Anatomie Block 3_Verdauung Einführung

Anatomie Block 3_Verdauung Einführung

Anatomie Block 3_Verdauung Einführung


K. H.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Anatomie und Physiologie der Verdauungsorgane, geeignet für medizinische Studien. Sie decken die Struktur und Funktion von Organen wie Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber und Pfortader ab, sowie die Rolle des Peritoneums und der enterischen Nervensysteme. Ideal für Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich der Verdauungsorgane vorbereiten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
21.08.2015 / 18.10.2021

Cartes-fiches

Ohrspeicheldrüse

Glandula parotidea

Unterkieferspeicheldrüse

Glandula submandibularis

Leber

Hepar

Zwölffingerdarm

Duodenum

Gallenblase

Vesica biliaris

Leerdarm

Jejunum

Krummdarm

Ileum

aufsteigender Dickdarm

Colon ascendens

Unterzungenspeicheldrüse

Glandula sublingualis

Blinddarm

Caecum

Wurmfortsatz

Appendix

Rachen

Pharynx

Speiseröhre

Oesophagus

Magen

Gaster

Bauchspeicheldrüse

Pankreas

horizontaler Dickdarm

Colon Transversum

absteigender Dickdarm

Colon descendens

S-förmiger Darm

Colon sigmoideum

Mastdarm

Rektum

After

Anus

Reihenfolge die die Nahrung durch die Verdauungsorgane nimmt

  1. Mund
  2. Gaster
  3. Duodenum (gehört zum Dünndarm)
  4. Jejunum (gehört zum Dünndarm)
  5. Ileum (gehört zum Dünndarm)
  6. Caecum (gehört zum Dickdarm)
  7. Colon ascendens (gehört zum Dickdarm)
  8. Colon transversum (gehört zum Dickdarm)
  9. Colon descendens (gehört zum Dickdarm)
  10. Colon sigmoideum (gehört zum Dickdarm)
  11. Rektum (gehört zum Dickdarm)
  12. Anus

Beschreibung

  1. Mund
  2. Zähne
  3. Speicheldrüsen
  4. Rachen
  5. Oesophagus
  6. Gaster
  7. Hepar
  8. Vesica biliaris
  9. Pankreas
  10. Duodenum
  11. Jejunum (Leerdarm)
  12. Ileum (Krummdarm)
  13. Caecum und Appendix
  14. Colon ascendens, - transversum, - descendens
  15. Rektum
  16. Anus

Funktionen des Verdauungssystems

  • Ingestion Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme in den Mund
  • Sekretion Freisetzung von Wasser, Säure, Puffer und Enzyme in das Lumen des GI Traktes (v.a. Magen und Duodenum)
  • Mischen und Fortbewegen sich abwechselndes kontrahieren und entspannen der glatten Muskulatur in den Wändes des GI Traktes -> Peristaltik. Mischen der Nahrung und Sekrete und treiben des Nahrungsbreis Richtung After -> Motilität
  • Verdauung mechanische (Zähne, Mund, Peristaltik in Oesophagus, Magen und Darm) und chemische Verdauung (Verdauungsenzyme in Speichel, Magensaft, Dünndarm) spalten Nährstoffe in kleinere Moleküle auf
  • Resorption Eintritt kleiner Nahrungsbestandteile in die Epithelzellen, die das Lumen des GI Traktes auskleiden. Monosaccharide, AS, kurzkettige FS -> Blut. Glycerin, langkettige FS -> Lymphe
  • Defäkation Stuhlentleerung von Abfallstoffen, unverdaulchen Stoffen, Bakterien abgestossene Zellen von der Auskleidung des GI Traktes, verdautes Material welches nicht resorbiert wurde

Die Funktionen der Verdauungsorgane

MUND

  • Zerkleinerung und Einspeichelung der Nahrung
  • Speichelamylase wandelt Stärke in Oligosaccharide und oder Disachharide/Trisaccharide um
  • (Zungenlipase spaltet nur ganz wenige Triglyceride in Glycerin und FS)

Die Funktion der Verdauungsorgane

MAGEN

  • Reservoir
  • Abtötung der Bakterien durch HCl (pH 1-2)
  • Gerinnung/Denaturierung der Eiweisse
  • Intrinsic Factor verbindet sich mit Vit. B12 (Resporption dann im Duodenum)
  • Enzym Pepsin zerlegt Prtoeine in Poly- und Oligopeptide
  • Grobemulgierung der Fette
  • (Magenlipase spaltet wenige Triglyceride in Glycerin und FS)

Die Funktionen des Verdauungssystems

DÜNNDARM -> DUODENUM

ganzer Dünndarm 3-4m lang, post mortem 5-7m

  • Verdauungssäfte aus Pankreas  und Leber (Galle) münden in den Dünndarm
  • Pankreaslipase spaltet Triglyceride in Glycerin + FS (kurzkettige oder langkettige)
  • Emulgierung der Fette durch Gallensalze -> grössere Oberfläche der Fette -> bessere Angriffspunkte für Pankreaslipase
  • Pankreasamylase teilt Stärke in Disachharide, Trisaccharide
  • Disaccharidasen aus Epithelzellen spaltet Di- in Monosaccharide
  • Trypsin, Chymotrypsin (aus Pankreas) spaltet Polypeptinde in kürzere Polypeptide und Dipeptide
  • Dipeptidasen aus Epithelzellen spalten kurze Peptide in AS

Die Funktionen der Verdauungsorgane

DÜNNDARM - JEJUNUM UND ILEUM

  • Resorption der Nährstoffe via Dünndarmzotten ins Blut
    • Monosaccharide, AS, kurzkettige-mittelkettige FS, wasserlösliche Vitamine -> Pfortader -> Leber -> Entgiftung, Umwandlug, Speicherung, Synthese neuer Stoffe -> Lebervene -> untere Hohlevene -> re Herz -> Lunge -> li Herz -> Körperzellen -> Bau oder Energiestoffwechsel
    • Fettlösliche Substanzen/Abfallstoffe gelangen via Leber in die Galle -> Darm -> Kot
    • wasserlösliche Substanzen/Abfallstoffe gelangen via Niere in Urin
  • Resorption der Nährstoffe via Dünndarmzotten in Lymphe
    • langkettige FS, Cholesterin, Glycerin, Phospholipide -> Lymphe -> Milchbrustgang bei V. subclavia -> V. cava superior -> re Herz

Die Funktionen der Verdauungsorgane

DICKDARM

1,5m lang

  • Verdauung und Resorption von Nährstoffen ist bereits abgeschlossen
  • Teilweise Aufspaltung der Zellulose durch Darmbakterien
  • Wasser und Elektrolyte werden rückresorbiert -> Eindickung des Stuhls
  • Gärung und Fäulnis der Nahrungsreste durch Darmbakterien (Escheria coli)
  • Produktion von Vitaminen durch Dickdarmbakterien (Vit. K, Vit. B12)

Funktionen der Verdauungsorgane

MASTDARM

  • Reservoir zur Kotspeicherung und -Abgabe

Wandbau der Verdauungsorgane Übersicht

Von "innen" nach "aussen":

  • Mucosa
  • Submucosa
  • Muscularis
  • Serosa/Adventitia

Mucosa

= Schleimhaut

  • Epithelschicht
    • Schutz
    • Sekretion
    • Resorption
  • Bindegewebe
    • gute Durchblutung (wichtig für Resorption)
    • enthält Lymphgewebe -> Peyer Plaques -> für Immunabwehr
  • dünne Muskelschicht
    • Eigenbewegung der Mucosa -> bessere Nahrungsdurchmischung und bessere Resorption

Submucosa

Schmale Bindegewebsschicht

  • Trennt Muskel- von Schleimhautschicht
  • viele Blut- und Lymphgefässe zur Resorption
  • Enterisches Nervensystem ab Oesophagus!
    • Meissner Plexus (Plexus submucosus) -> steuert Schleimhautbewegungen und Sekretion, steuert auch Zottenbewegung im Dünndarm

Muscularis

= Muskelschicht

  • Skelettmuskeln
    • quergestreifte Muskulatur in Mund, Rachen und oberem Ösophagus und äusserem Analsphinkter
    • -> willkürliches Schlucken
  • glatte Muskeln aus innerer und äusserer Schicht im restlichen GI-Trakt
    • innere Schicht: Ringförmige Muskeln
    • äussere Schicht: längsformige Muskeln
    • zusammen: Peristaltische Bewegungen, Bewegung allg, Durchmischung, Transport
    • zwischen Muskelschichten weiteres enterisches Nervengefelcht
      • Plexus myentericus = Auerbach Plexus -> kontrolliert Peristaltik u.a. Bewegungen des Magen-Darm Traktes

Serosa / Adventitia

  • Serosa
    • Peritoneum viscerale bei Organen der Bauchhöhle
    • bildet einen Teil des Bauchfells (Peritoneum); Überzug der Verdauungsorgane, Sekretion seröse Flüssigkeit
  • Adventitia
    • lockeres Bindegewebe in Mund, Rachen und im oberen Oesophagus

Regulationsprinzip der Verdauungsorgane

  • Enterisches Nervensystem (Eingeweidenervensystem)
    • Plexus myentericus -> Auerbach plexus
    • Plexus submucosus -> Meissner plexus
  • Vegetatives Nervensystem
    • Parasympathicus stimmuliert Sekretion und Motiliät
    • Sympathicus hemmt
    • v.a. Vagusnerven versorgen Magen-Darm-Trakt
  • Hormone
    • Gastrin (aus Magenschleimhaut) fördert Magensäure-Produktion
    • Sekretin (aus Dünndarm) stoppt Magensaft Produktion
    • GIP (gastrin inhibitorisches Peptid) fördert Insulin Freisetzung

Enterisches Nervensystem

= Darmnervensystem, Eingeweidenervensystem

  • unterliegt dem veg. Nervensystem (Symp./Parasymp.)
  • funktionniert aber auch vollkommen ohne Einfluss des ZNS
  • besteht aus 100 Mio Neuronen, die sich von Oesophagus - Anus erstrecken
  • v.a. sensorische Neuronen (Chemo- und Dehnungsrezetoren) nehmen Dehnung der Organe und ph Wert war
  • besteht aus Auerbach- Plexus (Pl. myentericus) zw. glatten Lägs- und Ringmuskeln der Muscularis
  • besteht aus Meissner-Plexus (Pl. submucosus) in der Submucosa
  • Auberbach- und Meissner Plexus sind durch Interneurone miteinander verbunden
  • Transmitter im Enterischen NS
    • Noradrenalin (hemmt Verdauungstätigkeit)
    • Neuropeptide (hemmen Verdauungstätigkeit)
    • Acetylcholin (fördert Verdauungstätigkeit)

Plexus myenthericus

Auerbach-Plexus

  • zw. glatten Längs- und Ringmuskeltschichten der Muscularis
  • Enthält v.a. Motoneronen, die auf sensorische Neruone (Chemo- und Dehnungsrezeptoren) reagieren
  • steuert v.a. Darmmotiliät und Schliessmuskel

Plexus submucosus

Meissner-Plexus

  • liegt in der Submucosa
  • Motoneuronen des Meissner Plexus versorgen die sezernierenden zellen des Magen-Darm-Trakts
  • Steuert somit die Sekretion und Absorption (inkl. Ionentransport)

Peritoneum Definition

Bauchfell = grösste seröse Membran, feine Haut mit Bindegewebe, die wenige ml einer serösen (=dünnflüssigen) Flüssigkeit in die Peritonealhöhle (kapillärer Spaltraum) absondert -> Reibungsarme Verschiebbarkeit der Bauchorgane

Peritoneum Aufbau

bestehend aus 2 Blättern, die in grossen Falten liegen

  • Peritoneum viscerale = inneres Blatt des Bauchfells -> überzieht die inneren Organe
  • Peritoneum parietale = äussers Blatt des Bauchfells -> Auskleidung der Bauchholenwand

Dazwischen: Peritonealhöhle mit seröser Flüssigkeit.

  • Meso = Stiel (Aufhängeband) mit dem die Organe mit der hinteren Bauchwand in Verbindung stehen.
    • Mesenterium -> bei Jejunum und Ileum (Dünndarmgekröse)
    • Mesokolon -> bei Querverlaufendem Dickdarm und Sigmaschleife (Dickdarmgekröse)

Étudier