Antidiabetika
orale Antidiabetika
orale Antidiabetika
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Cartes-fiches
Wieviel Prozent der Typ 2 Diabetes Mellitus (T2DM) Patienten hat Parallelerkrankungen und ist adipös?
94% der T2DM-Patienten weisen gleichzeitig Hypertonie, Dyslipidämie, koronare Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz auf (Metabolisches Syndrom)
• 90% aller T2DM-Patienten sind insulinresistent, 85% sind adipös!
Definition Insulinresistenz
Vermindertes Ansprechen der Zielorgane auf Insulin
Schritte der Reifung des Insulins
1. Proteinbiosynthese des Präproinsulins
2. Signalsequenz dirigiert Präproinsulin zum ER
3. Proteolytische Abspaltung der Signalsequenz
4. Transport zu Golgis, Verpacken in Granulas und proteolytische Abspaltung des C-Peptids = Insulin (ohne Vesikel würde es sofort abgespalten werden)
Wofür steht FFA?
Freie Fettsäuren
Wirkmechanismen der FFA
• FFA konkurrieren als Substrat für die Energiegewinnung mit der Glukoseoxidation.
=> Glucose muss aktiv in die Zelle transportiert werden, FS nicht -> FS ist einfacher für die Energiegewinnung, Glucose verbleibt im Blut
• durch Aktivierung der Proteinkinase C hemmen FFA die Glukoseaufnahme in die Organe.
• Hemmung der Insulin-Rezeptorfunktion
Leptin Wirkung
vermindert durch Angriff an hypothalamischen Rezeptoren die Nahrungsaufnahme indem es das Sättigungsgefühl und den Energieverbrauch des Körpers erhöht. Damit wird entsprechend Körpermasse, vor allem Fettgewebe abgebaut.
Primärstruktur der aktiven Form des Insulin: physikalisch chemische Eigenschaften wie z.B. Löslichkeit, Kristallinität etc, Depot wie?
• A-Kette: 21 AS; B-Kette: 30 AS
• Disulfidbrücken: intrachenar =>innerhalb der Kette; interchenar =>zwischen den Ketten
• niedriger isoelektrischer Punkt: im pH-Bereich von 4,3 bis 6,8 ist Insulin schwer löslich
• in wässriger Lösung: als Monomer oder Dimer (konzentrationsabhängig)
• neigt zur Kristallisation: zunächst entstehen Dimere, welche sich zu Hexameren zusammenlagern (rhomboedrische Struktur). Durch Zink-Ionen begünstigt!
• Depot-Effekt bzw. langwirksames Insulin: Zugabe von Zink-Ionen oder basischen Proteinen (z.B. Protamin) führen zur Komplexbildung (hexamere Form) und erniedrigen somit die Löslichkeit.
Verzögerungsinsuline: wie wird Depotwirkung erreicht?
a) Bindung an basische Proteine - Protamin: Neutrales Protamin Hagedorn-Insulin (NPH-Insulin) - Aminoquinurid: Surfen®
b) Insulin-Zink-Suspensionen - amorph: mittlere Wirkdauer - kristallin: lange Wirkdauer
c) Veränderung der Peptidsequenz (gentechnologisch)
- Insulin glargin: B-Kette am Carboxyende um 2 Argininreste verlängert, Asn21 durch Gly ersetzt, bildet stabile Hexamere
- Insulin detemir: Thr30 fehlt, Lys29 ist myristinyliert, Myristinsäure bindet an Albumin Komplexbildung und langsame Freisetzung
Wofür steht ICT? Was wird gemacht?
Intensivierte konventionelle Insulintherapie
• Kombination von Verzögerungsinsulinen und kurz wirksamen Insulinen
• 2 mal täglich 30 min vor Mahlzeit der Mahlzeit
KATP-Kanäle und Sulfonylharnstoffe
Allgemeinere Aufbau: 2 verschiedene Untereinheiten:
- porenformende Kir 6.x-Einheit (Kir 6.1 und Kir 6.2)
- regulatorische SUR-Einheiten (SUR1 und SUR2, Familie der ABC-Transporter)
Zusammensetzung: 4 Kir 6.x + 4 SUR Untereinheiten
KATP-Kanal in B-Zellen des Pankreas: Kir 6.2 + SUR1
Sulfonylharnstoffe:
- binden niederaffin an Kir 6.2
- binden hochaffin an SUR1
MERKE: unterschiedliche Wirksamkeit (Affinität) der Sulfonylharnstoffe beruht auf unterschiedlicher Interaktion mit SUR1!
Pharmakokinetische Daten Sulfonylharnstoffe: enterale Resorption, BV, HWZ, PPB, Elimination und wichtige PK Gruppeneigenschaften
Glinide: Wodurch erfolgt ein schneller Wirkungseintritt und eine kurze Wirkdauer?
Senken vornehmlich die postprandialen Glukoespitzen
Rascher Wirkungseintritt und kurze Wirkdauer!! Bedingt durch:
a) Schnelle Resorption
b) Rasche Assoziation und Dissoziation an KATP-kanal
c) In der Leber durch CYPs rasch metabolisiert