Antidepressiva
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Antidepressiva
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Lernkarten
Fluoxetin
Was sind SNRI?
Selektive Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer
Mirtazapin
NaSSa (noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva)
• Pyridyl-Analogon des Mianserins
• Hemmt präsynaptische α2-Rezeptoren: höhere Konz. an Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt.
• Hemmt postsynaptische 5-HT2 und 5-HT3-Rezeptoren => wg. 5HT3-Hemmung Einsatz bei serotoninvermitteltem Erbrechen
• Blockiert keine α1-Rezeptoren (keine Blutdruckprobleme) -> bei Mianserin besteht dieses Problem
• Kaum Wirkung auf Wiederaufnahme biogener Amine => hemmt DAT/SERT/NAT NICHT!
• Racemat i.H.
• S-Enantiomer stärker wirksam auf α2-Rezeptoren
R-Enantiomer stärker wirksam auf 5HT3-Rezeptor
Trazodon
Dual-serotonerges Antidepressivum
einziges aus der Reihe
• strukturell verwandt mit Anxiolytikum Buspiron
• hemmt präsynaptische Serotonin-Wiederaufnahme
• Antagonist an postsynaptischen 5HT2A-Rezeptoren
• sedierende Wirkung: starker Antagonismus an α1-Rezeptoren und schwachem Antagonismus am H1-Rezeptor
Monoaminoxidasen: Lokalisation, Funktion, Subtypen und deren Lokalisation, welcher Cofaktor wird benötigt
Lokalisation: der äußeren Mitochondrienmembran neuronaler (präsynaptisch) und nichtneuronaler Zellen
Funktion:metabolisiert monaminerge Neurotransmitter (Dopamin, Noradrenalin), Adrenalin und andere Monoamine
=> relativ unspezifisch
Subtypen: MAO-A (Leber, Lunge, Dünndarm, auch im ZNS aber wenig, metabolisiert v.a. NA und Serotonin), MAO-B (Leber, Lunge, Gehirn, metabolisiert v.a. Dopamin)
•benötigt FAD als Co-Faktor, kovalent über Thioetherbindung an Cystein des
MAO-Enzyms gebunden.
MAO-Inhibitoren: a) kompetitiv und reversibel vs. b) irreversibel
Welche Auswirkung hat eine MAO-A/ MAO-B- Hemmung auf die jweiligen Konzentrationen d. NT
a) reversible: Strukturähnlichkeit mit den Substraten der MAO.
b) irreversible: „Suizid“-Inhibitoren, binden kovalent an FAD, sehr lange Wirkzeit (Neusynthese des Enzyms), z.B. Selegilin, Trancylpromin
• Hemmung der MAO-A: Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin erhöht!
• Hemmung der MAO-B: Dopamin erhöht (Anti-Parkinsonmittel)
Tranylcypromin
MAO-Inhibitor, unselektiv und irreversibel
• Reservearzneistoff; trans-Form
• irreversibler MAO-Hemmer (unselektiv)
• strukturell verwandt mit Amphetamin, "Geschlossenes" Amphetamin wg. Cyclopropanring
• Nahrungsmittelinteraktionen -> mit Käse, da da viel Tyramin drin ist "Cheese Effect"=> Tyramin wird eigentlich durch MAO abgebaut, aber wenn beide MAO blockiert sind, so kann kein Abbau stattfinden => Tyramin bewirkt durch TAAR1-Rezeptoragonismus ein Noradrenalin-Freisetzung => Blutdruck steigt enorm, passiert nicht bei selektiven Hemmern, da ein MAO ausreicht, bei unselektiven ist jedoch unbedingt eine tyraminarme Diät einzuhalten
hohe Tyrosinaufnahme kann einen ähnlichen Effekt auslösen, da dieses im Körper zu Tyramin umgewandelt wird
Flibanserin
Antidepressive: Pharmakokinetik, Metabolismus und Interaktionen allgemein
Bioverfügbarkeit:
gute BV, lipophile Basen -> erst gut protonierbar und gut wasserlöslich im Darm dann unprotoniert und gut resorbierbar, meist zwischen 50-90% (Ausnahme Venlafaxin: 13%)
HWZ:
meist zwischen 5-30 Std., Fluoxetin bis 72 Std.
Plasmaproteinbindung:
meist recht hoch: 80-95% (Ausnahme Reboxetin, Venlafaxin: 27)
Metabolismus:
• viele Antidepressiva werden über div. CYP-Enyzme (1A2, 2D6, 2C19, 3A4) abgebaut und hemmen diese auch!
• Imipramin besonders intensiver Metabolismus, stark interindividuell unterschiedlich, gut untersucht.