Beschaffungslogistik
Beschaffungslogistik
Beschaffungslogistik
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Cartes-fiches
LZ20: Welche Faktoren haben Einfluss auf die optimale Losgrösse?
- Lagerkosten
- Lagermenge
- Bestellkosten
- kalk. Zinssatz
Betrachtet man die abgebildete Kurve der jährlichen Gesamtkosten, so erkennt man, dass die Gesamtkosten dort minimal sind, wo die Kurve der Lagerkosten (KL) diejenigen der Bestellkosten (KB) kreuzt. Demzufolge kann beim Schnittpunkt die entsprechende optimale Bestellmenge resp. Losgrösse abgelesen werden.
LZ 3: Welche Aufgaben umfassen den operativen Beschaffungsprozess?
(die Dinge richtig tun)
Organisiert Materialien, Produkte oder Dienstleistungen auf den richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge an den richtigen Ort. Er löst entweder die Abrufe aus den Rahmenverträgen oder auch Einzelbestellungen aus und verfolgt deren Erfüllung bis und mit Wareneingang und Rechnungsprüfung.
LZ 3: Welche Aufgaben umfassen den strategischen Beschaffungsprozess?
(die richtigen Dinge tun)
Organisiert rechtzeitig die optimalste Beschaffung von Materialien, Produkte oder Dienstleistungen zu den günstigsten Kosten in der geforderten Qualität. Er handelt mit den geeigneten Lieferanten die optimalsten Rahmenbedingungen so aus, dass sie in einem Vertrag (Rahmenvertrag) festgeschrieben werden können.
LZ 8: Erkläre die vier Bedarfsarten die für die Planung des Bedarfs verwendet werden.
(Primärbedarf) unabhängiger Bedarf nach Endproduktion
(Grobplanung) geplanter Bedarf nach Endproduktion
(Sekundärbedarf) abhängiger Bedarf nach Bauteilen und Rohmaterialien
(Tertiärbedarf) "unabhängiger" Verbrauch
LZ 8: Welche Angaben werden für die Beschaffungsplanungs-(Rechnung) benötigt?
Geplante Bedarfsmenge
Anfangsbestand
Losgrösse
Wiederbeschaffungszeit
LZ 13: Erkläre den Begriff "Wiederbeschaffungszeit".
Gesamte Zeitspanne zwischen der Auslösung des Auftrages bis zur Einlagerung des Materials.
externer Zukauf - Lieferfrist des Lieferanten / interne Fertigung - Durchlaufzeit in der eigenen Fabrik
- administrativen Vorbereitungszeiten
- Zeiten für Transporte
- Wareneingangskontrolle
- Einlagerung
Wichtig: Bei jedem Bestandteil einzeln ermitteln. Muss im EDV-System immer aktuell nachgeführt werden.
LZ 18: Beschreibe die Bedeutung und Ziele der verschiedenen Lagerarten.
Zyklische Lager
- Regelmässige Lagerschwankungen, die entweder aufgrund saisonaler Beschaffungszyklen oder saisonaler Absatzzyklen entstehen.
Pufferbestand
- Liegt üblicherweise als Fertiglagerbestand beim Lieferanten und dient der Kompensation von Planungsfehlern und Produktionsausfällen.
Pipelinebestand
Die Summe aller Bestände in den verschiedenen Wertschöpfungsstufen wird als Pipeline-Bestand bezeichnet.
LZ 18: Nenne einige Lagerfunktionen und erkläre sie
Ausgleichs und Sicherungsfunktion
Ausgleich von unregelmässigen Absatzgrössen
Spekulationsfunktion
Lageraufbau aufgrund zu erwartender Preissteigerung
Umformungsfunktion
Veredelung durch Konditionierung etc.
LZ 28: Erkläre die Vorteile der Elektronischen Beschaffung (E-Procurement) und nenne einige Beispiele aus der Praxis.
Der Marktplatz ist virtuell und wird auch als elektronischer Handel, Internet-Handel oder Online Handel bezeichnet.
B2B
Handel von Geschäftspartner zu Geschäftspartner (z.B. Hersteller und Distributor)
B2C
Handel zwischen einem Unternehmen und einem Endverbraucher (Migros und Privatkunde)
C2C
Handel von Endverbraucher zu Endverbraucher (z.B. eBay)
LZ 2: Was ist Bedarfsermittlung?
Ermittlung un dAbleitung eines nach Menge und Zeit definierten Bedarfs mit Hilfe von manuellen oder komplexeren EDV-unterstützten Mittel.
LZ 7: Was enthält eine Stückliste?
Mengen aller Montagegruppen, Teile und Rohstoffe
LZ 7: Wozu dienst die Stückliste?
Grundlage für Arbeitsplanerstellung
Rohstoffsbedarfsermittlung
LZ 12: Was bedeutet stockastisch?
der Bedarf über eine bestimmte Periode kann nur mengenmässig, nicht zeitlich vom Verkauf festgelegt werden.
LZ 12: was bedeutet heuristisch?
nicht planbar
der Verkauf kann keine Auskunft über den zukünftigen Bedarf geben, es wird auf Kundenauftrag disponiert
LZ 12: Was bedeutet determiniert?
gut und mittel planbar
LZ 12: Erkläre den Planbedarf
Planbedarf ist der Bedarf, der während der Zeit der Wiederbeschaffungszeit gedeckt werden muss
LZ 12: Was ist der Verbrauch?
Die Menge die während einer bestimmten Zeitspanne effektiv gebraucht wurde
LZ 12: welche Verbrauchsstrukturen gibt es?
-konstant
-regelmässig
-halbsporadisch
-sporadisch
-sehr sporadisch
LZ 27: was sind Incoterms?
Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer wo folgende Kriterien einer Lieferung geregelt werden:
- Auftraggeber an den Transporteur
-Ort des Gefahrenübergang
- Kostenübernahme der Lieferung
LZ 27: Was heisst Incoterms?
International Commercial Terms: internationale Handels-Klauseln
LZ 27: Nach welchem Recht sollten Verträge abgeschlossen werden?
Nach dem nationalen Recht, mit Durchsetzung des eigenen Standorts.
Das internationale Recht ist sehr umstritten.
LZ24: Erkläre die Inventurbewertung
Die Inventurbewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese entsprechen bei den Eigenfertigungsteilen den Herstellkosten, auch als hystorische Kosten bezeichent. Bei den Kaufteilen werden zur Bewertung nebst dem Netto-Kaufbetrag auch die Anschaffungsnebenkosten beücksichtigt (Frachtkosten, Verpackung, Zoll)
LZ24:Erkläre die drei Inventur-Bewertungsverfahren
OR Art. 666: Rohmaterialien, Halb- und Fertigfabrikate sowie Waren dürfen höchstens zu den Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet werden. Sind diese Kosten höher als der Bilanzstichtag geltende Marktpreis, so ist dieser massgebend (=Niederstwert-Prinzip)
Swiss GAAP FER 17: Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellkosten oder zum tieferen realisierten Veräusserungswert. Als Bewertungsverfahren werden die Durchschnittsmethoden, FIFO oder LIFO erwähnt.
IFRS/IAS 2: Vorräte sind dem niedristen WErt aus Anschaffungs- oder Herstellkosten und Nettoveräusserungswert zu bewerten. Die Kosten von Vorräten sind nach er FIFO oder nach der Durchschnittsmethode zu ermitteln. Die LIFO Methode darf nicht angewant werden
LZ31: Unterscheide drei Arten Online-Ausschreibungen
RFI (Request for Information): Wenn eine Einakufsorganisation Informationen über einen bestimmten Lieferanten oder bestimmte Produkte in einer ersten Sourcingphase Informationen einholen will. Das Ziel ist es, Eigenschaften, Stärken und Schwächen sowie Risiken bzgl. Lieferant und/oder Produkten zu kennen
RFQ (Request for Quotation): Wenn bereits klar ist, welches Produkt oder welche Dienstleistung man genau beschaffen will, dann geht es in dieser Phase um den Vergleich (Benschmark). Angebote sollen Informationen liefern die eine Preis-Leistungsanlayse möglich machen
RFP (Request for Proposal): Wenn die Anforderungen geanu spezifiziert sind und dem Anbieter diese Spezifikationen vollumfänglich verfügbar gemacht werden. Diese Anfragen sind üblicherweise umfassender und beeinhalten bereits Qualitätsstandarts und Service Level Agreements (Supportleistungen).
Es handelt sich um einen Anfrageprozess, je unbestimmter man nach Informationen suchen muss, desto weiter vorne muss man in der Informations-Beschaffungskette beginnen. Das Ende der Informationsbeschaffung ist dann erreicht, wenn sämtliche benötigten Informationen vorhanden sind und der Inhalt deiser Informationen auch verstanden wird.