Bauklimatik

Bauklimatik

Bauklimatik


Robert Bauer
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Bauklimatik, mit Fokus auf Brandschutz, Schallschutz und Energieeffizienz. Sie decken Themen wie Feuerwiderstandsklassen, Entrauchungsanlagen, Schallemissionsschutz und Nachhaltigkeit ab. Ideal für Studierende und Fachleute, die sich mit baulichen und technologischen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Energieeffizienz von Gebäuden auseinandersetzen.
Karten
75
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.08.2013 / 02.02.2022

Lernkarten

Was ist Schallschutz

Lärmschutz am Arbeitsplatz

Technischer Schallschutz

Was ist Schallemissionsschutz

Schtuz von Anliegern von fremden Schalleinwirkungen

Schutz von Aufenthaltsräumen gegen Außenlärm

Raumakustische Projektierung beinhaltet:

 

Schalllenkung (Lautstärke, Deutlichkeit)

Raumgrundform

Zuordnung von Quell- und Empfangsgebieten

Ausrichtung schallreflektierender Teilflächen

 

Schallstreuung (Durchmischung,Raumeindruck)

Raumgrundform (Primärstruktur)

Flächenstruktur (Sekundärstruktur)

Oberflächentextur (Tertiärstruktur)

 

Schallabsorption (Halligkeit, Klang, Lautstärke)

Flächengröße

Flächenmaterial / Einbautiefe

Flächenanordnung

Was ist Nachhallzeit und welche Formel gibt es dazu?

Unter der Nachhallzeit versteht man das Zeitintervall, innerhalb dessen der Schalldruck in einem Raum bei plötzlichem Verstummen der Schallquelle auf den tausendsten Teil seinesSchalldruck-Anfangswerts abfällt, was einer Pegelabnahme von 60 dB entspricht

Sabin´sche Formel:

T = 0,16 * V / A

A... äquivalente Schallabsorptionsfläche

Arten von Schallabsorbern

 

Poröse Absorber -->Höhenabsorber

Mineralfaserplatten

Textilien (Natur-, Kunstfasern, Metall-Feingewebe)

Schaumstoffe

Akustikputze

Sonderformen (Metall-/ Perlite-/ Sand-Sinter)

 

Perforierte Oberflächen -->Mittenabsorber

Loch- oder Schlitzplatten, Lochziegel

Stäbungen, Lattungen / Paneele

Mikroperforierte Oberflächen / Folien

 

Plattenschwinger ..> Tiefenabsorber

 

Helmholtz-Resonatoren --> Tiefenabsorber

Wo ist der Brandschutz geregelt?

Landesbauordnung

Was bedeutet Brandschutz?

Vorbeugender Brandschutz - baulich, technisch, betrieblich

abwehrender Brandschutz - Feuerwehr

Ziele des Brandschutzes

Schutz im Brandfall

1. Zu erreichende Schutzziele:

Schutz von Nutzern und Besuchern sowie Rettungs- und Löschkräfte

Umwelt-, Kultur- und Nachbarschaftsschutz

Gebäude-, Maschiene-, Waren- und Informationsschutz

 

2. Schutzmaßnahmen:

Baulicher Brandschutz

Technische Maßnahmen

Welche Baustoffklassen gibt es und was beinhalten diese?

 

B3: leicht entflammbar, schnell brennen (Holzwolle)

B2: durch Zündquelle entflammbar und von sich aus weiterbrennen (Holz)

B1: brennbar, aber brennen nach Löschung nicht von sich aus weiter (Kunstharzputze)

A2: nicht selbst entzündbar, aber geringe brennbare Anteile (Gipsfaserplatten)

A1: nicht entflammbar (Sand)

Bauteilklassen für Brandschutz

geben an, wie lange Bauteil im Brandfall widerstehen kann

nach Funktion unterteilt in:

F (Wände, Decken)

G (Verglasungen)

I (Installationsschächte)

T (Türen)

E (Elektroleitungen)

Brandarten

Glutbrand

Flammenbrand

Mischbrand

Explosion

Wodurch erfolgt die Prüfung eines Bauteil oder Baustoffs in Bezug auf seine Brandklasse?

Normfeuer

Feuerwiderstandsklassen und ihre Bezeichnungen sowie Bedingungen

F 30: Feuerhemmend

F60: Hoch feuerhemmend

F90: Feuerbeständig

F120: Hoch Feuerbeständig

F180: Höchst Feuerbeständig

Zahl steht für Minuten, wie lang Bauteil Feuer aushalten, Tragfähigkeit behalten und Wärme zurückhalten muss

Was ist eine Brandwand und welche gibt es?

darf nach bestimmter Zeit (min F90) nicht Tragfähigkeit verlieren und muss Stoß von 3000 N aushalten

 

Wie setzt sich die Bezeichnung für die Feuerwiderstandsklasse zusammen?

 

F 30 AB

F - feuer...

30 - Minuten brandwiderstand

AB - Mischung aus Baustoffen der Klasse A und B

Was versteht man unter Entrauchungsanlagen?

Entfernen oder Ersetzen von Rauch, Heißgasen und/oder Gasen durch Frischluft in geschlossenen Räumen

RWA - Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

MRA - mechanische Rauchabzugsanlagen

NRA - natürliche Rauchabzugsanlagen

Prinzip einer Entrauchungsanlage

Bei Brand Unterdruck am Boden und Überdruck an Decke, wo sich Rauch sammelt

unter Frischluft zuführen, ober über Öffnung Rauch raus

nicht zu schnell, behindert Entrauchung

Was ist bei natürlicher Entrauchung zu beachten

abhängig von Temperaturunterschieden

Feuchtigkeit/Wind können natürliche Strömung behindern

Öffnungen nahe Brand an zwei gegenüberliegenden Außenwänden

Nachströmfläche 1,5 mal so groß wie Abströmfläche

Arten der Entrauchung

Unterdrucklüftung:

maschinelles Absaugen, natürliche Nachströmung

maschinelle Zu und Abluft

Absaugen (über Nachbarraum)

 

Mechanische Drallentrauchung für Rauchabschnitte

 

Umlenkung (Rauch- und Feuerschutztor, Rauchschutzvorhänge)

 

Feuerlöschanlagen, Arten

Hydrantenanlage

Löschwasserleitung

Sprinkleranlage

Sprühanlage

Gaslöschanlage

Gruppen der Brandgefahren für Gebäuden

LH - Leichte Brandgefahr

OH - Mittlere Brandgefahr

HH - Hohe Brandgefahr

Sprinklertypen

Normalsprinkler

Schirmsprinkler

Seitenwandsprinkler

Systeme einer Sprinkeranlage

Steigleitung trocken - keine Verbindung zum Trinkwassernetz, frostfest, erst bei Brandfall von Feuerwehr gespeist

Steigleitung nass - nicht mehr zulässig, ständig unter Druck,

Steigleitung nass/trocken - erst im Brandfall befüllt

Brandschutz - Auswirkungen auf den Entwurf

Brandabschnittausbildung

Fluchtweglänge

Anzahl Fluchttreppen

Ort der Ausgänge aus Treppenhäusern

Baustoff- und Bauteilwahl

Leitungsführung

Was ist Nachhaltigkeit?

Entwicklung, die die Bedürfnisse heutiger Generationen befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können

3 Aspekte der Nachhaltigkeit

Ökonomie: Medienversorgung, Brandmeldesysteme, Smart Metering

Ökologie: Baustoffe, Elektrosmog, Lärm

Soziales: Sicherheitskonzept, Verkehrsanbindung, neue Wohnform

Vor- und Nachteile von Biomasse

verbrennt Klimaneutral

Abfallprodukt

speicherbar breitflächig anbaubar

erneuerbar

 

Nachteile:

einseitige Kultivierung

Düngen mit Stickstoff des Mais führt zu Lachgas, schlimmer als CO2

Maisanpflanzugn erodiert Böden und Dünger etc sickert in grundwasser

Tier- und Pflanzengebiete zerstört

Ziele der Einführung von Energiepässen

Schutz allgemeiner Güter wie Umwelt, Ressourcen...

Steigerung des Gebäudestandards

Verbesserung wichtiger Einflussgröße:

Energieeinsparung, Wassernutzung

CO2-Emissionsreduktion

Optimierung Innenraumqualität

Verantwortung für Ressourcen

Organisationen, die Energiepässe vergeben

DGNB, LEED, BREEAM

CO2-Bilanz von Wärmepumpen

abhängig von Erzeugung der Primärenergie für Verdichter, bei erneuerbaren Energien gleich Null

Wodurch zeichnet sich die Anlagentechnik in einem Passivhaus aus?

 

  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Zugdichte Gebäudehülle
  • Dreifachverglasung/Passivhausfenster
  • Heizbedarf über Wärmepumpe gedeckt
  • Heizbedarf durch Personen, Geräte oder einfallende Strahlung gesenkt

Anforderungen der EnEV an ein Gebäude

 

  • Dichtheit/ Mindestluftwechselrate
  • mindest Wärmeschutz/ Wärmebrücken
  • Nachweis sommerlicher Wärmeschutz
  • Anlagetechnik

Was zeigt Energieausweis für ein Gebäude?

Energiebedarf

Unterschied zwischen Energiebedarf und -verbrauch

 

Primärenergiebedarf: ist die Schätzung/Berechnung der Energie die bei einem durchschnittlichen Nutzerverhalten und Klima verbraucht wird  

 

Die tatsächlich benätigte Menge an Enegie ist der Verbrauch

Vor- und Nachteile einer Sprinkleranlage

 

 

Nachteile

teuer

Wasserschäden

nur Kühlung, nicht Löschen

hoher Platzbedarf

 

Vorteile:

Konstruktionskühlung

Brandkontrolle

Kompensation von baurechtlichen Verstößen

gezielt einsetzbar

Lernen