Kap. 541-543


S. K.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über die steuerlichen Auswirkungen von Beteiligungsverkäufen und direkten Teilliquidationen. Sie beleuchten die Rolle von Beteiligungsrechten, Verkehrswerten, und Kapitaleinlagen, sowie die Unterschiede zwischen Privat- und Geschäftsvermögen. Besonders relevant sind die Steuerfolgen bei Rückkäufen und Weiterverkäufen von Beteiligungsrechten, die je nach Zeitpunkt und Nennwertreduktion variieren. Diese Karteikarten sind ideal für Finanzinteressierte, die die steuerlichen Konsequenzen von Beteiligungsgeschäften verstehen möchten.
Cartes-fiches
15
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Créé / Mis à jour
09.11.2014 / 30.03.2025

Cartes-fiches

Wie sind die Steuerfolgen bei einem Beteiligungsverkauf aus dem Geschäftsvermögen bei einer natürlichen Person?

es stellt Einkünfte aus selbständigem Erwerb unter der Berücksichtigung einer allfälligen Teilbesteuerung dar

Wie sind die Steuerfolgen bei einem Beteiligungsverkauf aus dem Geschäftsvermögen bei einer juristischen Person?

Es gilt das Buchwertsprinzip: Differenz zwischen Verkaufserlös und Buchwert ist steuerbarer Gewinn (=stille Reserven)

Wie verhält sich ein Beteiligungsverkauf aus dem Privatvermögen bei der beteiligten Person?

man erzielt einen steuerfreien privaten Kapitalgewinn

ein allfällig erlittener Kapitalverlust kann also nicht in Abzug gebracht werden!

Wie verhält sich ein Beteiligungsverkauf aus dem Privatvermögen bei der Gesellschaft?

sie erfährt lediglich ein Gesellschafterwechsel, sie erzielt aber keinen steuerbaren Gewinn (keine Realisation stiller Reserven)

Wie ist die normalerweise steuerliche Beurteilung wenn die Beteiligung aus dem Privatvermögen ins Geschäftsvermögen verkauft wird?

man erzielt einen privaten steuerfreien Kapitalgewinn

Beispiel: die Gesellschaft hat stattliche Gewinnreserven (thesaurierte) sowie auch nichtbetriebsnotwendige Aktiven (hohe FlüMi). Welche beiden Varianten kommen aus steuerlicher Sicht zum Zug?

Variante 1: 1) Gewinnreserven als Dividende auszahlen
                     2) Verkauf der Beteiligung
Schlussfolgerung: Verkaufspreis ist nicht mehr hoch, da das EK ja gesunken ist. Ausschüttung = steuerbares Einkommen

 

Variante 2: 1) Verkauf Beteiligung (ohne Ausschüttung der Dividenden)
Schlussfolgerung: privater steuerfreier Kapitalgewinn. Die Reserven bleiben in der Gesellschaft.

Was ist der Nachteil bei einem Verkauf der Beteiligung im Privatvermögen?

Substanzdividende stellt steuerbares Einkommen dar

Was ist der Vorteil bei einem Verkauf der Beteiligung im Geschäftsvermögen?

Es können bei einer Substanzentnahme (Dividende) Abschreibungen vorgenommen werden, so wird die Substanzausschüttung wieder eliminiert (Ertrag)

Zum Vergleich: beim Verkauf im Privatvermögen wäre das nicht möglich gewesen, da es ja steuerbares Einkommen ist

Wann liegt eine direkte Teilliquidation vor?

wenn der Gesellschaft von den Beteiligten bleibende Mittel (meist flüssig) entzogen werden
(soweit keine Rückzahlung von Kapitaleinlagen vorliegt)

Was geschieht bei einer Teilliquidation in der Bilanz?

die Aktiven nehmen ab, das Eigenkapital wird verkleinert -> die Unternehmung hat eine kleinere Bilanzsumme

Was geschieht bei einer Teilliquidation mit Rückkauf ohne formeller Kapitalherabsetzung und Weiterverkauf innert 6 Jahren?

es liegt hier keine Teilliquidation vor, erst 6 Jahre nach dem Rückkauf

Beschreiben Sie die Steuerfolgen, wenn eine AG 10% der eigenen Beteiligungsrechte von privaten Beteiligten zum Verkehrswert (=höher als der Wert der steuerneutral beziehbaren Kapitaleinlage) zurückkauft, und anschliessend eine entsprechende Kapitalreduktion vornimmt.

Es liegt eine Teilliquidation vor: Grund ist ein Mittelabfluss aus der zurückkaufenden Gesellschaft (Kaufpreis), beim EK erfolgt die Reduktion des Grund- oder Stammkapitals in der Höhe des zurückgekauften Nennwerts, die Differenz zum Kaufpreis vermindert die Reserven. Es liegt steuerbares Einkommen vor, soweit es sich nicht um steuerfrei beziehbare Kapitalreserven handelt.

Beschreiben Sie die Steuerfolgen, wenn eine AG 10% der eigenen Beteiligungsrechte von privaten Beteiligten zum Verkehrswert (=höher als der Wert der steuerneutral beziehbaren Kapitaleinlage) zurückkauft, jedoch keine Nennwertreduktion vornimmt, sondern die Beteiligungsrechte ein Jahr später weiterverkauft.

es wird hier ein steuerfreier privater Kapitalgewinn erzielt

Beschreiben Sie die Steuerfolgen, wenn eine AG 15% der eigenen Beteiligungsrechte von privaten Beteiligten zum Verkehrswert (=höher als der Wert der steuerneutral beziehbaren Kapitaleinlage) zurückkauft, jedoch keine Nennwertreduktion vornimmt, sondern die Beteiligungsrechte ein Jahr später weiterverkauft.

Für 10% wird ein steuerfreier privater Kapitalgewinn erzielt. Für die andern 5% unterliegt der Betrag der VST und Einkommen wird versteuert.

Beschreiben Sie die Steuerfolgen, wenn eine AG 10% der eigenen Beteiligungsrechte von privaten Beteiligten zum Verkehrswert (=höher als der Wert der steuerneutral beziehbaren Kapitaleinlage) zurückkauft, jedoch keine Nennwertreduktion vornimmt, sondern die Beteiligungsrechte zehn Jahre später weiterverkauft.

Es liegt eine Teilliquidation vor (später als 6 Jahre zurückgekauft)

somit muss der Anleger beim Rückkauf den Teil der die steuerfreien beziehbaren Kapitaleinlagen übersteigt als Einkommen versteuern.

Étudier