Arbeitsphysiologie

Sicherheitstechnik Modul Mensch Ergonomie macht mir Spaß, daran glaube ich! (Nietzsche)

Sicherheitstechnik Modul Mensch Ergonomie macht mir Spaß, daran glaube ich! (Nietzsche)


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Arbeitsphysiologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Sauerstoffschuld, den Einfluss des Alters auf die Leistungsfähigkeit, ergonomische Zahlenwerte, Methoden zur Kompensation von Wärmeverlust und die Auswertung von Energieverbrauchsmessungen. Besonders relevant sind die Begriffe Belastung, Beanspruchung und Leistungsfähigkeit, die im Kontext von Arbeit und menschlicher Anpassung stehen. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis der physiologischen Prozesse bei der Arbeit vertiefen möchten.
Karten
67
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
14.08.2014 / 29.08.2018

Lernkarten

Definieren Sie Aufgaben und Inhalte der Ergonomie

Ergonomie sucht nach Erkenntnissen, aus denen sich Regeln zur Gestaltung von Arbeitsbedingungen ableiten lassen

Ergonomie ist die Wissenschaft von der Anpassung der Arbeit an den Menschen

Aufgaben/Inhalte:

  • Anpassung der Arbeit an den Menschen

  • Erhalt und Förderung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit

  • Anpassung des Menschen an bestimmte Arbeitsbedingungen

  • Arbeitsplatzgestaltung nach den Abmessungen und Funktionen des menschlichen Körpers (anatomisch, physiologisch, psychisch, physikalisch, chemisch, sozial)

  • Die Ergonomie sammelt und ordnet Gesetzmäßigkeiten zur Gestaltung menschlicher Arbeit

Definieren Sie Ergonomie bzw. Arbeitswissenschaft und grenzen sie die Aufgaben gegen die der Sicherheitstechnik ab.

Ergonomie sucht nach Erkenntnissen, aus denen sich Regeln zur Gestaltung von Arbeitsbedingungen ableiten lassen. ->  Anpassung der Arbeit an den Menschen

AS: Ausführbarkeit-> Erträglichkeit-> Zumutbarkeit-> Persönlichkeitsförderung-> Gesundheit

ST: Verletzungsfreiheit->Schädigungslosigkeit-> Beeinträchtigungsfreiheit-> Sicherheit-> Gesundheit

Als eines der gemeinsamen Ziele der Ergonomie und der Sicherheitswissenschaft kann man die Erhaltung der Gesundheit erkennen.

Definieren Sie Gesundheit und zeigen Sie mögliche Formen der Beeinträchtigung auf.

„Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten, sondern die Gesamtheit physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens“ ( WHO ).

Beeinträchtigungen können sein:

  • Überbelastung -> Überbeanspruchung

  • Unterbelastung -> Unterforderung                 (Über-/ Unterforderung)

  • Stress (Hektik)

  • Unsicherheit

  • Unzufriedenheit

  • allgemeine physische und psychische Schädigungen

Als zentrale Kausalitätsbeziehung wird in der Ergonomie in der Regel ein sog. Belastungs-Beanspruchungs-Modell zur Anwendung gebracht.

a) Stellen Sie ein solches Modell dar

b) Erläutern Sie die Begriffe Belastung und Beanspruchung

c) Wenden Sie das Modell auf 3 Beispiele an und erläutern die Einflussgrößen

a) die durch gegebene Bedingungen vorhandene Belastung führt aufgrund von unterschiedlicher individueller Voraussetzungen zu verschiedenen Beanspruchungen.

b) Belastung: Summe aller auf den Menschen einwirkenden Parameter der Arbeit und in der Arbeitsumgebung (objektiv – messbar) – Arbeitsaufgabe, physische/ chemische und soziale Umgebung

Beanspruchung: Summe aller Auswirkungen von Belastungen auf den Menschen (subjektiv – nicht messbar)

Verknüpfung:

Verknüpft sind sie über die individuellen Voraussetzungen (Leistungsfähigkeit und –bereitschaft)

Fähigkeiten sind abhängig von: Trainings- und Gesundheitszustand, Ausbildung, Ermüdungsgrad, Erfahrung, Routine

 

c)    Bsp.                   Belastung                       individuelle Vorausse.                  Beanspruchung

...........

Welchen Einfluss hat Adaptation auf den Belastungs-Beanspruchungs-Zusammenhang?

Adaptation (Anpassungsvermögen) mindert bei konstanter Belastung die Beanspruchung

Erläutern Sie den Begriff „Tagesrhythmik“

Tagesrhythmik zeigt die Schwankungen in der Leistungsbereitschaft (Leistungsdisposition) im 24h Rhythmus auf

Max: 9.00 & 19.00

Min: 3.00 & 15.00

In welchem Bezug steht die Tagesrhythmik zu Belastung und Beanspruchung?

Beanspruchung durch die Belastung (konst.) variiert vom Tagesrhythmus.

Bei min. ist die Beanspruchung wesentlich höher als im max. Dies kann Folgen wie Unfälle, Fehlleistungen etc. haben

Bsp.: Fließband: die Belastung konstant, aber Beanspruchung nicht.

Neben den „kollektivspezifischen“ Gegebenheiten beeinflusst das Alter die individuelle Voraussetzung des Menschen.

a) Erläutern Sie für wesentliche Fähigkeiten, welche Veränderungen zu erwarten sind und welche Folgen diese Veränderungen für den Belastungs-Beansp.-Zusammenh. haben.

b) Versuchen Sie, diese „Erkenntnis auf

  • einen Arbeitsplatz mit vorwiegend physischen,

  • sensomotorischen

  • informatorischen Anforderungen anzuwenden

a) Abnahme:

  • Muskelkraft und körperliche Leistungsfähigkeit

  • Beweglichkeit

  • Körpergröße

  • Fähigkeiten der Sinnesorgane (Seh- und Hörleistung)

  • „reaktive“ Arbeit

  • „Kurzzeitgedächtnis“

  • Konzentration

  • Lernfähigkeit

  • Verringerung der sensomotorischen Fähigkeiten/ Geschicklichkeit

 

Steigerung der Beanspruchung bei gleicher Belastung, kann evtl. durch:

 

  • Geübtheit

  • Erfahrung

  • Selbstständigkeit

  • Gesprächs- und Urteilsfähigkeit

  • Zuverlässigkeit

  • Routine

ausgeglichen werden.

 

Versucht man, für grundlegende ergonomische Sachverhalte eine Gliederung zu finden, die weitgehend mit eher technischen Analyse vergleichbar ist, so kann man in einem ersten Schritt für den Menschen „Konstanten“ und „Funktionen“ unterscheiden.

a) Erläutern Sie, welche Probleme mit einer solchen Einteilung verbunden sind und welche Fragen in jedem Fall bei einer konkreten Analyse zu klären sind.

b) Entwickeln Sie für die „Funktion des Menschen“ eine weitere Gliederungsebene.

a)

  • Konstanten: physikalisch: Körpermaße (statisch), Körperhaltungen, Bewegungsmöglichkeiten/ Reichweiten der Extremitäten (kinematisch)

     

  • Konstanten: Resistenz gegen physikalische und chemische Einflüsse (Skelett, Muskulatur, Herz-Kreislauf, Lunge, Sinnesorgane, Nervensystem, Körperoberfläche)

  • Funktionen:

 

  • Einteilung des Menschen in Konstanten und Funktionen dient zur Analyse der individuellen Fähigkeiten (Infos über Möglichkeiten, Grenzen )

  • Konstanten können nicht und Funktionen nur teilweise (Schulung, Training) an die gewünschten Systemleistungen angepasst werden

  • Konstanten unterliegen einer altersbedingten Degression

  • Funktionen lassen sich durch Regeneration (und Adaption) wieder verbessern

 

  • Menschen sind nicht einheitlich große Spannweite der Konstanten und Funktionen optimale Arbeitsgestaltung schwierig

 

  • Zu klärende Fragen:

  • Art der Inanspruchnahme

  • Bestimmung individueller Voraussetzungen

  • Berücksichtigung kollektiver Anforderungen

  • Ableiten resultierender Fähigkeiten

  • Beschreibung relevanter Ursachen – Wirkungsbeziehungen

  • Ableitung von Möglichkeiten und Grenzen

  • Zuordnung von Beispielen, Abhilfen, etc.

  1. Arten der Funktionen:

  • mechanisch/energetisch

  • informatorisch

  • Adaptation

  • Regeneration

 

Warum ist die Kenntnis der Körpergröße des Menschen bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen von Bedeutung? Nennen Sie zur allg. Begründung

a) die zu beachtenden Einflussgrößen, sowie je ein Beispiel

b) Anpassung durch Gestaltung

c) Flexible Anpassung

d) Unvollständige Anpassung

Maße sind wichtig für die Anpassung von Betriebsmitteln, Arbeitsplätzen und Arbeitsverfahren. Damit es möglichst keine Überbeanspruchung gibt

a) Einflussgrößen:

  • Geschlecht: Männer und Frauen differieren in Körpermaßen und –proportionen

  • Alter: Veränderung der Maße und Proportionen

  • Region: Körpergröße in Norddeutschland ist im Schnitt ca. 2cm höher als in Südd.

  • Rasse: Asiaten sind im Schnitt kleiner als Europäer und Nordamerikaner

  • Soziale Differenzierung: verschiedene soziale Schichten variieren die Körpergrößen (Körperform und Wachstum)

b) Fahrersitz im Pkw

c) dreidimensional schwenkbares Bedienfeld einer CNC-Maschine

d) fast alle nicht flexiblen anzupassenden Arbeitsplätze weisen eine unvollständige Anpassung auf, wenn sie nicht personenspezifisch sind.

Ergonomische bzw. arbeitswissenschaftliche Bemühungen zur Gestaltung eines Arbeitsplatzes sind an deiner „Zielhierarchie“ orientiert.

a) Erläutern Sie eine mögliche Form einer solchen Hierarchie und geben Sie für die unterschiedlichen Ebenen Beispiele für die „Nicht-Einhaltung“, sowie mögliche Folgen.

b) Definieren Sie die verwendeten Begriffe.

 

  1. Hierarchie:

  • AusführbarkeitErträglichkeitZumutbarkeitPersönlichkeitsförderungGesundheit

  • 1 und 2 müssen zwingend sichergestellt sein

 

  1. Definitionen:

  • Ausführbarkeit:

Max. Leistungsfähigkeit darf nicht überschritten werden Körpergerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes

Nichteinhaltung: Überschreiten der max. Muskelkraft, dauerhafte Tätigkeit in gebückter Haltung

  • Erträglichkeit:

Tägliche Wiederholung der Arbeit muss über ein ganzes Arbeitsleben ohne gesundheitliche Schäden möglich sein Anpassung an physik./chem. Umgebung (Hitzeschutz

Nichteinhaltung: Belastung durch Lärm, Vibrationen, Hitze oberhalb der Schädigungsgrenze

  • Zumutbarkeit:

Unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe fließen ein Tätigkeit muss als zumutbar empfunden werden ( subj. Empfinden ) z.B. durch Erholungszeiten

Nichteinhaltung: Gesellschaftliche Ächtung des Berufes, Vorurteile

  • Persönlichkeitsförderlichkeit:

Arbeiter muss mit seiner Arbeit zufrieden sein Beeinflussung durch soziale Umgebung, Geld, Weiterbildung

Nichteinhaltung: psychische/physische Über-/Unterforderung

Bei der Beurteilung einer realen Arbeitssituation ist es insbesondere erforderlich, sich ein Bild von den wirksam werdenden Anforderungen zu machen. Hier ist eine Taxonomie der wichtigsten Arbeitstypen, Arbeitsarten und ihre spezifischen Engpässe hilfreich. Entwickeln und diskutieren Sie eine solche Einteilung anhand von Beispielen entsprechender Arbeitsplätze ( unterschiedliche Arbeitsformen, Fähigkeiten des Menschen, resultierende Möglichkeiten und Grenzen )

Arbeitstyp

Arbeitsart

Art der Inanspruchnahme

energetisch/ mechanisch

muskulär

Abgeben von Muskelkräften (stat. u. dyn.) im Sinne der Mechanik; Bsp.: Sandschaufeln

sensomotorisch

Hand- u./ oder Armbewegungen mit bestimmter Genauigkeitsanforderung ausführen; Engpässe: Muskeln, Sehnen, Sinnesorgane;

Bsp.: Montagearbeit, Stricken

informatorisch

reaktiv

Informationen aufnehmen u. verarbeiten, bei Erfordernis reagieren; Engpässe: Engpässe: Sinnesorgane, (Muskeln);

Bsp.: Kontrollieren, Überwachen

kombinatorisch

Informationen aufnehmen, verarbeiten, in andere Informationen umsetzen u. abgeben; Engpässe: Sinnesorgane, geistige Fähigkeiten;

Bsp.: Telefonieren, Programmieren

schöpferisch

Informationen erzeugen und gegebenenfalls abgeben; Engpässe: geistige Fähigkeiten;

Bsp.: Erfinden, Probleme lösen

Stellen Sie die Analogie Technik – Mensch dar

Technik            Mensch

Bauteil                Konstanten

Funktion             Funktion

Arbeit                  Arbeit

Skizzieren Sie den Weg vom Problem zur Lösung mittels Modellbildung

Problem -> Modell -> Analyse -> Daten/ Informationen -> Bewertung -> Erkenntnisse -> Umsetzung -> Lösung

In welchem Frequenzbereich kann der Mensch hören?

16Hz - 18kHz

Definieren Sie die zur Quantifizierung der Lärmbelastung verwendeten Einheit „dB“ als mathematische Funktion der Relation von Schalldruck zu Hörgrenze

LP=10*log p2/p02 mit p0=2*10-5N/m2 (Hörschwelle) = 20*log p/p0 p= vorhandener Schalldruck

 

Was bedeutet das „A“ beim bewerteten Schalldruck

Bei der Lärmbewertung bzgl. Schädlichkeit für das menschliche Ohr wird ein A-Filter benutzt, der die frequentielle Empfindlichkeit des menschlichen Ohres berücksichtigt.

Wie ist für die Lärmemission

a) der Beurteilungspegel definiert ( Gleichung / Erläuterung aller Parameter )?

b) Welche Bedeutung hat der Beurteilungspegel selbst?

c) Wie kann man Leq gemessen werden ( Meßarten / Zeitbewertungsarten )?

a) Formel:

 

b) siehe Bild

  • Tagesbeurteilungspegel LArd

  • LArd = 10*log ( 1/Tr ∑ Tt 100,1LAeq ) dB

  • LAeq = energieequivalente Dauerschallpegel für die Teilzeit Tt

  • Tt = Dauer der Teilzeit Tr = Beurteilungszeit ( 8h )

Bei welchen Arbeitnehmern sind Gehörvorsorgeuntersuchungen vorgeschrieben?

Bei ArbN die im Lärmbereich tätig sind. Lärmbereich > 85dB(A) oder >140dB

Wann muss Gehörschutz getragen werden?

Grenzwerte für den Beurteilungspegel (nach ArbStättVO §15)

  • Lp < 55 dB(A )geistige Tätigkeit

  • Lp < 70 dB(A) einfache mechanische Tätigkeit

  • Lp < 85 dB(A) sonstige Tätigkeiten

  • Lp < 90 dB(A) wenn nach der betriebl. Lärmminderung 85dB(A) nicht erreicht wird

 

Nach welchen Verfahren soll in der Betriebspraxis i.d.R. der Gehörschutz ausgewählt werden?

 

  • Oktavmethode ( Schalldruckmessung )

  • HLM – Methode( Schalldruckmessung )

  • HLM – Check – Methode ( häufigste Methode; Auswahl der Pegelbereiche )

  • SNR – Methode( Schalldruckmessung )

  • Methode zur Berücksichtigung des Spitzenwertes des unbewerteten Schalldruckpegels (Schalldruckmessung)

oder:

  • Auswahl nach Schalldämmung (Schalldruckpegel, Frequenzzusammensetzung)

  • Auswahl nach Pegelbereichen (häufigstes Verfahren)

  • Spektralverfahren

Aus welchem Grund und in welcher Weise wird eine Frequenzbewertung des Lärms bei der Schallpegelmessung durchgeführt?

Weil der Mensch gleiche Schallpegel bei unterschiedlichen Frequenzen unterschiedlich laut empfindet. Die Bewertung wird mit verschiedenen Filtern ( A,B,C,D ) durchgeführt.

Bei welcher Frequenz zeigt sich bei audiometrischer Untersuchung typischerweise ein lärmbedingter Hörverlust?

C5-Senke ( ~4000Hz-Bereich )

Ordnen Sie den Befund einer gestörten audiometrischen Luftleitung bei normaler Knochenleitung zu:

Wodurch unterscheidet sich das „Stichprobenverfahren“ vom „Taktmaximalverfahren? Beschreiben Sie beide Verfahren

Beide Verfahren dienen der Erfassung von Impulsgeräuschen.

 

Takt-Maximalpegel-Verfahren:

erfasst in einem bestimmten Zeitabschnitt ( Takt ) den auftretenden Maximalpegel und speichert ihn. Dieser wird als Messwert verwendet. Taktzeit beträgt 1 – 5s, Impulszuschläge schon einbezogen

 

Stichprobenverfahren:

Messung von Stichproben in sehr kurzen Abständen im Grenzfall das Integral der Schallpegelkurve.

Impulszuschläge werden benötigt, da die Wirkung von Impulsgeräuschen nicht ausreichend erfasst werden

In welcher Dimension wird

a) der Lichtstrom      -        Lumen [lm]

b) die Beleutungsstärke             -       Lumen / Fläche = lux = [lm/m2]

c) die Lichtstärke       -          Candela [cd] = [lm/Ω]

d) die Leuchtdichte           -            [cd/m2]

angegeben?

.

Mit welchem Gerät wird das Gesichtsfeld bestimmt?

 

  • Perimeter - Test

  • Mit jedem Auge einzeln

  • verschiedenfarbige Lichtpunkte, die der Proband fixieren soll, werden nacheinander auf eine Halbkugel projiziert

Nennen Sie zwei Untersuchungen des Auges außer der Gesichtsfeldbestimmung

  • Ermittlung der Sehschärfe -> Sehprobetafeln

  • Überprüfung des räumlichen Sehens-> Sehprobetafeln

  • Rot-Grün / Gelb-Blau Schwächen -> Sehprobetafeln

  • Connor-Test -> Auge-Hand-Koordination

Nennen Sie die Gleichung für den Wärmebilanzausgleich und erläutern Sie die Parameter

Wärmebilanzgleichung: S = M - W +/- C +/- R – E

  • S= Wärmespeicherung=0, sonst Tot

  • M= Stoffwechselwärme

  • W= abgegebene Nutzarbeit

  • C= Wärmeaustausch durch Konvektion

  • R= Wärmeaustausch durch Wärmestrahlung

  • E= Wärmeabgabe durch Schweißverdunstung

Der menschliche Organismus hat Möglichkeiten zum „Wärmebilanzausgleich“

a) Nennen Sie die physikalischen Möglichkeiten zum Transport der Wärme (Kompensation innerer bzw. äußerer Wärmezufuhr und bei zunehmenden Wärmeverlust)

b) Beschreiben Sie die wesentlichen Eigenschaften und Unterschiede anhand einer geeigneten schematischen Darstellung der Effekte über der Umgebungstemperatur

c) Welche individuellen Einflüsse werden darüber hinaus wirksam?

a) Möglichkeiten:

  • Wärmestrahlung (Körper strahlt immer, unabhängig von der Umgebungstemperatur und Medium)

  • Wärmekonvektion (Wärmemitführung durch die Luft, ist abhängig von der Temperaturdifferenz und der Oberfläche)

  • Schweißverdunstung (nur Wärmeabgabe, wichtigster Mechanismus, wenn nicht tot)

  • Wärmeleitung zwischen zwei unterschiedlich warmen Körpern (z.B. kaltes Wasser)

b) viel Glück beim Improvisieren (niemand weis alles!!)

c) individuelle Eigenschaften:

  • Leistungsfähigkeit (körperliche Arbeit zur Wärmeproduktion )

  • Akklimatisationsgrad (Anpassung an Umgebungstemperatur -> Anstieg der Schweißrate, Abfall der Hauttemp. (und Rektaltemperatur) und der Herzfrequenz)

Einflüsse des Klimas auf den Menschen

a) Durch welche physikalischen und sonstigen Faktoren wird die Belastung durch das „Klima“ bestimmt?

b) Wie viele Klimagrößen gibt es?

c) Welche Messgröße ist neben der Plusfrequenz zur Erfassung der Beanspruchung geeignet?

d) Welche Größen sind in der Effektivtemperatur nach Yaglou (Normaleffektivtemperatur NET) zusammengefasst?

a) Faktoren:

  • klimaabhängige:

  • Temperatur

  • Luftfeuchtigkeit

  • Luftgeschwindigkeit

  • Wärmestrahlung

  • klimaunabhängige:

  • muskuläre Beanspruchung

  • thermischer Bekleidungswiderstand

 

b) Klimagrößen:

  • Lufttemperatur

  • Luftfeuchtigkeit

  • Luftgeschwindigkeit

  • Wärmestrahlung

 

c) individuellen Einflüsse:

  • Leistungsfähigkeit

  • Akklimatisierungsgrad

 

d) Messgrößen:

  • Pulsfrequenz

  • Schweißrate (wichtigste)

  • Körpertemperatur

 

e) Größen:

  • Feucht- und Trockentemperatur

  • Windgeschwindigkeit

Zur Berechnung zieht man eine Gerade zwischen den Werten der Feucht- u. Trockentemp. u. bringt diese mit der Kurve der Windgeschw. zusammen. Die Leistungsfähigkeit des Menschen nimmt mit zunehmender Effektivtemp. ab

 

Wie werden mechanische Schwingungen bzgl. Ihrer Einwirkungen auf den Menschen bewertet?

a) Wie heißt diese Bewertungsgröße?

b) Was gibt sie an?

c) Welche physikalische Größe wird zur Ermittlung der Bewertungsgröße gemessen?

a) Bewertungsgröße: Bewertete Schwingstärke K nach VDI 2057

b) Sie gibt die Wirkung mechanischer Schwingungen in Abhängigkeit von Frequenz, Amplitude, Einwirkungsstelle und – Richtung, sowie Expositionsdauer an

c) Vorzugsweise die Schwingbeschleunigung

 

Wie viele verschiedene Arten gibt es, die Bewertungsgröße für die Einwirkung mechanischer Schwingungen auf den Menschen zu berechnen?

Wie heißen diese Berechnungsarten und wie werden sie unterschieden?

Wo stehen die zugehörigen Formeln und Diagramme?

Es gibt 4 Berechungsarten, unterschieden nach Einwirkungsstelle:

  • KS ( Einwirkung im Sitzen und Stehen )

  • KH ( Einwirkung über das Hand-Arm-System )

  • KL ( Einwirkungen im Liegen )

  • KB ( Einwirkung bei nicht vorgegebener Körperhaltung )

Innerhalb der Gruppen wird jeweils noch nach der Einwirkungsrichtung ( x,y,z ) unterschieden.

Tabellen und Formel findet man in VDI 2057, ISO 2631

Welche Auswirkungen haben mechanische Schwingungen im menschlichen Körper?

 

  • Resonanzen in Körperteilen, wenn Schwingungen = Eigenfrequenzen der Körperteile oder Organe

  • Lästigkeit oder Gesundheitsschäden können hervorgerufen werden

  • Bsp.: Auge: 40-80Hz, Kopf 20Hz, Bauchdecke 3Hz

Weshalb hat das Frequenzspektrum der auf den Menschen einwirkenden mechanischen Schwingungen Einfluss auf seine Beanspruchung?

Zählen Sie noch zwei weitere Einflussgrößen auf, die bei der Beurteilung mechanischer Schwingungen berücksichtigt werden müssen.

 

 

  • es kann zur Resonanz kommen wenn Schwingungen = Eigenschwingungen der Körperteile

           -> Beeinträchtigung des Wohlbefindens, Leistung, Gesundheit

(auch: Durchblutungsstörungen, Nervenfunktionsstörungen, Stauchungen, Zerrungen, Gewebezerstörung )

  • weitere Einflussgrößen außer Frequenz:

  • Einleitungsstelle

  • Einwirkungsrichtung

  • Expositionsdauer

  • Amplitude

Von welchen Faktoren ist die Beanspruchung des Menschen durch mechanische Schwingungen abhängig? Begründen Sie die Relevanz dieser Faktoren

 

  • Frequenz: (Eigenfrequenz der Organe -> Resonanz)

  • Amplitude: (Wirkung -> Lästigkeit bis Gesundheitsschäden)

  • Einleitungsstelle (evtl. Entstehung von Ganz-/Teilkörperschwingungen durch Schwingungsübertragung)

  • Einwirkungsrichtung (Mensch ist Feder – Masse – System -> Stauchungen etc.)

  • Expositionsdauer (je länger je schlimmer -> Erholungspausen zur Regeneration)

Welche Folgen sind langfristig bei Exposition mit Ganzkörpervibrationen zu erwarten?

 

 

  • Stauchungen im Skelettbereich

  • Verschiebungen

  • Zerrungen der Muskulatur

  • Gewebezerstörungen in inneren Organen

 

Welche Art individueller Fähigkeiten ermöglicht den Nachweis der Auswirkungen von Hand-Arm-Vibrationen?

Nachweis über die Sensomotorik (Connor-Test) -> Zitterbewegungen der Hand lässt keine präzisen Arbeiten mehr zu

Definieren Sie „Arbeitsenergieumsatz“

Arbeitsenergieumsatz = Gesamtenergieumsatz – Grundumsatz – Freizeitumsatz

Unter welchen Voraussetzungen ist der Arbeitsenergieumsatz als alleiniges Beurteilungskriterium der Belastung einsetzbar?

Bei schwerer/ schwerster Arbeit und bei statischen Haltearbeiten, d.h. große Muskelgruppen statisch oder dynamisch beansprucht

Study