mit fachspez. Aufgaben ohne Fremdentscheidungs- und Weisungskompetenzen

> Assistenzstellen (Generalisierte Leitungsstellen mit fallweisen Aufgaben ohne Fremdentscheiungs- und Weisungskompetenzen)

> Dienstleistungsstellen (Führen Unterstützungsaufgaben für mehrere Leistungsstellen durch)

Einlinien-Organisation

Grundsätze: Einheit der Leitung; Einheit des Auftraggebers

Vorteile: Klare Kompetenz- und Verantwortlichkeitsbereich; Klare Anordnung; Koordination und Kontrolle einfach; Sicherheit bei Vorgesetzten und Untergebenen; Tüchtige Linienchefs werden gefördert

Nachteile: Unvereinbarkeit mit Spezialisierung der Leitung; Schwerfälligkeit, Bürokratiesierung, unterdimensionale Kommunikationsstruktur, Betonung der Hierachie, Starrheit, Überlastung der Linierspitze; Lange Kommunikationswege, Informationsfilterung; Unvereinbarkeit mit zeitgemässen menschlichen Anforderungen

Stab-Linien-Organisation

Grundsätze: Einheit der Leitung; Spezialisierung der Stäbe (ohne Kompetenz gegenüber Linie)

Vorteile: Einheit der Leitung trotz gewisser Spezialisierung; Entlastung der Linieninstanzen; Fachkundige Entscheidungsvorbereitung; Ausgleich zwischen Spezialistendenken und übergeordneten Zusammenhängen

Nachteile: Stab als Alternative zu richtiger Organisation (Wasserkopf); Stab als Vorwand mangelnhafter Delegation; Stab als "graue Eminenz" (Macht ohne Verantwortung); Stab als Konkurrenz zur Linie (Friktinsmöglichkeiten)

Funktionale Organisation

Grundsätze: Spezialisierung; Direkter Weg, Mehrfachunterstellung

Vorteile: Fachkundige Entscheidungen; Entbürokratisierung: kurze Kommunikationswege, Fachkompetenz wichtiger als hierarchische Stellung, grössere Leistungskapazität; Psychologischer Vorteil der funktionalen Autorität

Nachteile: Kompetenzüberschreitungen kaum vermeidbar; Unsicherheit bei Vorgesetzen vun Untergebenen; Komplizierte Kommunikationsstruktur; Fehlender Blick für das ganze beim Spezialisten (Ressort-Denken, Überbewertung der eigenen Aufgabe)

Matrix Organisation

Grundsätze: Spezialisierung nach Dimensionen; Gleichberechtigung der Dimensionen

Vorteile: Sachgerechte Teamentscheidung; Übersichtlich, klare Koordination; Institutionalisierter Konflikt zwischen Dimensionen; Psychologischer Vorteil der funktionalen Autorität

Nachteile: Kompetenzabgrenzung aufwändig; Grossser Kommunikationsbedarf; Kaum nachvollziehbare Entscheidungsprozesse; Gefahr zu vieler Kompromisse; Weniger Allein-Verantwortung für Dimensionsleiter

Ziele der Ablauforganisation

> Maximierung der Kapazitätsauslastung: Auslastung von Mitarbeitern/Stellen; Auslastung von Sachmitteln (Maschinen)

> Minimierung der Durchlaufzeiten: kurze Bearbeitungszeiten, kurze Transportzeiten, kurze Liegezeiten

Die Geschäftsprozessoptimierung (GPO)

Die Zielsetzung der GPO ist die nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens durch Ausrichtung aller wesentlichen Arbeitsabläufe an den  Kundenanforderungen

Die SWOT Analyse

Strengths (Stärken)

Weaknesses (Schwächen)

Opportunities (Möglichkeiten)

THreats (Bedrohungen)

> Mit den eigenen Stärken bestehende Chancen nutzen (Bsp. mit bestehendem Produk einen neuen Absatzmarkt erschliessen)

> Eigene Schwächen beseitigen, um bestehende Chancen zu nutzen (Bsp. neues Produkt entwickeln, um Kundenanforderung zu erfüllen)

> Mit den eigenen Stärken bestehende Gefahren abwehren (durch Werbung für bestehendes Produkt einem neien Wettbewerber zurückdrängen)

> Eigene Schwächen beseitigen, um drohende Gefahren bestehen zu können (Qualitätsmangel des eigenen PRodukts beheben, um einen Wettbewerber zurückzudrängen)

BRP vs GPO

BPR:

> Wirkung auf die existierende Organisation: tiefgreifende Veränderung; Ersatz der alten Organisation, völlige Neukonzeption

> Veränderung der Organisation: Quantensprünge des Wnadels, d.h.radikale Veränderung

> Methode der Prozessbeschreibung: Prozessverstehen, d.h. Verzicht auf Details

GPO

> Wirkung auf die existierende Organisation: Verbesserung/Optimierung der bestehenden Organisation

> Veränderung der Organisation: Organisationsentwicklung auch in kleinen Schritten, moderate Veränderung

> Methode der Przessbeschreibung: Prozess-Analyse durch formale, detaillierte Beschreibung

Lernen