Atemschutz

Agbf Fragenkatalog

Agbf Fragenkatalog


T. V.
Diese Vokabelkarten vermitteln Fachvokabular rund um Atemschutzausrüstung und -einsatz im deutschen Feuerwehrkontext. Sie decken Begriffe zu Filtertypen wie Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe ab, erklären Gerätefunktionen wie Druckmanometer oder Druckminderer und beschreiben Sicherheitsprotokolle wie Rückzugsplanung oder Truppführung. Auch Einsatzgrenzen von Filtergeräten und Notfallmeldungen werden behandelt. Ideal für Einsatzkräfte, Auszubildende und Sicherheitsbeauftragte, die ihre Fachsprache auf mittlerem bis fortgeschrittenem Niveau vertiefen möchten. Mit der Lernrichtungsumkehr lässt sich das Wissen auch rückwärts trainieren.
Cartes-fiches
70
Utilisateurs
158
Langue
Allemand
Catégorie
Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
20.11.2015 / 08.09.2026

Cartes-fiches

Benennen Sie vier Hauptmerkmale einer sog. "Brandfluchthaube" wie sie an ihrem Standort verwendet wird?

- Universalgröße

- selbstverlöschendes Material

- leichte Handhabung

- Atemfilter u.a. mit CO-Filterschutz bis zu 15 Min.

- geringes Gewicht

Welche Vor-bzw. Nachteile bringt der Einsatz eines Druckluft- Schlauchgerätes gegnüber einem Behältergerät? Nennen Sie je zwei Beispiele!

Vorteil: geriges Gewicht, größere Beweglichkeit, je nach Typ fast unbegrenzte Einsatzzeit.

Nachteil: Schlauchlänge begrenzt den Aktionsradius, Schlauch kann beschädigt oder geknickt und damit die Luftzufuhr unterbrochen werden.

Welche Atemluftversorgung ist sicher; die eines Saugschlauchgerätes oder eines Druckschlauchgerätes? Begründung!

Das Druckschlauchgerät ist sicherer, weil keine Giftgase aus der Umgebungsluft über undichtigkeiten im Luftschlauch angesugt werden können.

Welche Hauptaufgabe kommt dem Druckminderer eines Behältergerätes zu?

Reduzierung des Flaschendruckes  auf einem bestimmten Mitteldruck.

Welchem Bauteil ihres Behältergerätes haben Sie während des Vorgehens besondere Aufmerksamkeit zu schenken? Begründen Sie Ihre Antwort!

Dem Druckmessers. Er bestimmt letztendlich den Zeitpunkt des Rückmarsches, da für den Rückweg die "doppelte" Atemluftmenge des Anmarschweges einzuplanen ist.

Was ist beim Einsatz eines Behältergerätes im Hinblick auf dem bevorstehenden Rückzugsweg zu beachten?

- für den Rückmarsch ist die "doppelte" Luftmenge des Anmarschweges einzuplanen

- Rückzugssicherung mittels Feuerwehrschlauch oder Leinensicherungssystem

Wie lautet eine Notfall- Meldung nach FwDV 7 ?

mayday; mayday; mayday

hier < Funkrufname>

<Standort>

<Lage>

mayday- kommen

Beschreiben Sie, wie der PA nach AGBF aufzunehmen ist!

- Feuerwehrhelm abnehmen

- Maske aufnehmen

- Feuerschutzhaube aufsetzen

- Feuerwehrhelm aufsetzen- dabei auf Bänderung der Maske achten

- Maskendichtprobe durchführen

- PA aufnehmen- Begurtung schließen

- Lungenautomat durch Helfer anschließen lassen ( ausser Steckanschluss)

- Dichtprobe des PA

- Flaschenventil öffnen und halbe Umdrehung zurück (macht Geräteträger selbst)

- Flaschendruck am Druckmesser ablesen; Druck muß 270 bar betragen

Was muss nach der FwVD 7 , beim Vorgehen eines Atemschutztrupp für dessen Sicherheit vorbereitet bzw. Organisiert sein?

Schlauchleitung oder Leinensystem zur Rückzugsicherung

Ausgerüsteter Sicherungstrupp

Funkgerät und Sicherstellung der Funkverbindung

Atemschutzüberwachung ( AEF; RZA)

Wogegen schützt unser Feuerwehrfilter und wie ist seine genaue Bezeichnung?

  • Kombinationsfilter ABEK 2 - P3
  • Gasfiltertyp
    • A (braun) = organische Gase und Dämpfe (z.B. Lösungsmittel)
    • B (grau) = anorganische Gase und Dämpfe (z.B. Chlor, Schwefelwasserstoff, Blausäure)
    • E (gelb) = Schwefeldioxid, Chlorwasserstoff, saure Gase und Dämpfe
    • K (grün) = Ammoniak
  • Gasfilterklasse 2 = mittel
  • Partikelfilterklasse 3 = hoch (Abscheidegrad)

Welche sind die wichtigsten Aufgaben eines Atemschutz-Truppführers?

- Überwachung der Einsatzbereitschaft des Trupps während des Einsatzes, insb. Atemluftfülldruck

- ordnet rechtzeitig Rückzug an

Vor dem Einsatz zeigte Ihr Druckmanometer am BD 88 200 bar an. Beim Erreichen der Brandstelle, bedingt durch längeren Anmarschweg und wegräumen von Hindernissen zeigt es noch 155 bar an. Bei welchem Druck auf Ihrem Manometer müssen Sie den Rückzug antreten?

=> Hinweg = Anfangsdruck - Restdruck
=> Hinweg = 200 bar - 155 bar
=> Hinweg = 45 bar

=> Rückweg = doppelter Hinweg
=> Rückweg = 2 x 45 bar
=> Rückweg = 90 bar

Der Rückzug muss spätestens bei einem Druck von 90 bar angetreten werden.

Erklären Sie die Begriffe:

a) Gase
b) Dämpfe
c) Schwebstoffe

a) Gase
- gasfürmig
- Stoffe, die bei einem Druck von 1.013 hPa und 20°C im gasförmigen Zustand vorkommen
- Siedepunkt < 20°C
- z.B. Propan, Wasserstoff, Stickstoff

b) Dämpfe
- flüssig
- in den gasförmigen Zustand übergegangene Stoffe
- Siedepunkt bei 1.013 hPa > 20°C
- z.B. Benzin- und Lösungsmitteldämpfe

c) Schwebstoffe
- sind in der Umluft schwebende kleine und kleinste feste und flüssige Teilchen (Nebel, Stäube, Aerosole), die sich bei ruhender Luft allmählich absetzen
- Nebel: Lacknebel
- Staub: Rußpartikel
 

Wann darf man Filtergeräte einsetzen?

  • Luftsauerstoff > 17%
  • Art und Eigenschaft des Atemgiftes ist bekannt
  • der Filter schützt vor Art und Konzentration des Atemgiftes
  • keine starke Ruß-, Flocken oder Staubbildung
  • nur im Freien einsetzen
  • Atemgiftkonzentration max. 0,5%
  • geringer CO-Anteil in / an Einsatzstellen
  • Einsatzarten
    • Wald-, Heide-, Moorbrände
    • Aufräumarbeiten (z.B. nach Dachstuhlbrand)
    • Einsatz in Peripheriebereichen von Einsatzstellen
    • bei Dekontamination im Gefahrstoffeinsatz

Étudier