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Fragenkatalog

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M. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über betriebswirtschaftliche Konzepte auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Bilanzanalyse, Cashflow, Kennzahlen und Unternehmensbewertung. Sie decken Themen wie Management Accounting, Due Diligence, stille Reserven und Investitionsrechnung ab. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis von Finanzmanagement und Unternehmensbewertung vertiefen möchten.
Flashcards
55
Students
1
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
01.12.2015 / 03.12.2015

Flashcards

Der DBU des Produktes A ist 40%. Was ist darunter zu verstehen und
voraus setzen sich die restlichen 60% zusammen.

Der DBU-Faktor bezeichnet das Verhältnis von Deckungsbeitrag und Umsatz. DBU
von 40% heißt, dass der Deckungsbeitrag 40 % vom Umsatz ausmacht; oder: 40%
des Preises bleiben als Deckungsbeitrag beim Verkäufer.

Target Costing

Mit dem Target Costing wird versucht, eine Kundenorientierung sowohl hinsichtlich
des Preises als auch hinsichtlich kundenspezifisch geforderter Produkteigenschaften
bzw. Produktfunktionen zu verwirklichen.
Beantwortet Frage was Produkt kosten darf. Zuerst Marktanalyse welcher Preis
Konkurrenzfähig ist. Von diesem Kunden- oder Zielpreis wird die angestrebte
Gewinnmarke (englisch: Target Profit) abgezogen. Daraus ergeben sich die maximal
erlaubten Kosten (englisch: Allowable Costs) zur Erreichung des Zielgewinns. Diese
„erlaubten Kosten" werden den im Unternehmen ermittelten prognostizierten
Standardkosten (englisch: Drifting Costs) gegenübergestellt. Da die Standardkosten
eines Unternehmens in der Regel höher sind als die „erlaubten Kosten", werden
Zielkosten festgelegt, die im gemeinschaftlichen Prozess mit Hilfe von anderen
betriebswirtschaftlichen Instrumenten erreicht werden sollen.

Doppelte Buchhaltung

(Einfache Buchführung: nur Zahlungsseite wird verbucht, nicht die Leistungsseite)

Jeder Betrag wird zweifach erfasst: - Konto im Soll, -Konto im Haben
Jeder Geschäftsfall zweifach: -zeitlich (Grundbuch), -Systematisch (Hauptbuch)
Jeder Erfolg zweifach: -Vermögensvergleich (EK Anfang und Ende vergleichen)
-Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen

Bestandskonten: -Aktive: Vermögensbestandteile
- Passive: für Eigenkapital und Schulden
Erfolgskonten: jeder Aufwand und jeder Ertrag verändert das Eigenkapital
Aufwendungen vermindern es Buchung auf SOLL
Erträge erhöhen es Buchen auf HABEN

Erfolgsneutrale Geschäftsfälle:
Aktivtausch: eine Kundenforderung wird bezahlt
Passivtausch: Begleichung von Lieferverbindlichkeiten zu Lasten des Bankkontos
Bilanzverlängerung: Wareneinkauf auf Ziel
Bilanzverkürzung: Bezahlen von Bankschulden mit Geld

Erfolgswirksame Geschäftsfälle:
Vermögenmehrender Ertrag: aktives Bestandskonto und ein Ertragskonto nehmen zu
Schuldenmindernder Ertrag: passives Bestandskonto ab, Aufwandskonto zu
Schuldenerhöhender Aufwand: passives Bestandskonto u. Aufwandskonto zu
Vermögenmindernder Aufwand: Aktives Bestandskonto ab, Aufwandskonto zu

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung, auch Cashflow-Rechnung genannt, hat das Ziel,
Transparenz über den Zahlungsmittelstrom eines Unternehmens herzustellen. Dabei
sollen die Veränderung des Liquiditätspotentials im Zeitverlauf quantifiziert und die
Ursachen der Veränderungen herausgestellt werden.

Jahresüberschuss/-fehlbetrag
+ Abschreibungen von Anlagevermögen
- Zuschreibungen von Anlagevermögen
- Erträge aus dem Abgang v Anlagevermögen
-+ Erhöhung Verminderung Vorräte
-+ -“- Forderungen
-+ Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
+- Rückstellungen
+- Betriebliche Verbindlichkeiten
+- Passive Rechnungsabgrenzungsposten                          
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit                                           
+ Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen
- Investitionen aus der Investitionstätigkeit                            
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit                                        
+ Einzahlungen von Gesellschaftern oder Aktionären
+ Darlehensaufnahme
- Darlehenstilgung
- Gewinnausschüttung                                                              
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit                                  

Summe Cash-Flows                                                                  

Verpflichtend für Börsennotierte Mutterunternehmen (im Jahresabschluss, Anhang)

Cash-Flow

Cash Flow = der durch den Umsatzprozess erwirtschaftete Einzahlungsüberschuss
- Dieser bildet einen Indikator für die Finanzierung aus eigener Kraft.
- Ist ein Ansatzpunkt für eine entscheidungsorientierte Liquiditätsrechnung.
- Der CF gibt den Bargeldüberschuss an, der in der Rechnungsperiode aus dem
Leistungsprozess resultiert.

Indirekte Methode
Jahresüberschuss
+ Aufwendungen, die keine Auszahlungen der Periode sind (Abschreibungen)
- Erträge, die keine Einzahlungen d. Periode sind (zuschreibungen)
+Einzahlungen, die nicht Erträge der Periode sind (Schulden)
-Auszahlungen, die nicht Aufwendungen der Periode sind                                           
= Cash Flow

Direkte Methode
Umsätze der Periode, die in der Periode bezahlt werden
+Begleichungen von Lieferforderungen
+erhaltene Anzahlungen
+Einzahlungen von Zinsen, Dividenden
-Auszahlungen für Einkäufe an Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen
-Begleichungen von Lieferverbindlichkeiten
-Geleistete Anzahlungen der Periode
-Auszahlungen für Löhne und Gehälter
-Sonstige Zahlungen (Mieten, Pensionen,…)                                       
= Cash Flow

Kennzahlen

Vermögensstruktur:
Anlagenintensität = AV / GV
Lagerintensität = Vorräte / GV
Forderungsintensität = Forderungen aus L&L / GV
Anlagennutzungsgrad = kumulierte AfA / Anschaffungs- u. Herstellkosten
Abschreibungsquote = planmäßige AfA / Anschaffungs- u. Herstellkosten

Wachstum:
Investitionsintensität = Nettoinvestition / Anschaffungs- u. Herstellkosten
Wachstumsrate = Nettoinvestition / AfA

Umschlagskennzahlen:

Umschlagshäufigkeit = Umsatzerlöse / Durchschnittl. GK

Lagerumschlagshäufigkeit = Materialaufwand / Durchschnitt Rohstoffe

Forderungsumschlagshäufigkeit = Umsatzerlöse / Durchschnitt Forderungen

 

Kapitalstruktur:
Eigenkapitalquote = EK / GK
Verschuldungsgrad = FK / GK
Langfristige Kapitalquote = (EK+langfristiges FK) / GK

Liquidität:
Goldene Bilanzregel: DG1 > 1
Liquiditätsgrad = liqu. Mittel / kurzfr. FK
DG1 = EK / AV
DG2 = (EK+langfristiges FK) / AV
DG3 = (EK+ langfristiges FK) / (AV+ langfristiges UV)

Rentabilität:
Eigenkapitalrentabilität = EGT / durchschnitt EK
Gesamtkapitalrentabilität = (EGT + FK-Zinsen) / durchschnitt GK
Umsatzrentabilität= EGT / Umsatzerlöse
ROI = Umsatzrendite*Kapitalumschlag = (Gewinn / Umsatz)*(Umsatz / GV)

Zeigen Sie den Unterschied zwischen Rückstellung und Rücklage und
nennen und beschreiben Sie jeweils ein Beispiel im Detail.

Rücklagen: Überschüsse aus wirtschaftlicher Tätigkeit, die für einen bestimmten
zukünftigen Zweck reserviert sind; z.B. Kapitalrücklagen: gebunden /nicht gebunden;
Gewinn / unversteuerte Rücklage
Rückstellungen: zweckgebunden; werden für Verbindlichkeiten und drohende
Verluste gebildet; z.B. rechtsverbindliche Pensionszusagen

Was ist unter einer Managementerfolgsrechnung zu verstehen, wie ist
sie aufgebaut und welche Zielsetzung verfolgt sie?

Die Managementerfolgsrechnung (in Folge MER) ist ein Instrument, das zur
Gewinnsteuerung eingesetzt wird. (Hinweise liefern was in Zukunft besser machen)
MER ist ein Instrument des Finanzcontrollings. Die MER ist aber keine Kontrolle
sondern ein Führungsinstrument. Die MER dient folglich der internen
Berichterstattung.
Die MER liefert Signale zur Steuerung der Unternehmung, um einen Gewinn erzielen
zu können. Dazu gibt es 11 Zeiger zur Durchführung der Steuerungsaufgaben beim
Gewinnmanagement (sollen von Geschäftsleitung und speziell Vertriebsleitung
beobachtet werden):

1) Verkaufte Stückzahl
2) Verkauf von Nebenleistungen
3) Erzielte Erlöse
4) Erzielte Deckungsbeiträge höher/besser durch:

  • - günstigere Preise, Rabatte, Nachlässe
  • - bessere Betreuung ertragbringender Kunden
  • - Förderung der besser Verdiener im Sortiment
  • - höhere Stückzahl
  • - niedrige Grenzkosten

5) Erzielter Deckungsgrad
6) Abweichung von Soll und Ist DB
7) Erfolg bei der Kostensenkung bzw. Kosteneinhaltung
8) Einkaufserfolg
9) Entwicklungserfolg
10) Verkaufsgebieterfolg
11) Stufenweise Deckung direkter Fixkosten

Erzielter DB
-bugetierte Fixkosten
+/- Abweichungen (Soll/Ist-Kosten)  
=Managementerfolg


Weitere Instrumente des Finanzcontrolling: Kapitalertragrechnung, ROI-Stammbaum

Grundsätze ordentlicher Buchhaltung (GoB)

...

absoluter und relativer Vorteilhaftigkeit einer Investition; Erläutern
für zwei Verfahren der dynamischen und statistischen
Investitionsrechnung die absolute bzw. relative Vorteilhaftigkeit.

Die Investitionsrechnung soll Grundlagen liefern, um rational entscheiden zu
können, ob eine Investition durchgeführt werden soll oder nicht.

Investitionsrechnung

Statische Verfahren
Kostenvergleichsrechnung
Gewinnvergleichsrechnung
Rentabilitätsrechnung
Amortisationsrechnung

Dynamische Verfahren
Kapitalwertmethode
Annuitätenmethode
Interne Zinsfuß Methode
Dynamische Amoritisationsrechnung

Absolute Vorteilhaftigkeit: wenn Investition der Unterlassungsalternative vorzuziehen
ist. Besser zu Investieren als nicht zu Investieren.
Relative Vorteilhaftigkeit: wenn eine Investitionsalternative im Vergleich zur anderen
Investitionsmöglichkeit wirtschaftlicher ist.

Statische Verfahren:
Kostenvergleichsrechnung:
AV: wenn Kosten geringer als Unterlassungsalternative
RV: wenn Kosten geringer sind als die jeden anderen zu Verfügung stehenden
Objekts
Rentabilitätsrechnung:
AV: wenn Rentabilität größer als vorgegebener Grenzwert
RV: wenn Rentabilität größer als die jeder anderen Investitionsmöglichkeit

Dynamische Verfahren:
Kapitalwertmethode:
AV: wenn Kapitalwert größer Null.
RV: wenn Kapitalwert größer als der jeder anderen Investitionsmöglichkeit
Annuitätenmethode:
AV: wenn Annuität größer Null
RV: wenn Annuität größer als die jeder anderen Investitionsmöglichkeit

Rechnungswesen

Externes Rechnungswesen

- Rechenschaftslegunge gegenüber
Gläubigern und Gesellschaftern bezügl
Betriebserfolg

-Zahlungsfähigkeit u. Bonität

-Rechenschaftslegung gegenüber
Öffentlichkeit und Staat bezüglich
Arbeitsplatzsicherheit und Wirtschaftspoltik

-Bemessungsgrundlage f. Steuern

 

Internes Rechnungswesen

-Dokumentation betriebliches
Geschehen

-Kontrolle d. Wirtschaftlichkeit

-Grundlage f. betriebswirtschaftliche
Entscheidung

-Kontrolle der finanziellen Gebarung

Stille Reserven

Stille Reserven oder stille Rücklagen ist im Rechnungswesen die Bezeichnung für
nicht aus der Bilanz ersichtliche Bestandteile des Eigenkapitals von Unternehmen, die
sowohl durch eine Unterbewertung von Vermögen als auch durch eine
Überbewertung von Schulden entstehen können.

Due Diligence

Due Diligence (DD), bekannt als „Sorgfaltspflicht“ (z. B. von Banken), bezeichnet die
„gebotene Sorgfalt“, mit der beim Kauf bzw. Verkauf von
Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien oder einem Börsengang das Objekt im
Vorfeld der Akquisition oder des Börsengangs geprüft wird. Due-Diligence-Prüfungen
analysieren Stärken und Schwächen des Objekts sowie die Risiken des Kaufs oder
Börsengangs, und sie bewerten das Objekt.

Quick Test

Schnelltest für Erstbeurteilung eines Unternehmens
Eigenkapitalquote = EK / GK * 100%
Schuldtilgungsdauer = (FK – liqu. Mittel) / JahresCF
Gesamtkapitalrentabilität = (EGT + FK-Zinsen) / GK *100%
CF-Leistungsrate = CF / Betriebsleistung * 100%
(CF = EGT + AfA)
Gibt Aussagen über Kapitalstruktur, Liquidität, Rentabilität und Erfolgsstruktur.

Management Accounting

Auch Controlling bzw. internes Rechnungswesen. Aufgabe ist über Wirtschaftlichkeit
des Unternehmens zu wachen (nicht zu garantieren).

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