Antiparkinson-Wirkstoffe

L-Dopa, Anticholinergika etc.

L-Dopa, Anticholinergika etc.


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Antiparkinson-Wirkstoffe und deren Mechanismen auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Rolle von Dopamin, Dopa und deren Derivate, sowie die Bindung und Wirkung von Rezeptoragonisten und MAO-Hemmern. Die Karteikarten beleuchten auch die Symptome und Therapieansätze, einschließlich der Verwendung von COMT-Inhibitoren und Anticholinergika. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Pharmakologie und Behandlung von Parkinson vertiefen möchten.
Flashcards
48
Students
5
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
22.07.2016 / 13.05.2022

Cartes-fiches

Welche verschiedenen Unterklassen an Anticholinergika werden zur Parkinsontherapie eingesetzt? von welchem Stoff sind alle abgeleitet? WM

ALLE von Atropin abgeleitet

Atropin Derivate, trizyklische WS und Phenylpropanolamin-Derivate

Antagonisten an M1- und M2-Rezeptoren.

Benzatropin

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Atropin-Derivat

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren, hemmt auch Dopamin-Transporter und erhöht damit Dopaminkonz
in nigrostratialen Regionen (pathway vom Substantia nigra zum dorsalen striatum)

Procyclidin

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Phenylpropanolamin-Derivat

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren

auch NMDA-Rezeptor-Antagonist

Biperiden

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Phenylpropanolaminderivate

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren

Metixen

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Trizyklischer WS

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren

Adenosin Funktion

• reguliert u.a. Bewegungskontrolle
• Subtyp A2A der 4 Adenosin-Rezeptoren ausschließlich im Striatum und Nucleus acumbens

-> nimmt Einfluss auf Glutamat-Freisetzung

Istradefyllin

Antiparkinsonmittel: Adenosin-A2A-Rezeptorantagonist

• Xanthin-Derivat mit E-konfiguriertem Styrylrest an Pos.8. Styrylrest hemmt A2A-Rezeptor.
• hohe Affinität zum A2A: Ki = 12 nM, bei der Konz. 50% der Rezeptoren besetzt
• A2A-Rezeptor-Blockade: Hemmung der GABA und Acetylcholin-Freisetzung
• Kein Auftreten von Dyskinesien wie bei L-Dopa! Bei motorischen Fluktuationen.

Theophyllin-derivat, Ähnlichkeit mit Adenosin

Hyperkinetische Bewegungsstörungen und Spätdyskinesien

Chorea Huntington = Veitstanz, Tanzwut
• neurologische Erbkrankheit, meist im 40. – 50. Lebensjahr
• Symptomatik: Bewegungsstörungen, Demenz, Depression 

Tardive Dyskinesie-Syndrome
• durch Neuroleptika hervorgerufen (Dopamin-Antagonisten!)

Tetrabenzain:
• hemmt vesikulären Monoamin-Transporter 2 (VMAT 2) => Verarmung von Dopamin in präsynaptischen Vesikeln => verminderte Freisetzung von Dopamin in den synaptischen Spalt
• Wird von CYP2D6 zum Dihydrotetrabenzain metabolisiert
• HWZ 5 Std.

Étudier