Arbeit, Organisation und Führung

Bort/Terrier Tu Kaiserslautern

Bort/Terrier Tu Kaiserslautern


J. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Themen Organisation, Führung und Mikropolitik in Unternehmen. Sie beleuchten Konzepte wie Taylors Ansatz, Prinzipal-Agent-Beziehungen und politische Spiele, die Machtstrukturen und Entscheidungsprozesse beeinflussen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die verstehen möchten, wie Mikropolitik, Managementkonzepte und organisatorische Strukturen zusammenhängen und welche Folgen sie für Personen und Unternehmen haben können.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
17.02.2014 / 13.12.2017

Cartes-fiches

Konzepte und Moden

Soll man Organisationsmoden tragen oder lieber nicht?

  • Rhetorik wichtiges Mittel des Managers
  • aber auch: Gefahr der Übertreibung
  • Angebracht: Gelassenheit ggü. Moden
  • Man muss die Moden auf ihre einfachen Kerne reduzieren und sich daraus Lösungen nach Maß schneidern
  • Organisationsmoden dienen der Evolution

Mode und Macht

Aus der Mode?

  • Moden nutzen sich ab
  • Erleiden starke Ausdifferenzierung
  • Bieten immer weniger eine überzeugende Rhetorik
  • werden denunziert
  • Zeigen unerwünschte Nebeneffekte

Der kontinuierliche Selbstmord liegt in der Natur der Mode

Mode und Macht

Mode und Macht

  • Mode als Ideologie
  • Moden als Mittel zum Ausbau eigener Machtpositionen
  • Legitimierung von Organisationen
  • Managementmoden verschlingen große Summen

Attraktivität wissenschaftlicher Theorien/Konzepte

  • Rhetorik
  • Reputaion
  • Herdeneffekt
  • Methode
  • Breite
  • Neuheit/Kontinuität

Konzepte in der Wissenschaft: Diskussion

Publish or Perish

  • Motor für Fortschritt
  • Relevanz von Reputation
  • Qualitative Arbeiten im Vorteil

Prozess des rationalen Entscheidens (PEALLE)

  1. Problem identifizieren
  2. Entscheidungsregeln festlegen
  3. Alternativen entiwckeln
  4. Lösung wählen
  5. Lösung implementieren
  6. Entscheidung bewerten → wieder zu 1.

 

Beobachtungen zu realen Entscheidungsprozessen

  • Unklare Mittel zur Problemlösung (Vorgehen, Entscheidungsfindung)
  • Unklares Problem
  • Problematishe Zielsetzungen
  • Fluktuation, Lösungen z.T. vor dem Problem vorhanden

Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie

Interesse (Ausgangspunkt...)

  • Ausgangspunkt: DIe Annahmen klassischer Theorien (z.B. Taylor)
  • Organisation als grundlegender Bezugsgegenstand
  • Klassische Entscheidungshteorie
    • Mensch als "homo oeconomicus"
    • Weiterentwicklungen (auf Basis dieser traditionellen Entscheidungslogik)

Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie

Annahmen

  • Entscheidungstheorie als Ansatzpunkte der Organisationsanalyse
  • "verhaltenswissenschaftl.": Entscheidungsprozesse basieren auf Entscheidungsverhalten, dessen Merkmale und Bestimmgründe es zu untersuchen gilt
  • Dieses Verhalten ist in 2-facher Hinsicht begrenzt: Kognitiv und Motivational

Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie

Annahmen zu Motivation

Organisationen

  • Organisationen bestehen nicht  aus Menschen, Räumen, etc. sondern aus Handlungen
  • Organisationen bleiben bestehen und wahren Identität auch bei Wechsel der Teilnehmer
  • Multiple Mitgliedschaften
  • Organisationen sind unpersönliche gesteuerte Handlungssysteme (von Überlebensbedürfnissen und Zielen)

Entscheidungen in Organisationen: Das Konzept der begrenzten Rationalität (kognitive Dimension)

siehe Bild

Umgang der Organisation mit Komplexität und Unsicherheit

Organisatorische Mechanismen zur Redutkion von Komplexität und Veränderlichkeit der Umwelt

(ASHKI)

  • Arbeitsteilung
  • Standardisierte Verfahen
  • Herrschafft und Hierarchie
  • Kommunikation
  • Indoktrination (Belehrung)

Vorgabe von Entscheidungsprämissen (Sachprämissen und Wertprämissen)

Umgang der Individuen mit Komplexität und Unsicherheit

Möglichkeiten, um mit begrenzter Kapazität (bounded rationality) umzugehen

Und Fazit

  • saticfycing, Anspruchsniveau passt sich Ergebnissen an
  • subjektive, vereinfacht Definition der Situation
  • selektive Wahrnehmung
  • habituelles Verhalten
  • einfache Entscheidungsregeln

Fazit: Mitglieder von Organisationen haben: Wünsche, Motive und Triebe. Und sind begrenzt in Wissen, Fähigkeit zum Lernen und Problemlösen → Entscheiden in mehrdeutigen Situationen

Entscheiden in Mehrdeutigen Situationen

Idee des Garbage Can Modells

  • reale Entscheidungsprozesse:
    • Problematische Zielsetungen
    • Unklare Technologien
    • Fluktuation der Teilnehmer
  • Entscheidungsprozesse sind durch Mehrdeutigkeit/Unklarheit geprägt
  • Entscheidungsprozesse in derartigen Situationen sprengen die üblicherweise vorausgesetzte Ordnung der Entscheidungselemente

Garbage Can-Modell (Vier Ströme)

  • Teilnehmer
  • Lösungen
  • Probleme
  • Entscheidungsgelegenheiten

Garbage Can Model 

Kernaussagen

  • Keine eindeutige Zurodnung der Elemente des Entscheidungsprozesses zueinande; teilweise unabh. Ströme
  • Kopplung der Elemente abhängig von zeitlichem Zusammentreffen, Kontext, Struktur

Garbage Can Model

Entscheidungsfindungen

  • Determinierung des Entscheidungsprozesses durch Zusammentreffen bestimmter Konstellationen; Abhängigkeit einer Entscheidung davon, in welcher Weise Entscheidungsträger Zeit und Energie auf die Entscheidungsgelegenheiten verteilen
  • 3 Möglichkeiten:
    • Entscheidung durch Problemlösung
    • Entscheidung durch Übersehen
    • Entscheidung durch Flucht

Ergebnisse zum Garbage Can Model

  • Entscheidungen durch Flucht und Übersehen häufigster Entscheidungsstil
  • Probleme wandern mit Entscheidungsteilnehmern ovn einer Entscheidungsgelegenheit zur anderen
  • höhere Anzahl von Problemen macht Lösung unwahrscheinliher und führt zu häufigem Wechseln von Entscheidungsteilnehmern
  • Konkrete Pläne und Vorstellungen haben im Verlauf des Prozesse bei den Teilnehmern meist keine große Bedeutung. Symbolische Aussagen und Pläne nehmen wichtigen Platz ein
  • Fluktuation der Teilnehmer ist sehr hoch und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer ist ein knappes Gut

Garbage Can Model

Soll man Mülleimer...

  1. abschaffen/vermeiden?
  2. geschickt ausnutzen?
  3. gutheißen - das Positive in Ihnen sehen?

  1. Abschaffen: Vermeider, Reform ist notwendig und möglich: Schaffung von Voraussetzungen
  2. Ausnutzen: Pragmatiker, Anpassung und Ausnutzung im Sinne eigener Präferenzen
  3. Gutheißen: Enthusiasten, Einschätzungen von Mülleimer-Prozessen als funktional

 

Lernen in mehrdeutigen Situationen

Organisationales Lernen: Ausgangspunkt

Vorstellung des Lernens in der verhaltenswissenschaftl Entscheidungstheorie

 

  • Anpassung
  • Schrittweise Erfahrung
  • Verbesserung

Organisationales Lernen

Einfacher Lernzyklus

siehe Bild

Organisationales Lernen

Unvollständiger Lernzyklus und mögliche Probleme/Grenzen des Lernens

siehe Bild

Lernstörungen

Wenig Erfahrung mit bestimmten Ereignissen

  • Rollenzwänge
  • Unterschätzung der Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse

 

Lernstörungen

Wenig Erfahrung mit erfolglosen Organisationen

  • Keine Umsetzung
  • Gefahr des Lernens von nicht repräsentativen Stichproben

Lernstörungen

Wenig Erfahrung mit Unbekanntem und zu viel Erfahrung mit Altbekanntem (oder umgekehrt)

Gestörte Balance zwischen Exploration und Exploitation

Gefährdung der Anpassungsfähigkeit und des Überlebens durch gestörte Balance zw. Ausbeutung bekannter Praktiken und Wissensbestände (exploitation) und Erwerb neuen Wissens durch Experimentieren (exploration)

Lernstörungen

Zu wenige Erfahrungen mit den Folgen des Tuns

Falsche Attributierung von Erfolg und Misserfolg (abgergläubische Lernen)

Abergläubisches Lernen - Beispiel und Wirkungsweise

Annahme

Quellen/Ausprägungen

Annahme kausaler Wirkung des Organisationshandelns auf Organistationserfolg, auch wenn dieses tatsächlich keinen oder sogar negativen Einfluss hat

Quellen und Ausprägungen

  • Gleichzeitigkeit versch. Änderungen
  • externe Trends ohne Zusammenhang mit Organisationshandeln
  • Unintendierter Konsequenzen (treatment effect)
  • Individuen nehmen bestätigende Ergebnisse wahr und speichert diese eher (self-fulfilling prophecies)
  • Regression auf den Durchschnitt (regression to mean)

Abergläubisches Lernen - die Intelligenz des Aberglaubens?

siehe Bild

Mikropolitik und Macht

Macht

Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen

Mikropolitik und Macht

Mikropolitik

Machtpolitische Prozesse in Organisationen

Einsatz von Techniken, um Macht aufzubauen, eigene Handlungsspielräume zu erweitern und sich fremder Kontrolle entziehen

  • Legitime Ordnung als Basis
  • Mikropolitik erfolgt heimlich, verschwiegen, verdeckt
  • Akteurperspektive, Interessenbezug
  • Konfliktparteine bedürfen sih oft auch einander zur Interessensdurchsetzung
  • Timing wichtige Rolle

Hintergrundmotive für Mikropolitik (6)

Knappe Resourcen

Knappe Resourcen

  • Karrieremotive
  • Machtstreben
  • Angst vor Gesichtsverlust
  • Prestigestreben
  • Förderung eigener Ideen
  • Unterschiedliche Interessen

Typische mikropolitische Taktiken (6)

  • Informations- und Verfahenskontrolle
  • Beziehungspflege
  • Selbstdarstellung
  • Situationskontrolle
  • Handlungsdrukc erzeugen
  • Fallenstellen/Timiing

Struktur Politischer Spiele

  • Teilnehmer
  • Gründe
  • Macht
  • Spielverlauf

Struktur Politischer Spiele

Teilnehmer

  • Stelleninhaber mit offizieller Kompetenz
  • Personen mit inoffizieller Zugehörigkeit (Assistenten)P
  • Personen der Entscheidungsvrobereitung
  • Spieler (weitere interessensgruppen) Verschaffen sich Zugange
    • OrganisationsIntern
    • OrganisationsExtern

→Teilnehmer sind nicht ex ante bestimmt, sondern können sich neu formen

Struktur Politischer Spiele

BestimmungsGründe der Interessen

Begrenzte Rationalität beeinflusst:

  • Karrierestreben & Rivalitäten
  • Subsysteme der Organisation
  • Position und Herarchie

Struktur Politischer Spiele

Macht

Wer bestimmt das Ergebnis?

Unsicherheit

Timing

Macht

Struktur Politischer Spiele

Modell der Macht (Machtquellen)

Machtquellen

  • Belohnung
  • Bestrafung
  • Expertentum
  • Information
  • Legitimation

Einflussfaktoren

⇒ Mikropolitik

Struktur Politischer Spiele

Einflussfaktoren der Macht (SZUK)

  • Substituierbarkeit
    • Verfügbarkeit von Alternativen
    • Monopol (google)
  • Zentralität
    • Abhängigkeit von anderen
  • Unsicherheit
    • Unsicherheit bewältigen durch
      • Fähigkeiten
      • Infos
      • Resourcen
  • Konservierung
    • Vergangenheit
    • Sichtbarkeit

Struktur Politischer Spiele

Spielverlauf

Regeln:

  • Formale (z.b. durch Organisationsstruktur) und informale (z.b. durch Organisationskultur) Regelungen
  • Verhandlungstaktiken
    • Drohung
      • Bluff
      • Versprechungen
      • Vollendete Tatsachen
      • Reziprozität (Gegenseitigkeit)
      • Koalitionen
  • Abhängig von interorganisationalen Prozessen
  • Niederlage meistens nicht verheerend

 

Prinzipal Agenten Beziehung

Annahmen

Untersuchungsgegenstand: Die vertragliche Gestaltung der Beziehung zw Auftraggeber (Prinzipal) und Auftragnehmer (Agent)

Erkenntnisziel: WIe lässt sich die Beziehung zw. Auftragnehmer -geber unter den Bedingungen ungleicher Informationsgestaltung und Unsiherheit vertraglich gestalten?

Weitere Annahmen:

  • Individuelle Nutzenmaximierung
  • Opportunisitische Praktiken (List, Betrug, Täuschung)

Étudier