Antidiabetika
orale Antidiabetika
orale Antidiabetika
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Cartes-fiches
GLP-1 Mimetika und Dipeptidyl-Peptidase4-Inhibitoren: Wirkung von GIP und GLP-1 und DPP4, Produktion wo, Wirkung DPP4-Inhibitoren
Glucagon-like peptide (GLP)-1 und glukoseabhängige insulinotropes Peptid (GIP) sind Inkretinhormone und werden von L-Zellen (GLP-1) und K-Zellen (GIP) des Darms produziert.
Hemmen die Freisetzung von Glukagon und erhöhen die Insulinspiegel (50-70% des postprandialen Insulins!).
Senkung der Blutglukose
• Dipeptidylpeptidase (DPP)-IV inaktiviert GLP-1 und GIP, sodass die Insulinsekretion gehemmt wird.
• DPP-Inhibitoren hemmen den Abbau von GLP-1 und GIP
• DPP-Inhibitoren: keine Hypoglykämiegefahr
Sitagliptin: WM, Indikation, Applikation, BV
Antidiabetikum: Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitor
• reversibler, kompetitiver Dipeptidyl-Peptidase (DPP)-4-Inhibitor
• DPP-4: schneidet vorzugsweise hinter Prolinresten Dipeptide vom N-Terminus der Substrate
• verzögert den Abbau von GLP-1 und stärkt den Inkretineffekt, der glukoseabhängig zur Stimulation der Insulinsekretion aus den Betazellen führt
• zur Behandlung des T2DM in in Kombination mit Metformin oder Thiazolidindion
• p.o. Applikation
• hohe Bioverfügbarkeit, kaum Metabolisierung
Saxagliptin: Wirkung, Dosierintervall, Funktion Adamantylreste
Antidiabetikum: Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitoren
• potente selektive orale Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitoren (Gliptine)
• irreversibler Inhibitor
• 1 x tägliche Anwendung
• führen nüchtern als auch postprandial zu erhöhten endog. Konz. der Inkretinhormone GLP-1 und GIP (glucose-dependent insulinotropic polypeptide)
• Verstärkung der Inselzellfunktion.
• Adamantylreste: verhindern Zyklisierung zwischen Cyanogruppe und Amin unter Ausbildung eines Diketopiperazins
Vildagliptin
Antidiabetikum: Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitor (Gliptine)
• potente selektive orale Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Inhibitoren (Gliptine)
• meist reversible, kompetitive Inhibitoren wie Sitagliptin (Saxagliptin irrev.!)
• 1 x tägliche Anwendung
• führen nüchtern als auch postprandial zu erhöhten endog. Konz. der Inkretinhormone GLP-1 und GIP (glucose-dependent insulinotropic polypeptide)
• Verstärkung der Inselzellfunktion.
• Adamantylreste: verhindern Zyklisierung zwischen Cyanogruppe und Amin unter Ausbildung eines Diketopiperazins
Gliflozine (SGLT-Inhibitoren)
• Hemmstoffe des sodium-glucose-co-transporter (SGLT) 2 in der Niere, wodurch Rückresorption der Glucose (spezifisch!) in der Niere verhindert wird.
• SGLT 1: im Darm (Glucose und Galaktose)
• Ziel: selektive Hemmung des SGLT 2 (um GIT Beschwerden wie Diarrhoe zu verhindern)
• NW: urogenitale Infektionen wegen erhöhter Glucosekonz. im Urin
• Führt u.a. auch zur Gewichtsabnahme.
Biguanid-Wirkmechanismus (inkl. Schaubild)
→ Indirekte Stimulation der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), welche den Lipid- und Glucosemetabolismus steuert.
→ Target: Komplex 1 der mitochondrialen Atmungskette
→ Hemmung des Komplex 1 führt zu verringerten ATP Produktion.
→ AMP/ATP Quotient steigt
→ Aktivierung der AMPK
→ Reduktion der Expression gluconeogenetischer Enzyme
→ Inaktivierung der ACC (Fettsäuresynthese)
Glitazone (Thiazolidindione -> PPARgamma Agonisten)
ysge
PPARs: Ausgeschrieben, Was ist das? Wieviele Untertypen gibt es?
Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren
• Nukleäre Rezeptoren: bildet mit dem RXR Heterodimere aus und fungieren als Transkriptionsfaktoren
• binden an PPRE (PPAR-Response-Elemente)
• 3 Typen: PPARalpha, PPAR delta, PPAR gamma (Isoformen)
• endogene Liganden: (vermutlich) langkettige Fettsäuren und/oder Eikosanoide
• Wirkung (bei Aktivierung): alle lipidsenkend, PPARgamma: Insulinsensitizer
• Vorkommen: ubiquitär, PPAR gamma hauptsächlich im Fettgewebe
Abkürzung Thiazolidindione
TZD
Wirkungen der TZDs
Wirkungsspektrum
• induzieren die Adipocytendifferenzierung
• induzieren die vermehrte Fettspeicherung in Adipocyten (Gewichtszunahme! ->in wenigen Monaten 5-6 kg)
• senken die Konzentration an freien Fettsäuren (FFA)
• senken die Freisetzung von Tumor Nekrose-Faktor alpha (TNFalpha), Leptin, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1 (PAI-1) und anderer Zytokine und Mediatoren aus Fettzellen.
Molekulare Interaktion der Thiazolidindione mit PPAR:
• Thiazolidindionstruktur imitiert die Säurefunktion der Fettsäuren oder Eikosanoiden und bindet an dieselben Aminosäuren wie diese.
• keine Interaktion mit PPARalpha oder PPARdelta
• nach Metabolisierung durch CYPs: aktive Metabolite