Anatomie

allgemein

allgemein


Isabel Klein
Diese Lernkarten decken anatomische und therapeutische Aspekte von rheumatischen Erkrankungen ab, geeignet für Studierende der Medizin. Sie konzentrieren sich auf Gelenkschutz, Bewegungsübungen und Schmerzmanagement, insbesondere bei Arthritis und Arthrose. Die Karteikarten bieten praktische Tipps für den Alltag und therapeutische Maßnahmen, die Patienten helfen, ihre Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen zu lindern.
Karten
201
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.05.2014 / 11.11.2015

Lernkarten

Was ist eine Omarthrose?

Verschleiß des Schultergelenkes.
Primäre Arthrosen sind selten, da die Beanspruchung überwiegend die gelenkumfassenden Weichteilstrukturen betrifft. 

Sekundäre Verschleißprozesse nach Luxationsfrakturen und entzündlichen Veränderungen.

aktive und passive Beweglichkeit stark eingeschränkt.

Therapie: Arthrodese, Indikation eines endoprothetischen Gelenkersatz

Was ist eine Rhizarthrose?

Arthrose im Daumensattelgelenk.
Kommt im Rahmen der Polyarthrose vor, aber auch isoliert. Doppelseitiger Befall. Meistens Frauen nach der Menopause.

Bewegungsschmerzen und nächtliche Schmerzen. 

Therapie: Ruhigstellung in einer Manschette und lokale Infiltration, Röntgenreizbestrahlung, Synovialektomie und Denervierung.

Was ist die Definition entzündlich rheumatischer Erkrankungen?

Zum rheumatischen Formenkreis gehören zahlreiche Erkrankungen, die zum einen den Stütz- und Bewegungsapparat betreffen, aber auch das Bindegewebe (Kolagenosen) und die Gefäße (Vaskulitiden).

Rheumatische Erkrankungen = Systemerkrankungen
—> Erkrankungen, die den ganzen Organismus betreffen, deren Ursache meist unklar ist.
—> Krankheiten mit unterschiedl. Ursache und Pathogenese, mit verschiedener Lokalisation und Ausprägung, sowie differenter Prognose.

Fließender Schmerzcharakter. Ruheschmerz.

Wie kann man Rheuma klassifizieren?

Nach Art und Lokalisation der Erkrankung werden unterschieden:

Entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankungen:
Befall eines Gelenks (monartikulär), weniger Gelenke (oligartikulär) oder zahlreicher Gelenke (polyartikulär)

Degenerativ-rheumatische Gelenkerkrankungen:
Arthrosen, die ätiologisch & pathogenetisch in keinem Zusammenhang mit den primär entzündlichen Erkrankungen stehen

Rheumatische Weichteilerkrankungen: Erkrankungen an Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden und Bändern

Wie lautet die Pathogenese bei Rheuma?

1) rezidivierende, schmerzhafte Gekenkergussbildungen. Gelenknahe Osteoporose

2) Knorpel vom Pannusgewebe wird überwachsen. Die aggressiven Granulationen überdehnen die Kapsel,
    was zu Instabilität führt.

3) Knochen wird unterminiert. Starke Funktionsbehinderungen

4) Zerstörung des gesamten Gelenkes wird eingeleitet. Gelenk: subluxiert, fibrös o. knöchern

Wie lautet die Definition von Arthritis und welche Ursachen hat sie?

= Bezeichnung für eine entzündliche Gelenkerkrankung.

- bakterielle, infektionsbedingte Arthritis (durch Verletzungen,   
  die den Gelenkinnenraum eröffnen & von außen
  Krankheitskeime in das Gelenk einbringen, oder
  Verschleppung von Keimen auf Blutweg

- Autoimmunologie: Antikörper greifen Gelenk an & zerstören es

- Arthritis in Verbindung mit Stoffwechselerkrankungen und
  ernährungsbedingten Störungen

- Arthritis bei Erkrankungen des Gelenkknorpels

Wie lautet die Definition von Arthritis und welche Ursachen hat sie?

= Bezeichnung für eine entzündliche Gelenkerkrankung.

- bakterielle, infektionsbedingte Arthritis (durch Verletzungen,   
  die den Gelenkinnenraum eröffnen & von außen
  Krankheitskeime in das Gelenk einbringen, oder
  Verschleppung von Keimen auf Blutweg

- Autoimmunologie: Antikörper greifen Gelenk an & zerstören es

- Arthritis in Verbindung mit Stoffwechselerkrankungen und
  ernährungsbedingten Störungen

- Arthritis bei Erkrankungen des Gelenkknorpels

Entzündungszeichen, Verlauf und Anzahl d. Betroffenen Gelenke bei einer Arthritis?

Entzündungszeichen:
-  Schwellung, Überwärmung, Rötung,
   Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit

Verlauf:
-  akut
-  subakut
-  chronisch

Anzahl d. Betroffenen Gelenke:
-  Monarthritis (1 Gelenk)
-  Oligoarthritis (2-4 Gelenke gleichzeitig)
-  Polyarthritis (5 oder mehr Gelenke gleichzeitig)

Definiere Chronische Polyarthritis Def./ Rheumatoide Arthritis!

= schubweise verlaufende, chronische Entzündung der Synovialis (Gelenkschleimhaut), die zu Gelenkdestruktion und Invalidität führen kann.

Polyartikulärer Befall, symmetrische Verteilung und Chronizität (chronischer Verlauf).

Leichte oder rasch progredierende Verlaufsformen
—> jeder 3. Patient = Invalidität

Epidemiologie der Rheumatoiden Arthritis?

- 1 % der Bevölkerung, Frauen 3:1 Männer

- Erkrankungsgipfel zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr

Pathogenese der Rheumatoiden Arthritis?

Pathogenese nicht geklärt. Derzeitige Hypothese:

Durch unbekannte Auslöser werden Antikörper vom Typ IgM gegen körpereigenes IgG gebildet. Auslöser könnte Virusinfektion sein. Resultierender Immunkomplex löst Entzündungsreaktion an der Synovialis aus, mit Aktivierung des komplementssystems und Freisetzung von knorpelzerstörenden Enzymen —> Pannusbildung. Pannus und Enzyme zerstören den Knorpel bis zum vollständigen Funktionsverlust der Gelenke.

Ernährung, psychischer und sozialer Stress, Umwelteinflüsse haben Einfluss auf Entstehung und Verlauf der RA.

Was sind Klassifikationskriterien (ACR/ EULAR) für die rheumatoide Arthritis?

- Morgensteifigkeit: in und um die Gelenke von
  mindestens einer Stunde Dauer bis zum
  vollständigen Abklingen.

- Arthritis von drei oder mehr Gelenkregionen:
  mindestens 3 Gelenke müssen gleichzeitig eine
  Weichteilschwellung oder einen Erguss gehabt
  haben (durch Arzt) —> mögliche Gelenkregionen:
  rechts oder links PIP-, MCP, Hand-, Ellenbogen-,
  Knie-, Sprung-, MTP- und Schultergelenk

- Arthritis von Gelenken der Hand: mind. eine
  Gelenkregion (Hand-, MCP-, PIP-Gelenk)
  geschwollen

- Symmetrische Arthritis: Gleichzeitiger Befall der
  gleichen Gelenkregionen auf beiden Körperseiten

- Rheumaknoten: Subkutane (unter der Haut) Knoten
  über Knochenvorsprüngen, Streckseite oder in
  Gelenknähe, von einem Arzt festgestellt.

- Rheumafaktor im Serum nachweisbar: Befund
  abnormaler Titer (Verdünnungsreihe) des Serum-
  Rheumafaktors mit irgendeiner Methode, die in
  weniger als 5% der normalen Kontrollperson positiv
  ist

- Radiologische Veränderungen: Erosionen oder
  eindeutige Knochenentkalkung, lokalisiert an den
  betroffenen Gelenken oder unmittelbar an diese
  angrenzend.

==> mindestens 4 Punkte müssen erfüllt sein und
       mindestens über 6 Wochen bestanden haben.

Wie kann man eine rheumatoide Arthritis therapieren?

- Medikamentöse: NSAR (Linderung der Symptome),
  Glukokortikoide (antientzündlich, immunsuppressiv),
  Basistherapeutika (verzögern Wirkeintritt)

- Operativ: gelenkschützende OP (Entfernung eines Anteils
  oder der gesamten Synovia), gelenkersetzende OP (TEP,
  Teilprotese), gelenkversteifende OP (Arthrodese)
 
- Physikalisch: Wärme (im Schubfreien Intervall)- oder
  Kältetherapie (im Schub), Elektrotherapie, med. Bäder,
  Massage, Ultraschall, Bewegungsbad

- ET: mofu Training zur Erhaltung o. Wiederherstellung von
  Bewegungen, Gelenkschutztraining, Hilfsmittelversorgung,
  ADL Training

Definiere eine Schwanenhalsdeformität!

 Beugestellung im Grund- (MCP) und Endgelenk (DIP) bei überstreutem Mittelgelenk.

Definiere eine Knopfloch Deformität!

Deformität mit Überstreckung des distalen Interphalangealgelenks (DIP = Fingerendgelenke) und Beugestellung des proximalen Interphalangealgelenkes (PIP = Fingermittelgelenk).

Definiere einen 90/90 Daumen!

Am Daumen entsteht eine 90-Grad-Beugung des MCP und eine 90-Grad-Überstreckung im DIP.

Definiere eine Ulnardeviation der Langfinger in Grundgelenken!

Die Grundphalangen weichen in den MCP’s in Richtung ulnar (Richtung Elle) ab.

Definiere eine Radialdeviation im Handgelenk!

Im Handgelenksbereich weichen die Mittelhandknochen und die Handwurzelknochen in den CMC’s in Richtung Radius (Richtung Speiche) ab.

Definiere das Caput-ulnae Syndrom!

Die Elle tritt dorsal (nach hinten) hervor.

= Prominenz des Ulnaköpfchens

Definiere den Morbus Dupuytren!

Fibromatose der Palmarfaszie (Fibromatose = vermehrte Bildung von knotigem und strangförmigem Bindegewebe durch Myofibroblasten). Meistens ist die Hand betroffen. Schubförmig, über mehrere Jahre dauernder Prozess. Beugesehnenkontraktur: 4. und 5. Finger können nicht mehr gestreckt werden und in die Handinnenfläche gezogen werden. —> Behinderung der Greiffähigkeit

Ursache nicht bekannt. Oft bei Diabetikern und Alkoholikern, sowie evtl. durch Vererbung.

- 2% der gesunden Bevölkerung, besonders Männer ü 40 J.

Was sind Spondylarthritiden?

= chronisch-entzündliche Erkrankungen, die klinische und laborchemische Gemeinsamkeiten aufweisen.

klinisch: Rückenschmerzen durch Sakroiliitis (Entzündungen der Iliosakralgelenke) und Wirbelsäulenbefall, asymmetrische Oligoarthritis, Entzündungen der Sehnenansätze und Bänder

Labor: fehlt Nachweis von Rheumafaktoren, Patienten sind HLA-B27-positiv (HLA-System= Teil der Immunabwehr)

ESSG (European Spondylarthropathy Group) Kriterien: Beginn ab 40. Lebensjahr, schleichender Beschwerdebeginn, Dauer > 3 Monate, Morgensteifigkeit, Besserung nach/ bei Bewegung (mind. insgesamt 4 K.) ODER Arthritis, die asymmetrisch oder vorwiegend an der unteren Extremität auftritt und zusätzlich entweder eine positive Familienanamnese für M. Bechere, reaktive Arthritis,… oder beiderseits wechselnde Gesäßschmerzen (mind. eins der beiden)

Wie lautet die Definition von Morbus Bechterew?

= Spondylitis ankylosans; chronische Arthritis der Wirbel- und Iliosakralgelenke (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk), die im Verlauf zur Ankylose (Einsteifung) der Wirbelsäule und zur Einschränkung der Atemexkursionen führt. Es können auch periphere Gelenke (Sehnenansätze, Schultergelenk, Handgelenk, Sitzbeinknochen, Kiefergelenk,..) betroffen sein.

ca. 1% der Bevölkerung betroffen, Männer 3:1 Frauen zwischen dem 20.-40. Lebensjahr

genetische Disposition bei 90% der Patienten
—> sind HLA-B27 positiv

Wie lautet die Klinik beim Morbus Bechterew?

Sakroiliitis: nachts und morgens auftretende Kreuz- und Gesäßschmerzen, Klopf- und Verschiebeschmerzen der Iliosakralgelenke

Spondylitis: Schmerzen im thorakolumbalen Übergang (= am Übergang von der Brustwirbelsäule zur Lendenwirbelsäule)

zunehmende Bewegunseinschränkungen der Wirbelsäule und Thorax (= Brustkorb)

Außerdem möglich: Arthristis der peripheren Gelenke, Brust- und Schambeinschmerzen, schmerzhafte Entzündung der Sehnenansätze

Was könnte eine Therapieform beim Morbus Bechterew sein?

NSAID

Im Schub: kurzfristig Kortikoide

--> Beweglichkeit der WS so gut wie es geht erhalten

--> in schweren Fällen: Aufrichtungs-Osteotomie

Wie lautet die Definition vom Morbus Scheuermann und was ist die Epidemiologie?

juvenile (=jugendliche oder noch nicht voll entwickelte) Verknöcherungsstörung der Wirbelsäule, v.a. der mittleren und unteren Brustwirbelsäule (knorpelige Randleistenapophysen), manchmal auch der oberen Lendenwirbelsäule.

häufigste Wirbelsäulenerkrankung im Jugendalter zw. 8-14 J., Jungen 2:1 Mädchen

Ursachen unklar

WIe lautet die Pathogenese vom Morbus Bechterew?

- Wirbel zwischen dem 5. und 11. Brustwirbel wachsen in ihren vorderen Anteilen langsamer als in den
  hinteren

- Die beim ungleichmäßigen Wachstum entstehenden Verformungen der Wirbel sind asymmetrisch —>
  Kyphose: Krümmung der Wirbelsäule

Definiere Fibromyalgie!

= multilokuläres (=an mehreren Orten)
   Schmerzsyndrom mit typischen schmerzhaften
   Druckpunkten, jedoch ohne Anzeichen von
   degenerativen oder entzündlichen Prozessen (zB.
   an Muskeln, Sehnenansätzen, an Weichteilen des
   Bewegungsapparates)

- Häufigkeit von Schmerzzuständen: relativ häufig,
  obwohl oft keine Ursache ermittelt werden kann
- Schmerzen durch Kälte und Feuchtigkeit verstärkt
  und durch Wärme, Massage, Bäder oder eventuell
  Kortison gelindert

awmf.org Leitlinien der Fibromyalgie?

FMS führt nicht zu Invalidität (=dauerhafte Beeinträchtigung des körperlichen und/ oder geistigen Zustands eines Menschen) und nicht zu einer Herabsetzung der Lebenserwartung

Es gibt keine einzelne Ursache, man geht von FMS als „Endstrecke“ verschiedener Krankheitsursachen und Krankheitsmechanismen aus

Es gibt keinen „typischen“ Krankheitsverlauf. Es lassen sich dennoch viele Unterschiede zwischen Betroffenen und Gesunden feststellen —> Schmerzverarbeitung und Stresshormonregulator

Kernsymptome des FMS: neben chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen, Schlafstörungen bzw. nicht erholsamer Schlaf und Müdigkeit bzw. Erschöpfungsneigung (körperlich und geistig)

weitere körperliche Beschwerden (Magendarm, Harnwege, Atmung, Herz), Reizüberempfindlichkeit (Augen, Geräusche, Gerüche), seelische Beschwerden (Nervosität, innere Unruhe, Niedergeschlagenheit, Antriebslust)

Das FMS kann mit depressiven Störungen assoziiert sein. Das FMS ist aber nicht als depressive Störungen zu klassifizieren

Wie lauten die ACR Kriterien der Fibromyalgie?

I.   Schmerz in mind. 3 Körperregionen (l./r. Körperseite), Oberhalb o. unterhalb der Gürtellinie —> über mind.  
     3 Monate mit mind. 11 Schmerzhaften von 18 getesteten Tender Points. Absicerung: Kontroll Punkte (sind
     >3 von 14 Punkten schmerzahft, besteht Zweifel an Diagnose)

II.  Vegetative Symptome —> kalte Akren, trockener Mund, Tremor etc.

III. Funktionale Beschwerden —> Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Migräne, Schwellungsgefühl, etc.

Was macht normale Bewegung aus?

ist zielgerichtet (es gibt immer ein Ziel)

ist ökonomisch (Energieaufwand gering halten)

ist adaptiert (= angepasst —> zB. Stuhl)

ist automatisiert (müssen nicht über Bewegung nachdenken)

ist willkürlich (= geplant, bewusst wird etwas angesteuert)

Wovon ist normale Bewegung abhängig? Und wodurch wird sie ermöglicht?

 

extrensischen Faktoren (von außen, äußerlich = Umwelt)
—> unterschiedlich hohe Stühle, glatter/rauer Boden, fester Untergrund, Boot

intrinsischen Faktoren (innerlich)
—> Emotionalität/ Stimmungslage, Kälte (frieren), Licht, Stimmung

==> Der Tonus muss hoch genug sein um die
       Schwerkraft zu überwinden und niedrig genug um
       selektives Bewegen zu ermöglichen

Wie sieht ein Bewegungs-„ablauf“ aus?

1. Entschluss (Handlungsantrieb + Strategie)

2. Programmierung (Strategie + Bewegungsprogramm + Selektion)

3. Durchführung (Bewegung)

Wo liegen die Schlüsselpunkte?

Sind Kontrollpunkte innerhalb des Körpers an denen der Haltungstonus angepasst und geändert werden kann, sie weisen eine hohe Dichte von Rezeptoren auf.

Was ist ein Alignment?

Alle Anteile eines Gelenkes (Knochen, Knorpel, Kapsel, Bänder, Sehnen, Muskeln) sind in jedem Moment einer Haltung oder Bewegung in einer bestimmten exakten Ausrichtung zueinander.

Was ist das Postural Set?

Postural = Haltung

Set = Zusammengehörige Einzelteile, welche ein
         Ganzes Bilden

Ist die Stellung der Schlüsselpunkte in Relation zueinander und zu Unterstützungsfläche (USF), welche die Qualität des Haltungstonus beeinflusst.

Was ist Gleichgewicht?

- Gleichgewicht = Grund für Mobilität gegen Schwerkraft

- Anpassung an wechselnde USF

- Hintergrund für selektive Bewegung

- automatische funktionelle Fähigkeiten/ Geschicklichkeit

- Geschwindigkeit

Was ist eine Equilibriumsreaktion?

Kleinste automatische Tonusveränderungen bei geringer Gleichgewichtsverlagerung, die nicht unterdrückt werden können (unwillkürlich) und die dazu dienen das Gleichgewicht zu halten.

ZB.: Wenn man auf einem Fuß steht —> Fuß versucht zu balancieren.

Was ist eine Stellreaktionen?

Finden bei Verlagerung größerer Gewichte statt (ZSP) sind automatische Bewegungen von Kopf, Rumpf, Extremitäten um Gegengewichte zu schaffen, finden statt um das Gleichgewicht wieder herzustellen (z.T. willkürlich).

Was ist eine Schutzreaktion?

Automatische Bewegungen der Arme (Stützreaktion) und Beine (Ausfallschritte, Kreuzschritte) zur Vergrößerung der USF, sind ökonomischer als die Stellreaktion, dienen der Wiederherstellung vom Gleichgewicht.

Wie sieht die Neutral-Null-Stellung aus?

Gelenke weisen einen angenommenen Winkel von Null Grad auf. Aus dieser Stellung werden die gegenläufigen Bewegungen gemessen und als Winkel in Bezug auf die NNS dokumentiert.

--> aufrechter Stand mit hängenden Armen
--> Handflächen zeigen zum Oberschenkel
--> Kniescheiben zeigen nach vorn
--> Füße stehen parallel
--> Gelenke sind nicht durchgestreckt, sondern leicht gebeugt

- Flexion/ Extension: 120/0/5 = normale Beweglichkeit

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