Betriebliche Standardsoftware
Kurs BSS an der ZHAW
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Cartes-fiches
Abstimmkonto
Sachkonto, auf dem die Bewegungen der Nebenbuchhaltung, z.B. der
Nebenbücher Debitoren, Kreditoren und Anlagen, mitgeführt werden. Z.b. ausländische Debitoren verweisen auf gemeinsames Abstimmkonto; Korrespondenzinformationen
Was macht Statistikgruppe Material?
Bezeichnet eine Statistikgruppe für dieses Material und dient zur Ermittlung der Daten, die das System im Logistikinformationssystem fortschreibt.
Dispomerkmal
Schlüssel, der bestimmt, ob und wie Material disponiert wird (plangesteuert)
Dispolosgrösse
definiert nach welchem Losgrössenverfahren die zu beschaffende Menge berechnet wird (z.B. exakt, dynamisch)
was bewirkt Gleitender Durchschnitspreis?
bewirkt, dass der Preis des Materials an die ständigen Schwankungen des Beschaffungspreises angepasst wird.
Was ist das SCOR Modell und wie wird es eingesetzt?
Referenzmodell zur Beschreibung aller unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse
Standard-Methode, die alle Gesichtspunkte einer Supply Chain (SC) analysieren und beschreiben kann
fünf Managementprozessen unterscheidet das SCOR-Modell vier Detaillierungsstufen, wobei die letzte nicht im Modell enthalten ist, da sie unternehmensindividuell zu definieren ist.
SCOR Prozesskategorien auf der obersten Ebene
1. Planung (plan):
- Aggregierte Nachfrage und Angebot sollen in Einklang gebracht werden
2. Beschaffung (source):
- (Vor-)Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen
3. Herstellung (make):
- End-/Zwischenprodukte produzieren, die an Kunden geliefert werden können
- Make-to-stock (Lagerfertigung), Make-to-order (Auftragsfertigung), Engineer-to-order (Projektfertigung)
4. Lieferung (deliver):
- Fertigprodukte oder Dienstleistungen an Kunden liefern inkl. Lager-, Auftrags- und Transportmanagement
5. Rückgabe (return):
- Die Rücksendung fehlerhafter Produkte annehmen und die Rücksendung von Rohstoffen (an den Lieferanten) in die Wege leiten
Ebenen des SCOR Modells
oberste Ebene: Prozesse (plan source make deliver return)
zweite Ebene: Prozesskategorien -> Teile der Prozesse oben werden Prozesstyp zugeordnet (Planungsprozess, Ausführungsprozess, Unterstützungsprozess)
dritte Ebene: Prozesselementebene: beschreibt die einzeln detaillierten Teilprozess
was ist Customizing?
Anpassung der Standardsoftware an Unternehmensspezifische Gegebenheiten ohne in Quellcode einzugreifen
Vorteil Customizing
- rasche Änderung komplexer Systemprozesse
- Parametrisierung führt zu klar bestimmbarer Änderung des Systems
- Tabelleninhalte auf unternehmensspezifische Bezeichnungen abgestimmt
- Ausbaufähigkeit des Systems bleibt erhalten
- Parametereinträge sind releasefähig
- Dokumentation erleichtert
Nachteil Customizing
- Systemanpassungen nur im Rahmen der vom Hersteller gesehenen Optionen möglich
- verleitet zu vorschneller Erarbeitung eines Prototyps ohne Konzept
- Parametrisierungen können auf andere Systemprozesse Auswirkungen haben
- bei Releaseänderungen können neue Parameteroptionen hinzu kommen, die berücksichtigt werden müssen
- Parametrisierungen können in einem produktiven System den laufenden Betrieb stören
Definition Modifikation:
Eingriff in Quellcode damit Programmverhalten den unternehmensspezifischen Anforderungen genügt
Vorteil Modifikation
- Möglichkeit, sehr unternehmensspezifischen Prozess abzubilden
- Datenbankmodell kann mit wichtigen Feldern ergänzt werden
Nachteil Modifikation
- Releasefähigkeit gefährdet
- höherer Unterhaltsaufwand (versteckte Kosten) bei Updates
- Gefahr von ungewollten Verhaltensänderungen der Software
- umfangreiche Tests notwendig bei jedem Update
Definition Erweiterung
komplett neue Funktionsbausteine und Programme entwickelt
Vorteil Erweiterung
- spezifischen Prozess abbilden ohne in den Standardquellcode einzugreifen
- Releasefähigkeit mit Einschränkungen sichergestellt
- Lücken in der Integration können geschlossen werden
Nachteil Erweiterung
- Veränderung von Daten kann unbeabsichtige Auswirkungen haben
- Hersteller übernimmt keine Wartung
- versteckte Kosten - viel Aufwand bei neuen releases
- sobald Erweiterung als Standard vorhanden, muss sie wieder ausgebaut ewrden
- umfangreiche Tests notwendig
Zweck Bedarfs-/Bestandesliste
stellt aktuelle Informationen über Lagerbestand, Ressourcenbedarf sowie Zugänge tabellarisch dar
Arbeitsplan
Reihe von aufeinanderfolgenden Aktivitäten die ausgeführt werden um Endprodukt herzustellen
Zuordnung Komponenten- >Arbeitschritte : gantt-diagramm
Was ist der Zweck der Strategiegruppe?
Die Strategiegruppe fasst die für ein Material möglichen Planungsstrategien (-> Vorgehensweise zur Materialplanung) zusammen.
Profit Center
Selbstverantwortlich für Erlöse und Kosten, wird am ROI bewertet. Unterteilung anhand von Regionen, Funktionen, Produkten
Kostenstellen
selbstverantwortlich für Kosten, jedoch nicht für Erlöse. innerhalb Kostenstellen werden ein oder mehrere wertschöpfende Aktivitäten erbracht. z.B. Kopierer, Sicherheitsdienst
unterschied Primärkostenart vs Sekundärkostenart
Primärkosten: Ursprung im Hauptbuch, automatisch ins CO (Controlling) übertragen
Sekundärkosten: ausschliesslich für Verrechnungen und Umlagen zwischen Kostenstellen (nur CO)
Was ist der Unterschied vom Kostenrechnungskreis zum Buchungskreis?
Kostenrechnungskreis ist zentrale Organisationseinheit für Controlling
Beim Kostenrechnungskreis können beim Buchen relevante Zusatzkontierungen angegeben werden (z.B. Kostenstelle)
Buchungskreis und Kostenrechnungskreis müssen sich nicht entsprechen
Was ist IT Governance (Begriff)?
IT-Governance ist Teil der Unternehmens-Governance und beinhaltet die Führung sowie die organisationellen Strukturen um sicher zu stellen, dass die IT die Unternehmensstrategie und Ziele untersützt
Warum ist IT Governance so wichtig?
- seit Skandalen wie Enron hat Governance an Bedeutung gewonnen
- Wichtigkeit der IT um Unternehmenspraktiken zu verbessern hat zugenommen
- Managementbewusstsein um IT-Risiken hat zugenommen
- Fokus auf IT-Kosten
Nutzen IT Governance
- bessere Transparenz bezüglich Kosten, Prozessen, Portfolio
- Klare Rollenverteilung und Definition von Zuständigkeiten
- besseres Verständnis der Kosten und ROI
- besserer Beitrag zur Erreichung der strategischen ziele
- gibt IT die Möglichkeit an der geschäftsstrategie teilzunehmen und umgekehrt