Arbeitsmarktpolitik

VW 203 / Kapitel 2

VW 203 / Kapitel 2


Sabrina Massaro
Diese Lernkarten befassen sich mit den Grundlagen der Arbeitsmarktpolitik und sind für Fortgeschrittene geeignet. Sie behandeln Themen wie Arbeitslosigkeit, Erwerbsbevölkerung und Arbeitskräfteangebot, einschließlich der verschiedenen Arten von Arbeitslosigkeit wie strukturell, konjunkturell und friktionell. Die Karteikarten erklären auch Begriffe wie Arbeitslosenquote und Arbeitskräftenachfrage und zeigen, wie die Wohnbevölkerung das Arbeitskräfteangebot beeinflusst. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Volkswirtschaftslehre, die ihr Verständnis der Arbeitsmarktmechanismen vertiefen möchten.
Flashcards
17
Students
3
Language
German
Category
Macro-Economics
Level
Other
Created / Updated
01.03.2014 / 12.06.2021

Cartes-fiches

Sockelarbeitslosigkeit bzw. inflationsstabile Arbeitslosigkeit

Sockelarbeit -  auch als „natürliche“ oder „gleichgewichtige“ Arbeitslosigkeit bezeichnet - setzt sich aus strukturellen und der friktionellen Arbeitslosigkeit zusammen.

Strukturelle Arbeitslosigkeit

Erwachsene, die auch im Fall eines Konjunkturaufschwungs den Anforderungen der Wirtschaft nicht übereinstimmenden Qualifikationen arbeitslos bleiben. Die strukturelle Arbeitslosigkeit kann durch technologischen oder regionalen Strukturwechsel entstehen.

 

Bekämpfung: Beansprucht Zeit, da sie berufliche Mobilität in Form von Umschulung und Weiterbildung und / oder regionale Mobilität von den Arbeitskräften verlangt.

Auslöser: Strukturwanderl, Qualifikation stimmt nicht mit Anforderungen überein

Friktionelle Arbeitslosigkeit (Sucharbeitslosigkeit / institutionelle Arbeitslosigkeit)

Sucharbeitslosigkeit: (kein Zwang, sofort etwas zu finden)
Entsteht durch Arbeitsplatzwechsel, da eine neue Beschäftigung oft Zeit braucht.

„Es gibt die Stelle, aber Arbeitsloser hat sie noch nicht gefunden.“

 

Institutionelle Arbeitslosigkeit:
„Es gäbe die Stelle, aber der Arbeitgeber besetzt sie nicht.“ Gründe dafür: Mindestlöhne, lange gesetzliche vorgegebene Ferien, hohe Lohnnebenkosten, zu starke Kündigungsschutz oder staatliche Behinderungen.

Konjunkturelle Arbeitslosigkeit

Erwerbspersonen, die aufgrund der wirtschaftlichen Abschwächung (Auslöser) arbeitslos sind, deshalb eine temporäres Phänomen. (meisst in einer Rezession)

Bekämpfung beruht somit auf den Massnahmen der Konjunkturpolitik, d.h. im Wesentlichen der Geld- und Finanzpolitik.

Saisonale Arbeitslosigkeit

Ist eine jahreszeitlich (saisonale) bedingte Arbeitslosigkeit die immer wieder kehrt. (Produktionsschwankungen). Im Winter herrscht besp. In der Bauindustrie Flaute da Arbeitskräfte und Maschinen bei zu hohen Minustemperaturen nicht eingesetzt werden.

Arbeitslosigkeit im August ist auch eine saisonale Arbeitslosigkeit, bedingt durch die Schule- & Lehrabgänger, die neu auf den Arbeitsmarkt treten.

Was versteht man unter dem Beriff: versteckte Arbeitslosigkeit?

Unter versteckte Arbeitslosigkeit versteht man Arbeitslosigkeit, die in der Arbeitslosenstatistik nicht erfasst und daher nicht ausgeweisen wird:

 

Beispiele:

  • ausgesteuerte Arbeitslose, d.h. Arbeitslose, die keinen Anspruch mehr auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung haben
  • Frührenter, die sich bei schlechter Wirtschafslage frühzeitig aus dem Arbeitsmarkt zurückziehen.

Nennen Sie zwei Arten wie sich das Arbeitskräfteangebot in einer Volkswirschaft erhöhen kann?

  • Erhöhung der Erwerbsquote, d.h. des Anteils der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung
  • Zuwanderung von Arbeitskräfte aus dem Ausland
  • Langfristig durch natürliches Bevölkerungswachstum (höhere Geburtenrate, tiefere Sterberate)

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