Anatomie

allgemein

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Isabel Klein
Diese Lernkarten decken anatomische und therapeutische Aspekte von rheumatischen Erkrankungen ab, geeignet für Studierende der Medizin. Sie konzentrieren sich auf Gelenkschutz, Bewegungsübungen und Schmerzmanagement, insbesondere bei Arthritis und Arthrose. Die Karteikarten bieten praktische Tipps für den Alltag und therapeutische Maßnahmen, die Patienten helfen, ihre Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen zu lindern.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
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Université
Créé / Mis à jour
19.05.2014 / 11.11.2015

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Wie sind Sarkomere aufgebaut?

Myosinfilamente = zentraler Stab in der Mitte 

An den Enden: säulenartiger Aufbau von Aktinfilamente, die an Z-Streifen fixiert sind
      --> schieben sich röhrenartig über Myosinfilamente (beide Enden können in einander gleiten)

Wie sieht eine Muskelkontraktion aus?

Kontraktion erfolgt dadurch, dass sich Myosinköpfen (Abkippen der Köpfchen) von Myosinfilament mit Aktinfilament verbinden —> Aktinfilamente werden zueinander gezogen (Filamentgleiten), Annäherung der Z-Streifen ==> Verkürzung der Sarkomere

Energieträger = ATP (Adenosintriphosphat) 

Für Aktin-Myosin-Bindung und das Abkippen der Myosinköpfchen (elektromechanische Kopplung) sind Ca2+ = Reizvermittler 

Ca2+ liegt in Speicherform in sogenannten longitudinalen Tubuli (längliche Röhrchen) des sarkoplasmatischen Retikulums vor

Nervenimpuls (Aktionspotenzial) —> schlagartige intrazellulären Ca2+ Erhöhung —> elektromechanische Kopplung —> Ca2+ wird durch ATP Verbrauch aktiv in die longitudinalen Tubuli zurückresorbiert —> Aktin-Myosin Bindung kann nur unter Energieaufwand gelöst werden

Kontraktion der Muskelfaser = kontinuierliche Wiederholung:
Aktin-Myosin-Bindung —> Abkippen und Gleiten —> Lösung der Bindung und erneute Aktin-Myosin-Bindung

Was ist quergestreifte Muskulatur?

- regelhafte, hintereinander folgende und parallele Anordnung der Myofibrillen innerhalb der Muskelfaser

- platte Zellkerne direkt unter Sarkolemm

- willkürlich vom somatomotorischen (animales) Nervensystem gesteuert

- arbeitet schnell

- ermüdet nicht

Definiere die Herzmuskulatur!

- besondere Form der quergestreiften Muskulatur

- zentral liegende Zellkerne

- netzartige Verknüpfung der Zellen mit Glanzstreifen, die der gleichmäßigen Reizausarbeitung im Muskel  
  dient

- spontane Reizbildung durch herzeigene Zellen (Sinusknoten)

- Beeinflussung durch das vegetative Nervensystem

- arbeitet schnell und ermüdet normalerweise nicht

- nicht willkürlich, autonomes Erregungs-Leitungs-System

Was ist Glatte Muskulatur?

- typische Streifen nicht sichtbar

- Muskelzellen wesentlich kürzer, spindelförmig und der Kern liegt Zentral 

- Magen-Darm-Trakt, Luftwege

- unwillkürlich vom vegetativen Nervensystem gesteuert

- arbeitet langsam und kontinuierlich

- ermüdet nicht

Agonist <—> Antagonist

 

Agonist = momentan funktionsausübender Muskel

Synergisten = mehrere Muskeln ergänzen sich in gleicher Weise

Antagonisten = mehrere Muskeln wirken entgegengesetzt

Wenn sich Agonien verkürzen, müssen sich Antagonisten verlängern —> Muskeln arbeiten synergistisch in Muskelketten

Muskelarbeit in Bezug auf die Schwerkraft

 

dynamisch konzentrische Muskelarbeit: gegen die Schwerkraft, nach oben gerichtete Bewegungen. Muskeln verkürzen sich und arbeiten mit positiven Hub (Höhe wird gewonnen)

dynamisch exzentrische Muskelarbeit: bremst Bewegungen nach unten, die durch Schwerkraft beschleunigt wurden. Muskeln werden länger und arbeiten mit negativen Hub (Höhe wird verloren)

dynamisch konzentrische Muskelarbeit ohne Hub: hubfreie Arbeit, Muskeln verkürzen sich, Bewegungen finden ohne Einfluss der Schwerkraft auf dem Raum horizontalen Ebenen statt

Definition Neuron + Aufbau Neuron!

= Grundbausteine des Nervensystems Nervenzelle mit allen Fortsetzen

- Zellmembran, Zellleib, Zellkern, Zytoplasma, Mitochondrien
- ER liegt als auf das Zellplasma verteilte Inseln vor (Nissl-Schollen)
- keine Zentriolen —> keine lebenslange Teilungsfähigkeit (Zellen können nicht neu gebildet werden)

Wie sieht ein Neuron aus?

Dendriten nehmen wie Wurzeln Reize anderer Nervenzellen auf und leiten sie zum Perikaryon (Soma, Zellleib) —> verarbeitet Informationen —> Axon (Neurit, Nervenfaser) 

     --> entweder nehmen Dendriten nächsten Neuronen Reiz auf oder bei motorischen Neuronen: motorische        
          Endplatte am Muskel

Wie lautet die Klassifizierung der Nervenzellen?

- multipolar: viele Fortsätze

      - bipolar: ein Axon und ein Dendrit
      - unipolar: ein Axon, keine Dendriten

 - Afferente Neuronen (Afferenzen): dienen Errgegungsleitung von Reizen aus inneren und äußeren
   Körperperipherie zum ZNS

- Efferente Neuronen (Efferenzen): Nervenleitungen, die die Erfolgsorgane erreichen (Muskeln, Drüsen)

Was ist die Nissl-Substanz?

lokale Anhäufung von Zisternen (Hohlräume) des rauen ER

Struktur- und Transportproteine werden gebildet

Wie ist ein Axon aufgebaut (Nervenfaser)?

Achsenzylinder (Axon), entspringt am Axonhügel
      - innerhalb des Axons: Informationen mittels elektrischer Signale (Aktionspotenziale) weitergeleitet —>
        entstehen an der Zellmembran primär durch den Austausch von Ionen 

Myelin- oder Markscheide (Hüllschicht), vermeidet Ionenverluste
      - Aufbau durch spezielle Gliazellen (im ZNS: von Oligodendrozyten; im PNS: von Schwann-Zellen)
      - umschließen Axon
      - je nach Dicke: markhaltige (myelinisierte) oder marklose (nicht myelinisierte) Axone
                 - bei markhaltigen Nervenfasern: Ranvier-Schnürringe bilden einzelne Segmente an der      
                    Markscheide (Abstand von einem Ranvier-Schnürring bis zum nächsten = Interludium) —>
                    Ionenaustausch und Aktionspotential nur noch an den Ranvier-Schnürringen möglich —>
                    elektrischer Impuls erfolgt saltatorisch (sprunghaft) an Schnürringen und erhöht dadurch
                    Leistungsgeschwindigkeit

Was ist das Perikaryon (Zellleib)?

- gebildet vom Zellkern mit umgebenem Cytoplasma

- können erregend wirkende (exzitatorische) und hemmend wirkende (inhibitatorische) Reize aufgenommen  
  werden

Was sind Neuroglia?

- interstitielles Bindegewebe (=Zwischengewebe) im zentralen und peripheren Nervensystem, gebildet von
  Gliazellen
- lebenslange Teilungsfähigkeit

Funktionen:
- Hüll- und Stützfunktion
- Isolierungsfunktion
- Stoffwechselfunktion
- Kontrolle des Extrazellulärraums

Zellarten im peripheren Nervensystem: Schwann-Zellen (bilden Myelin-Scheide) und Mantelzellen (umgeben Ganlienneurone)

Zellarten im ZNS: Astrozyten (bilden Blut-Hirn-Schranke, kontrollieren Extrazellulärraum, sind Stützgewebe, bilden Narben), Oligodendrozyten (bilden Myelinscheiden im Gehirn, Rückenmark), Ependymzellen (kleiden Hohlräume von Gehirn und Rückenmark aus, bilden Rücken-/ Gehirnflüssigkeit)

Was sind Synapsen?

= Kontaktstellen zwischen Neuronen oder anderen Zellen (Sinnes-, Drüsen- o. Muskelzellen)

- birnenförmige Verdickungen am Ende der Axone (synaptischer Endkopf)

- in ihnen: Vesikel (Bläschen) gefüllt mit Neurotransmittern (Überträgerstoffe des Nervensystems), durch die
  eine Reizweiterleitung in chemischer Form erfolgt

Funktion:
- Ventilfunktion: leiten Informationen in nur eine Richtung
- Bahnungs- oder Hemmfunktion: Zusammenarbeit mehrerer Synapsen, die Erregungen fördern oder
  hemmen
- Lernen und Gedächtnisfunktion: häufige Nutzung = leichtere Erregungen (als bei seltenem Einsatz)

Wie funktioniert die Erregungsübertragung?

- Aktionspotenzial wird innerhalb der Nervenfaser elektrisch geleitet und führt an Synapse zu einer
  Ausschüttung von Neurotransmittern (=chem. Übertragung)

- „Übersetzte Information“ führt in nachfolgender Zelle zu einem Reiz, der wiederum elektrisch fortgeführt wird 

- kein direkter Kontakt zwischen den Strukturen, sondern Synaptischer Spalt
       - übertragende Synapse endet an der sog. präsynaptischen Membran —> Überträgerstoffe werden per
          Exozytose in Spalt ausgeschüttet —> binden sich an spezifische Rezeptoren in postsynaptischen
          Membran 

- chemische Veränderung im syn. Spalt entweder Depolarisierung (Verminderung des Membranpotenzials)
   = Erregung der nachfolgenden Zelle oder Hyperpolarisierung (Steigerung des Ruhepotenzials) = Hemmung
   der Erregung

Einteilung der Synapsen nach Bau und Anordnung

 

1)  Synapsen zwischen Nervenzellen
         - axodendritische Synapsen (an den Dendriten)
         - axosomatische Synapse zwischen innovierendem (erregendem) Neurit und Perikaryon der
           Empfängerzelle (am Zellleib)
         - axoaxonale Synapse (am Axonhügel)

2) Synapsen zwischen Nervenzelle und Muskelgewebe
        - myoneuronale Synapse an der Skelettmuskelfaser
        - myoneuronale Synapse an glatten Muskelzellen und an Zellen des Erregungsleitungssystems des
          Herzens

3) Synapsen zwischen Sinneszelle und dendritischem Fortsatz des 1. Neurons der afferenten Leitung

Bewegungsapparat (allgemein)

 

passiver Teil = knöchernes Skelett (Formung des Körperbaus, Fortbewegung, Stabilität, Schutz innerer Organe, Speicherorgan für Mineralien, Ort der Durchblutung)

aktiver Teil = auergestreifte Muskulatur (Wärmehaushalt) mit Sehnen/ Bändern und Gelenkkapsel

Allgemeine Skelettanatomie

 

212 Knochen deren Form und Größe genetisch festgelegt ist und innerer Aufbau durch Funktion bestimmt

Knochen zum Schutz: knöcherne Kanäle (Wirbelkanal, Markhöhle), Knochenschalen (Becken), Knochenkorb (Thorax), Knöcherne Kammern (Schädel, Augenhöhle)

Knochenarten:
   - Extremitäten (Gliedmaße) = röhrenförmige Stäbe (Röhrenknochen)
   - Platte Knochen (Becken, Thorax, Schulterblatt) = plattenförmig oder flach, bestehen aus zwei Schichten
     kompakten Knochens mit einer Spongiosaschicht dazwischen inkl. rotes Rückenmark
   - Luftknochen, Pneumatisierter Knochen (Gesichtsschädel und Schädelbasis) = unregelmäßig geformte Knochen, innen mit Schleimhaut ausgekleidet, ansonsten Hohlräume

Knochenaufbau

innere Struktur:
- besteht aus schwammartigem Knochenmaterial (Spongiosa) durch dynamische Belastungen entwickelt —>
  gefüllt mit rotem (blutbildenden) Knochenmark bis auf Diaphyse (besteht aus kompakten Lamellenknochen
  —> Kompakta)
  —> Markhöhlen von Endost ausgekleidet und gelbes (fett reiches) Knochenmark 

- alle Knochen bis auf Gelenkflächen der sie ernährenden Knochenhaut (Periost) umgeben

- fast alle Knochen durch Gelenke miteinander verbunden

Röhrenknochen Aufbau

- eine Diaphyse (Schaft)
- zwei Epiphysen (Gelenkenden)

- Längenwachstum in Epiphysen (zwischen Diaphyse und Epiphyse)

- Knochenvorsprünge, die der Verbindung von Muskulatur und Knochen dienen (Sehnenansatz) = Apophysen

- Auf- & Umbau der Spongiosa in Epiphysen passt sich Belastungen an und unterliegt Tätigkeit der
  Osteoblasten und Osteoklasten

Gelenke allgemein

= Artikulatio, verbindet Knochen untereinander

echte Gelenkverbindungen (Diarthrosen und Amphiarthrosen); diskontinuierliche Verbindung der Skelettteile, besitzen Gelenkspalt

unechte Gelenkverbindungen (Synarthrosen), durch Zwischengewebe kontinuierlich miteinander verbunden, Beweglichkeit sehr gering

Aufbau unechter Gelenke

- es fehlen: Gelenkspalt, Knorpelflächen und Gelenkhöhle 

- Syndesmosen (Bandhafte)
       - Knochen werden mit Bindegewebe verbunden, zB. Schädelnähte
- Synchondrosen (Knorpelhafte)
       - Knochen mit Knorpel verbunden, zB. Bandscheiben
- Synosten (Knochenhafte)
       - Knochen verschmelzen miteinander, zB. Wirbel des Kreuzbeins, Hüftbein

Aufbau echtes Gelenk

Knochenenden von Gelenkknorpel (hyaliner Knorpel) überzogen => Stoßdämpfer, schützt vor mechanischen Belastungen —> dazwischen Gelenkspalt (= kapillärer Spalt)

Gelenkkapsel (capsula articularis): vom fortgesetzten Periost der Knochen gebildet; äußere Schicht: aus Kollagenfasern (Membrana fibrosa) und innere Schicht: reich an Nerven und Gefäßen (Membrana synovialis)

Membrana synovialis bildet eiweißreiche Gelenkflüssigkeit = Synovia zur Ernährung des Knorpels und Herabsetzung der Reibung bei Bewegung, hält Gelenk geschmeidig; Synovia befindet sich in Gelenkspalt

Gelenk durch Bänder (Ligamente) verstärkt —> führen Bewegungen (Führungsbänder) oder hemmen Bewegungen (Hemmbänder) —> bei längerer Immobilität = Verkürzung der Bänder und Gelenkkapsel schrumpft => Kontraktur

intraarticuläre Strukturen/ Sonderstrukturen der echten Gelenke

- Zwischenscheiben (disci articulares) —> teilen ein Gelenk in zwei Abteilungen. Fkt: Druckverteilung, Polster

- Meniskus (menisci articulares) —> C-förmige Gestalt, unterteilen Gelenk nur unvollständig, nur Kniegelenk

- Gelenkpfannenlippe (labra glenoidalia) —> Hüft- und Schultergelenk vor und vergrößern den äußeren
  Umfang der Gelenkpfanne 

- Gelenkbänder (ligamenta articularia) —> sichern die Führung der Gelenke in der Bewegung, begrenzen
  Gelenk, hemmen übermäßige Gelenkausschläge

Gelenkbeweglichkeit

jedes Gelenk = definierter physiologischer Bewegungsumfang 

Feststellung von Bewegungsdefiziten durch Goniometer gemessen (in Winkelgraden ausgedrückt): Seitenverglech mit gegenüberliegenden Gelenk nach Neutral-Null-Methode

Führung und Hemmung:
- Knochenführung/-hemmung: Extension im Ellenbogengelenk
- Bandführung/-hemmung
- Muskelführung/-hemmung: Flexion im Ellenbogengelenk, man würde weiter kommen aber Muskel ist im weg

Kugelgelenk

- Schulter, Hüfte
- Gelenkkopf mehr oder weniger rund, Gelenkpfanne nimmt Kopf entsprechend auf
- Bewegungen in allen Richtungen möglich (6 Richtungen)
- kombinierte Bewegung um zwei Hauptsachen: Circumduktion

1) Extension und Flexion um die Horizontalachse

2) Abduktion und Adduktion um die Sagittalachse

3) Innenrotation und Außenrotation um die Longitudinalachse

Scharniergelenke

- Kniegelenk, Fingergelenk
- Gelenkkopf zylinderförmig wird von entsprechender Gelenkpfanne aufgenommen
- Bewegungen um eine Achse in zwei Richtungen

1) Extension und Flexion um die Horizontalachse

Radgelenk

- proximales und distales Radioulnargelnk (Unterarm)
- runde Gelenkfläche in halbmondförmigen Vertiefung, verbunden durch ein Ringband
- Bewegungen um eine Achse in zwei Richtungen 

1) Supination und Pronation um die Longitudialachse

Zapfengelenk

- Atlantoaxialgelenk in HWS (Kopfdrehung)
- knöchernder Dorn von einem knöchernen Ring umschlossen
- Bewegungen um eine Achse in zwei Richtungen 

1) Supination und Pronation um die Longitudialachse

Eigelenke

- ovale Gelenkflächen, die miteinander Korrespondieren
- Bewegungen um zwei Achsen in vier Richtungen 

1) Extension und Flexion um die Horizontalachse (Palmarflexion, Dorsalextension)

2) Adduktion und Abduktion um die Sagittalachse (Ulnarabduktion und Radialabduktion)

Atlantookzipitalgelenk: Horizontalachse = Kopfnicken; Sagittalachse = Kopfneigen

Daumensattelgelenk

- Gelenkfläche „reitet“ auf einer anderen
- Bewegungen um zwei Achsen in vier Richtungen

1) Adduktion und Abduktion um die Sagittalachse

2) Opposition und Reposition um die Longitudialachse

Schiebegelenke, plane Gelenke

- zwei Knochen können gegeneinander verschoben werden, nur seitlich

- Hand-& Fußwurzelgelenke oder zwischen Wirbeln

Sinnessystem

= leitet Informationen aus der Umwelt und dem Körperinneren zum zentralen Nervensystem

Zwei Vorgänge:
- objektive Reizaufnahme durch Sinnesorgane
- subjektive Verarbeitung durch Nervensystem (Reaktionen, Handlungen, Anpassungen, Interaktionen)

Sinnesorgane

= reizaufnehmende Anteile; können interne und externe Reize aufzeichnen und als elektrische Nervenimpulse zum Gehirn leiten.

niedere Sinnesorgane (alle Rezeptoren) —> Druck-, Vibration-, Thermo-, Schmerzrezeptoren

höhere Sinnesorgane (Analysatoren) —> Auge, Zunge, Ohr

Unterscheidung der Sinne

 

körperferne Sinne
Geruchssinn, Gehörsinn,…

körpernahe Sinne (physische Sensibilität)
Lage-, Bewegungs- und Gleichgewichtssinn
Tast- und Vibrationssinn
Temperatur- und Schmerzsinn

Reizverarbeitung

Kreislaufmodell:

Wahrnehmung (gewollten bzw. ungewollte Reizaufnahme) —> Weiterleitung (ZNS: Gehirn und Rückenmark) —> bewusste oder unbewusste Verarbeitung: Selektion (Reizauswahl), Diskrimination (Reizunterscheidung), Integration (Vervollständigung, Eingliederung), Bewertung —> Reaktion (adäquate Antwort) —> erneute Wahrnehmung

Haut (Kutis) + Aufgaben

= größtes Sinnesorgan mit sozialer und kommunikativer Funktion (Erröten, Gänsehaut,…)

Aufgaben
- Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen (Hitze, Kälte, chemische Stoffe, Krankheitserreger) Temeratur-
  und Flüssigkeitsregulation (Perspiration)
- Stoffaustausch (Hautatmung)
- Blutverteilung (erröten, erblassen)
- Kontakt mit Außenwelt

Dreischichtiger Aufbau der Haut + Anhangsgebilde + zwei Hauttypen

 

1) Oberhaut (Epidermis)
2) Lederhaut (Dermis, Korium)
3) Unterhaut (Subkutis)

Anhangsgebilde
Drüsen, Haare, Nägel

Leistenhaut (nur an den Handflächen und Fußsohlen), Papillarleisten: Fingerabdrücke

Felderhaut (restliche Körperoberfläche mit Haaren versehene Haut)

Epidermis (Oberhaut) + Aufbau der Epidermis

 

- äußere Schicht
- mehrschichtigem, verhornten Plattenepithel
- gefäßlos

- Hornschicht (Stratum): oberste Lage, wird ständig als Schuppen abgestoßen
- Glanzschicht (Stratum luzidum): nur an Hand- und Fußflächen, dient mechanischem Schutz
- Körnerschicht (Stratum granulosum): aus mehreren Reihen flacher Zellen aufgebaut, enthalten Keratin zur
  Hornbildung (Hornbildungsschicht)
- Regenerationsschicht (Stratum germinativum):
        - Stachelzellschicht (Stratum spinosum): mit Ausläufern zur Zellverbindung
        - Basalschicht (Stratum basale): sich ständig teilende Zellen, die neu gebildeten werden in Richtung
          Oberfläche geschoben und durch jüngere ersetzt

Étudier