BD NT
PHSG 2013
PHSG 2013
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Lernkarten
Umgang mit interdisziplinären Problemen (2 Ideen)
Schlüsselprobleme der Menschheit behandeln
Nähe zur Wirklichkeit erlangen, mit Brücken zur späteren Berufswelt der SuS
Interesse der SuS berücksichtigen
interdisziplinärer Unterricht (potenzielle Hemmnisse)
Authentizitäts-Komplexitäts-Problem: Sind Themenbereiche, sobald sie authentisch sind, zu komplex? Die Themen sollten so weit in die Tiefe gehen, dass die Lernenden die Chance haben, die Zusammenhänge zu sehen. Also vereinfachen!
Beliebigkeitsproblem: ist die beliebige Auswahl an Themen nicht eine zu oberflächliche Auswahl? überspritzt: füU lenkt vom Lernen im Fach ab..
fächerübergreifender Unterricht (Begriffswirrwarr)
Oberbegriff für
- Fach überschreitend
- Fächer verknüpfend
- Themenzentriert (Fächer koordiniert)
- Fächer ergänzend
- integriert
integrierter Unterricht
--> Ebene der Stundentafel
Es werden Fächer übergreifende Inhalte erarbeitet, mit gleichzeitiger integrierter Entwicklung fachspezifischer Begriffe.
Im Gegensatz zum Fächer ergänzenden U. (Blockmässig) gibt es ausserhalb des integrierten Us keinen disziplinären U.
Der integrierte U. enthält sowohl Fächer übergreifende wie auch Fach spezifische Phasen
Vorteile:
- ein Gefäss für mehrere Fächer, also kann themenzentrierter U. durchgeführt werden
- Wiederholungen vermeiden
- Zusammenhänge können geschaffen werden
- keine Absprache mit anderen LP nötig
- Chance für vernetztes Denken und Handeln
Nachteile:
- gute Planung nötig, damit nichts zu kurz kommt
- weniger Zeit für natuwi. Untericht
fächerkoordinierter Unterricht
= themenzentriert
--> auf der Ebene der Fachdisziplin
Ein übergeordnetes Thema wird aus der Perspektive unterschiedlicher Einzelfächer bearbeitet
Bsp. Treibhauseffekt oder Erarbeitung eines Energiekonzepts für die Schule
Vorteile:
- Proleme halten sich nicht an Fächergrenzen
- Schlüsselprobleme der Menschheit behandeln
- Orientierung an Alltagsproblemen kann die Motivation der SuS erhöhen
- überfachliche Kompetenzen fördern
- Gendergerechter U.
- auf eine Thematik konzentrieren
Nachteile:
- evtl. zu komplex
- viele Absprachen
- schwierig von der Organisation
- S müssen den Zusammenhang selber finden
- Gefahr der Wiederholung
- wenig Abwechslung, wenn S nicht interessiert ist an Thema
- Fachlich wengier tief
fächerüberschreitender Unterricht
--> Ebene der Fachdisziplin
In einem Einzelfach werden Erkenntnisse aus einem anderen Fach eingebracht.
Mind Map Modell (Labudde)
7 Dimensionen:
- Kategorien (Ebene Fächer, Ebene Stundentafel)
- Inhalte (Themenbearbeitung, Themenkomplexität,, Themenreichweite, Themenorientierung)
- überachliche Kompetenzen (überf. Kompetenzen, Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit)
- Lehrerrollen (Rolle der LP, Kooperation der LPs)
- Unterrichtsmethoden (methodisches Vorgehen, Sozialformen)
- Beurteilen (beurteilende Person, Beurteilen und Bewerten)
- Frei ergänzbar (z.B. mit Experimente oder Problemlösefähigkeit)
in der Mitte "Ich und mein Fach"
je weiter aussen, desto mehr entfernt vom üblichen Fachunterricht, man lässt sich auf Äste hinaus
Grenzen: nicht alle Dimensionen und Facetten sind aufzeigbar, Überschneidungen, keine quantitativen Vergleiche zwischen Punkten möglich --> qualitative Darstellung, überfachliche Kompetenzen sind zu komplex und verdienen ein eigenes Modell,
Chancen: gilt nicht nur für NT
Fächerübergreifender Unterricht (2 Unterrichtsmethoden)
--> kogn. aktivierend und Alltagsbezug
1. Lernkärtchen selber herstellen, austauschen und diskutieren: Wörter und Faktenwissen vertiefen und wiederholen, evtl. sogar mit 4 Seiten (Pflanzen), gibt auch Apps dazu
2. Gruppenpuzzle: sich gegenseitig unterrichten, zuerst Expertengruppen bilden, dann neue Gruppen mit Mitgliedern aus allen Gruppen, die geben ihr Wissen an die anderen SuS der Runde weiter, wichtig ist eine Qualitätssicherung seitens der LP zwischen Expertenrunde und Unterrichtsgruppe
Idee, Ziel und Organisation von Mobillab
PISA zeigt schlechte nat.wi. Kompetenzen --> Handlungsbedarf
Idee: Förderung von Interessen, Verständnis und einer positiven Motivation der Jugendlichen gegenüber NT,
Ziel: selbsttätiges Erkunden unserer technisierten Welt und Umwelt anhand alltagsnaher lebensweltlicher Fragestellungen mit modernsten Instumenten und Methoden
Blackbox-Denkmodell
System, dessen innerer Aufbau unbekannt ist oder als nicht von Bedeutung erachtet. Verhalten ist von Interesse! Eingaben werden gemacht und Output wird gemessen. Wird verwendet um die Komplexität des Beobachtungsgegenstandes zu reduzieren.
--> Blackbox ist ein Denkmodell, das hilft, das Verhalten von komplexen Systemen zu untersuchen ohne sich in den Details zu verlieren.
Bsp: Kiste nicht einsichtbar, herausfinden, wie sie im Innern aussehen könnte. Auftrag: mit verschiedenen Untersuchungsmaterialien Erkenntnisse über Struktur im Innern gewinnen, welche Materialien sind im Innern? Hypothese aufstellen. Materialien: Kupferdraht, Glasmurmeln, Metallkugel, eigene Ideen
oder Mandel essen, Kuh-Verdauung, Pinguine, Zauberkasten zum Wasserfärben
Verwendet in Verhaltensforschung, Ingenieurwissenschaften, Aviatik, Analyseninstrumente (mobiLLab), Naturwissenschaften --> der andere Weg: Was läuft in den Blackboxen ab? auf experimentellem Weg wird Licht ins Dunkle gebracht, man versucht das Dazwischen u ergründen (spielerisch?)
Interessensgenese nach Krapp und Selbstbestimmungstheorie von Deci&Ryan
Interessiertheit als Personeneigenschaft + Interessantheit als Gegenstandseigenschaft = sitaitonales Interesse (aktueller individueller Zustand)
Durch Kompetenzerlben, soziales Eingebundensein und Autonomie geschieht die Weiterentwicklung zu individuellem Interesse als dauerhaft Disposition gegenüber diesem Gegenstand
- Kompetenzerleben: Bedürfnis, sich als handlungsfähigk zu erleben, Selbstwirksamkeit, Anerkennund von Leistungen, Differenzierung
- Selbstbestimmung/Autonomie: S. können bei Zielen und Themenwahl mitbestimmen, verringert die Fremdsteuerung
- soziale Eingebundenheit: Bedürfnis, von anderen akzeptiert und anerkannt zu werden
Folgerung: Vorhandene Interessen kennen, erfassen, fördern, nicht vorhandene I. wecken
Unterrichtsmassnahmen aufgrund von Interessensbefragung der SuS
Wie stark will ich mich nach den Interessen ausrichten?
- nur nach ihren Interessen: Umfrage vor Schuljahrplanung durchführen
- SuS innerhalb eines Themengebiets Schwerpunkte setzen lassen
- SuS innerhalb eines Themas Prioriäten sezten lassen
- Genderdifferenzierung?
- beste Lehrplanthemen: Benzin-Motor, Ernährung/ Verdauung, Säure-Basen (Exp.), Drogen, Botanik (Bot. Garten)
Interesse fördern
1. Themenwahl: ganzes Thema oder Teile davon wählen lassen, Offenheit vs. Lenkung
2. Schwerpunktsetzung: wann und wie lange lässt sich eine K. auf ein Thema ein? Wer arbeitet mit wem zusammen? Mitsprache bei Bewertung etc.
3. Methodenwahl: Leitprogramm, Gruppenpuzzle, Fallstudie, Werkstatt, Projektmethode --> Fördern die Seblstwirksamkeit und die Autonomie, sowie soziale Eingebundenheit!
Interesse wecken
LP selbst muss interessiert sein!
- aktive Auseinandersetzung mit dem Thema (auch durch Methodenwahl)
- Wahl der Beispiele, Analogien und Übungen (ohne einschneidende Änderungen des U. kann der S. seinen Interessen nachgehen)
- Problemorientierte Gegenstandsdarbietung, Alltagsbezug schaffen (Problem als Ausgangslage, offene Frage, S soll das Problem beschäftigen, aus dem Alltag sein)
- Motivation ernst nehmen (sobald Interesse geweckt ist, ernst nehen, nicht immer eine neue Problemstellung bringen)
- Alltagsbezug
kantonale Lehrpläne
Funktionen: Steuerung, Kontrolle und Vision
rechtlich Verbindlich! 3-geteilt: Leitideen, Visionen etc, dann überfachliche Kompetenzen und Richtziele, Und noch Unterrichtsinhalte (Grobziele) Teil 3 am meisten beachtet
gemacht von der kantonalen Lehrplankommission (LPs und Eriehungwissenschaftler)
Lehrplan 21
ein gemeinsamer Lehrplan für die Volksschule der D-EDK --> harmonisieren
Ziele: erster gemeinsame Lehrplaan, harmonisiert, Kompetenzorientiert, Mobilität von Familien erleichtern, nationale Bildungsziele als Grundlage, leistungsorientiert, übersichtlich, einfach, kostengünstig
alle Kantone können den LP21 einführen
Einfluss: Produkt von LPs und Fachdidkatikern
kompetenzorientierter Unterricht
- handlungs- und anwendungsorientiert
- klar und deutlich erkennbar, was gelernt wird
- Lernangebot führt zu grundlegenden Einsichten
- Wissen systematisch aufgebaut und vernetzt
- überfachlichee Kompetenzen integrieren
- nach Stand fördern
- Lernerfahrungen über den U. hinaus
Kompetenzmodell Harmos Naturwissenschaften +
Ziel: landesweit verbindliche Bildungsstandards einführen --> Harmonisierung der obligatorischen Schule
Kozept: Erreichung auf versch. Stufen überprüfen, 3-dimensionales Modell (Handlungsaspekte (wie), Themenbereiche (was) und Niveaus, Steuerinstrument und Anordnung für die Organisation des Schulalltags, + für Gesundheit, Nachhaltige Entwicklung und Technik & Technikfolgen
Einfluss: wissenschafltiche Konsortien entwickelten und validierten das
nationale Bildungsstandards: Grundkompetenzen für Naturwissenschaften
Konzept: Basisstandards auf HarmoS entiwcklet, seit 2011 freigegebene Bildungsziele für die obligatorische Schule, beschreiben, welche Gundkompetenzen bis Ende des 4., 8. und 11 Schuljahres haben müssen (Output-Steuerung), 4 Bereiche: Schulsprache, Fremdsprache, Mathe und Natuwi+
Verbindlichkeit: Kantone sind zur Harmonisierung verpflichtet laut Bundesverfassung, richten sich an Entwickler von Lehrplänen, Lehrmitteln und Evaluationsinstrumenten
Einfluss: HarmoS-Konkordat bildet die Basis für die Entwicklung von künftigen nationales BIldungszielen der oblig. Schule
PISA
Konzept: Leistung der 15-jährigen überprüfen, Lesen, Mathe und Naturwissenschaften (scientific literacy), will prüfen ob Schulabgänger auf das Berufsleben vorbereitet sind, 3 Teilkompetenzen (naturwi. Phänomene erklären, Fragestelungen erkennen, Evidenz nutzen), Wissenserfassung: Wissen über NT und Wissen zu NT
Verbindlichkeit: Stichprobe zufällig, 4'500 SuS pro Land aus mind. 150 Schulen, nationale Projektleitung
Einfluss: PISA ist von OECD initiiert
Stellwerk
Konzept: webbasierte Standortbestimmung für 8. und 9. Klasse, Mathe, Deutsch, Englisch, Franz und NT, Basis für individualisiertes Fördern, weist Schwächen und Stärken aus, Referenzrahmen auf Grundlage der Lehrpläne, adaptives Testsystem
Verbindlichkeit. obligatorisch, Zeitfenster
Einfluss: Kantonaler Lehrmittelverlag, Aufgabenpool von Experten der Fachbereichen
--> beeinflusst Planung des U. LP will Themen von Stellwerk behandelt haben, damit SUS Chancen haben
Jahresplanung
- Zeitliche Übersicht verschaffen
- thematische Unterteilung, was sollen die SuS am Ende können?
- methodisch-didaktische Abstimmung
- Sozial- und Selbstkompetenz nicht vergessen
- Differenzierung Sek-Real
- Verbindliche Vorgaben: Lehrplan (Teile), Stellwerk: wie fest daran orientieren?
- zusätzliche Faktoren: PISA, Basisstandards, HarmoS, heterogene Klassen, Interesse der SuS, meine Interessen, Jahreszeiten, Infrastruktur, Wann ist PISA, Stellwerk?, Stundentafel, Ausflüge möglich? Sek oder Real, Ferien, Spezialanlässe
fächerzentriert oder themenzentrierter Unterricht in der Mehrjahresplanung
--> Methoden sind nicht entweder oder, sondern sich ergänzend, am besten je nach Thema variieren
Fachzentriert: Bio, Physik und Chemie jeweils in sinnvolle Teilgebiete unterteilen und als Block zum Fach durchführen
Drill dann Practice: zuerst Block zu jedem Fach, dann Themen
Abwechslung fach- und themenzentriert: zuerst Grundlagen für das Thema erarbeiten, dann das Thema
Problemorientierter Start, fachzentrierte Basis legen, themenzentrierter Schluss (Einrahmen)
Themenzentriert: disziplinäre Grundlagen werden themenzentriert eingeführt und vertieft
fachzentrierter Unterricht
Vorteile: einfache Planung, Lehrmittel sind vorhanden, klar strukturiert, einfach zu vermitteln
Nachteile: keine Vernetzung, kein Zusammenhang, eher langweilig
Drill dann Practice
Vorteile: gute Grundlage für Weiterarbeit, vom Einfachen zum Komplexen, notwendige Grundlage wird immer wieder aufgefrischt
Nachteile: Basis könnte schnell vergessen gehen, eventuell strukturlos für SuS
Themenzentrierter Unterricht
Vorteile:: Gesamtüberblick ist gegeben für den S., sie sind motivierter, Wissen ist sofort anwendbar
Nachteile: Unübersichtlich, Komplex, gefahr, dass man sich im Detail verliert, oberflächlich, überprüfbarkeit schwierig, nicht alle Themenbereiche abdeckbar
MIschung fach- und themenzentriert
Vorteile: abwechslungsreich, man kann geeignete Themen entsprechend unterrichten, passende Grundlage zu passenden Themen, Anwendungsorientiert, komplementär ergänzende Möglichkeit
Nachteile: rollende Planung ist schwer, keine Kästchenweise Planung, nicht alles Fachwissen kann man dann in ein effektives Thema einpacken
Jahresplanung mit vorgegebenen Themen
A) zeitlicher ÜBerblick verschaffen, Anzahl Schulwochen pro Block, Feiertage, Sonderwochen etc., Anzahl Lektionen berechnen
B) Thematisch Unterteilung, Liste mit allen Themen erstellen, Hilfe: Lehrplan, Stellwerk, Interessen..., Logischer roter Faden, wie packe ich das Thema an? fachzentriert oder themenz.
C) methodisch-didaktische Abstimmung, festhalten der Inhalte mit entsprechender Methode und Berwertungsart, Zeitbedarf abschätzen, Themen verteilen und evtl. Streichen oder dazunehmen
C
Stoffvertelungspläne nach Kriterien beurteilen
Fachzentriert oder Themenzentriert
Fächerausgewogenheit Bio, Chemi, Physik
Obligatorische Lehrplanthemen
Themen fürs Stellwerk
Sinnvolle Reihenfolge der Inhalte/ Übersichtlichkeit
methodisch-didaktische Ausgewogenheit
Differenzierung möglich?
Anzahl Themen
...
Kompetenzorientierte Aufgaben
- handlungs- und anwendungsorientiert
- fokussiert auf zu erreichende Kompetenz
- auf problembasierte Fragestelllung basiert
- knüpfen an Erfahrung/Vorwissen an
- Lebensweltbezug
- überprüfen Lernstand
- Aufbau von Lernstrategien
Bsp.: Was vermutest du zu folgender Forschungsfrage: Welche Wirkung haben unterschiedliche Wassertemperaturen auf die Geschwindigkeit, mit der sich Tabletten darin auflösen?
Aufgaben formulieren (6 Punkte)
- Kontext: repetieren des fachlichen Zusammenhangs, Vorwissen aktivieren
- Präzise Frage/Aufgabe: einfache Sprache, gute gliederung
- Antwortstrukutr mitteilen:Form, Umfang und Ort
- Massstab bekanntgeben: minimum
- richtige/ falsche Antworten (selbst durchlösen)
- Organisation (vorher überlegen: Sozialform, Material, Zeit, Räumlichkeiten,...)
Bloomsche Taxonomie
Wissen: nennen, aufzählen, aufschreiben (Zähle die 4 Teile der Pflanze auf)
Verständnis: beschreiben, erklären, ordnen, übersetzen, unterscheiden, vergleichen (Pflanzen gedeihen auf versch. Böden unterschiedlich. Schwere Böden speichern mehr Wasser als leichte. Wie wirkt sich das auf das Pflanzenwachstum bestimmter Pflanzen aus, die viel Wasser vertragen?)
Anwendung: abschätzen, anwenden, begründen, berechnen, beweisen, durchführen (Es gibt chemische Stoffe, die auf die Pflanzen so wirken, dass alle Blätter abfallen. Was passiert in der Pflanze,, wenn man solche Stoffe auf sie anwendet?)
Analyse: analysieren, auflösen, darlegen gegenüberstellen, gliedern, nachweisen (Alle Pflanzen verdunsten Wasser. Wenn die Pflanze wenig Wasser verdunsten kann ... a)wächst sie langsamer, b) erzeugt sie mehr Nährstoffe c) bildet sich die Wurzel besser aus d) werden die Blätter grösser
Synthese: definieren, entwickeln, gestalten, konstruieren, optimieren, organisieren (Wie würdest du folgende Aussage überprüfen? Gänseblümchen können nur überlebeben, wenn sie mind. jeden 2. Tag Wasser erhalten)
Evalution: äussern, auswerten, beurteilen, prüfen, bewerten, werten, widerlegen (Hältst du es für nötig, dass gewisse seltene Pflanzen geschützt werden?)
Lernaufgaben formulieren
- Kontext nennen
- etwas Neues
- Hilfestellungen
- Teilerfolg für alle (gliedern)
- Schriftlich abgeben
Ein Lernaufgabe ist eine geführte Form des entdeckenden Lernens im Kleinen. Erste Hälfte des Themas lehrerzentriert, dann selbständig erarbeiten alleine oder Kleingruppen
Bsp.: Die Schülerinnen finden die Vorhöfe und die Kammern. Sie erkennen Segel- und Taschenklappen. Modelle des menschlichen Herzens erlauben einen dauernden Vergleich natürlicher und abstrahierter Strukturen. Aus den Beobachtungen leiten die Schüler ab, wann sich welcher Teil des Herzens füllt, kontrahiert und entleert, bzw. wann sich welche Klappen öffnen und schliessen.
Bsp 2. Wie lassen sich verschiedene Stoffe voneinander trennen? Vorversuche zu Stoffeigenschaften gingen voraus. Trenne das bereitstehende Gemisch aus Sand, Kochsalz, Eisenspänen und Kunststoffteilchen in seine Bestandteile. Nutze dazu die unterschiedlichen Stoffeigenschaften. Material: Bechergläser, Wasser, Kunststoffschalen, Sieb, Filter mit Filterpapier, Herdplatte mit Flamme, Stabmagnet, Haushaltspapier. Zuerst die Idee zum Vorgehen festhalten, dann in Tat umsetzen, und schriftlich zusammenfassen, was funktioniert hat und was nicht, Mögliche Lösungsvorschlage: ---, HIlfestellung/ Teilerfolg für alle: im Heft schauen, dann Hilfekärtchen mit Vorgehensweisen oder inhaltlichen Tipps
Gestufte Lernhilfen
SuS arbeiten in leistungshomogenen Zweierteams an Lernaufgaben. Wenn sie nicht mehr weiterwissen, können sie sich selbständig ein Hilfekärtchen holen ohne LP zu fragen
Konstruktion: notwendiges inhaltliches Vorwissen sowie potenzielle Vorgehensschwierigekeiten antizipieren. inhaltliche und lernstrategische Tipps in sinnvolle Reihenfolge bringen, so dass die allgemeinsten Hinweise zuerst kommen und dann immer detaillierter. Konstruktion der Lernhilfen folgt der logischen Struktur des Lösungsweges
Hilfearten: Inhaltliche Hilfen (aktivieren von Vorwissen, untereilen in Unterziele, zusatzinfos, Verifikation/Kontrolle oder lernstrategische Hilfen (paraphrasieren, fokussieren, visualisieren)
Hilfekärtchen aus zwei Teilen: Handlungsaufforderung oder Frage und S können zugehörige Antwort nachschlagen
Praktische naturwissenschaftliche Versuche
im Offenheitsgrad gezielt variieren, sodass die Experimente den Leistungsniveaus angepasst sind, aber auch den anvisierten Zielen gerecht werden --> Offenheitsgrade: Fehlt, vorgegeben, viel Hilfestellung/Steuerung, wenig Hilfestellung/Steuerung, offen
4 Phasen mit 8 Schritten:
- Begegnungsphase
- Ausgangsphänomen, Beobachtung, Feststellung
- Fragestellung, Aufgabenstellung
- Vermutung, Hypothesenbildung
- Planungsphase
- Planung des Vorgehens inkl. Datenerfassung
- Versuchsaufbau, Material
- Durchführungsphase
- Versuchsdurchführung inkl. Dokumentation
- Auswertungsphase
- Ergebnissichtung
- Interpretation mit Rückbezug auf Fragestellung
Empfohlenes Experimentiervorgehen bei leistungsschwachen SuS
Hilfestellungen ermöglichen verschiedene Offenheitsgrade in derselben Klasse
Offenheit in Ausgangsphänomen, Fragestellung, Vermutung, Planung, Versuchsaufbau, Auswertung, Interpretation (siehe Spidergraphiken)
Ziele des naturwi. Unterrichts:
- neue Erkenntnisse zu einer naturwissenschaftlichen Fragestellung gewinnen
- Induktion (aus praktischer Arbeit Regeln für allg. Situation aufstelen)
- Deduktion (auf Basis von allg. Regeln Vermutungen für einzelne Fälle bestätigen)
- Praktisches Arbeiten als Unterrichtsinhalt selbst
- labortechnische Fertigkeiten gewinnen ("Handwerk")
- naturwis. Denkweisen aneignen
- Interesse am Thema wecken
Zusammenhang vorunterrichtliche Vorstellungen - Lernen (Konstruktivismus)
Alltagsvorstellungen, gewonnen durch Fernehsendungen, Sozialkontakte, beobachten, können falsch sein und ind sehr hartnäckig, deshalb müssen sie im Unterricht beachtet werden, vorgängiges Abklären ist nötig und feinfühliger Unterricht.
Konzeptwechsel, wenn
- Unzufriedenheit mit vorhandenem Konzept
- Verständlichkeit des neuen Konzepts
- Plausibilität des neuen K.
- Fruchtbarkeit des neuen K.
Assmilation (langsames abändern, nach und nach verbessern) oder Akkomodation (vollständig über den Hausen rühren)
Konstruktivismus (Piaget): Lerner konstruiert sich seine eigene Wirklichkeit, die dann mit der Umwelt abgeglichen werden muss, das daraus entstehende Wechselspiel zwischen innerer Schematisierung und Abgleich mit der Umwelt - Assimilation und Akkommodation - ist für diesen Ansatz entscheidend, um den Aufbau der menschlichen Wirklichkeitsbildungen zu begreifen.
Lernen = Umstrukturieren/ Neuausbildung deiser Netze (selbst konstruiert, stören ein GGW)
Wissen = neuronale Verbindungsnetze (individuelle verschieden)
Vorunterrichtliche Vorstellungen erfassen
- Vortest
- Concept Map
- Kugellager
- Diskussione
- Galeriegang
- Placemat
Vorunterrichtliche Vorstellungen mit didaktischen Massnahmen berücksichtigen
konkret:
- Time on Task (Lernen ist ein aktiver Vorgang)
- Entdeckungsspielraum bieten (z.B. Lernaufgaben)
- Gelegenheit zum Austausch (PA, GA)
- Reflektieren --> Metakognition (z.B. Lernjournal)
Systemdenken/ Systeme
System: betstehen aus einer Vielzahl von Einheiten unterschiedlicher Art, die als Ganzes bestimmte Eigenschaften realsieren und aufrechterhalten, Das Ganze ist mehr als seine Teile, Hinzufügen oder wegnehmen erzeugt wesentliche Veränderungen, die Elemente stehen zueinander in Beziehung, es gibt Systemgrenzen, wodurch das System von der Umwelt abgehoben wird --> Bsp: Bergwald, Ameisenhaufen, Baum, Uhr, Dorf, Kläranlage, Fussballmannschaft
WIchtige Teile: Systemelemente, Wechselbeziehungen, Faktor Zeit (Dynamik), Systemgrenze
Arten von Systemen natürliche, sozial, technische Systeme
Systemdenken: Lösen von komplexen Problemen, Blick auf das Ganze bewahren
Systemisches Denken: Fähigkeit, Wirklichkeitsbereiche als System zu beschreiben, zu rekonstruieren und zu modellieren, auf der Basis der MOdellierung Erklärungen abgeben und Prognosen stellen, sowie Handlungsmöglichkeiten entwerden und beurteilen
Systeme sind fähig zur Selbstorganisation und Selbstregulation, of konterintuititv und lassen sich häufig an unerwarteten Ansatzpunkten beeinflussen