Anatomie
allgemein
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Lernkarten
Wie sind Sarkomere aufgebaut?
Myosinfilamente = zentraler Stab in der Mitte
An den Enden: säulenartiger Aufbau von Aktinfilamente, die an Z-Streifen fixiert sind
--> schieben sich röhrenartig über Myosinfilamente (beide Enden können in einander gleiten)
Wie sieht eine Muskelkontraktion aus?
Kontraktion erfolgt dadurch, dass sich Myosinköpfen (Abkippen der Köpfchen) von Myosinfilament mit Aktinfilament verbinden —> Aktinfilamente werden zueinander gezogen (Filamentgleiten), Annäherung der Z-Streifen ==> Verkürzung der Sarkomere
Energieträger = ATP (Adenosintriphosphat)
Für Aktin-Myosin-Bindung und das Abkippen der Myosinköpfchen (elektromechanische Kopplung) sind Ca2+ = Reizvermittler
Ca2+ liegt in Speicherform in sogenannten longitudinalen Tubuli (längliche Röhrchen) des sarkoplasmatischen Retikulums vor
Nervenimpuls (Aktionspotenzial) —> schlagartige intrazellulären Ca2+ Erhöhung —> elektromechanische Kopplung —> Ca2+ wird durch ATP Verbrauch aktiv in die longitudinalen Tubuli zurückresorbiert —> Aktin-Myosin Bindung kann nur unter Energieaufwand gelöst werden
Kontraktion der Muskelfaser = kontinuierliche Wiederholung:
Aktin-Myosin-Bindung —> Abkippen und Gleiten —> Lösung der Bindung und erneute Aktin-Myosin-Bindung
Was ist quergestreifte Muskulatur?
- regelhafte, hintereinander folgende und parallele Anordnung der Myofibrillen innerhalb der Muskelfaser
- platte Zellkerne direkt unter Sarkolemm
- willkürlich vom somatomotorischen (animales) Nervensystem gesteuert
- arbeitet schnell
- ermüdet nicht
Definiere die Herzmuskulatur!
- besondere Form der quergestreiften Muskulatur
- zentral liegende Zellkerne
- netzartige Verknüpfung der Zellen mit Glanzstreifen, die der gleichmäßigen Reizausarbeitung im Muskel
dient
- spontane Reizbildung durch herzeigene Zellen (Sinusknoten)
- Beeinflussung durch das vegetative Nervensystem
- arbeitet schnell und ermüdet normalerweise nicht
- nicht willkürlich, autonomes Erregungs-Leitungs-System
Was ist Glatte Muskulatur?
- typische Streifen nicht sichtbar
- Muskelzellen wesentlich kürzer, spindelförmig und der Kern liegt Zentral
- Magen-Darm-Trakt, Luftwege
- unwillkürlich vom vegetativen Nervensystem gesteuert
- arbeitet langsam und kontinuierlich
- ermüdet nicht
Agonist <—> Antagonist
Agonist = momentan funktionsausübender Muskel
Synergisten = mehrere Muskeln ergänzen sich in gleicher Weise
Antagonisten = mehrere Muskeln wirken entgegengesetzt
Wenn sich Agonien verkürzen, müssen sich Antagonisten verlängern —> Muskeln arbeiten synergistisch in Muskelketten
Muskelarbeit in Bezug auf die Schwerkraft
dynamisch konzentrische Muskelarbeit: gegen die Schwerkraft, nach oben gerichtete Bewegungen. Muskeln verkürzen sich und arbeiten mit positiven Hub (Höhe wird gewonnen)
dynamisch exzentrische Muskelarbeit: bremst Bewegungen nach unten, die durch Schwerkraft beschleunigt wurden. Muskeln werden länger und arbeiten mit negativen Hub (Höhe wird verloren)
dynamisch konzentrische Muskelarbeit ohne Hub: hubfreie Arbeit, Muskeln verkürzen sich, Bewegungen finden ohne Einfluss der Schwerkraft auf dem Raum horizontalen Ebenen statt
Definition Neuron + Aufbau Neuron!
= Grundbausteine des Nervensystems Nervenzelle mit allen Fortsetzen
- Zellmembran, Zellleib, Zellkern, Zytoplasma, Mitochondrien
- ER liegt als auf das Zellplasma verteilte Inseln vor (Nissl-Schollen)
- keine Zentriolen —> keine lebenslange Teilungsfähigkeit (Zellen können nicht neu gebildet werden)
Wie sieht ein Neuron aus?
Dendriten nehmen wie Wurzeln Reize anderer Nervenzellen auf und leiten sie zum Perikaryon (Soma, Zellleib) —> verarbeitet Informationen —> Axon (Neurit, Nervenfaser)
--> entweder nehmen Dendriten nächsten Neuronen Reiz auf oder bei motorischen Neuronen: motorische
Endplatte am Muskel
Wie lautet die Klassifizierung der Nervenzellen?
- multipolar: viele Fortsätze
- bipolar: ein Axon und ein Dendrit
- unipolar: ein Axon, keine Dendriten
- Afferente Neuronen (Afferenzen): dienen Errgegungsleitung von Reizen aus inneren und äußeren
Körperperipherie zum ZNS
- Efferente Neuronen (Efferenzen): Nervenleitungen, die die Erfolgsorgane erreichen (Muskeln, Drüsen)
Was ist die Nissl-Substanz?
lokale Anhäufung von Zisternen (Hohlräume) des rauen ER
Struktur- und Transportproteine werden gebildet
Wie ist ein Axon aufgebaut (Nervenfaser)?
Achsenzylinder (Axon), entspringt am Axonhügel
- innerhalb des Axons: Informationen mittels elektrischer Signale (Aktionspotenziale) weitergeleitet —>
entstehen an der Zellmembran primär durch den Austausch von Ionen
Myelin- oder Markscheide (Hüllschicht), vermeidet Ionenverluste
- Aufbau durch spezielle Gliazellen (im ZNS: von Oligodendrozyten; im PNS: von Schwann-Zellen)
- umschließen Axon
- je nach Dicke: markhaltige (myelinisierte) oder marklose (nicht myelinisierte) Axone
- bei markhaltigen Nervenfasern: Ranvier-Schnürringe bilden einzelne Segmente an der
Markscheide (Abstand von einem Ranvier-Schnürring bis zum nächsten = Interludium) —>
Ionenaustausch und Aktionspotential nur noch an den Ranvier-Schnürringen möglich —>
elektrischer Impuls erfolgt saltatorisch (sprunghaft) an Schnürringen und erhöht dadurch
Leistungsgeschwindigkeit
Was ist das Perikaryon (Zellleib)?
- gebildet vom Zellkern mit umgebenem Cytoplasma
- können erregend wirkende (exzitatorische) und hemmend wirkende (inhibitatorische) Reize aufgenommen
werden
Was sind Neuroglia?
- interstitielles Bindegewebe (=Zwischengewebe) im zentralen und peripheren Nervensystem, gebildet von
Gliazellen
- lebenslange Teilungsfähigkeit
Funktionen:
- Hüll- und Stützfunktion
- Isolierungsfunktion
- Stoffwechselfunktion
- Kontrolle des Extrazellulärraums
Zellarten im peripheren Nervensystem: Schwann-Zellen (bilden Myelin-Scheide) und Mantelzellen (umgeben Ganlienneurone)
Zellarten im ZNS: Astrozyten (bilden Blut-Hirn-Schranke, kontrollieren Extrazellulärraum, sind Stützgewebe, bilden Narben), Oligodendrozyten (bilden Myelinscheiden im Gehirn, Rückenmark), Ependymzellen (kleiden Hohlräume von Gehirn und Rückenmark aus, bilden Rücken-/ Gehirnflüssigkeit)
Was sind Synapsen?
= Kontaktstellen zwischen Neuronen oder anderen Zellen (Sinnes-, Drüsen- o. Muskelzellen)
- birnenförmige Verdickungen am Ende der Axone (synaptischer Endkopf)
- in ihnen: Vesikel (Bläschen) gefüllt mit Neurotransmittern (Überträgerstoffe des Nervensystems), durch die
eine Reizweiterleitung in chemischer Form erfolgt
Funktion:
- Ventilfunktion: leiten Informationen in nur eine Richtung
- Bahnungs- oder Hemmfunktion: Zusammenarbeit mehrerer Synapsen, die Erregungen fördern oder
hemmen
- Lernen und Gedächtnisfunktion: häufige Nutzung = leichtere Erregungen (als bei seltenem Einsatz)
Wie funktioniert die Erregungsübertragung?
- Aktionspotenzial wird innerhalb der Nervenfaser elektrisch geleitet und führt an Synapse zu einer
Ausschüttung von Neurotransmittern (=chem. Übertragung)
- „Übersetzte Information“ führt in nachfolgender Zelle zu einem Reiz, der wiederum elektrisch fortgeführt wird
- kein direkter Kontakt zwischen den Strukturen, sondern Synaptischer Spalt
- übertragende Synapse endet an der sog. präsynaptischen Membran —> Überträgerstoffe werden per
Exozytose in Spalt ausgeschüttet —> binden sich an spezifische Rezeptoren in postsynaptischen
Membran
- chemische Veränderung im syn. Spalt entweder Depolarisierung (Verminderung des Membranpotenzials)
= Erregung der nachfolgenden Zelle oder Hyperpolarisierung (Steigerung des Ruhepotenzials) = Hemmung
der Erregung
Einteilung der Synapsen nach Bau und Anordnung
1) Synapsen zwischen Nervenzellen
- axodendritische Synapsen (an den Dendriten)
- axosomatische Synapse zwischen innovierendem (erregendem) Neurit und Perikaryon der
Empfängerzelle (am Zellleib)
- axoaxonale Synapse (am Axonhügel)
2) Synapsen zwischen Nervenzelle und Muskelgewebe
- myoneuronale Synapse an der Skelettmuskelfaser
- myoneuronale Synapse an glatten Muskelzellen und an Zellen des Erregungsleitungssystems des
Herzens
3) Synapsen zwischen Sinneszelle und dendritischem Fortsatz des 1. Neurons der afferenten Leitung
Bewegungsapparat (allgemein)
passiver Teil = knöchernes Skelett (Formung des Körperbaus, Fortbewegung, Stabilität, Schutz innerer Organe, Speicherorgan für Mineralien, Ort der Durchblutung)
aktiver Teil = auergestreifte Muskulatur (Wärmehaushalt) mit Sehnen/ Bändern und Gelenkkapsel
Allgemeine Skelettanatomie
212 Knochen deren Form und Größe genetisch festgelegt ist und innerer Aufbau durch Funktion bestimmt
Knochen zum Schutz: knöcherne Kanäle (Wirbelkanal, Markhöhle), Knochenschalen (Becken), Knochenkorb (Thorax), Knöcherne Kammern (Schädel, Augenhöhle)
Knochenarten:
- Extremitäten (Gliedmaße) = röhrenförmige Stäbe (Röhrenknochen)
- Platte Knochen (Becken, Thorax, Schulterblatt) = plattenförmig oder flach, bestehen aus zwei Schichten
kompakten Knochens mit einer Spongiosaschicht dazwischen inkl. rotes Rückenmark
- Luftknochen, Pneumatisierter Knochen (Gesichtsschädel und Schädelbasis) = unregelmäßig geformte Knochen, innen mit Schleimhaut ausgekleidet, ansonsten Hohlräume
Knochenaufbau
innere Struktur:
- besteht aus schwammartigem Knochenmaterial (Spongiosa) durch dynamische Belastungen entwickelt —>
gefüllt mit rotem (blutbildenden) Knochenmark bis auf Diaphyse (besteht aus kompakten Lamellenknochen
—> Kompakta)
—> Markhöhlen von Endost ausgekleidet und gelbes (fett reiches) Knochenmark
- alle Knochen bis auf Gelenkflächen der sie ernährenden Knochenhaut (Periost) umgeben
- fast alle Knochen durch Gelenke miteinander verbunden
Röhrenknochen Aufbau
- eine Diaphyse (Schaft)
- zwei Epiphysen (Gelenkenden)
- Längenwachstum in Epiphysen (zwischen Diaphyse und Epiphyse)
- Knochenvorsprünge, die der Verbindung von Muskulatur und Knochen dienen (Sehnenansatz) = Apophysen
- Auf- & Umbau der Spongiosa in Epiphysen passt sich Belastungen an und unterliegt Tätigkeit der
Osteoblasten und Osteoklasten
Gelenke allgemein
= Artikulatio, verbindet Knochen untereinander
echte Gelenkverbindungen (Diarthrosen und Amphiarthrosen); diskontinuierliche Verbindung der Skelettteile, besitzen Gelenkspalt
unechte Gelenkverbindungen (Synarthrosen), durch Zwischengewebe kontinuierlich miteinander verbunden, Beweglichkeit sehr gering
Aufbau unechter Gelenke
- es fehlen: Gelenkspalt, Knorpelflächen und Gelenkhöhle
- Syndesmosen (Bandhafte)
- Knochen werden mit Bindegewebe verbunden, zB. Schädelnähte
- Synchondrosen (Knorpelhafte)
- Knochen mit Knorpel verbunden, zB. Bandscheiben
- Synosten (Knochenhafte)
- Knochen verschmelzen miteinander, zB. Wirbel des Kreuzbeins, Hüftbein
Aufbau echtes Gelenk
Knochenenden von Gelenkknorpel (hyaliner Knorpel) überzogen => Stoßdämpfer, schützt vor mechanischen Belastungen —> dazwischen Gelenkspalt (= kapillärer Spalt)
Gelenkkapsel (capsula articularis): vom fortgesetzten Periost der Knochen gebildet; äußere Schicht: aus Kollagenfasern (Membrana fibrosa) und innere Schicht: reich an Nerven und Gefäßen (Membrana synovialis)
Membrana synovialis bildet eiweißreiche Gelenkflüssigkeit = Synovia zur Ernährung des Knorpels und Herabsetzung der Reibung bei Bewegung, hält Gelenk geschmeidig; Synovia befindet sich in Gelenkspalt
Gelenk durch Bänder (Ligamente) verstärkt —> führen Bewegungen (Führungsbänder) oder hemmen Bewegungen (Hemmbänder) —> bei längerer Immobilität = Verkürzung der Bänder und Gelenkkapsel schrumpft => Kontraktur
intraarticuläre Strukturen/ Sonderstrukturen der echten Gelenke
- Zwischenscheiben (disci articulares) —> teilen ein Gelenk in zwei Abteilungen. Fkt: Druckverteilung, Polster
- Meniskus (menisci articulares) —> C-förmige Gestalt, unterteilen Gelenk nur unvollständig, nur Kniegelenk
- Gelenkpfannenlippe (labra glenoidalia) —> Hüft- und Schultergelenk vor und vergrößern den äußeren
Umfang der Gelenkpfanne
- Gelenkbänder (ligamenta articularia) —> sichern die Führung der Gelenke in der Bewegung, begrenzen
Gelenk, hemmen übermäßige Gelenkausschläge
Gelenkbeweglichkeit
jedes Gelenk = definierter physiologischer Bewegungsumfang
Feststellung von Bewegungsdefiziten durch Goniometer gemessen (in Winkelgraden ausgedrückt): Seitenverglech mit gegenüberliegenden Gelenk nach Neutral-Null-Methode
Führung und Hemmung:
- Knochenführung/-hemmung: Extension im Ellenbogengelenk
- Bandführung/-hemmung
- Muskelführung/-hemmung: Flexion im Ellenbogengelenk, man würde weiter kommen aber Muskel ist im weg
Kugelgelenk
- Schulter, Hüfte
- Gelenkkopf mehr oder weniger rund, Gelenkpfanne nimmt Kopf entsprechend auf
- Bewegungen in allen Richtungen möglich (6 Richtungen)
- kombinierte Bewegung um zwei Hauptsachen: Circumduktion
1) Extension und Flexion um die Horizontalachse
2) Abduktion und Adduktion um die Sagittalachse
3) Innenrotation und Außenrotation um die Longitudinalachse
Scharniergelenke
- Kniegelenk, Fingergelenk
- Gelenkkopf zylinderförmig wird von entsprechender Gelenkpfanne aufgenommen
- Bewegungen um eine Achse in zwei Richtungen
1) Extension und Flexion um die Horizontalachse
Radgelenk
- proximales und distales Radioulnargelnk (Unterarm)
- runde Gelenkfläche in halbmondförmigen Vertiefung, verbunden durch ein Ringband
- Bewegungen um eine Achse in zwei Richtungen
1) Supination und Pronation um die Longitudialachse
Zapfengelenk
- Atlantoaxialgelenk in HWS (Kopfdrehung)
- knöchernder Dorn von einem knöchernen Ring umschlossen
- Bewegungen um eine Achse in zwei Richtungen
1) Supination und Pronation um die Longitudialachse
Eigelenke
- ovale Gelenkflächen, die miteinander Korrespondieren
- Bewegungen um zwei Achsen in vier Richtungen
1) Extension und Flexion um die Horizontalachse (Palmarflexion, Dorsalextension)
2) Adduktion und Abduktion um die Sagittalachse (Ulnarabduktion und Radialabduktion)
Atlantookzipitalgelenk: Horizontalachse = Kopfnicken; Sagittalachse = Kopfneigen
Daumensattelgelenk
- Gelenkfläche „reitet“ auf einer anderen
- Bewegungen um zwei Achsen in vier Richtungen
1) Adduktion und Abduktion um die Sagittalachse
2) Opposition und Reposition um die Longitudialachse
Schiebegelenke, plane Gelenke
- zwei Knochen können gegeneinander verschoben werden, nur seitlich
- Hand-& Fußwurzelgelenke oder zwischen Wirbeln
Sinnessystem
= leitet Informationen aus der Umwelt und dem Körperinneren zum zentralen Nervensystem
Zwei Vorgänge:
- objektive Reizaufnahme durch Sinnesorgane
- subjektive Verarbeitung durch Nervensystem (Reaktionen, Handlungen, Anpassungen, Interaktionen)
Sinnesorgane
= reizaufnehmende Anteile; können interne und externe Reize aufzeichnen und als elektrische Nervenimpulse zum Gehirn leiten.
niedere Sinnesorgane (alle Rezeptoren) —> Druck-, Vibration-, Thermo-, Schmerzrezeptoren
höhere Sinnesorgane (Analysatoren) —> Auge, Zunge, Ohr
Unterscheidung der Sinne
körperferne Sinne
Geruchssinn, Gehörsinn,…
körpernahe Sinne (physische Sensibilität)
Lage-, Bewegungs- und Gleichgewichtssinn
Tast- und Vibrationssinn
Temperatur- und Schmerzsinn
Reizverarbeitung
Kreislaufmodell:
Wahrnehmung (gewollten bzw. ungewollte Reizaufnahme) —> Weiterleitung (ZNS: Gehirn und Rückenmark) —> bewusste oder unbewusste Verarbeitung: Selektion (Reizauswahl), Diskrimination (Reizunterscheidung), Integration (Vervollständigung, Eingliederung), Bewertung —> Reaktion (adäquate Antwort) —> erneute Wahrnehmung
Haut (Kutis) + Aufgaben
= größtes Sinnesorgan mit sozialer und kommunikativer Funktion (Erröten, Gänsehaut,…)
Aufgaben
- Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen (Hitze, Kälte, chemische Stoffe, Krankheitserreger) Temeratur-
und Flüssigkeitsregulation (Perspiration)
- Stoffaustausch (Hautatmung)
- Blutverteilung (erröten, erblassen)
- Kontakt mit Außenwelt
Dreischichtiger Aufbau der Haut + Anhangsgebilde + zwei Hauttypen
1) Oberhaut (Epidermis)
2) Lederhaut (Dermis, Korium)
3) Unterhaut (Subkutis)
Anhangsgebilde
Drüsen, Haare, Nägel
Leistenhaut (nur an den Handflächen und Fußsohlen), Papillarleisten: Fingerabdrücke
Felderhaut (restliche Körperoberfläche mit Haaren versehene Haut)
Epidermis (Oberhaut) + Aufbau der Epidermis
- äußere Schicht
- mehrschichtigem, verhornten Plattenepithel
- gefäßlos
- Hornschicht (Stratum): oberste Lage, wird ständig als Schuppen abgestoßen
- Glanzschicht (Stratum luzidum): nur an Hand- und Fußflächen, dient mechanischem Schutz
- Körnerschicht (Stratum granulosum): aus mehreren Reihen flacher Zellen aufgebaut, enthalten Keratin zur
Hornbildung (Hornbildungsschicht)
- Regenerationsschicht (Stratum germinativum):
- Stachelzellschicht (Stratum spinosum): mit Ausläufern zur Zellverbindung
- Basalschicht (Stratum basale): sich ständig teilende Zellen, die neu gebildeten werden in Richtung
Oberfläche geschoben und durch jüngere ersetzt