BMA


Daniel Schärer
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über häufige bakterielle Infektionen, ihre Erreger wie *Staphylococcus aureus*, *Escherichia coli* und *Streptococcus pyogenes*, sowie deren Symptome und Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika. Sie richtet sich an Medizinstudierende und Ärzte, die sich mit der Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten vertraut machen möchten.
Flashcards
43
Students
17
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
12.11.2014 / 09.04.2025

Flashcards

Vaginitis

Trichomonas vaginali

Gardnerella vaginalis

Candida albicans

Urethritis (Mann)

Zervixitis (Frau)

Chamydia trachomatis

Neisseria gonorrhoeae

 

Bläschen und Geschwüre im Genitalbereich

Herpes simplex

Treponema pallidum

 

Warzen an Gebärmutterhals, Vulva oder Penis

Papillomaviren

STD Allgemeininfektionen

Treponema pallidum

HIV, HBV, HCV

Candida albicans

Pilzinfekt im Vaginalbereich. Oft durch Störung der Normalflora (Lactobazillen pH tief) durch Antibiotikagabe. 

Behandlung mit Antimykotika. 

Füessli auf Nähragar. Mami mit Kind. 

Chlamydia trachomatis

Intrazelluläre Vermehrung. 

Verklebung der Eileiter, Sterilität. NG unter Geburt Ansteckung, Bindehautentzündung, Atmungsorgane, Lungenentzündung. 

Antibiotikatherapie-> Harnhröhrenverengungen oder Verklebungen können nicht rückgängig gemacht werden.

Gardnerella vaginallis

Wachstum auf Gardnerellaplatte (mit Humanblut) unter feiner Hämolysebildung. Ansonsten keine Hämolyse. 

Vaginitis. Stark fischig riechender Ausfluss ist charakteristisch für eine Vaginitis. 

Mikroskopisch sind clue cells zu sehen (dicht mit grammlabilen Stäbchen besetzte Epithelzellen). 

Neisseria gonorhoeae

Gram negativen Diplokokken, Wachstum auf Choc B bez. VCNT. Anspruchsvoll, kapnophil

Weltweit häufigste STD. Tripper/Gonorrhoe.

bei 10 Prozent der Männer und 80 % der Frauen symptomlos, chronisch führen sich zu Unfruchtbarkeit. Gelenkentzündungen in Blutbahn. Führen zur Erblindung bei NG. Mit Antibiotika behandelbar.

Treponema pallidum

Syphilis/Lues Serologischer Nachweis da nicht anzüchtbar. 

Stadium 1. Ulcus durum, geht wieder weg. Stadium 2. Lymphknotenschwellung, Grippesymptome, Ausbreitung über Blut und Lymphe im Körper, Hautausschlag. Symptome verschwinden wieder. 3. Stadium. Zerstörung von Organen, neurologische Ausfälle, Lähmung, Demenz. 

Penicillin mittel der  Wahl.

Sepsis

Krankheitszustand bei dem konstant oder periodisch Mikroorganismen in die Blutbahn eindringen und dabei durch eine generalisierste Entzündungsreaktion klinische Symptome hervorruft. Fieber, Schüttelfrost, Tachikardie, Hyperventilation, LV, Leukozytose oder Leukopenie, Thrombozytopenie, CRP Procalcitonin IL-6 LBP erhöht. 

Septische Organmetastasen (Infektionserreger lagern sich in anderen Organen ab und führen zu neuen Infektionsherden).

septischer Schock

Entgleisung des Immunsystems, Überproduktion von Zytokinen und Mediatoren. 

-> Blutungen, Verbrauchskoagulopathie, DIC.

nosokomiale Infektion

Wundinfektionen, Pneumonien, Sepsis, HWI (Intubation, Venenkatheter, Blasenkatheter). 

Aufenthaltsdauer, Menge, intensität der Med. Manipulationen, Antibiotika, Alter, Grundkrankheiten, Immunsuppression, sind Risikofaktoren. 

Sepsiserreger

HWI: E. coli, Staph aureus, Staph saprophyticus, Klebsiella pneumonieae, Pseudomonas aeruginosa, Proteus, Strept agalactiae, Enterokokken, Candida albicans

Venenkatheter: Staph aureus, koagulase neg. Staph, Candida albicans

Wunde: E. coli (Blinddarm), Strept pyogenens, Staph aureus. 

Pneumonie: Pneumokokken, Klebsiella pneumoniea, Hämophilus influenza, Legionellen, Enterobacteriaceae.

Durchfall: Salmonellen, Campylobacterm Yersinien, Shigellen.

Endocarditis bei vorgesch. Herzklappe: orale Streptokokken.

Sepsistherapie

-empirisch, kalkulierte Antibiotikatherapie

-Herdsanierung

-Unterstützende Massnahmen. 

Letalität ist hoch. 

Sepsis-Diagnostik

Blutkultur mittels Automatisierter Systeme, da Erregerdichte im Blut unter 10´5 - 10´6 Keime/ml. 

2 Blutkulturflaschen (aerob und anaerob, Antibiotikabindende Substanzen und Antikoagulanzien) werden mit Blut 20-30 ml beimpft. Am Boden befinden sich CO2-Sensoren. Veränderung wird alle 10 Minuten kontrolliert (Wachstum erzeugt Ausscheiden von CO2). Akustische und optischer Alarm. 

Flasche wird in diesem Falle aus dem Gerät genommen und weiter verarbeitet. 

-Abnahme wenn möglich vor Therapiebeginn mit Antibiotika. 

-Mehrere Sets innerhalb kurzer Zeit abnehmen, erhöht Sensitivität. 

-Reihenfolge, Flaschen vor anderen Röhrchen abnehmen, Kontamination verhindern. 

-Zwischenlagern nur in Ausnahmesituationen. Nie im KS. 

Weiterverarbeitung: Maldi-TOF da i.d.R. Monokultur. Resistenzmuster.

Meningitis

Entzündung der weichen Hinrhäute mit zellulärer Reaktion im Subarachnoidalraum.

-akut: (bakteriell) innert weniger Stunden zu lebensbedrohlichem Krankheitsbild. 

-chronisch: langsam fortschreitende Symptome. Auch tödlich. 

Meningitis-Erreger

-Neisseria meningitidis, Pneumokokken, Hämophilus influenza

bei Hirntraumata, Liquorshunt: Enterobacteriaceae, Staph aureus, Pseudomonas aeruginosa.

Bei NG auch Strept. agalactiae, E. coli, selten Listeria monocytogenes (auch bei alten)

 

Meningitis-Therapie

Sofort nach Liquorabnahme. 

Antibiotika

Anti-inflamatorische Therapie

Bei Meningokokkenmeningitis wir der betroffen Patien isoliert und das Umfeld der Patienten prophylaktisch mit Antibiotika behandelt. 

Mikrobiologische Diagnostik Meningitis

Sicherheitswerkbank (aerogene Übertragung von Meningokokken, Prophylaxeimpfung).

-Zentrifugation. Sediment Ansetzen. Direktpräparat.

-Antigennachweis (falls genügend Material)

Resultat sofort mitteilen. Jede Stunde zählt. 

Otitis externa

Pseudomonas aeruginosa

Cholera

Vibrio cholerae-> Exotoxine

Scharlach

Strept pyogenes

Epiglottitis

Hämophilus influenza (kapselbildend)

Milzbrand

Bacillus anthracis

Lebensmittelvergiftung mit Erbrechen

Bacillus cereus

(Staph. aureus -> Exfoliation, Clostridium botulinum-> Lähmung)

Starrkrampf

Clostriudium tetani-> Tetanustoxin

SSSS

Staphylococcal scaled skin syndrome. 

-> Exfoliatin A und B des Staph aureus

Pest

Yersinia pestis

Magenulcus

Helicobacter pylori

Urease

Lebensmittelvergiftung mit schlaffen Lämungen 

Clostridium botulinum

-> Toxin

Ruhr

Shigellen

->Shigatoxin

Blutiger Stuhl

HWI

Proteus, E. coli, Staph aureus, Staph saprophyticus, Strept agalactiae, Klebiella pneumonia, Enterokokken, Candida albicans, Pseudomonas aeruginosa

Angina

Strept pyogenes

Gasbrand

Clostriudium perfringens (gram pos Stäbchen)

Keuchhusten

Bordatella pertussis (gram neg Stäbchen) 

Tuberkulose

Mycobacterium tuberculosis / bovis

Generationszeit 18-20 h

Nekrotisierende Fascitis

Streptokokken, Staphylokokken, Clostridien

Antibiotika-assoziierte Durchfälle

Clostridium dificile

-> Toxine

Typhus

Salmonella typhi

Study