Bauverfahren
Bauverfahren, ETHZ, D-BAUG FS 2016
Bauverfahren, ETHZ, D-BAUG FS 2016
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Lernkarten
Injektionsmittel und deren Einsatz in entsprechender Bodenart
-Mörtel und Pasten (Wasser, Zement, Sand)
--> Verfüllung Hohlräume und Spalten, Baugrundverdichtung
-Suspension (Wasser, Zement)
--> Abdichten und Verfestigen von Kies und Sand, Klüften und Spalten im Fels
-Lösungen (Wasser, Wasserglas, Härter, Kunstharz)
--> Abdichten und Verfestigen von Sand- und Feinkiesböden
-Emulsion (Wasser, Bitumen, Emulgatoren, Härter)
--> Abdichten von Feinsandböden
Drei Grundprinzipien zur Baugrundverbesserung
Verdichtung
Bodenaustausch
Verfestigung
Senkkastenbauweise: Vor- und Nachteile
+ keine GW-Absenkung
+ geringe Lärmemission
+ geringe Erschütterung
- ev. Baugrundverbesserung nötig
- Setzungstrichter
- Sondermassnahmen bei Hindernissen
- Absenkgenauigkeit > 5 cm
Druckluftsenkkasten: Prinzip
-Erstellung des Senkkastens (Wände mit Schneiden, Druckluftkammer unterhalb des Kastens mithilfe eines Erdmodelles --> Hügel aus verdichtetem Boden)
- Aushub des Erdmodelles
-Aushub in der Druckkammer (Druck an GW-Druck anpassen), Abtransport des Aushubmaterials durch Leitungen oder Materialschleusen
-Verfüllen mit Boden (oberhalb Kasten) und Beton (Arbeitskammer)
Vorteile der Muldenkipper bzw. Dumpertransporte im Tunnelbau
- geringe Investitionskosten
- auch ausserhalb des Tunnels einsetzbar (bessere Gesamtnutzung)
- vielseitiger, nicht ortsgebundener Einsatz
- optimale platzierung, geringer Raumbedarf
- gutes Steigvermögen
- keine Spezielen Auf- und Abladeeinrichtung erforderlich
Nachteile der Muldenkipper bzw. Dumpertransporte im Tunnelbau
- Höherer Energie- und Arbeitsaufwand pro Ladetonne
- Abgasbelastung im Tunnel
- Höhere Anforderung an Tunnelsohle (Belastung)
Verschiedene Arten von Tunnelvortriebsmaschienen
- TBM ohne Schild
- Gripper TBM
- Aufweitungs TBM
- TBM mit Schild
- Einfachschild
- Zweifachschild
- Schildmaschienen
- Vollflächiger Abbau
- Teilflächiger Abbau
Einsatzbedingungen für Schild TBM
- Nachbrüchiges bis gebräches Gebirge
- Gesteinsfestigkeiten
- Druckfestigkeit
> 50MPa für Verspannbarkeit
< 250MPa für Abbaubarkeit
- Druckfestigkeit
- Sicherungskonzept
- Permanenter Tübbingeinbau
- Abdichtung Tübbingfugen (gegen Wassereinbruch)
Vorteil beim Einsatz einer TBM
- Wirtschaftlich bei langen Tunnel (> 2500m)
- Kürzere Bauzeit (gegenüber Spreng- und TSM-vortrieb)
- Keine merkbaren Erschütterungen
- Personaleinsparung (gegenüber Sprengvortrieb)
- Humanere Arbeitsbedingungen (gegenüber Spreng- und TSM-vortrieb)
- Statisch günstige Profilgestaltung
- Kaum Mehrausbruch
- relativ gebirgsschonender Abbau -> längere Stehzeit
Nachteile beim Einsatz einer TBM
- Kreisförmige QS -> mehr ausbruch
- Störzonen für Gripper-TBM problematisch, da kein Schutz der Maschiene
- Bei kleinen Durchmessern ist die Ausbruchssicherung schwer möglich
- Starke Wasserzutritte können zur Verschlammung der Maschiene führen
- Aufweitungen nur nachträglich möglich
- Hohe Investitionskosten
- Bauprozess nur bedingt Adaptionsfähig
Einsatzmöglichkeiten des Pressvortriebs
- Fast alle Lockergesteine mit oder ohne GW
- Besonders geeignet: sandig, kiesige, bindige (tonige) Böden
- Findlinge erschweren den Vortrieb
- Hohe Reibungskräfte im Fels nur schwierig reduzierbar
- Grosse Setzungen in Fliessanden und Mooren durch Injektionen zu stabilisieren
Zwischenpresstation erforderlich im Pressvortrieb falls
Vorpresswiederstand übersteigt
- Rohrdruckfestigkeit
- Wiederlagerwiederstand
- Presskraft der Hauptpressen
~ @100m
Erreichbare Durchmesser mit Microtunneling
0.025 - 4 m
Vorteile Microtunneling
- Minimale Erdbewegung
- Geringe Störung von Verkehr und Anwohner
- Geringe Gefährdung benachbarter Bauten/Leitungen
- Grosse Leitungslängen (bis 150m) mit hoher Zielgenauigkeit
Vortriebsarten Microtunneling
- Bodenverdrängungsverfahren
- Verdrängungshammer
- Rammvortrieb mit geschlossenem Rohr
- Bodenentnahmeverfahren
- Rammvortrieb mit offenem Rohr
- Hammerbohrung
- Pressbohrung mit offenem Rohr
Bennene die fünf Phasen der Bauplanung gemäss SIA 112
- Strategische Planung
- Vorstudien
- Projektierung
- Vorprojekt
- Bauprojekt
- Bewilligungsverfahren/Auflageprojekt
- Ausschreibung
- Realisierung
- Bewirtschaftung
Welches sind die Erdbauprozesse
- Lösen
- Laden
- Transport
- Abladen
- Wiedereinbau
Ziele und Massnahmen des gebirgsschonenden Sprengen
Ziele:
Genauere Profilkontur
Minimierung der Spannungen und Auflockerung des Gebirges
Minimierung der Spengerschütterungen
Massnahmen:
Geringere Ladung in den Kranzlöchern
Bohrlochabstand der Kranzlöcher veringern(80-90cm)
Anforderungen an die Dichtigkeit nach SIA 270
Dichtigkeitsklassen:
- 1: vollständig trocken
- 2: Trocken bis leicht feucht (kein tropfendes wasser)
- 3: feucht (örtlich begrenzte Feuchtstellen und einzelne Tropfstellen)
- 4: feucht bis nass
Abdichtungskonzepte nach SIA 270:
Abdichtungskonzept: Gesamtheit aller aufeinander abgestimmten Komponenten welche die Abdich-
tungs- und Entwässerungsfunktion umfassen
Abdichtungskonzept richtet sich nach
- Bauwerksnutzung
- Ökologischen, Klimatischen, hydrogeologischen Bedingungen
Ableitkonzept:
- Drainage des Grund-/Bergwasser
-kein zusätzlicher Wasserdruck
Verdrängerkonzept:
-Wasser wird verdrängt -> geringe Störung des Grundwassers
-auf gesamtes bauwerk anordnen
- Wasserdruck!
Abdichtungssysteme SIA 272:(welches wasser wird abgeleitet?; Entwässerungselemente)
- Wasser aus dem Baugrund
- Oberflächenwasser
- Wasser und andere Flüssigkeiten aus der Nutzung
Entwässerungselemente:
- Flächendrainagen
- Einzeldrainagen
- Sickerpackungen
- Roher, Rinnen
- Schächte