Anatomie des Verdauungsapparates
(für Veterinärmediziner/innen)
(für Veterinärmediziner/innen)
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Cartes-fiches
Leber (lat.?)
Funktion?
Lage?
Gewicht?
Farbe?
(Hepar)
Funktion:
1. das zentrale/wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers (Synthese von Proteinen: Albumin; Speicherung: Glykogen; Abbau: Hämoglobin; „Entgiftung“)
2. Produktion + Sekretion von Galle
Lage: kaudal am Zwerchfell + kranial des Magens
Gewicht: etwa 1-2% des Körpergewichts (bei jungen Hunden sogar bis 5%)
Farbe: braunrot; bei starker Fetteinlagerung heller, mehr beigefarben
Lobierung der Leber
Lappung der Leber --> umso stärker, je besser die Leber wegen der sehr unterschiedlichen Magenausdehnungen verschieblich sein muss:
Flfr, Cun, Cav: am stärksten gelappte Leber
Wdk: am schwächsten gelappte Leber
Unterscheidung der Flächen und Ränder an der Leber
Vorderfläche = Facies diaphragmatica:
Stark konvexe Wölbung
Hinterfläche = Facies visceralis:
mit Impressionen (Eindrücke) von Magen, Colon ascendens (Pfd) + Niere --> an fixierten Präparaten besonders gut zu sehen
Konkave Wölbung
Dorsaler Rand = Margo dorsalis oder Margo obtusus (stumpf):
Ventraler Rand = Margo ventralis oder Margo acutus (scharf!!!):
Margo dexter und Margo sinister
Wo liegt die Vena cava caudalis?
Was verläuft daneben?
Wo befindet sich die Leberpforte?
Vena cava caudalis --> im Sulcus venae cavae dorsal rechts
Impressio oesophagea --> links davon
Leberpforte, als Eintrittsstelle der V. portae --> an der Viszeralfläche der Leber, etwa auf halber Höhe der Leber, leicht rechts.
Leber-Zwerchfells-Bänder
Funktion?
Befestigung der Leber am Zwerchfell
Ligamenta triangularia (Lig. triangulare sinistrum und dextrum): lateral am Margo obtusus
Lig. falciforme: Beim jungen Tier: Bandverbindung bis zur ventralen Bauchwand, zum Nabel
--> am freien Rand des Lig. falciforme ist als Bandverdickung (Lig. teres hepatis) die obliterierte Nabelvene, V. umbilicalis, zu sehen --> Verlauf: zwischen linkem Leberlappen + Lobus quadratus von ventral an die Leber
Lig. coronarium: kurze Bänder in der Umgebung der V. cava caudalis
Kleines Netz der Leber
zugehörige Bänder? (2)
kaudal: vom Bereich der Leberpforte zur kleinen Kurvatur des Magens und zur Pars cranialis duodeni
* Lig. hepatogastricum
* Lig. hepatoduodenale: darin Verlauf des Gallengangs (Ductus choledochus)
--> beim Wdk «überzieht» das kleine Netz auch den Psalter --> Verschleierung
Blutversorgung der Leber
Zuführende Gefässe
Rückführende Gefässe
Zuführende Gefässe
– A. hepatica: Ast der A. coeliaca; versorgt die Leber mit sauerstoffreichem Blut
- V. portae: führt der Leber das nährstoffreiche Blut aus dem Darmbereich zu
Rückführende Gefässe
– Lebervenen, Vv. hepaticae --> V. cava caudalis
Blutversorgung der Leber - Verlauf der Vena cava caudalis
von kaudal kommend – wie ein grosser Schlauch –
--> über den Margo obtusus (dorsal)
--> im Sulcus venae cavae
--> gelangt (teils umhüllt von Lebergewebe) an die Zwerchfellsfläche der Leber
--> anschliessend durch das Foramen venae cavae des Zwerchfells
--> in den Thorax
Die grossen Gallenwege (3) und die Gallenblase
--> Ductus hepatici = grösste gallesammelnde Gänge
--> Vereinigung von Ductus hepaticus sinister und Ductus hepaticus dexter zum Ductus hepaticus communis
--> In Ductus choledochus --> Mündung in Flexura duodeni cranialis
Bei allen Tieren (ausser Pfd) befindet sich zwischen dem Ductus hepaticus communis und dem Ductus choledochus die Gallenblase (Vesica fellea) zur Speicherung der Galle.
Pfd: keine Gallenblase --> Galle wird kontinuierlich abgegeben
Tierartliche Besonderheiten der Leber - Flfr
(3 Punkte)
- Maximale Lappung mit tiefen Einschnitten
- Lobus sinister und dexter je zweigeteilt
- Grosser Processus papillaris
Tierartliche Besonderheiten der Leber - Schw
(3 Punkte)
- Deutlich sichtbare Läppchenzeichnung (viel interlobuläres Bindegewebe)
- Linker und rechter Leberlappen sind je zweigeteilt
- Kleiner Lobus quadratus
Tierartliche Besonderheiten der Leber - Wdk
(4 Punkte)
- Am wenigsten gelappte Leber unserer Hsgt
- «Heimat der Leberegel»
- Kleiner Processus papillaris
- Lage: Leber ist nach Erreichung der fertigen Grösse der Vormägen ganz nach rechts verschoben.
Sie «steht» dann im rechten Bauchraum + ihr linker Leberlappen liegt ventral.
Tierartliche Besonderheiten der Leber - Pfd
(4 Punkte)
- Mässig gelappt
- Linker Leberlappen zweigeteilt.
- Lobus quadratus ventral mit kleinen Einschnitten (sieht aus wie eingekerbt)
- Keine Gallenblase
Tierartliche Besonderheiten der Leber - Cun & Cav
(je 1 Punkt)
Cun:
- Maximale Lappung
- Lig. hepatocolicum zum Mesocolon transversum neben den anderen Leberbändern
Cav:
- Maximale Lappung
- tiefe Einschnitte zwischen den Lappen
- kirschkerngrosse Gallenblase
Bauchspeicheldrüse (lat.?) - Funktionen (2 Teile)
(Pancreas) = eine Drüse
Exokriner Teil: Verdauungsenzyme via Ductus pancreatici ins Duodenum
• Amylase → Kohlenhydratspaltung
• Trypsin → Eiweissspaltung
• Lipase → Fettspaltung
Endokriner Teil: Pankreasinseln (nur histologisch sichtbar) & Abgabe von Hormonen ins Blut
• A/α-Zellen → Glukagon --> Blutzuckererhöhung: durch Abbau des in der Leber gespeicherten Glykogens zu Glukose
• B/β-Zellen → Insulin --> Blutzuckersenkung: durch Glukose-Aufnahme in die Zellen
• u.a....
Bauchspeicheldrüse
Struktur und Aufbau
Gliederung
Struktur und Aufbau
--> regelmässige Läppchenzeichnung (ähnlich wie Speicheldrüsen des Kopfes)
--> beige-rötliche Farbe
Gliederung
* Pankreaskörper (Corpus pancreatis)
--> liegt in Flexura duodeni cranialis
* 2 Pankreasschenkel:
--> rechter Schenkel (Lobus dexter) = Duodenalschenkel: begleitet Pars duodeni descendens
--> linker Schenkel (Lobus sinister) = Milzschenkel: zieht links dorsal zu Magen + Milz; liegt im grossen Netz
Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse
Anlage?
Mündung?
tierartlliche Unterschiede?
2 Ausführungsgänge (infolge Entstehung des Pankreas aus 2 embryonalen Anlagen):
Ductus pancreaticus von ventraler Anlage
--> mündet gemeinsam mit dem Ductus choledochus in die Flexura cranialis duodeni (auf der Papilla duodeni major)
Ductus pancreaticus accessorius von dorsaler Anlage
--> mündet alleine in die Flexura cranialis duodeni (auf der Papilla duodeni minor)
Tierartlich unterschiedlich können beide oder auch nur (noch) einer von beiden Ausführungsgängen vorhanden sein.