Atemschutz
Agbf Fragenkatalog
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Lernkarten
Welche zwei Möglichkeiten werden bei Atemfilter verwendet, um Kohlenstoffmonoxid-Atemgift unschädlich zu machen?
- Die pysikalische Bindung von Kohlenstoffmonoxid an der Gasfilterschicht.
- Kohlenstoffmonoxid reagiert an der Gasfilterschicht mit einem Reaktionssauerstoff und wird CO2. Dabei erwärmt sich der Filter.
Woran erkennt man an einem Atemfilter dass er noch nicht im Gebrauch war?
Die Schutzkappen der Lufteintritts- und -austrittsöffnung sind noch unversehrt.
Wie werden Atemfilter behandelt, wenn sie nachweislich mit Schadstoffen beladen sind?
Sie sind unverzüglich auszusondern, d.h. unbrauchbar zu machen. Sie dürfen auch nicht mehr als Übungsfilter verwendet werden.
Worauf beruht das große Filtervermögen von Gas- bzw. Partikelfiltern?
Das Filtervermögen von Atemfilter ist auf die stets große Oberfläche der jeweiligen Filtermaterialien ( Aktivkohle wie Partikelfilter) zurückzuführen.
Nennen Sie zwei Gründe, warum ein Atemfilter im Innenangriff unter keinen Umständen zum Einsatz kommen darf?
Ein Atemfilter ist abhängig von der Umgebungsatmosphäre, d.h. es darf eines Mindest-Sauerstoffgehalt von 17 Vol.% in der Umgebungsluft, darüber hinaus kann ein Atemfilter fehlender Sauerstoff in der Umluft nicht ersetzen. Beim Löschangriff im Gebäudeinneren kann dabei entstehender Wasserdampf sowohl die Gebrauchseigenschaften der Aktivkohle nachhaltig stören wie auch den Sauerstoff verdrängen. Auch das beim Schwelbrand in umschlossenen Räumen entstehende Kohlenmonoxid sowie ein hoher Anteil an Russpartikel überfordern u. U. das Filter.
Woran erkennen Sie bei einem Atemfilter wovor er schützt?
- An der Farbkennzeichnung auf dem Filter
- An der Aufschrift ( Kennbuchstaben mit Angabe der Schutzstufe)
Bei der Feuerwehr werden in der Regel Kombinationsfilter ABEK2-P3 verwendet! Was bedeutet diese Abkürzung?
- A Kennbuchstabe für Gasfilter ( A= Kennfarbe braun; Schutz gegen organische Gase und Dämpfe)
- B Kennbuchstabe für Gasfilter ( B= Kennfarbe grau; Schutz gegen anorganische Gase und Dämpfe)
- E Kennbuchstabe für Gasfilter ( E= Kennfarbe gelb; Schutz gegen Schwefeldioxid und andere saure Gase)
- K Kennbuchstabe für Gasfilter ( K= Kennfarbe grün; Ammoniak)
- 2 Gasfilterklasse (2= mittleres Gasaufnahmevermögen)
- P Kennbuchstabe für Partikelfilter (P= Kennfarbe weiß)
- 3 Partikelfilterklasse (3= großes Rückhaltevermögen, Schutz gegen feste und flüssige Partikel)
Nennen Sie drei Einsatzbeispiele, bei denen der Einsatz eines Filtergerätes unzweckmäßig bzw. gefährlich ist?
- in geschlossenen Räumen, bei Kellerbränden, in Tanks (Sauerstoffmangel)
- bei starker Russ- und Flockenbildung ( Kunststoff- Reifenbrände)
- bei hohen Giftgaskonzentrationen
- in Gruben, Schächten, Brunnen und Kanälen (Methangasbildung)
Benennen Sie vier Hauptmerkmale einer sog. "Brandfluchthaube" wie sie an ihrem Standort verwendet wird?
- Universalgröße
- selbstverlöschendes Material
- leichte Handhabung
- Atemfilter u.a. mit CO-Filterschutz bis zu 15 Min.
- geringes Gewicht
Welche Vor-bzw. Nachteile bringt der Einsatz eines Druckluft- Schlauchgerätes gegnüber einem Behältergerät? Nennen Sie je zwei Beispiele!
Vorteil: geriges Gewicht, größere Beweglichkeit, je nach Typ fast unbegrenzte Einsatzzeit.
Nachteil: Schlauchlänge begrenzt den Aktionsradius, Schlauch kann beschädigt oder geknickt und damit die Luftzufuhr unterbrochen werden.
Welche Atemluftversorgung ist sicher; die eines Saugschlauchgerätes oder eines Druckschlauchgerätes? Begründung!
Das Druckschlauchgerät ist sicherer, weil keine Giftgase aus der Umgebungsluft über undichtigkeiten im Luftschlauch angesugt werden können.
Welche Hauptaufgabe kommt dem Druckminderer eines Behältergerätes zu?
Reduzierung des Flaschendruckes auf einem bestimmten Mitteldruck.
Welchem Bauteil ihres Behältergerätes haben Sie während des Vorgehens besondere Aufmerksamkeit zu schenken? Begründen Sie Ihre Antwort!
Dem Druckmessers. Er bestimmt letztendlich den Zeitpunkt des Rückmarsches, da für den Rückweg die "doppelte" Atemluftmenge des Anmarschweges einzuplanen ist.
Was ist beim Einsatz eines Behältergerätes im Hinblick auf dem bevorstehenden Rückzugsweg zu beachten?
- für den Rückmarsch ist die "doppelte" Luftmenge des Anmarschweges einzuplanen
- Rückzugssicherung mittels Feuerwehrschlauch oder Leinensicherungssystem
Wie lautet eine Notfall- Meldung nach FwDV 7 ?
mayday; mayday; mayday
hier < Funkrufname>
<Standort>
<Lage>
mayday- kommen
Beschreiben Sie, wie der PA nach AGBF aufzunehmen ist!
- Feuerwehrhelm abnehmen
- Maske aufnehmen
- Feuerschutzhaube aufsetzen
- Feuerwehrhelm aufsetzen- dabei auf Bänderung der Maske achten
- Maskendichtprobe durchführen
- PA aufnehmen- Begurtung schließen
- Lungenautomat durch Helfer anschließen lassen ( ausser Steckanschluss)
- Dichtprobe des PA
- Flaschenventil öffnen und halbe Umdrehung zurück (macht Geräteträger selbst)
- Flaschendruck am Druckmesser ablesen; Druck muß 270 bar betragen
Was muss nach der FwVD 7 , beim Vorgehen eines Atemschutztrupp für dessen Sicherheit vorbereitet bzw. Organisiert sein?
Schlauchleitung oder Leinensystem zur Rückzugsicherung
Ausgerüsteter Sicherungstrupp
Funkgerät und Sicherstellung der Funkverbindung
Atemschutzüberwachung ( AEF; RZA)
Wogegen schützt unser Feuerwehrfilter und wie ist seine genaue Bezeichnung?
- Kombinationsfilter ABEK 2 - P3
- Gasfiltertyp
- A (braun) = organische Gase und Dämpfe (z.B. Lösungsmittel)
- B (grau) = anorganische Gase und Dämpfe (z.B. Chlor, Schwefelwasserstoff, Blausäure)
- E (gelb) = Schwefeldioxid, Chlorwasserstoff, saure Gase und Dämpfe
- K (grün) = Ammoniak
- Gasfilterklasse 2 = mittel
- Partikelfilterklasse 3 = hoch (Abscheidegrad)
Welche sind die wichtigsten Aufgaben eines Atemschutz-Truppführers?
- Überwachung der Einsatzbereitschaft des Trupps während des Einsatzes, insb. Atemluftfülldruck
- ordnet rechtzeitig Rückzug an
Vor dem Einsatz zeigte Ihr Druckmanometer am BD 88 200 bar an. Beim Erreichen der Brandstelle, bedingt durch längeren Anmarschweg und wegräumen von Hindernissen zeigt es noch 155 bar an. Bei welchem Druck auf Ihrem Manometer müssen Sie den Rückzug antreten?
=> Hinweg = Anfangsdruck - Restdruck
=> Hinweg = 200 bar - 155 bar
=> Hinweg = 45 bar
=> Rückweg = doppelter Hinweg
=> Rückweg = 2 x 45 bar
=> Rückweg = 90 bar
Der Rückzug muss spätestens bei einem Druck von 90 bar angetreten werden.
Erklären Sie die Begriffe:
a) Gase
b) Dämpfe
c) Schwebstoffe
a) Gase
- gasfürmig
- Stoffe, die bei einem Druck von 1.013 hPa und 20°C im gasförmigen Zustand vorkommen
- Siedepunkt < 20°C
- z.B. Propan, Wasserstoff, Stickstoff
b) Dämpfe
- flüssig
- in den gasförmigen Zustand übergegangene Stoffe
- Siedepunkt bei 1.013 hPa > 20°C
- z.B. Benzin- und Lösungsmitteldämpfe
c) Schwebstoffe
- sind in der Umluft schwebende kleine und kleinste feste und flüssige Teilchen (Nebel, Stäube, Aerosole), die sich bei ruhender Luft allmählich absetzen
- Nebel: Lacknebel
- Staub: Rußpartikel
Wann darf man Filtergeräte einsetzen?
- Luftsauerstoff > 17%
- Art und Eigenschaft des Atemgiftes ist bekannt
- der Filter schützt vor Art und Konzentration des Atemgiftes
- keine starke Ruß-, Flocken oder Staubbildung
- nur im Freien einsetzen
- Atemgiftkonzentration max. 0,5%
- geringer CO-Anteil in / an Einsatzstellen
- Einsatzarten
- Wald-, Heide-, Moorbrände
- Aufräumarbeiten (z.B. nach Dachstuhlbrand)
- Einsatz in Peripheriebereichen von Einsatzstellen
- bei Dekontamination im Gefahrstoffeinsatz