Antihypertensiva

Pharmavorlesung zu Antihypertensiva (Vorlesung von Manuel Haschke, MD)

Pharmavorlesung zu Antihypertensiva (Vorlesung von Manuel Haschke, MD)


L. G.
Diese Lernkarten decken das Thema Antihypertensiva auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Wirkstoffe wie ACE-Hemmer, Betablocker, Calciumantagonisten und Diuretika, deren Wirkmechanismen, Indikationen und Nebenwirkungen. Besonders hervorgehoben werden die Interaktionen und Kontraindikationen dieser Medikamente, sowie deren Anwendung bei spezifischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über die Behandlung von Bluthochdruck und verwandten Zuständen vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
22.12.2015 / 05.07.2022

Flashcards

Welche Nebenwirkungen treten bei Olmesartan auf?

Kopfschmerzen

Müdigkeit

Hyperkaliämie

Angioödem

Verschlechterung der Nierenfunktion

sprue-artige Enteropathie

Was ist bei Angioödemen unter ACE-Hemmern zu beachten?

Angioödeme sind eine gruppenspezifische Nebenwirkung, womit alle ACE-Hemmer nicht in Frage kommen, zusätzlich kommen wegen Kreuzreaktionen auch keine Angiotensin II-Rezeptorblocker in Frage!!

(Analog gilt dies auch beim Auftreten von Angiödemen bei Gabe eines Angiotensin II-Rezeptorblockers, da können Angioödeme bei ACE-Hemmer ebenfalls als Kreuzreaktionen auftretten)

Welche Dosis-Range ist bei Angiotensin II-Rezeptob-Blockern zu wählen.

Das kann nicht verallgemeinert werden, da die verschiedenen Substanzen sehr unterschiedlich dosiert werden.

Die tiefste Dosierung hat Candesartan mit 8-15mg, die höchte Dosierung zeigt Eposartan mit 600-1200mg.

Wie werden Agiotensin II-Rezeptor-Blocker überwiegend eliminiert?

Praktisch alle ARBs werden sowohl renal wie biliär eliminiert (Ausser Telmisartan wird rein biliär Eliminiert). Einige werden zum Teil vor der Elimination in der Leber metabolisiert (Es kommen unterschiedliche Enzyme zum Einsatz).

--> An der Metabolisation und Elimination von ERBs sind sowohl Leber wie Niere beteiligt.

Welche Wirkdauer gilt bei Angiotensin II-Rezeptorblocker und welche Einnahmefrequenz ergibt sich daraus?

Alle ARBs haben lange Wirkunsdauern und werden daher nur einmal pro Tag eingenommen.

Worauf ist bei einem Therapie-Beginn mit Angiotensin II-Rezeptor-Blocker zu achten.

Die volle Wirksamkeit wird erst nach Wochen erreicht. Die Dosis sollte also nicht schon nach wenigen Tagen, aufgrund mangelnder Wirkung angehoben oder mit einem weiteren Anithypertensiva kombiniert werden.

Wie funktioniert der Wirkmachanismus der Angiotensin II-Rezeptor-Blocker?

Die Angiotensin II-Rezeptorblocker binden kompetitiv an den Angotensin-Rezeptor 1 (AT1) und verhindern damit die Wirkung von Angiotensin an diesem Rezeptor. Damit wird die Ausschüttung von Aldosteron verhindert. Die Sympathische Aktivierung entfällt und auch die durch die Angiotensin-Rezeptoren 1 vermittelte Vasokonstriktion wird verhindert. Diese Mechanismen führen zu einer Blutdurcksenkung.

Eine weitere Vasodilatation wird über folgenden Weg erreicht. Da durch Blockierung der Angiotensin-Rezeptoen 1 der negative Feedback auf das RAAS fehlt, kommt es reflektorisch zu einer erhöhten Renin ausschüttung und die Angiotensin II Konzentration nimmt zu, diese führt zu einer vermehrten Bindung an den Angiotensin-Rezeptor 2, welcher ein Vadidilatation vermittelt und einen Bradykininanstieg (ev. ist der Bradykininanstieg für die Vasodilatation verantwortlich).

Welche der folgenden Angiotensin II-Rezeptor-Blocker sind Prodrugs?

ACE-Hemmer sind ... wirksam als Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker. (Aplus)

Wie kann der Wirkmechanismus der Betablocker beschrieben werden.

Durch die Blockierung der Beta1-Rezeptoren, wird der Sympathikuseinfluss auf das Herz minimiert, folglich kommt es zu einer negativ chronotropen, negativ inotropen und negativ dromotropen Wirkung. Diese geht mit einer Senkung des Herzminutenvolumens (HMV) einher, was zum Blutdrucksenkendeneffekt führt. Gleichzeitig wird durch die Senkung der Herzaktivität der Sauerstoffverbrauch des Herzens gesengt.

Mit welchen zusätzlichen Effekten der nicht-selektiven Betablocker ist im Gegensatz zu den kardioselektiven Betablocker zu rechnen?

Da es sich bei den kardioselektiven Betablocker um Substanzen handelt, die nur die Beta-1-Rezeptoren blockieren, werden die zusätzlichen Effekte der nichtselektiven Betablocker durch die Beta-2-Rezeptoren vermittelt.

Dabei kommen folgende Effekte zum tragen:

  • periphere Vasikonstriktion
  • metabolische Effekte
  • Bronchialobstruktion

Welche der genannten Betablocker sind sowohl kardioselektiv wie lipophil? (Kprim)

Welcher der genannten Medikamente sind lipophile nicht-selektive Betablocker?

Welches der genannten Medikamenten ist sowohl ein  kardioselektiver Betablocker als auch hydrophil?

Welche der Medikamente sind hydrophile nicht-selektive Betablocker?

Welche Betablocker wirken zusätzlich Vasodilatierend und über welchen Wirkmechanismus?

Nebivolol --> wirkt NO-modulierend

Cervedilol --> ist ein zusätzlicher alpha-1-Reteptorblocker

Labetalol --> Ist ein zusätzlicher alpha-1-Rezeptorblocker

Celiprolol --> Ist ein zusätzlicher Beta-2-Agonist

Bei welchem Betablocker ist bei einer vorbestehenden Leberschädigung vorsicht geboten?

Propranolol --> Weil diese Medikament einen hohen Firstpasseffekt zeigt. Bei normaler Leber kommt es nur zu einer Bioverfügbarkeit von 10%. Ist die Leber nicht voll funktionsfähig, wird mehr Wirkstoff aufgenommen und es kann zu einer Überdosierung kommen, wenn die Dosis nicht angepasst wird. Weiter findet auch der Metabilismus über die Leber statt, wodurch es bei Leberschädigung zu Metabolitansamlungen kommen kann.

Welche Dosis wird von Cavedilol (Dilatrend) verabreicht?

50-100mg

Welche Halbwertszeit zeigt Cavedilol?

6-8h

Mit welcher Bioverfügbarkeit ist bei Caverdilol zu rechnen und welche Information kann daraus gewonnen werden?

Caverdilol ist von einem relevanten Firstpasseffekt betroffen und erreicht daher nur eine Bioverfügabrkeit von 25%.

--> Da hier der Firstpasseffekt eine entscheidende Rolle spielt, ist bei einer Leberschädigung Vorsicht geboten und es muss ein eine Dosisanpassung (tiefere Dosis wählen) gedacht werden.

Welche Dosierung wählt man bei Propranolol (Inderal)?

120-480mg

Welche Halbwertzeit zeigt Propranolol?

4-6h

Welche Dosis wählt man bei Bisoprolol (Concor)?

2.5-10mg

Welche Halbwertszeit hat Bisoprolol?

9-12h

Welche Dosis wählt man bei Metoprolol (Beloc ZoK)?

25-200mg

Welche Bioverfügbarkeit zeigt Metoprolol?

Metoprolol hat eine Bioverfügbarkeit von 50%, diese wird durch einen Firstpasseffekt beeinflusst.

--> Vorsicht bei Patienten mit vorbestehnder Leberschädigung je nach dem ist eine Dosisanpassung nach unten nötig!

Welche Halbwertszeit hat Metoprolol?

3-7h

Welche Dosis wird bei Nebicolol (Nebilet) angewendet?

2.5-10mg

Welche Bioverfügbarkeit erreicht Nebivolol?

12% Bioverfügbarkeit, ursächlich dafür ist ein relevanter Firstpasseffekt der Leber.

--> Bei vorbestehender Leberschädigung ist an eine Dosisreduktion zu denken!

Welche Halbweszeit zeigt Nebivolol?

10-50h

Welche Betablocker sind von einem relevanten Firstpasseffekt betroffen und es muss bei einer Leberschädigung an eine Dosisreduktion gedacht werden?

  • Cavedilol
  • Propranolol
  • Metoprolol
  • Nebivolol

Was sind die allgemeinen Indikationen für einen Betabloker?

  • arterielle Hypertonie
  • Angina pectoris
  • Primär- und Sekundärprophylaxe für KHK
  • (Buch: Tachykatdie und erhöhte Erregbarkeit des Herzens bei Hyperthyreose)

Was sind die Indikationen von lipophilen Betablocker?

  • arterielle Hypertonie
  • Primär- und Sekundärprophylaxe bei KHK
  • Herzinsuffizienz

Was ist der Unterschied in der Wirkung von lipophilen zu hydrophilen Betablocker?

Die lipophilen Betablocker können die Blut-Hirn-Schranke durchdringen und dadurch auch die zentrale Sympathikusaktivität herabsetzten.

Welche Indikationen sind für Propranolol gegeben?

  • arterielle Hypertonie
  • Primär- und Sekundärprophylaxe bei KHK
  • Herzinsuffizienz
  • portale Hypertonie --> zur Prophylaxe von Ösophagus-Varizenblutungen
  • Migräneprophylaxe
  • essentieller Tremor

Wo kann der Betablocker Timolol in einer anderen Anwendungsweise als kardiovaskulär ebenfalls verwendet werden?

In der Glaukombehandlung: eine lokale Anwendung von Timolol im Auge bewirkt eine Senkung des erhöhten Augendurckes.

Welche Nebenwirkungen können bei der Medikation mit nicht-selektiven Betablockern vorkommen und durch welchen Mechanismus werden sie ausgelöst?

Bronchospasmus --> ausgelöst durch Kontraktion der glatten Muskeln in den Bronchien, aufgrund der Beta-2-Rezeptorblockade

Kalte Extremitäten bis zum Raynaud-Phänomen --> ausgelöst durch Kontraktion der glatten Muskeln in den peripheren Gefässen (Beta-2-Rezeptor-Blockade führt zur Vasokonstriktion)

Bradykardie --> ausgelöst durch eine Übermässige Beta-1-Rezeptorblockade am Herz

AV-Block --> ausgelöst durch eine Übermässige Beta-1-Rezeptorblockade am Herz

Negative Inotropie (verminderte Kontraktionskraft des Herzens) --> ausgelöst durch eine übermässige Beta-1-Rezeptorblockade am Herz

Hypoglykämie --> Durch Blockierung der Beta-2-Rezeptoren kommt es zur Hemmung der Glykogenolyse und damit zu einem Abfall des Blutzuckers.

Impotenz --> (steht nicht im Skrit wieso, ich kann mir aber vorstellen, das die durch die Beta-2-Rezeptor-Blockade verursachte Vasokonstriktion dafür verantwörtlich sein kann)

Hypercholesterinämie

Bei apruptem Absetzen kann es zu einem Rebound-Effekt kommen --> Da die Beta-Rezeptoren unter der Betablocker-Therapie hochreguliert worden sind, hat der nun voll wirksame Sympathikus eine viel grössere Wirkunskraft. --> !! Betablocker sollen immer ausgeschliechten werden!!!

(Buch: Wasser-Elektrolyt-Störungen mit Hyperkaliämie --> eine Kombination mit Thiazid-Diuretika können diese Nebenwirkung verringern)

Welche Nebenwirkungen können bei kardioselektiven Betablockern beobachtet werden?

Bradykardie --> ausgelöst durch eine Übermässige Beta-1-Rezeptorblockade am Herz

AV-Block --> ausgelöst durch eine Übermässige Beta-1-Rezeptorblockade am Herz (negativ domotrober Effekt)

Negative Inotropie (verminderte Kontraktionskraft des Herzens) --> ausgelöst durch eine übermässige Beta-1-Rezeptorblockade am Herz

Impotenz --> wieso steht nicht im Skript

Bei apruptem Absetzen kann es zu einem Rebound-Effekt kommen --> Da die Beta-Rezeptoren unter der Betablocker-Therapie hochreguliert worden sind, hat der nun voll wirksame Sympathikus eine viel grössere Wirkunskraft. --> !! Betablocker sollen immer ausgeschliechten werden!!!

z.T. können auch die Nebenwirkungen der nicht-selektiven Betablocker auftreten, da die Selektivität nicht wirklich selektiv ist, sondern ehrer eine Beta-1-Rezeptor-Prävalenz besteht. Die Beta-2-Rezeptor-vermittelten Nebenwirkungen sind aber weniger ausgeprägt.

Welche zusätzlichen Nebenwirkungen können bei lipophilen Betablockern beobachtet werden?

Dabei handelt es sich um Nebenwirkungen welche das ZNS betreffen, denn nur die lipophilen Betablocker können die Blut-Hirn-Schranke passieren.

  • Insomnie
  • Depression
  • Müdigkeit

Welche Kontraindikationen besthen für die Verabreichung von Betablockern?

Kardial:

  • schwere Bradykardie
  • hochgradiger AV-Bloch (Grad II oder III)
  • unbehandelte Herzinsuffizienz

Pulmonal

  • schweres Asthma

periphere Gefässe

  • schwere periphere Gefässerkrankung
  • aktive Gangrän

Metabolisch:

  • (Buch: schlecht eingestellter Diabethes
  • Diabetes (nur die nicht-kardioselektiven, da diese die Gewinnung von Glucose aus Glycolyse verhindern)

Study