Antidiabetika

orale Antidiabetika

orale Antidiabetika


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Antidiabetika und deren Wirkmechanismen auf Universitätsniveau. Sie behandeln verschiedene Substanzklassen wie Insulin, GLP-1-Inhibitoren, KATP-Kanal-Inhibitoren und Thiazolidindione, sowie deren Wirkungen, Hemmungen und Interaktionen. Besonders hervorgehoben werden die Wirkdauer, Hemmung von Enzymen wie DPP4 und die Rolle von Glucose und GIP. Diese Lernkarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich vertieft mit der Pharmakologie von Antidiabetika auseinandersetzen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
28.07.2016 / 26.01.2017

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Bindungsstellen von Meglitinid an der SUR1-Einheit von KATP-Kanälen

Pharmakokinetische Daten der Glinide

GLP-1 Mimetika und Dipeptidyl-Peptidase4-Inhibitoren: Wirkung von GIP und GLP-1 und DPP4, Produktion wo, Wirkung DPP4-Inhibitoren

Glucagon-like peptide (GLP)-1 und glukoseabhängige insulinotropes Peptid (GIP) sind Inkretinhormone und werden von L-Zellen (GLP-1) und K-Zellen (GIP) des Darms produziert.


Hemmen die Freisetzung von Glukagon und erhöhen die Insulinspiegel (50-70% des postprandialen Insulins!).
Senkung der Blutglukose
• Dipeptidylpeptidase (DPP)-IV inaktiviert GLP-1 und GIP, sodass die Insulinsekretion gehemmt wird.
• DPP-Inhibitoren hemmen den Abbau von GLP-1 und GIP
• DPP-Inhibitoren: keine Hypoglykämiegefahr

Sitagliptin: WM, Indikation, Applikation, BV

Antidiabetikum: Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitor

• reversibler, kompetitiver Dipeptidyl-Peptidase (DPP)-4-Inhibitor

• DPP-4: schneidet vorzugsweise hinter Prolinresten Dipeptide vom N-Terminus der Substrate

• verzögert den Abbau von GLP-1 und stärkt den Inkretineffekt, der glukoseabhängig zur Stimulation der Insulinsekretion aus den Betazellen führt

• zur Behandlung des T2DM in in Kombination mit Metformin oder Thiazolidindion

• p.o. Applikation

• hohe Bioverfügbarkeit, kaum Metabolisierung

Saxagliptin: Wirkung, Dosierintervall, Funktion Adamantylreste

Antidiabetikum: Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitoren

• potente selektive orale Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitoren (Gliptine)

• irreversibler  Inhibitor

• 1 x tägliche Anwendung

• führen nüchtern als auch postprandial zu erhöhten endog. Konz. der Inkretinhormone GLP-1 und GIP (glucose-dependent insulinotropic polypeptide)

• Verstärkung der Inselzellfunktion.

• Adamantylreste: verhindern Zyklisierung zwischen Cyanogruppe und Amin unter Ausbildung eines Diketopiperazins

Vildagliptin

Antidiabetikum: Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitor (Gliptine)

• potente selektive orale Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitoren (Gliptine)

• meist reversible, kompetitive Inhibitoren wie Sitagliptin (Saxagliptin irrev.!)

• 1 x tägliche Anwendung

• führen nüchtern als auch postprandial zu erhöhten endog. Konz. der Inkretinhormone GLP-1 und GIP (glucose-dependent insulinotropic polypeptide)

• Verstärkung der Inselzellfunktion.

• Adamantylreste: verhindern Zyklisierung zwischen Cyanogruppe und Amin unter Ausbildung eines Diketopiperazins

Sitagliptin Bindung an DPP4

Wichtiges Strukturmerkmal: Prim. od. Sek. Amin, das mit Glu205, Glu206 oder Tyr662 interagiert

Saxagliptin Bindung an DPP4

Wichtiges Strukturmerkmal: Prim. od. Sek. Amin, das mit Glu205, Glu206 oder Tyr662 interagiert

Gliflozine (SGLT-Inhibitoren)

• Hemmstoffe des sodium-glucose-co-transporter (SGLT) 2 in der Niere, wodurch Rückresorption der Glucose (spezifisch!) in der Niere verhindert wird.
• SGLT 1: im Darm (Glucose und Galaktose)

• Ziel: selektive Hemmung des SGLT 2 (um GIT Beschwerden wie Diarrhoe zu verhindern)

• NW: urogenitale Infektionen wegen erhöhter Glucosekonz. im Urin

• Führt u.a. auch zur Gewichtsabnahme.

 

Dapagliflozin

Antidiabetikum: SGLT-Inhibitor (Gliflozin)

• β-D-Glucose-Derivat

• abgeleitet von Phlorizin (Naturstoff)

• 1200-fach Selektivität für SGLT 2 versus SGLT 1

• HWZ = 11-17 h

Biguanide: Wirkung

Metformin

Antidiabetikum: Biguanid

  • Metformin: Goldstandard der T2DM Therapie 
  • Phenformin und Buformin a.H.: Lactatacidosen! 
  • HWZ Metformin: 1.5 - 3 h; Bioverfügbarkeit; 40-60%! 

Buformin

Antidiabetikum: Biguanid

  • Phenformin und Buformin a.H.: Lactatacidosen! 

Phenformin

Antidiabetikum: Biguanid

Achtung Lactatazidosen?!

Biguanid-Wirkmechanismus (inkl. Schaubild)

→ Indirekte Stimulation der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), welche den Lipid- und Glucosemetabolismus steuert.

→ Target: Komplex 1 der mitochondrialen Atmungskette

→ Hemmung des Komplex 1 führt zu verringerten ATP Produktion.

→ AMP/ATP Quotient steigt

→ Aktivierung der AMPK
→ Reduktion der Expression gluconeogenetischer Enzyme
→ Inaktivierung der ACC (Fettsäuresynthese)

Glitazone (Thiazolidindione -> PPARgamma Agonisten)

ysge

PPARs: Ausgeschrieben, Was ist das? Wieviele Untertypen gibt es?

 

Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren

• Nukleäre Rezeptoren: bildet mit dem RXR Heterodimere aus und fungieren als Transkriptionsfaktoren

• binden an PPRE (PPAR-Response-Elemente)

• 3 Typen: PPARalpha, PPAR delta, PPAR gamma (Isoformen)

• endogene Liganden: (vermutlich) langkettige Fettsäuren und/oder Eikosanoide

• Wirkung (bei Aktivierung): alle lipidsenkend, PPARgamma: Insulinsensitizer

• Vorkommen: ubiquitär, PPAR gamma hauptsächlich im Fettgewebe

Pioglitazon

Antidiabetikum: Glitazon (Thiazolidindione -> PPARgamme Agonisten)

Rosiglitazon

Antidiabetikum: Glitazon (Thiazolidindione -> PPARgamme Agonisten)

Abkürzung Thiazolidindione 

TZD

 

WM TZDs 

Wirkungen der TZDs

Wirkungsspektrum

• induzieren die Adipocytendifferenzierung

• induzieren die vermehrte Fettspeicherung in Adipocyten (Gewichtszunahme! ->in wenigen Monaten 5-6 kg)

• senken die Konzentration an freien Fettsäuren (FFA)

• senken die Freisetzung von Tumor Nekrose-Faktor alpha (TNFalpha), Leptin, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1 (PAI-1) und anderer Zytokine und Mediatoren aus Fettzellen.


Molekulare Interaktion der Thiazolidindione mit PPAR:

• Thiazolidindionstruktur imitiert die Säurefunktion der Fettsäuren oder Eikosanoiden und bindet an dieselben Aminosäuren wie diese.
• keine Interaktion mit PPARalpha oder PPARdelta

• nach Metabolisierung durch CYPs: aktive Metabolite

Bindung von Rosiglitazon an PPARgamma

TZD Effekte

ähnlich Insulin

Sekundärwirkungen TZD

PK Daten TZDs: enterale Resorption, BV, HWZ, PPB, Elimination

alpha Glucosidase Inhibitoren: WM, Wirkung

• kompetitive, reversible alpha-Glucosidase-Inhibitoren im Darm

• Verringerung der postprandialen Glucosespitzen

Acarbose

Antidiabetikum: alpha-Glucosidase-Inhibitor

Acarbose: kaum resorbiert (2 %), wird von Bakterien abgebaut

Miglitol

Antidiabetikum: alpha-Glucosidase-Inhibitor

gut resorbiert (96 %)

Voglibose

Cyclid, kein zucker da kein Ether

Hemmung verschiedener a-Glucosidasen durch Acarbose und Miglitol

Étudier